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If, (ßrtfler Wochenblatt- Num. XIV.

Seele glrkchiäm noch zart und wie Machs ast ? Wie könnte er sich vör dem starken Eindrücke / welchen die schlimmen Beyspiele in dieselbe machen / verwahren? S» bald sich der Jrrthum einmal in ihm fest gesetzet hat; so sindet sich die Vernunft fast äusser dem Stande / diesen Feind zu vertreiben ; ja sie wird wohl selbst von ihm ver- trieben/ und er tragt einen Sieg davon / welcher des Menschen seinen gänzlichen Un­tergang verursachet. Es pfleget so zu gehen: Diejenige/ welche das Kind säuget/ fängt an/ es zu verhindern / daß das ausgehende Licht der Vernunft nicht zunehmen und nach und nach Heller scheinen kann. Andre Leute / die um den jungen Menschen sind / tragen weiter entweder aus Unverstände oder Nachlässigkeit / oder zuweilen gar nicht ohne Vorsatz so viel bey / daß dieses fast verschwinden muß. Vey einer solchen Erziehung gelanget er zu mehreren Jahren / und der Jrrthum wird nur immer stärker. Er bat ihn mit der Muttermilch eingesogen/ das fortgehende Alter hemmet seine Wür- kungen nicht / und er behält bey dem Manne noch die Oberhand. Mein Freund/ der du überzeuget bist/ daß der rechte Vorzug und Adel eines Menschen darin bestehet/ wann er sich wirklich vernünftig beweiset/ und der du dich mit dem grösten Eifer be­strebest/ dich an den Jrrthümern / worin du von Jugend auf unvermerkt verwickelt worden / los zu machen / prüfe dich genau und erforsche dein Gemüth nach den Regeln der Vernunft und der Schrift in allen Stücken auf das strengste/ und sage mir/ ob nicht ungeachtet aller Mühe/die du anwendest/ die Vorurtheile in dir mehr vermögen/ al- d>e Vernunft?

Mittel die Kornivürmer zu vertreiben.

Ein Auszug aus dm Selectis phyfico - oeconomicis.

Cs giebt hauptsächlich zweverle» Arten der Kornwürmer. Dis schwarzen und Missen. Jene sind kleine Käfern; sie kriechen aus einem Haus ins andere und von aussen an den Wanden auf die Fruchtböden/ daher sich viele einbilden/als kämen sie aus der Erden; wenn sie kein Korn antreffen nehmen sie mit allem / was ihnen vorkommt/ auch mit dem Zucker vorlieb; sie legen ihre Eyer jedes allein in ein Körngen/ worein sie zu dem Ende vorher ein Loch beissen; diese Eyer werden in sieben Tagen zu einem kiemem Wurm / einige Tage darauf werden diese Würmer wie fast alles Ungeziefer/ einer kleinen Puppe und dem zum braunen Käfer. Die weissen sind Würmer/ die sechs Füsse haben und einen Faden/ wie die Spinnen aus dem Maule ziehen/ um sich vor dem Falle zu versichern. Zu Ende des Sommers verlassen sie das Korn/ krie­chen an den Wänden häuffiq herum / und suchen einen Ort / wo sie sich einspinnen/ und/ gleich allen Raupen/ in Puppen verwandeln. In der Gestalt bleiben sie den ganzen Winter ohne Schaden zu thun liegen/ im April und May aber kommt ein ge­flügelter Wurm oder Motte heraus/ auf deren silberfarben Flügeln kleine schwarze Flecken zu sehen. Nunmehr schaden sie zwar nicht/aber sie paaren sich und legen Eyer/ jedes sechzig / bis siebenzig in die Spalten des KomS. Diese gehen nach sechzehn Ta­

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