Dritte probe.
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Z. Das ist eben nicht unmöglich. Es Fan auch das Gegentheil seyn. Indessen gesetzt, ihre harte Weissagung träfe ein» Itvdre darum dem Blatte die Schuld beyzumessen , oder würde die gute Absicht , die man damit hat, dadurch verwerflich werden. Diese ist vornehmlich zu betrachten, und nach dem Erfolge darf man nicht urtheilen.
A. Was ist denn das vor eine gute Absicht, die man hat?
Z. Ist ihnen die nicht bekandt! Sie gehet dahin , aus verschiedenen Wis- senschaften gewisse Stücke abzuhandcln, deren Durchlesimg einen entweder von Sachen , die des Erkenntnisses werth sind, unterrichten, oder ihm richtige Begrift fe von dem Guten und Bösen, wornach jenes zu erwählen und dieses zu verwerfen ist, beybringen kann : Hernach will man von Diiigen, an deren Bekannlmachung etwas gelegen ist, Nachricht geben. Beydes, wie ich glaube, hat feinen Nutzen.
V. Ho ! Ein giossr Nutzen, den ich mir nach Belieben Fan besser machen, wann ich entweder in einem guten Buche lese, oder mich bey einem Glas Wein hier, oder sonst wo erkundige, was es neues gibt!
Z. Das können sie wohl Mit andern hingegen verkä t es sich anders. Nicht einem jeden ist es, wie ihnen, gegeben, selbst neue Naci richten emzuziehen, und die wenigsten besitzen einen Vonrath von guten Brrchem. Gar v eie haben von diesen nicht einmahl eine Kermniß. Manche, wenn sie auch schon etwas davon wissen , wollen oder kömuii sich keine anschaffen. Verschiedene sind damit versehen, und lesen sie nicht, weil sie entweder feine Zeit oder keine Lust darzu haben. Vor alle die schockt sich gleicbmol eine Wochenschnst vortreflich, darin sie nützliche IBafnheirtn , Diu in g lchrcen Wercken oft tveiriduftig oder selten ausge- suhret sind , kurz und verikdnrl.ch abgei andelt sinden, und vor wenig Geld , wie auch ohne Zeitverlust die Woche einmal lesen können. Sie ist nicht weniger vor Diejenige Neugierigen, Ungeschaftigen und Weibs > Personen, Die sonst vor dem lesen einen Eckel haben , eine sehr bequeme Sache, um alle acht Tage nur etwas zu lesen, damit sie eine viertel Stunde wohl hinbringen, und hernach zur Noch davon reden können-
A. Nun das gestehe ich, sie geben von dem Wochenblatte einen ordentlichen Lobredner ab. Aber was sagen sie mir von Weibsleuten ? Wollen sie Haden, daß dieselben das Blart lesen sollen? Das wäre ein artiges Zumuthen.
Z. Ja in der That glaube ich, daß sie es thun sollten, dienehmlichmitdem Lesen zu recht kommen können, welches sich von sechsten verstehet-
Z). Und ich halte davor, daß sie es sollen bleiben lassen- Sie können auf die Haußyasiung Achtung geben, da haben sie genug zn thun, und dörfen sich weder in theoretische, noch inpiacktische W-ssenschaften einlassen , weil sie dieselben gar nichts angehen.
Z. Hmc illae lacrymae. Haben die Frauen nicht auch Mit Erziehung der Kinder zu thun? Wird nicht darzu eine Wissenschaft erfordert? Lernen sie diese allezeit von denen, welche sie erzogen habens Ist es nicht ein Glück, wenn sie in Ermanglung )()()( i des


