Mittel wider die Viehseuche.
denn läßt man dieselbe ein wenig abfühlm, bis sie nicht mehr als Milchwarm ist, und giebt diese p°ruon dem Stück Vieh, wo möglich, auf einmal mit einem Hom ein. HierauNäßt man das Vieh sich ein wenig bewegen, und fahret fort, demselben diesen Trank jeden Tag einmahl zugeben, bis man merkliche Besserung sie- btt/ welche sich insgemein nach dem Gebrauch von r Portionen zeiget. Uberdie« ftö kann man auch nach Belieben ; Stunden hernach, nachdem das Vieh daS obige einbekommen hat, jedem Stück ein Pulver von i. und ein halbes Drachme Jalappawurzel und zwar in einem Spitzglas voll Kornbrantwein eingeben.
Von dergleichen nützlichen Mitteln gegen diese schädliche Seuche haben ver« schiedene Autorcs insbesondere geschrieben , woraus mehr Raths zu erhöhten.
Goal, üe Uocrricber Betrachtung von der Vieh-Seuche 8v. Frf. 17)7.8.5.
Ludwig Holbcrg, Gedanken über die jetzige Vieh-Seuche rvoWist mar. 1746. 8. fr.
Fried Marc. Nrgrisölr'/ Gedanken von der Viehseuche und vornehmlich des Horn-Viehes 8vo Leipzig 174-. 8. fr.
Sammlung einiger bewährter Arznei)-Mittel wider die Krankheiten des Horn-Viehes Fol. Prentzlau 8. fr.
Betrachtung über die jetzt graßirende Vieh-Seuche 8vo Hamb. »746. 8. Kreutzer.
Hannai hisiorische Beschreibung der Vieh-Seuche welche seit 1745. in den Hanwurgi sehen Gebiet graßirte 8vo Hamb. 1748. g. fr.
Ioh. Ernst Wrcden Untersuchung von der Vieh-Seuche 8vo Han« nover 1746. 6. fr.
Am verwichenen Dienstag haben wir das Glück gehabt, den Durch« lauchrigsken Prinzen Georg Wckhelm von Hessen Darmstadt in unsrer Stadt zu sehen- Nachdem Sr. Hochfürstliche Durchlauche das hiesige Regiment in hohen Augenschein genommen und zu Mittag gespeifet hatten , so waren Dieselbe zwar Willens, die Rückreise nach Darmstadt gleich anzutretten: Weil Sie aber vernommen , daß eine Anzahl der hufigen Herrn Studenten Ihnen chre unterthäniaste Ehrfurcht durch eme Abendmusic zu bezeugen Anstalt gemacht: so gerührten Sie biß 9. Uhr Abends hier zu verharren. Die Herrn Studenten, welche um 6 Uhr mit Fackeln in den Händen unter dem Schall der Paucken und Trompeten vor dem Fürstlichen Quartier in schönster OrDr.ung anlangten, und bey ihrer angenehmen Music an Sr. Hochfurstlrchett Lurchlauchr einen so gnädigen als aufmerfsamen Zuhörer hatten, wurden durch diese und viele andre ausnehmende Gnadenbezeugungen von Dero Neigung gegen düjenige, welche sich der Gelrhrsamfeit gewidmet, zu ihrem ungemeinen Vergnügen sattsam überführet.
Von Wolfenbüttel ist vor kurzem die Nachricht eingeläufen, daß daselb- sien der berüchtigte Uebersetzer der Wertheimischen Bibel Ioh. Lorenz Gchmiv plötzlich


