Dlcnskag den itert Decembr. izfo.
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mit mehrerer Sorge $u t*erfd weigen/ als unsere eigene. Denn jene sind als etwas kosibarcs/ das auü grossem Vernauen bei) uns niedergelegt und in unsere Verwahrung gegeben worden/ anzusehen. Wenn man sie also ausplaudert/ so ist das dadurch begangene Verbrechen nicht geringer/ als ein Liebstal/ ja/ nach dem die Sache ist/ viel grösser. Das Vertrauen/ so mau auf uns gesetzt hat/ wird schändlich miöbraucht/ und unter dem anfänglich angenommenen Schein der Freundschaft wird dem andern der empfindlichste Streich/den ihm kein Feind hätte beweisen Ebnnen/ gcspielel. Wer demnach fremde Geheimnisse verräth/ leget ftm falsches und zu alleii^Schandthacen aufgelegtes Gemüth dadurch an den Tag. Doch wird niemand aus diesem Satze folgern/ daß man seine eigene mit Nachlässigkeit trattiren döife. Dann wie ist der im Stande/ anderer Heimlichkeiten ;u verschweigen/ der seine eigene nicht verschweigen kann?
Der Raum/ der zu Ende gehen will/ nölhiget uns bev diesen aus dem Be-
Hicr liegt begraben
Eine sehr edle Frau/
Welche in ihrem Leben keinen Augenblick
Den Mund zu hatte.
Und ihre Schwatzhaftigkeit war so groß/ Daß obgleich sie nichts mehr zu reden hatte Weil sie sich doch zum Schweigen nicht bequemen wollte
So hak sie ihr Reden hier her gebracht*
Vna muy noble Sennora, Ou’cn fu vida, pnnto ni hora Tuvo la bocca ferrada.
Y tanto fue lo que hablo, Que aunque no ayamas quchablar, Nunca llegar ä el callar Adon.de fu hablar Jlcgb,
griffe der Verschwiegenheit gezogenen Folgen es bewenden zu lassen/ und mit wenigem von denen Ursachen zu reden/ die da machen/ daß so wenige Leute die belobte Tugend ausüben. Dieser Umstand ist bekannt und er bedarf gar keines Beweises/ besonders da fast jederman einem ganzen Geschlechte der Menschen / und dazu dcm schönen/ schuld giebt/ daß ihm das Schweigen unmöglich sei). Wir unsers Orts haben so viele Hochachtung vor dasselbe bereits in unfern Blättern bewiesen/ daß alle verständige Leser ohne unsie Eriimerung vor sich selbst sehen werden'/ daß wir an einer solchen ungeheuren und der Ehre des Frauenzimmc>s allzunahe krettenden Meinung keinen Theil nehmen. Damit man aber doch wisse / wie boshaftig von demselben gesprochen werde/ so wollen wir aus dem dritten docfpradx desBoiihours, einesun* verschämten Mannes/ der sich nicht^eschruet hat/ allen Deutschen den Witz und den Geist abzusprechcn/ einige kleine Stellen ausziehen und in unsre Sprache übersetzen. Er spricht S- '41» Es scheint der meiste Theil des Frauenzimmers (so gehts noch zur Noch an ) habe aus dem EthiSpilchen Teiche getrunken/ der nach DiS« bore auS Siciliett Erzählung den Verstand derer/ Die davon kosten / dermaßen in Unordnung bringt / daß sie nichts vcrhcelen können/ was sie wissen: Denn sie sind nicht im SlanDe zu schweigen: das schweigen ist ihnen eine solche unerträgliche Last/ daß sie ersticken und verplatzcn/ wenn sie nicht reden,,. Gleich darauf führet er die leichtfertige Spanische Grabschrift an/ Die wir zum Zeugniß seiner Bosheit auch über, setzen/ so gut wir können:
A qui yaze fepultada


