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Dienstag den ftett 175s. rz-

tien, daß diejenige Art Menschen/ wogegen wir so grosse Neigung baden/ einem oder mehreren unter uns zu Gefallen sich in Gefahr setzet/ um ihre unschätzbare Gesundheit zu koinineii?

Bei) dieser Gelegenheit fället uns ein/ daß wir/ doch nur im Vorbeygeben/ noch eine wohlgemeinte Erinnerung anbringen können. Gar oft wird der dem erzähl­ten entgegen gesetzte Fehler begangen. Man pfleget nämlich kleine schwarze Pfläster- geu im Gesichte hin und wieder aufzukleben / ohnerachtet nichts darunter isi/ das man damit zu decken Ur fad) hätte. Sollte ja ein Schade da seyn/ der durch die Berührung der Luft ärger werden könnte/ so bitten wir unsre Unwissenheit zu entschuldigen / und ver­sichert zu seyn/ daß wir in diesem Falle gar nichts dawider haben. Ist die Haut un­ter dem Schönflecken sauber und rein: Ihr Kinder! warum wollt ihr denn wider den Willen der Natur halbe Mohren seyn? Die heutige Schäfer sind nicht mehr so grosse Liebhaber von der Stemwifftnschaft/ als die alte/ daß man sich bey ihnen lieblich machte/ wenn man das Neulicht aus dem Calender auf den einen und das letzte Vier­tel auf den andern Backen oder auch alle Sterne des grossen Bären des Himmels auf die Stirne pappet. Scyd ihr aber gar zu sehr darein verliebt/- und wollet ewäauch die französische Mode im Schminken/ damit wir es kürzlich berühren/ nachmachen; so verändert sie doch nur wenigstens so viel/ und inalet euch blau/ und leget statt der schwarzen güldne Flecken ins Gesichte/ damit man euch/ obwohl nicht Sonnen/ doch lebendige Bilder des Himmels nennen könne- Wenn ihr euch mit ordentlichen mensch- lichm Gesichtsfarben anstreichet/ so weis man ja nicht/ ob ihr der Natur oder eurer Kunst die Schönheit zu danken habt/ und folglich wird euch der Ruhm/ daß ihr selbst die Ursache eurer Schönheit seyd/ zweifelhaft. Eure natürliche Bescheidenheit macht zwar/ daß ihr es ohnehin so haben wollet; allein unser Vorschlag wäre euch doch aus angeführten Ursachen allerdings viel vortheilhafter.

Die Kleider sollen ferner den Leib beschirmen/ daß er von der Hitze/ der Kälte/ der Nässe/ dem Winde u. f. f. nicht beschädiget werde. Es ist also unmög­lich/ daß wir diejenige loben können/ die mit diesem Endzwecke nicht übereinstimmen. Wir müssen hier den meisten Theil unsrer Gedanken bey uns behalten/ weil wir nicht wissen/ wie hitzig/ wie hart u. s. w. eines jeden Cörper ist/ und also nicht genau be- urtheilcn können / ob man sich durch dünne leichte Röckgen sattsam beschützet. Das aber hat doch seine ungezweifelte Gewißheit/ daß ein zarter Frauenzimmer Kopf/ der nach der jetzigen Art noch dazu in der Mitte von Haaren entblöftt wird/ von einem durch­sichtigen Häubgen/das weder Frost noch Sonnenhitze/ noch Regen/noch auch sonst das mindeste abhalten kann/ ohnmöglich genug bedeckt seyn kan. Es ist uns hertzlich leid/ daß wir schon wieder etwas auszusetzen finden; allein was können wir davor / daß der Flor und dergleichen so dünne i|t- Wenn die Sonne heiß scheinet/ so muß es ja aufc. dem Kopfe brennen / daß es kein Wunder wäre/ wenn man zuweilen Leute fände/dfa die Linie paßieret zu haben schienen. Wenn es regnet, so ist es nicht besser/ als wenn man mit dem blosen Haupte unter der Dachtreiffe stünde. Die Schirmen müsste S » zwar