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wurden durch dm Ratb/ und das Volk / die Gesetze und die Furcht/ er möchte nach abgelegter Dekatur von seinen Handlungen Reu emchast geben muffen/ ziemlich enge Schranken gesetzt/ und den natürlichen Gesetzen war er unffreitig unterworfen: Die­ser bindet sich an alle solche Sachen nicht; seine Frevhcic unbDie6,) Gesetze/ wo,nach er sich richtet/ belieben einzig und allein in seinem eigenen unumschränkten Willen. Demnach beurtheilet nnv schlichtet er 64) ohne Bedenken 6s) aus dem Stegreife ganz zuver-

tige über den Schwächeren und der Vollkommenere über den Geringem zu herrschen von Natur befugt ist. Hobbes de Cive C. I f. § s. Stob. Scrnt 47. p. jL f.

Sein Haaptgesetz ist: Sic volo, fic /nbeo, fit pro ratione vobtntat. Juvenal. 6. v. zzj. Dasselbe verdienet einen desto grössten Bepfali/ je vermögender die Kraft des Willens ,st/ und je mehr durch ihn in der Welt auögerichket'wird/ als durch Gründe und durch die Vernunft. Dieser zu folgen/ hat man desto weniger Ur­sache/ ja ein unwürksameres und vcrachleteres Ding sie unter den Menschenkin­dern ist. Zumal da man sie noch dazu als ein sehr gefährliches Thier, das man in Ketten legen sollte/ anzusehen har/ wie cs LiScov in seinem Werke von der Vor- trcflichkeit und Notkwendigkeit der elenden Scribenden gründlich erwiesen hat. Em eigenmächtiger Dictaror kehret sich so wohl deswegen nid an die Vernunft/ als »veil sie in seinem hechte der Natur/ das aus dem natürlichen Neigungen des Willens bloö allein fliesset/ und dessen Grundsatz ist: folge deinen Trüben; in gar keine Betrachtung kömmt/ wovon Schmauß ein trefliches Lehrgebäude auf- geführek hat. Dl ff. Iuris natur alis.

<4) Es ist keine Kunst / nach vieler Ucberlegung von einer Sache die gehörige Ei­genschaften anzugeben / und sie recht zu erörtern: Allein sogleich ohne Bedenken über etwas den Ausspruch zu thun/ daß es richtig so/ und nicht anders beschaffen sei) / das will viel sagen. Wie man zu einer so ausnehmenden Geschicklichkeit in

der Beredsamkeit bestens gelangen könne/ dazu: hat Lucian im Lehrer der Redner eine herrliche Anweisung gegeben.

6s) Oderohne Stegreif/ d. i ohne Hülfe nach der Redensart der Alten. Diese hcelren vor eine Heldenthat/ ohne Stegreif und geharnischt in den Sattel zu springen. Hieran muß auch das Frauenzimmer keinen geringen Gefallen gehabt haben / wie aus den alten Verschen zu ersehen ist: On Stegreif der fre»e Da in den Sattel sprangt/ Das sagt die schöne Ameye Ihme gar grossen Dank. Schot­tel von den deutschen Sprichw. 40. S-

66) So weit erstrecket sich die Gerichtbai keit eines eigenmächtigen DictatsrS in seiner Vollkommenheir. Htc ßupor mundi, tjui fcribile dificutit omne. Alendten. Char- latan. p. 17. not. Ed. Amfiel, Es giebt indessen Verschiedene/ welche sich durch Machlsprüche nur in einem oder dem andern der gedachten Stücken besonders her­vor thun. Und deehalben kann man zum allerwenigsten der Zahl nach fo viele Ar­ten