Meffer Mochcil-Bllttk,
Nurn. XXVII.
Dienstag dm 7. Jul. 1752.
IBit Hochfürstl. Hcstcndarmstädtlscher gnädigstcir Erlaubniß.
Nachstehender Brief ist von einem Freunde dem
Verleger zugesandt worden.
nn es Ihnen auf den Beyfall/ den Dero Wochenblatt bey nur findet/ ankäme; so kannte ich sie desselben völlig versichern. An der Absicht/ welche Sie mit diesen Bogen/ die recht geschickt zu erbauen sind/ haben/ weis ich nicht das geringste auszusetzen. Sie gefällt mir sowohl/ als die Einrichtung/ dabey ich auch nichts zu erinnern finde. Und was die Stucke betrifft/ welche bisher darin erschienen sind; so habe ich sie mit
so vielem Nutzen und Vergnügen gelesen / daß ich Ihnen deswegen verbunden bin Dreines Orts wünsche ich daher/ daß das Wochenblatt immer fortgesetzt würde; gleichwohl aber kann ich Ihnen/ wenn ich meine Meinung aufrichtig sagen soll/ dazu nicht rathcn / und zwar darum/ weil Sie sich nicht getrosten dürfen / daß Sie Ihren Endzweck damit erreichen werden. Einige wenige mögen wohl noch nebst mir einen Gefallen daran haben: Allein bey den allermeisten stchet eö in einem sehr schleckten Ansehen / und von vielen wird es ganz unbarmherzig durchgezogen. Die Erfahrung hat mich dieses sattsam gelchret/ da ich die Urtheile der Leuten darüber öfters mit Fleis angeböret habe. Einige heissen es aus Verachtung einen Zettel: Viele sagen/ sie wüsten nicht wozu es diene: Andere meinen es wäre wunderlich eingerichtet/ und
Dd kämm


