Giesser Wöcherr--B!an/ dium. Xl.iv.
höchstehrwürdigen Mitbrüdern zum immerwährenden Andenken und andern zur Be- wundrung in einer kurzen Vergleichung mit einem römischen Diktator ganzaugenschein- lieb 49) darstelle und in beygehenden grüudlichen so) Noten auf das nachdrücklichste behaupte. Die Gewalt und das Anseheu/ welche ein römischerDiktator besaß/ wurden ihm in ausserordentlichen Fällen von den Bürgermeistern und dem Rathe über tragen/ und sie waren nur etwas äusserliches: Die Macht aber und Herrlichkeit/ womit ein eigenmächtigerDictator ausgerüstet ist/ haben ordentlicher Weise ihren Grund in ihm selbst und rühren von semen f-) innnerlichen Kräften und den ihm eingepfianzten s-.) ________ hohen
4-) Ich habe dabey die Ehre eine Sache auszuführen/ welche bisher noch nie ein Mensch in der Welt zu unternehmen sich hat in den Sinn kommen lassen.
jo) Mit gelehrten / weitläuftigen und zahlreichen Noterr ist es eine recht herrliche Sache. Sie sind der Schmuck und die Zierde einer Abhandlung und in Absicht auf den Schriftsteller und Leser nöthig/ nützlich und angenehm. Erstlich muß sie ein Scribent oft nothwendig anhängen/ um seinen Text zu erläutern/ den sorrst einer nicht wohl verstehen könnte. Zum andern schäft es nicht wenig Vortheil wenn der Verfasser seine grosse Belesenheit und weitlauftige Gelehrsamkeit / die er in der Schuft selbst nicht füglich an den Mann bringen kann / zu mehrer Ausbreitung seines Ruhms und zur einträglichern Vergrössrung seines Werks in den Noten an den Tag leget / welches denn dem Leser zugleich gewiß zu vieler Erbauung gereichen muß. Zum dritten, was kan mehr belustigen/ als in Noten das Mannigfaltige und allerhand Sachen vorzutragcrr und zu finden? Dieser Ursachen halber zweifle ich im geringsten nicht/ daß man meine Anmerkungen mit allem nur ersinn- lichen Vergnügen lesen / und mir vor deren härifige Lieferung höchstens verbunden seyn wird. Da nun die gedachten Noten etwas so vortrefliches sind; so müssen wohl die alten griechischen und lateinischen Schriftsteller abgeschmackte Leute gewesen seyn/ daß sie keine Noten gemacht haben.
Si) Das ist von der Natur seines Leibesund seiner Seele: Jener ist/ wie ich ohne -Herrn Justi u- d. g. Widerspruch zu achten ernstlich behaupte/ von Monaden zusammengesetzt/ welchem Ansehung ihrer vorstellenden Kraft/ die ihnen Leibnil, in seiner Monadologie beylegt/ etwas vorzügliches besitzen-, Diese bestehet aus einer aufferordenlich stark einbildenden und toollenden Kraft/ deren letzte die Vewegungs- gründe von der ersten hernimmt.
P) Die Neigungen oder Würkungen des Willens überhaupt/ die von innerlichen unmittelbaren Empfindungen Herkommen / werden Triebe gewinnet. Claproths Grundriß des Rechts der Natur §. ?8. Zu denselben gehöret der Trieb der Ehrbegierde/ wovon ein jeder Mensch von Natur einen Ansatz hat; in einem eigenmächtigen Diktator aber ist er in einen recht hohen Grade anzutreffen / und wird durch die Erziehung um ein grosses vermehret/ wenn j. E. die Frau Mutter das liebe Kind


