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Gresser Wöchcn-Blatt/ Num. xxvil.

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Nachricht.

Eine Nachricht von den in der König!, und Churfürlichen Residenzstadt »Hannover herauszugebenden wöchentlichen gelehrten und andern Anzeigen ist und ruaeschickt worden: Sie beschreibet anfänglich die unsrer Natur eingepfianzte Ve- aierde nach Neuigkeiten/ und ihren Nutzen/ wenn sie den Mitbürgern zuträgliche Vor­würfehat/ und ihren Schaden hingegen / wenn sie zu einem wirklichen Nachtherl vieler Menschen gereichet. Aus den angeführten Gründen der löblichen Ncubegicrde/ wirt) Ut Veranlassung zu den herauszugebenden wöchentlichen Nachrichten oder sogenann­ten

reden Belieben überlassen, lieber die gute Caffeetrinkerin aber fmd wir gar Nicht böse. Denn ein jeder liefet gern/ was er verstehet/ und es tfl eine Regel des vernünftigen und angenehmen Umganges/ daß man mit einem jeden aus feinem Handwerke sprechen soll Ihr zu Liebe/ weil wir sie doch bisher noch so lchlecht unterhalten/ wollen wir mit der Zeit einmal einen Auszug aus den in unserm Voirathe besinvlichen Bu­chern machen/worin von der Erzeugung und der schmackhaftesten Zubereitung des C-ss- fee soll gehandelt werden. Der Herr Verfasser des Briefes mag aus em,gen Blattern eine Antipathie gegen das weibliche Geschlecht geschlossen haben / und bat vielleicht m (Sinne gehabt/ uns zu heftigen Vermahnungen Anlaß zu geben. Allem wie er sich mi ersten stark irret/ so wird ihm das letzte nicht nach Wunsch gerachen. Dmn wir wissen wohl/ wie viel man von einem Frauenzimmer fordern darf/ und da jre ihre Au­gen zu alleriey wichtigeren Geschäften nöchig brauchen / so muthen wir ihnen nicht zu, dieselbe über unsrer Schrift zu verderben. ..

Daß unter den Mannspersone,, wenige leiden können/ wenn man als em Lensor ihre Fehler besiraftt/ ist gar natürlich. Denn das Wesen eines Menschen bringet mit sich/ daß ein jeder sich einbildet/ es sen nichts an ihm zu tadeln. Wir werden dieses nächstens in einem Stücke vom Sechstbetrug weiter ausfuhren. Al- lein warum ziehen solche Leute auf sich/ was überhaupt gesagt wird? Haben sie die verworfene Fehler nicht an sich/ so können sie als solche/ die nach unserm obigen Aus- svruche nicht gemeint sind/ mit der grösten Gelassenheit lesen. Sind sie aber g trof- fen/ so weiden sie uns wenigstens das Recht wiederfahren lasten / daß man einem MN Spiegel in der ©tube gönnet. Wer wird dem böse werden/ wenn er einen vor- ßelliO wir also dargetban/ daß die widrigen Urtbcile gegen unsre Wo­

chenschrift ungegründet sind/ so wird man nicht vor unvernünftig halten/ daß mir und nid)! an dieselbige kehren; sondern vielmehr/ da der Verleger noch zur Zeit keinen Schaden spübret/ im Gegentheil sich täglich mehr Nutzen verspricht/ das angefange- n^Werk in diesem halben Jahre fort setzen. M'r wollen uns bemühen/ daßbie- ienigen/ die bisher gut gegen uns gesinnet waren/ keine Ursache bekommen/ ihre Mei­nung zu ändern/und hoffen die bisher unbilligen Richter werden mit der Zeit emschen/ paß sie unS Unrecht thun.