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x Gresser Wochett-Blatt / dlum. I.

Dieses fände auf so wenigen Seiten, als man jetzo vor sich hat, nicht Raum ge­nug; und zu jenem würde man sich vor die gröste Belohnung nicht verstehen. Denn man hätte nicht nur eine Arbeit, die mehr als eines Menschen Alter erfordert, vor sich : sondern wenn man auch damit durch vieler andrer Hülsse endlich, wofern es za möglich ist, vollkommen zu stände gekommen wäre, was für einen Dank würde man sich versprechen dürfen ? Die ganze Welt würde einem diese auf beyden Sei­ten verdrießliche Bemühung mit der ärgsten Feindschaft vergelten, weil sie das mei­ste , was täglich zu geschehen pfleget und nicht unter die groben Fehler gerechnet wird , unter dem Titul der artigen Thorheiten beschrieben finden würde. Ein sichrer Freund , mit dem wir von diesen Dingen vor einiger Zeit sprachen , versi­cherte uns nachmals bald darauf, er habe nur neulich in einer Gesellschaft, da er sich unsrer Unterredung erinnerte, alles vorgegangene sorgfältig beobachtet, und nach angestellter genauer Rechnung befunden, daß die vernünftige Thaten und Re­den zu den unvernünftigen, die gleichwohl alle durch die Gewohnheit gerechtferti­get würden, sich verhalten wie neun zu neun und neunzig, und behauptete mir vie­len Gründen, die hier zu erzählen zu weitläuftig sind, daß diese Verhältniß unver­änderlich sey , und im galten Leben von vorn an biß ans Ende beobachtet werde. Wir haben zwar seine Zahlen nid)t mit aller Aufmerksamkeit durchsehen: wenn wir aber überlegen, was man mit uns vornimmt, wann wir anfangen aus dein Schauplätze derWelkzu erscheinen, und von demselben wieder unfern Abschied neh­men, und was wir darzwifchen selbst verrichten; so glauben wir, daß man es bey feinet Aussage, ohne merklichen Iruhum zu begehen, kürme bewenden lassen.

Fluchen und schwören sind viel zu häßliche Sünden, als daß in diesem Bo­gen auch von ihnen könnte gesprochen werden. Sie gehören zwar in soweit auch mit unter die unnütze Gewohnheiten, weil manche, die sich selbst vor so beruffene Lüg­ner anzusehen scheinen , daß sie meinen, ohne Schwur glaube man ihnen keine S»lbe, und die sich einbilden ihre Worte seyen wie Speisen ohne Salz, wenn sie nicht durch ein Dutzend laste-, sicher Flüche gewürzet und nachd.ücklicher gemacht wür­den , sich nach und nach in dergleichen verdammlichen Redensarten eine Fertigkeit zu wege bringen , vermöge deren sie, so oft fle Athem holen, die böse Geister her­aus fordern, und alle Elementen jammt allen feurigen und wässerigen Lufterschei- nunqen unterei-ander mengen. Allein, weil sie von Vergröbern Gattung sind, so wollen wir uns damit dieftsmal nicht beschäftigen.

Wann ich einen guten Freund besuche, so fängt er alsbald mit mir an zu handeln, wir vertauschen unsere Gesundheiten mit einander, er trinkt die meinige, und ich die seinige, und wann dieses geschehen , so sind die Gesundheiten der gan­zen übrigen Welt preis. Die Schwedische Landleute, besonders in Schunen, Halland tt. verschonten vorZeiren so gar GHcttö nicht/UNd dieEngellänver lassen bey dem