Klage, daß bei diesen Arbeiten, die im voraus schwierig zu berech⸗
in im Anschluß weise auf die gün⸗
2 Einklang stehe mit der ganzen Wirtschaftsentwickelung un⸗
seres Vaterlandes.
0 Aus Stadt und Cand. Gießen, 31. Dezember 1915.
Neujahrsgedanken.
Das alte Jahr hat uns zwar noch nicht das glückliche Ende des Krieges gebracht. Aber das Kriegsglück ist doch auf unserer Seite gewesen, und immer mehr sieht sich auch unser Hauptgegner, England, in wichtigen Punkten seiner Macht
bedroht. Schon ohnedies gehen unsere Gedanken ja in dieser Zeit außer in die Vergangenheit in die Zukunft. Der Jahres- wechsel veranlaßt uns aufs neue dazu, daß wir fragen: was wird die Zukunft bringen? Schon viele Prophezeiungen aus dem Kaffeesatz und vor allem auch solche von verschiedenen großrednerischen Staatsmännern sind ja schon in diesem Kriege zuschanden geworden. Ein verständiger Mensch wird sich also mit solchen Dingen nicht abgeben, sondern sie Men⸗ schen überlassen, die eben infolge ihrer mißbildeten Natur die Allgemeinheit mit ihrem Unrat zu belästigen pflegen.
Was die Zukunft bringen wird, können wir gleich⸗ wohl wissen. Nicht einzelne Geschehnisse, aber den notwendi⸗ gen Gang. Es ist nicht unsere Aufgabe, uns über einzelne Geschehnisse und Schicksalsfälle im voraus Gedanken zu machen oder aber tatenlos zu warten, bis uns das große Los in den Schoß fällt. Aber über den notwendigen Gang der Dinge müssen wir uns klar sein. Ein guter Baum bringt
gute Früchte, ein schlechter Baum bringt schlechte Früchte. Sofern in unserem
olke der Geist des Guten sich lebendig zeigt, find wir zum voraus gewiß, daß das zu etwas Gutem auch hinführen muß. Andererseits ist klar, daß z. B. allein der Fehler, über andere Berufsstände gedankenlos zu ur⸗ teilen und abzuurteilen— dies ist ja nur ein in unserem Volke weitverbreiteter Fehler—, uns notwendig Schwierig⸗ keiten und schlechte Früchte eintragen muß. Wir haben also Grund, zumal in einer entscheidungsvollen Zeit wie der jetzigen, uns nicht Vorahnungen und unsicheren Ge⸗ fühlen zu überlassen, wir dürfen die Zukunft nicht taten⸗ los über uns kommen lassen, sondern wir selbst müssen die Zukunft entscheiden nach reinen Grundsätzen. Wer
sich dann nichts vorzuwerfen hat, der trägt es auch am leich⸗
testen, wenn irgendwelche besonderen Vorfälle sich einstellen.
Glück oder Unglück bringen ihn nicht aus dem Gleichgewicht,
sondern stetig ist ihm das Ziel unverrückbar vor Augen.
* Juventur 1915.
Das bürgerliche Jahr neigt sich seinem Ende zu. Der Industrielle, der 1 und der Handwerker halten 3
und Arbeiten zahlenmäßig festzustellen. Es ist dies im Kriege wie im Frieden für jeden ordentlichen Geschäftsmann in Stadt und Land eine Notwendigkeit. Die Industrie in unserer . 1 man uns 3 8 1015 e . sen hat im allgemeinen im Kriegsja ni e
8 Man hat auch bei uns, wie überall im deutschen 0„es verstanden, sich für den Kriegsbedarf einzurichten, und wenn auch ein Mangel geübter Arbeitskräfte sich zur Aus⸗ nutzung der Kri ktur störend geltend machte, so hat man auch hiergegen mit der Zeit sich zu helfen gewußt. Der nicht unbedeutende Bergbau in Oberhessen war infolge des Krie⸗ stark N und konnte seine Produkte zu recht hohen Preisen an den bringen. Das Baugewerbe in unserer Stadt, das in Friedenszeiten einen dent ger Faktor unseres Erwerbs⸗ lebens bildet, war f. vor dem Kriege nur schwach beschäftigt. Ungünstige Verhältnisse sowie eine 92 ße Schwierigkeit, Baugelder aufzutreiben, hatten dazu geführt, daß in unserer Stadt in den Jahren 1912 bis Anfang 1914 der Zusammenbruch schwach fun⸗ dierter Bauunternehmer sich vollzog und das Bauen von privater Seite sehr eingeschränkt wurde. In der ersten Zeit des Krieges gab es noch angefangene Bauten, die fertig gestellt werden mußten. Im abgelaufenen Jahre hat dagegen das Baugewerbe so gut wie ganz geruht. Selbst die Ausbesserungs⸗ und Unterhaltungsarbeiten an Gebäuden stark eingeschränkt. Unsere Bauunternehmer und die von ihnen beschäftigten Handwerker konnten sich zwar bei den verschiedenen Barackenbauten der Militärbehörde betätigen, doch hört man von den beteiligten Geschäftsleuten allgemein die
nen find, der
ing ausgefallen sei. Ein kleiner Teil unserer Bauge
Nutzen oft gering 1 5 chäfte fand lohnenden Verdienst außerhalb unserer Stadt bei Eisenbahnbauten usw., deren Fertigstellung erst im kommenden Jahre in Aussicht genommen ist. Unfere heimische . und Tabakindustrie war im abgelaufenen J
schäftigt. Zwar sind auch für diese Industriellen die Materialien, Rohtabak, sowie die Arbeitslöhne gestiegen, doch war es trotz der Knappheit und der sehr starken Nachfrage nach fertigen Fabrikaten bei der Eigenart des Zigarrengeschäfts nicht möglich, die Erhöhung der Preise im vollem Umfange vom Verbraucher mittragen zu lassen. Das Kleingewerbe hat im allgemeinen im letzten Kriegsjahr durchhalten können, es gab zwar überall eine verminderte Tätigleit, bei einem Steigen der Ma⸗ terialien und auch der Arbeitslöhne, es war aber verhältnismäßig nicht schwer, auch von der Kundschaft höhere Preise zu erzielen. Man war zwar im der Bevölkerung ungehalten darüber, daß eben alles teurer wurde, aber man bezahlte dem Handwerker die Preise, die er verlangen mußte. Auch der Handel in unsferer Stadt klagt im allgemeinen nicht, daß er im Kriegsjahr 1915 besonders schlecht abgeschnitten hat. Unser so sehr bedeutender Kolonialwaren⸗ großhandel hatte zwar mit der Beschaffung von Ware im einzelnen große Sch eiten, mußte auch manche Waren zu b vorgeschriebenen Höchstpreisen mit kaum lohnendem Nutzen an den Zwischenhandel abgeben, durch anhaltende Preissteigerung anderer Artikel während der ersten Monate des Krieges wurde jedoch ein geeigneter Gewinnausgleich geschaffen. Mit den⸗ selben Schwierigkeiten kämpfte der Kleinhandel in Nahrungs⸗ mitteln. Das Geschäft in Kurzwaren und Frauenbeklei⸗ dung war, soweit unsere Geschäfte mit der Landkundschaft zu kun haben, im abgelaufenen Jahre besser, als unsere Kauf⸗ leute in Rücksicht auf die Verhältnisse erwartet haben, und das Steigen der Preise hatte keinen allzu großen Einfluß auf die Höhe der Umsätze. Dagegen litten die Herrenbekleidungsgeschäfte stark was erllärlich ist, weil Millionen Männer draußen im Felde
stehen, die des Kaisers Rock tragen. Die Bedürfnisse der einzelnen
1 3
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geschickt wurden, konnten den Ausfall gegen den Umsatz
5 1 Der
Feldzugsteilnehmer in praltischen und Luxusbekleidungsstücken, für welche die Herrenmodegeschäfte sich eingerichtet haben und die von den Angehörigen unserer Soldaten diesen als Liebesgaben nach⸗ 0 0 5 in Friedenszeiten nicht entfernt decken. Unseren Ladengeschäften, die für die bessere Stadtkundschaft zugeschnitten sind, hat das Jahr 1915 unzweifelhaft einen mehr oder weniger großen Ausfall in dem Umsatz und in der Einnahme gebracht. Aber auch hier haben die Verhältnisse des Krieges einen geringen Ausgleich an⸗ Fremdenverkehr, soweit es sich um kaufkräftige Kundschaft handelt, hat sich in unserer Stadt gehoben. Unsere Stadt mit ihter rührigen Kaufmannschaft, die in hellen modernen Läden auf allen Gebieten eine große Auswahl von Waren vor⸗ teilhaft zur Schau stellt, ist mehr und mehr Einkaufsmittelpunkt für weitere Kreise in der Provinz Oberhessen und in den an⸗ grenzenden preußischen Gebietsteilen geworden. Es ist Tatsache, daß nur durch diese Kundschaft von. eine große Anzahl Gießener Geschäftsleute in die Lage versetzt worden ist, ihren Betrieb er bisherigen Weise aufrecht zu erhalten und dabei chtungen nachkommen zu können. Einen ungünstigen
Jahresabschluß werden zweifellos unsere Möbelindustriel⸗ len und was mit diesem Erwerbszweig zusammenhängt, sowie alle Geschäfte, welche mit Luxuswaren Handel treiben, machen. Zwar hat das Weihnachtsgeschäft manche Scharte ausgewetzt, es war aber in den verschiedenen Geschäftsbetrieben dieser Art un⸗ möglich, den Ausfall des Jahres in wenigen Wochen auszu⸗ gleichen. Im allgemeinen kann man wohl sagen, daß Industrie, Handel und Gewerbe in Rücksicht auf die Kriegslage besser ab⸗ geschnitten haben als im ersten Kriegsjahr, und daß man mit den Ergebnissen von 1915 durchschnittlich zufrieden ist, wenn auch Ausfälle hier und da unvermeidlich sind. 0
*
» Auszeichnungen. Das Eiserne Kreuz erhielten 2
Vizefeldwebel Arnold aus Gießen und Vizewachtmeister Sehrt aus Grünberg.— Kriegsfreiw. Gefreiter Siegfried Bockstiegel, akt. Infanterie-Regiment 116, erhielt am 24. Dez. das Eiserne Kreuz. * Amtliche Personalnachrichten. Der Groß⸗ herzog hat am 29. Dezember den Landgerichtsrat bei dem Land⸗ gericht der Provinz Oberhessen Geh. Justizrat Wilhelm Wehner auf sein Nachsuchen, unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, in den Ruhestand versetzt.— Der Großherzog hat am 29., Dezember dem Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Pro- vinz Oberhessen Geheimen Justizrat Wilhelm Wehner das Ehren- kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
t Kriegskinderspende deutscher Frauen. Wie die Frauen unserer deutschen Fürsten sich eins fühlen mit den Frauen unseres Volkes, welch feines Empfinden sie haben für deren Freude und Leid, zeigt sich uns wieder in der neuesten Schöpfung der deutschen Kronprinzessin, der Kriegskinderspende. Das Glücksgefühl, welches das Herz der hohen Frau nach der Ge⸗ burt ihres Töchterchens erfüllte, fand seinen Ausdruck in dem Auf⸗ rufe zu einer Sammlung für bedürftige Mütter deutscher Kriegskinder. Sie hatte den Wunsch auch denen, bei welchen die Freude an dem neugeschenkten Kinde durch die Sorge um die ver⸗ größerte Familie getrübt wurde, diese Sorge zu erleichtern, so⸗ weit es in ihren Kräften stehe. Keine kleine Aufgabe ist es, die sich die edle Frau gestellt— groß ist bie Zahl der Frauen, die sich ge⸗ meldet— und täglich— wer weiß wie lange noch— vergrößert sich ihre Zahl. Durch Festsetzung des 20. September 1915, als Tag, an dem die danach geborenen Kinder als Kriegskinder bei der Spende berücksichtigt werden, 3 eine gewisse Beschränkung erfolgt. Daß dadurch manche Enttäuschung hervorgerufen wird, ist be⸗ greiflich. Hier versöhnend und ausgleichend einzugreifen, hat sich der Alice⸗Frauen⸗Verein Gießen zur Aufgabe gestellt. Er will von seinen Mitteln allen bedürftigen Müttern der Stadt Gießen, denen in der Zeit vom 1. Januar 1915 bis 20. Sep⸗ tember 1915 ein Kind geboren wurde, durch Gewährung einer Gabe eine Freude zu bereiten suchen. Möge es ihm gelingen, ein Stückchen onnenschein in bekümmerte, traurige Herzen zu tragen.
* Bestands aufnahme von Kaffee, Tee und Ka⸗ kao am 3. Jan. 1916. Eine Bekanntmachung des Oberbürger⸗
meisters Keller, die wir in unserem heutigen Blatte veröffent⸗
lichen, verpflichtet zur Anzeige obengenannter Vorräte, sofern sie zum Verbrauch im eigenen Haushalt bestimmt, ber Kaffee 10 Klg., bei Tek 2½ Klg. überschreiten. Vorräte im Gewahrsam von Ge⸗ meinden und sonstigen öffentlich⸗rechtlichen Körperschaften und Verbänden sind gleichfalls anzuzeigen. Näheres siehe Anzeige.
* Der Dank für die Gaben an die Marine. Pro⸗ fessor Völzing teilt uns einen Brief des Großadmirals von Koester mit. in dem der Großadmiral für die Spende seinen Dank ausspricht.
* Verkehr mit Butter. Wir machen auf die im Kreisblatt veröffentlichten Bekanntmachungen über den Ver⸗
kehr mit Butter besonders aufmerksam. * Die Anmeldungen zur höheren und er⸗ weiterten Mädchenschule werden am 20. und 21. Ja⸗
nuar entgegengenommen. Näheres ist aus dem Anzeigen⸗ Zu.
teil dieses Blattes ersichtlich. * Tierische und pflanzliche Spinnstoffe. der Bekaantmachung betreffend Bestandserhebung von tie⸗
rischen und pflanzlichen Spinnstoffen und daraus
hergestellten Web⸗, Wirk⸗ und Strickgarnen(W. M. 58/9. 15. K. R. A) ist ein Nachtrag erschienen, dessen Anord⸗ nungen am 31. Dezember 1915 in Kraft treten. Durch diesen Nachtrag wird der§ 3 der vorgenannten Bekanntmachung da⸗ hin erweitert, daß allmonatlich meldepflichtig sind auch sämtliche Vorräte forlgender tierischer Spinnstoffe: Mohair, Kamelhaare,
Alpaka, Kaschmir, Zickelhaare, Ziegenhaare, Kälberharre, Rinder⸗ ö
haare, Fohlenhaare, Pferdehaare, mit Ausnahme von Schweif⸗ und Mähnenhaaren und die aus den Stoffen zu 1—IV hergestellten Web⸗, Wirk⸗ und Strickgarne. N Vorräte einer jeden Gruppe, die mindestens 100 Kilogramm betragen. Der Wortlaut der Nachtragsbekanntmachung ist in
unserm Blatte veröffentlicht und am Bürgermeistereigebäude an⸗
geschlagen.
„** Oberhessischer Kunstverein. Die Kunst⸗ werke zur Ausstellung der Berliner Künstler⸗Gilde sind heute eingetroffen und die Eröffnung der Ausstellung kann, wie e am 9. Januar erfolgen. Außer den Berlinern werden auch Düsseldorfer, Dresdener, Karlsruher, Mün⸗
und Wiener Künstler mit Kunstwerken vertreten sein.
u Die hessische Lazarettzeitung Nr. 10 enthält folgende Beiträge: Der Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse, zu Rudolfstadt im Jahre 1547 von Schiller; einen Aufsatz Wissen ist Freude; eine Abhandlung über Lazarett⸗Unter⸗ richt; zwei Aufsätze: Deutsche Kolonien in Ungarn und Waffen⸗ segen und Schutzbriefe; die Fortsetzung des Aufsatzes Kaiser Karl der Große; einen Beitrag zur Berufswahl und zum Berufswechsel von Kriegsinvaliden; außerdem verschiedene Mitteilungen, den Ar⸗ beitsmarkt und einen Unterhaltungsteil. f
** Silberne Hochzeit feiern morgen(1. Januar) Glaser⸗ meister H. Arnold und Frau, geb. Welker.
Landkreis Gießen.
tt. Langsdorf, 31. Dez. Der in einer Fußartillerie⸗Batterie in den Vogesen stehende Sanitäts-Unteroffizier Otto Bausch er⸗ hielt das Hessische Sanitätskreuz, Unteroffizier Sally Oppen⸗ heimer und Kanonier Ph. Bender die Hessische Tapferkeits⸗ mnedaille, unter gleichzeitiger Beförderung zum Gefreiten. Ferner erhielten die Hessische Tapferkeitsmedaille Gefreiter Georg Rühl aus Langsdorf und Unteroffizier Hans Jungmann aus Glauberg, die bei einem Fliegerabwehrzug stehen.
e. Bettenhausen, 31. Dez. Dem Gefreiten der Reserve Steul, der schon seit Beginn des Krieges im Felde steht, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Er ist der dritte, der in umserem kleinen Orte ausgezeichnet wurde.
Kreis Friedberg. g Friedberg, 31. Dez. Die Stadtverordnetensitzung lehnte den Antrag auf Errichtung einer Hausbesitzerkammer mit der Begründung ab, daß eine derartige Anstalt vorerst für Friedberg kein Bedürfnis sei..
Starkenburg und Rheinhessen.
fl. Darmstadt, 31. Dez. Das Gewerbemuseum zu Darmstadt veranstaltet in seiner Mittelhalle eine um⸗ fassende Ausstellung der bekannten Vereinigung Mün⸗ chener Plakat⸗Künstler:„Die Sechs“(F. P. Glaß, F. Heubner, C. Moos, Emil Preetorius, M. Schwarzer, W. Zietara). Die Ausstellung dauert vom 30. Dezember bis 15. Januar 1916.
Heffen⸗Nassan.
Wm. Aus dem Kreife Kirchhain, 31. Dez. Bei einer gestern in der Amöneburger Gemarkung abgehaltenen Treibjagd, bei der 19 Schützen beteiligt waren, wurden 53 Hasen zur Strecke gebracht.— Unter den Kindern der Gemeinde Langenstein tritt Diphtheritis auf; zwei Kinder find ihr schon zum Opfer gefallen.— Die am 27. d. Mts. abgehaltene Stadtverordneten⸗Versammlung verhandelte über einen Einspruch gegen die am 15. Novem⸗ ber erfolgte Stadtverordnetenwahl der 3. Klasse der Stadt Kirchhain. Es wurde mit Stimmenmehrheit beschlossen, die
Meldepflichtig sind jedoch nur]
Waßl ftr zu erffnven. Weiter gelangten in der Sitzung zur Nenntnig nahme.
e. Frankfurt a. M., 31. Zahlmeister Stellvertreter Schwarz der Kaiserlichen Er anitätskompagnie„Brüssel“, der bereits als Feldwebel im Reserve-Insanterief Regiment 240 mit dem Eisernen Kreuz, der Hefsischen Tapferkeitsmedhille und Badischen Verdienstmedaille ausgezeichnet worden ist, wurde das Hessische Sanitätskreuz neuerdings verliehen.
Hessen⸗Nassau.. = Frankfurt a. M., 31. Dez. In der von Wiesche& Scharffe brach heute vormittag ein umfangreicher Dachst uhlbrand aus, der sehr N Schaden anrichtete. ur Bewältigung des Feuers hatte die Feuerwehr mehrere Stunden zu tun.— 1 gleicher Zeit geriet im Staatsgüterbahnhos ein mit chemischen Rohstoffen gefüllter G ppen in Brand. Der Schuppen brannte völlig aus. Die Feuerwehren konnten nur eine Weiterverbreitung des Brandes auf andere Gebäude ver⸗ hindern. Frankfurt a. M., 30. Dez. Wie die Frankfurter Kriegsfürsorge heute bekannt gibt, hat sie vom Beginn des Krieges bis Ende November 1915 für kriegsfürsorgliche Zwecke mancherlei Art 8981394 Mk. verausgabt. Sie wendete u. a. auf für Lazarette 500 000 Mk. für laufende Unterstützungen an Angehörige der Kriegsteilnehmer 3 642 147 Mk., für Mietzuschüsse 2 174 417 Mk., für das Rote Kreuz 345 232 Mk., für Krankenkassenbeiträge 362 929 Mk., für Arbeitslose 409 404 Mk., für die Wollsammlung 127177 Mk., für Volksbildungszwecke 52000 Mk., für Sanitäts⸗ hunde 6000 Mk., für von einzelnen Gebern bestimmte Zwecke 113 436 Mk. und für Liebesgaben an die Front 200 000 Mk. Zu den Einnahmen in Höhe von 9 381832 Mk. gewährte die Stad einen Zuschuß von 2 960 525 Mk. 5
Vermischtes.
» Seehunde im Süßwasser. Wie die„Fischerei⸗ Zeitung“ mitteilt, haben sich an der deutschen Küste in den letzten Jahren die Seehunde zum Schrecken der Fischer stark vermehrt Sie scheinen neuerdings besonders zudringlich zu werden und haben sich sogar in die Haffs verirrt. Vor kurzem wurde im Frischen Haff an der Pregelmündung ein Seehund geschossen. Im vorigen Jahre war sogar in der Weichsel bei Dirschau ein Seehund durch das Brückenwachtkommando getötet worden.
Märkte. fe. Wiesbaden, 30. Dez. Heu⸗ und Strohmarkt. Man notierte: Heu 7,00 0,00 Mark. Alles per 50 Kilo. Stroh fehlte.— Am Fruchtmarkt war nichts angefahren.
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Zur Eithebung von Nenjahrs⸗Glüßkwünschen
sind von folgenden Gebern Gaben für die Kleinkinder⸗ Bewahranustalt, Diezstraße 15, eingegangen: 110031 1. Geb. Kommerzienrat Heichelheim, 2. J. W. 3. Pfarrer Ausseld, 4. Frau Melchior Schäfer Witwe, 5. Oberaktuar Bühner, 6. Rechnungsrat Merten, 7. Schlossermeister Stohr, 5 8. Weinhändler Küchel, 9. Frau Hermine Puth, 10. Weiß. bindermeister Nauheimer, 11. Lehrer Wörner. 12. Jabri⸗ kant Nattmann sen. und jun., 13. Gerichtsvollzieher Born, 14. Oberlehrer Fuhr, 15. Fabrikant Eugen Wallenfels, 16. Lehrer Valentin Müller, 17. Lehrer Hermann Schmidt, 18. Reallehrer Jann, 19. Direktor Albert Heichelheim, 20. Julius Schulhof, 21. Prokurist Wilhelm Köser und Frau, 29. Notax Römheld, 23. Frau Architekt Stein, 24. Familie Aug. Schwan, 5. Pfarrer Schwabe und Familie, 26. Karl Klaus, Hammstr. 24, 27. Frau Karl Plank U., Moltkestr., . Straßenwart K. Weller, 29. Familie Adolf und Karl Möhl, 30. Frau J. Boeck und Tochter, 31. Verlags⸗Buch⸗ händler Otlo Roth und Frau, 32. Rentner G. Schneider und Familie, 33. Architekt Hans Meyer und Frau, 34. Fried.. Leonbard Bender, B. Wilhelm Rudolph sen. und Frau, 36. Mentamtmann Weimer, 37. Bauumternehmer Gg. Becker und Frau, 38. Pfarrer Scriba, 39. Frau Johanna Georgi und Tochter, 40. Schreinermeister Karl Hahn und Frau, 41. W, 42. Frau Dora Nassauer, 43. Hallenmeister Karl Malkomesius und Frau, 4. Reallehrer Appel und Frau, 45. Stadtverordneter C. A. Faber, 46. Heinr. Eichenauer und Frau, 47. Kommerzienrat Adolf Noll und Frau, 48. Apotheker Dornberger und Frau, 49. Kommerzienrat L. Emmelius, 50. Architekt Gustav Hamann und Frau, 51. Benner und Krumm, 52. Oberingenieur Müller und Frau, 53. Wilhelm Selpp III. und Frau, 54. Weißbinder⸗ meister Christoyh Schmidt, 55 Mesgermeister Schreiner, 56. Karl Lynker und Frau, 57. Bäckermeister Sommer und Frau, 58. Guftav Sack und Familie, 59. Prokurist Heinr. Kuhl, 60. Metzger Henkel, 61. Max Jaskowsky und Frau.
7 5 Elisabeth⸗Kleinkinderschule.
Es sind unserer Anstalt zum Zweck der Enthebung von Neujahrswünschen von nachstehenden Gebern Beträge zugegangen:. 3
Pfarrer i. R. Seribg und Frau, Prosessor Dr Kraus⸗ müller und Familte, Bergwerksbeamter Heinrich Horst und Frau, Stadtverordneter Heinrich Winn und Frau, Rentamtmann i. R. Weimer und Frau. Ludwig Uhl und Frau. Oberlehrerin L. Moeser. Karl Noll und Frau.
Den Spendern besten Dank!
Für die Elisabeth⸗Kleinkinderschule: 10063] Bechtols heimer, Pfarrer.
Galem Aleifum
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