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3s« Giesser wschettBBlchtt/ Num. Xl.IV.

von den letzten/ um jur Drctaturtüchtig erkannt zu werden/ mnstebey Jahren seyn, Klugheit besitzen/ eine grosse Erfahrung vor sich haben/ und bei) seiner Einsetzung wa­ren gewisse Gebrauche und Ceremonien nöthigEin eigenmächtiger Dicrator ist an und für sich und zwar allbcmtö schon y8) in jungen Jahren mit aller Tüchtigkeit ohne dabey der f-) Klugheit zubedürsen / überfiußig versehen; er eignet sich darum die ihm zukommende Würde aus eigener Bewegung/ ohne So) einige Umstände zumachen /zu/ und nimmt sich die 6t) Hoheit und 6 r) Herrschaft/ die ihm gebühret/ heraus. Jenen ____________ tour#

ctator zu werden. Cu. a« Ein. 2. 12. pu». Hiß. N»t. 1 z.Camillus verließsich im geringsten nicht ausftd; selbst/ als er Vejen wollte einnehmen/ und bev dem Rathe zu­vor ansragte/ was er mit der Beute anfangen sollte/ worüber er nach eigenem Ge­fallen hätte schalten und walten können. Liv. f. 20. M- Curius war seiner gar nicht eingedenk / als er bey dem Feuei Herde/ wo er sich eine sehr schlechte Speise zubereitere/ den samnitischen Gesandten 'Audienz ertheilte und ihre Gesthenke ausschlug. se»ec. Conf. *d Hdv. c. 10. Ctc. de Sen. c. 16. In solche Selbstverachtung und Niedrig­keit werden meine höchstansehnlichen Mitbrüder nimmermehr verfallen und derglei­chen altfränkisch« und verlegene Moden niemals nachahmen. Bey ihnen stimmet vielmehr das Aeusserliche mit dem Innerlichen allezeit vollkommen überein.

fl) In der zarten Jugend siehst man schon/ was aus drm Kinde werden wird; in den Jahrenaber/ welche man bey andern die Lehrjahre nennet/ oder auch auf ho» hen Schulen beweiset er ohne Wissenschaft und Erfahrung die wunderbare Geschick, lichkeit/ eine jede Sache recht meisterlich zu bestimmen und die allcrentscheidenste Aussprüche zu thun / daß die Zuhörende darüber in Erstaunen gerathen müssen

f?) Eine Tüchtigkeit / wobei) man keine Klugheit brauchet/ scheinet etwas seltsames zu seyn. Gleichwohl bleibet es gewiß/ daß ein eigenmächtiger Diktator/ der daS äusserste Vertrauen auf sich selbst setzet/ und über alles erhaben ist/ nicht nöthig hat sich nach den äusscrn Umständen / als worin hauptsächlich das Werk der Klug­heit bestehet/ zurichten. Cic. de Off\ 1. 40. Ueberdas ist es auch eine ausgemachte Sacke/ daß die Klugheit/ worauf man gemeiniglich so viel hält/ keinen Nutzen in der Welt bat. Man lese nur die Ergötzungen der vernünftigen Seele. 2. Band. 19 U. f. S/ und Eraßni Encomium mont, so wird man davon überzeugt seyn

<o) In Gesellschaften andrer/ sie mögen erfahren oder unerfahren/gelehrt oder un­gelehrt/ hoch oder niedrig seyn/ thut er ohne Ansehen der Person/ des Orts und Zeit Machtsprüche. Mehr ist nicht nöthig/ um von jederman dafür erkannt zu werden / was er ist.

s») Nichts ist billiger/ als dieses / denn Horatz sagt: Sume ßperbiam ^ßum me- ritii L. 3. Od. 30.

ti) Dis eigene Macht / woran er andern überlegen ist / giebt ihm natürlicher Weise das Recht dazu/ weil nach den Lehrsätzen des HobbeS und Democrits der Mäch-

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