Hl Giesser Wochen-Blatt/ Num. XIV.
vier/ fünf 6M sechs Zoll weite Töpfe darein/ die mit Schwefel voll Messen worden/ worein einige Tachte von gelinde zusammengerolltem alten Tuche sich befinden. Hierauf schließt man alle Oefnungen genau zu und lasset durch viele Leute/ die sich schnell darauf reririren können / di« Schwefeltöpfen auf einmal anstecken; so ziehet sich dec Daurpf durch das ganze Haus und ersticket alles darinne / was Otbem hat. Ist der Fruchtboden mit Steinen beleget/ oder mit Gyps übergossen / so stellet man die Töpfe zwischen die Haufen in nassen Sand. Ehe man die Räucherung vornimmt/ kehrt man das Korn um / damit die Würmer beunruhiget werden / herauökriechen und desto eher crepiren. Nach zwey oder drry Tagen / öfnet inan von Aussen Die Fenster und Thüren/ damit der Dampf herausgehe/ und alsdann lasset man das Korn über die Rolle laufen / und verfährt/ wie oben beschrieben. Die Schwefelung . bringt dem Korn keinen Übeln Geschmack. Sie töbtet aber die wachsende Kraft / und kann solches gar nicht zu dem Aussaen / ja nicht einmal zu Dem Malze gebraucht werden. Sonst ist zu behalten / daß das alte recht trockene Korn sich selbst vor dem Wurm viel besser verwahrt/ als das in nassen Somn.'in gewachsene und feuchte- Daher man dieses eher verbrauchen/ und jenes dagegen ausheben muß.
Am venvichenen Donnerstag starb allhier der geschickce Arzt und Guirnifon«.
Medicus Herr Doäor SneU/ und wurde am Samstag darauf begraben.
VTcue Bücher.
Hessisches Hebopfer.Theologisch- und Philologischer Anmerkungen/ 4ftes Stück r. Giessen l7;c>. g fr. •
** Johann Friedrich Heller/ zufällige Gedanken über verschiedene und bis hierher unerörtert gebliebene Historisch-und Juristische Materien/ Erste Sammlung/ 8. Wetzlar i?fo. 45 fr.
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