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Dimstag dm Octsbr. 17fo. 32?

Volk/ welches die Meinung der ihm bekannt gemachten Verordnung 20) nicht be­griff / hielt sie genehm/ und überließ es eueren Verfassern/ einen erfahrnen und klugen Mann zu erwählen- Ein Hochweiser Rath entzog sich dessn nicht/ und trug nach reifer Uebcrlegung durch einen n) Rathsschluß den 22) regierenden Bürgermeistern auf/ daß 2;) einer von ihnen 24) das hochgel-iethende Haupt ernennen. Beyde be­zeigten sich besonders bei) der Sache. Einer gab dem andern seine Stimme/ und keiner wollte vor seinem hochgeehrtesten Herrn Cellegen den Verzug haben. Mit ___ sei.

meinet, ein Dictator wäre auf ein Jahr ein Monarch gewesen. Hierauslann man aber leicht sehen / wie ein schlechter Weltweiser er fei).

ro) B'ym Pöbel/ der sich nie zu denken unterwunden (A. Hallers Versuch schwciz. Gedichte ste Aust. s2.S«) Heist es mundus vuk decipi. Dieses Sprichwort erken- nete jener berühmte strasburgische Doctor für wahr. Als ihn ein Markschreyer vorbei) geben sah/ rühmte dieser dem um ihn stehenden Volke feine Arzeney unge- mein/ und fragte den Arzt: Ist es nicht war/ Herr Doctor/ was ich ferne / mun­dus vuk decipi. Er antwortete mit ja, und die Leute/ welche feine Meinung nicht verstunden / glaubten die Arzeney wäre vortr. stich.

) Der Rath faßte nach der Zeit/ wenn cs die Noch erforderte/ immer zuvor einen Schluß ab/ daß em Dictator solte gemacht werden/ (Liv, j. 46. l. 7. c,*i. l. 8. c. 16.) und

21) die Bürgermeister erwählten und ernennet'en ihn hernach. Liv. 4. p. l. 22. c. 8 Vari« de Lmg. Lur. p. m. zz. Es geschah auch von Den Tribunis Militum, wel­che an statt Der Bürgermeister vom I. d. S. R. 510 bis ;8-.pflegten erwählt zu werden. Lw.4. c. ;u&n- Es war etwas ganz ausserordeutliches/daß sichSulla durch Den Jnrerrex L. V.Flaccusund das Volk zum Dictator machen ließ/ (euer. ad Atticum L. 9. epift. ijj. Appian deßellii civil. L. 1. ) welches vorher niemals ge­schehen war- Das Volk bestellete rwar Den Q. Fabius Maximus dazu; er wurde ober nach Der Anmerkung des Livius (L. 22 c. 8.8c; r.) Prodictator genennet. Zuweilen lug ivohl der Rath/ oder mit dessen B willigung das Volk einen zum Dictator mit Namen vor; jedoch mtifte ihn ein Bürgermeister hernach ordentlich er­nennen. Liv, 4. 17. L. 27. c. s.

23) Der eine/ Der hier noch nicht bestimmet war/ und welcher nachher immer die Er­nennung zu thmi hatte / ist ohne Zweifel derjenige von den beyden Bürgermeiliern ge­wesen/ bev dem eben die Faeces/ oder die größte Gewalt/ waren/ die einer um den andern hatte. Liv. 8. 12.

24) Wen konnte er aber dazu ernennen? das wegen der Wahl eines Dictators gege­bene Gesetz befahl/ daß Consularm/ daß ist/ die wirklich Bürgermeister waren/'oder schon gewesen/ dazu feiten erwählet werden. Liv. 2.18. Den edlen Herrn des Rath zum größten Verdruß wurde im I. d. S- R- ^99. einer aus Dem aemei- »cn Volke/ C> Maims RutiluvzuerstDictator.Liv,7.17.

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