n? Gresser Wochen»25Utt/ Num. XV-
mit einem Roman/ und wir hoffen/ unser oben versprochener soll bei; diesen Gelegenheiten gute Dienste thun. Die Liebhaber wissen zwar selbst genug zu wählen/ und haben ein grösseres Verzeichniß derselben im Kopfe/ als der Verfasser; unterdessen nimmt er sich die Freyheit/ bis der seinige herauSkommt/ die Pamela und Clanssa anzupreissen; er bittet aber sehr/ daß man nicht gar zu hurtig liefet/ und verspricht auf sein Ehrenwort/ daß man alsdenn weniger lang« Weile haben wird / wenir man die Augen wieder vom Buche wendet/ als sonsten. Man greiffer auch wohl nach einem musicalischen Instrumente / und es ist nicht zu leugnen / daß ein Clavier mit Nutzen gebraucht wird/ vornehmlich wenn man dazu singen kann. Der Verfasser weis ein unvergleichlich Lied/ das sich ungemein hierher schicket/und bedauret nur/ daß es in so wenig Büchern stehet. Es ist das letzte/ oder Num. im Würtembergi- schen Gesangbuche/ und fängt also an: Eben jetzo schlägt die Stunde. Wenn man dieses öfters/ auch ohne Clavier/ singet; so wird das Geblükh in eine grosse Bewe- tzung gebracht/ wodurch die ganze Krankheit gebrochen und der Mensch völlig herge- skellet wird/eben so wie man sich der Music wider den Tarantelsiich mt Vorrheil bedie- mt. Die Freunde des TobackS rühmen die Kraft eines angezündeten Pfeifgens wider die lange Weile. Uns ist die Sache unbekannt/ wir können also auch nicht sagen/ ob eS gut ist/ oder nicht. Wir zweifeln aber doch aus verursache/ weil der Toback nach des berühmten Poeten Günthers Zeugniß schläfrig macht. Es müste denn seyn/ daß eben diese dadurch gewürkte Schläfrigkeit die Begierde nach den Lustbarkeiten/ als eine Ursache der vorhabenden Krankheit/ etwa vertriebe oder verringerte. -Oder der Patient müste mit einigem und von ihm nicht zu vermuthendem Nachdenken schmauchen/ und den aus dem Köpfgen aufsteigenden Rauch mit Aufmerksam- keil betrachten/ wie er erstlich so gerade in die Höhe steiget/ alsdenn sich ein paar mal herum drehet/ und im Augenblick verschwindet/ daß nichts als ein Geruch von ihm übrig bleibet. Auf diese Weise aber brauchte in einer grossen Gesellschaft nur einer zu rauchen/ und sie könnten doch alle denken: Wir sind wie der Rauch/ und vergehe« schnell / wie derselbe; lasset uns so leben/ daß wir einen guten Geruch hinter uns lassen! Von dem Spatzierengehen / als einem Zeitvertreib/ haben wir oben geredet. Das liegen auf oder in dem Bette verdienet nicht hier angeführet zu werden; denn ausserdem daß wir jetzo nicht gesinnet sind/ Recepte vor solche zu schreiben/ bei) denen die Krankheit dermassen überhand genommen/ baß sie bereits bettlägericht geworden/ so haben wir weiter nichts nöthig/ als nur jederman zu warnen/ daß er es nicht so weit kommen lasse/ und sich nicht so gar der Gefahr / in eine unheilbare Schlafsucht zu verfallen/ auffetze.
Nunmehro erforderte es die Schuldigkeit/ daß wir auch die unmittelbare wahre Mittel wider die lange Wcile umständlich vortrügen. Allein diese sind zu ernsthaft vor die meisten; deswegen wollen wir sie so kurz/als möglich ist/ zusammen fassen. Arbeite. Das war alles.
Wer nicht Lust darzu hat/ der Wß wissen/ daß der Arzt nicht helfen kann/ wenn


