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. zu verdrießlich zu feyn pflegte, ernsthafte Stücke angssehm, und die ohm zu denken, daß die Warheit für sie gehöre, nur vor Vie lange Weile etwas lullrgcs lasen, sie mit Bedacht durch zu gehen und sich zu ihrem Besten daraus zu erbauen Nicht unterlassen möchten, da zumal eine so schöne Abhandlung von der Trägheit, und andere nachdrückliche Stellen darin anzutreffen waren. Der Schluß des Brieses enthält die Erzählung in sich, es wäre neulich, als einige des Wachts auf der Gasse ein starkes Geschrey gemacht hätten, und er von dessen Anhörung in der Nahe gleich die übelste Wirkungen in seinem Leibe und Gemüthe gespuret, einer zu »men gekommen und habe durch ein leutseliges und kräftiges Zureden, daß sie von dem Lermen ablassen möchten, sie wirklich zum Stilleschwcigen und zur Ruhe bewogen- durch ein solches edelmüchiges Bezeugen eines wackeren Menschensey nach einer plötzlichen Veränderung, die in ihm vorgegangen, sein Herz so geruhret worden, daß ihm vor Vergnügen die Thränen in die Augen gestiegen^und in dieser angenehmen Bewegung habe er vaö eben neben ihm stehende Glas Wem ergns sen und es auf das Wohlseyn des Ruhestifters, daß er nämlich lange und glückselig Leben möge, ausgetrunken; dabey er nichts mehr gewünschet, als daß er eS einem so rechtschaffenen Menschen, gegen den er, wenn er ,hn gleich Nicht kenne, innerlich die gröste Hochachtung hegte, hätte zubringen können-
Aus gewissen Ursachen hat man des angeführten Streits zwischen dem Milzfüchtigen und dem Don Vivataflano gedenken , aber dabey zugleich anmerren wollen, daß sonst in dem Wochenblatt keine ordentliche Streitschriften Platz sin- den werden-
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Aus des Coburgischcrr Auszugs 2.ter Nachlese vom ictett Ianuarü i7so. wird zu allgemeinem Nutzen der Deconomie folgendes mirgetheilet.
Coppenhagen. Da die leidige Seuche unter dem Hornvieh sich noch hier und da in den Provintzen unserer Nachbarschaft äussert, so hat man für dienlich erachtet , dem publko ein Mittel dagegen mitzutheilen , welches nut erwünschter Wirkung zuerst in Holland und hernach auf einem gewissen herrschaftlichen Gut hier tu Lande gebraucht worden ist, und in folgendem bestehet:
Auf ein jedes Stück Vieh nimmt man 2. oder). Quartier Rocken Kleyen, oftkr bey deren Ermangelung so viel Weitzen Kleyen. Diese setzet man Mit 6. oder 8. Quartier guten fliessenden Wassers übers Feuer, und das lasset man so lang kochen, bis der dritte Theil desselben eingekocht ist, darauf nimmt man es von dem Feuer ab und zwinget es durch ein rein Tuch- Zu dieser abgesottmen SUM komt ein halbes Pfund venedische Seife, damit setzet man es wieder auf einige gluenve Kohlen, doch ohne es kochen zu lassen, bis man durch steisiges Umimhren verspm ret, daß die Seife ganz zerschmolzen ist, davon die Suppe ziemlich zähe wird- Als.


