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kokett ber/die manch- von ihr hegen. Diese entstehen bey den meisten daraus/ wen» Äii^eJ2S Vesr'st machen/ sondern ihr Keymessen/ nas den Manschen und ihren Schwaä-Heiten zuzurechnen ist/ oder mann ste etwas ganz anders/ a'ö die Vernunft ist/dafür anschen. ....... 1

Aus dieser Ursache gcschichet es ohne Zweifel/ daß ste für iitfa/ hschwütdia «r? ^Orwitzig gehalten wird/ wie wohl es stch von ihr nicht mit Recht saaen lastet WaS das erste betrifft/ so ist im geringsten kein Zweifel/ daß die Menschen/ D i ^iemczen/ welche sich die Sachen / wie sie wirklich sind/ vorstellen und richtig schlies­sen können/ irren und falsch schliessen: Alsdann aber wenden sie ihr Vermögen nicht an/ und es kömmt von der Unwissenheit/ oder der Einbildung / oder den sinnlichen Begierden und der Uebereilung her/ daß sie sich von Dingen unrichtige Vorstellung machen / und meinen/ sie wußten etwas/ das sie nicht wissen. Indem die Vernunft die Wahrheit einsiehet/ so muffen solche Unvollkonimenheiten und der ^rrtbmn/wel­chen dieselben hervorbringen/ von ihr ausgeschlossen feyn / und daS Irrige kann stch in il)r fo tventg befinden/ als daS Wahre bei; der Unvernunft/ oder bey einem Keks«-/ tn so fern dieser in Irrchum verwickelt ist und dazu verleitet. Sie kann auch nicht dochknuthig genannt werden. Ein Hochmüthiger eignet stch mehrte und grössere Vollkommenheiten zu/ als er besitzet/ und erhebet stch seiner eingebildeten Vorzügen halber / als wegen seine» Verstandes u. s. f. über andere/ die er gegen sich gering schä. tzet/ ungeachtet ste ibn an dem Guten in der That übertreffen. Dadurch verrcith er sein schlechtes und ungegründetes Erkenmniß offenbar. Dieses aber ist von der Ver­nunft/ die von den Dingen nach ihrem wahren Werthe urtheilet/ soweit entfernet/ als je ein irriger Wayn. Man gibt sie ferner ohne Ursache für vorwitzig aus. So heiset man Kinder uvd Weibsleute/ welche sich aus allzugrosser Neugier und aus Un­besonnenheit um Sachen bekümmern/ oder in Handel mischen/ die ste nichts ange­hen: Allein die Vernunft verdienet solchen Namen nicht. Dann äusser dem/ daß man einer Kraft des Verstandes keine Begierde beylegen kann/ da jene sich nur etwas vorstellet/ diese aber zu etwas heftig antreibet; so reimet sich ein Affect/ Dabei; es ohne Ueberlegung hergehet/ und der Erfolg nicht betrachtet wird/ keines wegeszu der Ver­nunft/ welche den Grund und die Folgen einsiehet. Sie ist also auch von dem Vor­witze frei; zu sprechen.

Auf die Frage: ob die Vernunft schwach fei;? ist mit einigem Unterschiede in antworten. Kinder besitzen dieselbe in so fern nicht/ da ste noch nicht wirklich die Din­ge gründlich verstehen. Von Natur liegt nur die Fähigkeit dazu in ihnen/ welch- Anfangs gering ist/ und sich hernach mehr und mehr ciussert/ je genauer sie auf die Vorwürfe Acht geben und deren Beschaffenheit beobachten lernen. Bey denen/ wel­che durch die Eiziehung entweder hierzu nicht angeführet/ oder mit Vorurtheiken an- ßtfuöet werden / oder den unordentlichen Begierden sich völlig überlassen, spüret man emen Abgang so wohl am Vermögen/ die Wahrheit einzuschen/ als an dem wirkli­chen Erkenntnisse. Bey verständigen Menschen trist man diese bepde in verschiedenem

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