Mochen-Matk,
Num. XXXVII.
Dtmftag den Sept, 1752.
Miv Hochförstl. Hessendarmsiädtischer gnädigsten Erlaubniß.
Vom Lebensziel
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f P 'O iJisB* Tod des Menschen ist «ine Begebenheit, die eben so viel/ nicht! X XÄ '"Ehr und nicht weniger/ Gewisheit hat als andre / die in der Welt vorkommen. Wer demnach von der Einrichtung der Weit und dem darin herrschenden 'Zusammenhang / der einem jeden Dinge seine Zeit und seinen Ort anweiset/ einen hinreichenden Begriff hat, der weis auch wohl / waS von dem'Lebensziel und der Todesstunde mit Bestand der Wahrheit behauptet werden kann. Mer aber auch dagegen in dem/ was daS erste btmft/ unwissend ist/der wird vom letzten schlechte und ungegründete Meinungen hegen müssen. Denn die Wahrheiten sind nicht wie die Karten / daß eine jede einzeln könnte erkannt werden; sondern sie hängen aneinander so/ daß derjenige/ der die vorhergehende nicht angesehen hat/ bey der folgenden blind ist. Da nun sehr we- nige von dem Zusammenhänge der Begebenheiten in der Welt unterrichtet sind; so ist kein Wunder/ daß so manche seichte Einbildung von der Fatalität deS Lebensendes zu Markte gekommen. Es würde unö viel zu weitläuftig und unserm Eckel für dem Abgeschmackten viel zu verdrießlich fallen / davon eine umständliche Historie aufzusetzen ; deswegen gehet unsre Absicht blos dahin/ di« geineinen und txy verschiedenem in unsrer Gegend unzutreffenden Jrrthümer anzuführen und Durch Erklärung der Wahrheit zu widerlegm- Wir werden uns dabev bemühen/ so vcel als möglich ist ohne Voraussetzung solcher Gründen / die nur vor gelehrte Leser gehören/ dieselbe deut-
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