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tflört gefüh'et, wenn sie auch alle Tag« königlich gelebt haben; ein Vergnügen von dem Niemand urtbdkn kann/ der es nicht empfunden hat/ und das/ wann man eS einmal gelchmccket/ ein unersättliches Verlangen hinter sich lasset/ durch Schweiß und Mühe zu emun ferneren Genuß desselben ju gelangen/ und es nicht gegen all« mögliche Veränderungen lüsterner Müßiggänger zu vertauschen. Dieses ist die Kette/ wodurch Leute/ die etwas grosses in der Welt auörichten/ an ihre Tische geschlossen werden. W'll sich jemand gefallen lassen/ dieses Recept zu nehmen/ das bey nahe wie daS Holz Je länger je lieber/ schmecket; so hosten wir/ er soll am Ende seinen Arzt loben.
Die Zeichen / woran man erkennet/ daß ein Mensch an der langen Weile darnieder liegt/ find sehr vielfältig. Man entdecket aber mehrentheils leicht/ daß er ausfiehet
Wie einer der mit Fleis Minuten hat zu zählen;
Der kömmt/ den Tag zu bierhen und zu stehlen. Heräus.
Wir wollen uns daher auch so lange nicht dabe» aufhalten; besonders da unsere gr« eh. teste Leser dergleichen Kranke bereits genrig zu Gesicht bekommen/ auch unter denselben einer und der andere selbst in dieses Spital gehöret / der sich also mit weniger Mühe des Spiegels bedienen kann. Etwas weniges zu sagen; so hat der Patient einen langsamen und faulen Puls; die Augen find düster und halb geschlossen; dir Stirn verliehret ihre Glätte und Lebhaftigkeit; der Mund öfnet sich «nanchmal mit einer Langsamkeit in ziemliche Weite/ und das ganze Gesicht stehet immer in einer solchen Stellung / daß man einen Trieb zum gähnen fühlet / wann man es ansiehet. Das sprechen, auch nur Ja und Nein sagen/ wird dem Menschen sauer. Die Glieder sind ihm wie zerschlagen besonders wann übeles Wetter bevorstehet/ oder ein matter Sudwind wehet. Die Füsse sind etwas lahm / die Hände liegen bisweilen auf dem Rücken/ und
Er trabt bemüht herum / nicht wissend/ was er will/
Und pfeift/ indem er geht/ auö Mangel der Gedanken. Druden, u.f. w.
Es ist Zeit/ daß wir auch zu denen Gegenmitteln schreiten/ wodurch dieser Krankheit begegnet wird. Diese find von zweyerley Art; einige lindern nur den Paroxy- smum auf eine kleine Zeit/ und machen daß er bald darauf desto stärker wieder komt; andre aber/ die um ein gutes heftiger angreiffen/ aber auch die ganze Natur der Leidenden verändern und herumdrehen / heben es aus dem Gruride auf. Jene können fügach die falsche/ diese aber die ächte Mittel qenennet werden. Die falsche sind die so genannte Zeitvertreibe / und sind so mannichfältig unterschiedem/ als die Neigun- >en der Menschen. Wer wollte sie also alle nennen? Doch wollen wir etliche überlegen. Man kommt zusammen / ißt und trinkt/ spielt/ tanzt u-f.w./ damit geht die Zeit bin / und zwar mehrentheils geschwinder als man eS haben will. Man meint/eS fty abends zehn Uhr/ so ruft der Wächter: ihr lieben Christen ftyd munter und wacht. Endlich geht man heim/ wann man so viel Kraft übrig behalten hat/ und denkt unterwegs / was treiben wir morgen? Morgen früh geigtS und pfeiftS vor den -Ohren/ und weil man nicht gleich wieder Hüpfen kann/ so muß man einen heftigen A .stoß von for langen Weile ausstehen, Ist man denn allein / so tröstet man sich
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