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?<n' folglich auch dreyerley Consistoria/ nemlich das gemeinschaftliche Consistorium/ so doh bevden Eimen/ der Neufurstlich-Waldenburgischen und der Neusteinischen oder dem m Oehnngen regierenden Herrn Grafen HohenloKneuenstein besetzet wird; her- nach d^ Fmstliche Waldenburgische von Pfedelbach nAch Öehringen Particularcon» sistorium/ von welchem der Präsident und der jedesmalige Stiftsvredigcr als Assessor m oehrmgen wohnen / und endlich das Neuenstemische oder des Herrn Grafens in «Oehrlngen Particularconsistorium. Von diesen ist nur das zweyte in Streit gerarhen. uebrigens »st es ohne allen Widerspruch gewiß/ daß 1624. als in dem anno normal» in der ganzen Grafschaft Hohenlohe/ so wohl bey den Herrschaften als Unterihanen die evangelischeReligion emgefuhret war. Es blieb auch dabey/ bis i6go. in das Schi!« SfuÄe <me calvinische Gemahlin kam / nnd nachsocher die Römischcatho» lische Aeligion angenommen und eingeführet wurde/wovon die Ursachen nnd Umstande sehr bedenklich sind. Judeffen verharrete von dieser Waldenburgischen Linie noch der Grafwn Pfedelbach be» der evangelischen Religion. Im Jahr 172.8. aber starb er ohiie Erben/ und seine r. Aemter sielen an die r. Catholischen Herrn Grasen von Schillingsfürst und Bartenstein damaligen Eammerrichter / welcher aber 4. Wonach flU(V Todt abgieng. Der noch lebende alte Herr Fürst von Hohmlohe-
Schillmgsfmst hatte sich anfangs an eine evangelische Gemahlin/die hinterlassene Witt» we des Kavserlichen und Reichs-Feldmarschalls Graf Wolfgang Julius von Hohem lohe,Neuenstein vermählet/ welche aber 1718. verstorben/ worauf er eine Gräfin von -Oettmgen. Wallerstein zur Gemahlin genommen. Und von Vieser Zeit an konnte man die Wachinationes der Römischcacholifchen gar deutlich wahrnehmen. Als der letzte Evangelische Graf Waldenburgischer Linie Ludwig Gottfried zu Pfedelbach sähe/ daß er keine leibliche Erben bekommen würde/ errichtete er mit seinen vermutblichen Nachfolgern und Vettern dem jetzigen alten Fürsten von Schillingsfürst unddemver- storbenen Herrn Cammerrichter 1710. einen Succeßionsreceß / darinnen sonderlich die Sicherheit der evangelischen Religion nach dem Wcstphälischen Frieden/ nicht weniger das Waldenburgische Particularconsistorium über die mit seinem Tode heimfallende Lande vest gesetzet wurde. Man vermachte diesem lehtern auch ein gewisses Capital zu dem Ende testamentlich/ und verlegte das Consistorium nach -Oehringen. Nun wurde zwar äusser der Schloßcapelle und Hospicus für die römische Clerisey heimlich manigerley der evangelischen Religion zum Nachtheil unternommen; gleichwohl wurde getrieben / alö in den Jahren von 1720. an. Denn man sing an aus ^A^kcapelle eine ordentliche Pfarrkirche zu machen/ katholische Kirchen äusser der Residenz zu bauen/ Proceßioncn anzustellen/ in evangelischen Kirchen das Simul- f‘£ Da 1718 txr letzte evangelische GrafWaldenburgischer time öerltarb/ auch 4. Monathe darauf der Herr Cammerrichter von Bartenstein aus der Welt gieng/ wolle man von Seiten des andern Herrn Successors sogleich dcn Rec.ß von 1710. für ungültig erklären/ sich nicht daian gebunden wissen/ ja so gar vorgeben/daß die MajoreS/ durch de^en Verträge und Vorsicht die Sucaßion erfolget/ ihre Herren Succeffores also nicht binden tönten. Um diese Zeit fiengen aller-


