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Europas muß und kann nur Deutschland
Kräfte schützen wird.
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rung besitzt der f baldigen entscheidenden milit a aber Trauer und Unglück
rmen uners.
Beherrschung der Meere. Die Heraus forde
Saloniki gerichteten Befestigungen zum zweiten Male Pro⸗ test eingelegt. Der italienische Gefandte Graf Bosdari gab im griechischen Kabinett im Auftrage seiner Regierung die Er⸗ klärung ab, daß die bei Valona stehenden italienischen Truppen die albanische Grenze nicht überschreiten würden. Athen, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Von dem Sonder⸗ berichterstatter des Wolfsschen Telegraphenbureaus. Wie ich er⸗ ahre, wird Griechenland während der bevorstehenden Kämpfe r europäischen Mächtegruppen bei Saloniki neutral bleiben. Athen, 29. Dez. WTB Nichtamtlich.) Von dem Sonder⸗ berichterstatter des Wolffschen Telegraphenbureaus. Die Trüm⸗ mer der serbischen Armee sind in Skutari und Elbassan angelangt. Ihre Gesamtstärke beträgt 40000 Mann; sie be⸗ sitzen weder illerie noch Munition. Griechenland und die Zeutralmächte.
Ftalienische Grenze 29. Dez. Wie der„Cor⸗ tiere della Sera“ aus London berichtet, läßt sich aus den in englischen Zeitungen abgedruckten. Unterredungen mit den e Ministern Gunaris und Skulub is mit Sicherheit der Schluß ziehen, daß die griechische Regierung die bul⸗ garisch⸗türkische it wirkung bei dem Angriff der e gestatten werde. Griechenland werde sich mit der von Deutschland übernommenen Verpflichtung begnügen, daß das möglicherweise besetzte griechische Gebiet später von Deutsch⸗ land und seinen Verbündeten wieder geräumt werden würde. Die griechische Regierung werde auf jeden Fall ihr Augenmerk darauf richten, daß Griechenlands Hoheitsrechte nicht beeinträch⸗ tigt werden.(Kölnische Zeitung.)
5 8 Die Friedenserörterungen in der Schweiz.
1 5 30. Dez. Hier ist die Nachricht eingetroffen, baß die verantwortlichen Kreise Deutschlands den angeb⸗ lichen Friedensbedingungen fern stehen, die in der „Neuen Zürcher Zeitung“ abgedruckt worden sind. Gleich wohl bemüht sich die Schweizer Presse, die Erörterungen über die V weiter in Fluß zu halten und bedient sich dabei einer Schätzung der Kräfte aller kriegführenden Parteien, was für die öffent⸗ liche Meinung der Schweiz charakteristisch ist.— Die„Basler Nationalzeitung“ bemerkt: Nachdem alle Offensivversuche der Franzosen mißglückt sind, ist nicht anzunehmen, daß sie bei weiteren Angriffen auf die sesden deutschen Linien glücklich sein werden. Für sie bedeutet demnach eine Verlängerung des Krieges keine Aussicht auf größeren Er⸗ folg. Gewiß kann Deutschland einmal erschöpft werden, aber nichtfrüher als die andern auch, und dann hat keiner Nutzen davon. Wir Neutrale werden selbstver⸗ ständlich die Hoffnung nicht fahren lassen, daß dieser oder ener vernünftige Vorschlag Europa vor dem Verfall der
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Der Jahrgang 1917 in Frankreich.
Paris, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der Senat er⸗ örterte den. über die Einberufung des Jahrgan 98 1917, den die Kammer bereits angenommen hatte. Gervais, der Berichterstatter des Heeresausschusses, erklärte, der Ausschuß habe die Frage der Truppenstärken geprüft und sei nicht beun⸗ ruhigt, denn man habe genug Männer, um bis zum Ende durch⸗ zuhalten. Der Kriegsminister Gallien griff in die Verhand⸗ lung ein und erklärte: Die Einstellung des Jahrganges 1917 ist nur eine Vorsichtsmaßregel; dieser Jahrgang stellt nur einen Teil der Hilfsmittel dar, die uns zur Verfügung stehen. Wir wollen sie alle nutzbar machen und zu diesem Zwecke mit den Irrtümern der Verwaltung brechen und uns weder vor Entschlüssen
vor Verantwortlichkeiten fürchten. Nach seinen Ausführungen Vorkehrungen für die Einstellung des Jahrganges 1917 schloß Hallieni mit den Worten: Frankreich, das vor achtzehn Monaten den Frieben wollte, will heute den Krieg mit aller ilfsmittel daran. Wer das
Willenskraft und wendet alle seine ausspricht, wird als schlechter Bürger betrachtet.
Wort Frieden Der Nen 1917 wird hinausgehen, und das Volk begleitet n inschen die jungen Leute, welche wir zu einem
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mit seine großen Kampfe vorbereiten werden, der erst endigen wird, wenn Frankreich in Uebereinstimmung mit den Alliierten sagen kann:
er mache ich halt; ich habe erreicht, was ich gewollt habe und! nehme meine Friedensarbeit wieder auf!(A gemeiner Beifall.)
Der einzige Artikel des Gesetentwurfes wurde angenom⸗ men und ebenso beschlossen, die Rede des Ministers öffentlich
anzuschlagen. Französische Resignation.
Der„Radical“ schreibt: Trotz des Mutes id der moralischen Kraft unserer Zibilbevölke⸗ 1 der Feind noch immer Belgien und befindet sich noch mmer 80 Kilem vor Paris. Die füßen Weisen und die Trompeten⸗ klänge berauschen niemanden 7 Frankreich weiß, daß es den Frieden durch den Sieg nur durch den Preis der langen Geduld erringen kann wenig Hoffnung auf einen denden rischen Erfolg besteht. Die digkeit, einen Abnützungskrieg zu führen, bedeutet 5 l in vielen bis jetzt verschonten eine weitere Verteuerung der Lebensmittel, die für die trotz der ohnmächtigen Maßnahmen der Regierung immer zinglicher werden, immer mithsamere Anstrengungen unserer 1 4 0. 15 85 täglich 3 werdende en, eine schlechte stellung und Ver⸗ armung des Viehbestandes. N N * 0 1
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Genf, 29. Dez. unserer e
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Roger Casement, worin dieser zu agen der internationalen Politik Stellung folgende Stichproben i 15 1 U intel 8, das Ge⸗ Geistes, die Gerechtigkeit und die Intensität deutscher Kultur, sozialer Entwicklung brauchen ein für ihre wohltätige Entfaltung, und ese Dinge mehr als die britische rung Europas der Vorkämpfer 5 0. 0 sein. Keine an⸗ dere europäische Nation, hat die Macht, die Stärke des Geistes, um die große Tat der Befreiung auszuführen. Europa, zu lange blind gemacht für seine eigenen Interessen, so lange nicht geeint, muß unter der Leitung eines geeinten Deutschland dem Problem der Befreiung der Meere entschlossen nahen. Dieser Krieg um die Meere ist unvermeidlich. Mit der Demütigung Großbritanniens und der Vernichtung seines Meerbesitzertums wird die euxopäische Zipilisation eine neue Gestalt annehmen und Irland, die älteste und doch jüngste der europäischen Nationen, wird eine freie Part⸗ Par eingehen mit Zivilisation, Kultur und Wohlfahrt, welcher dieser Akt der eiung der Menschlichkeit bringen wird. 0
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Bulgarien und seine Verbündeten.
Sofia, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich) General Bojad⸗ je w erklärte einem Vertreter des„Mir“: Als Kriegsminister sei er oft in der Sobranje Zeuge heißer parteipolitischer Redeschlachten gewesen. Jetzt sei es anders. Heute gäbe es leine 1 und Patrioten, sondern nur Patrioten. Ueber das Ver⸗ sältnis zu den Verbündeten sagte Bosadjiew: Wir sind ent⸗ zückt von ihnen und 15 von uns. Es gibt genug, das wir bei
muß an England gerichtet werden und
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In ihren künftigen Berechnungen und politischen Planen werden sie uns als wichtigen Faktor einstellen. Die künftige gemeinschaft⸗ liche Arheit, dessen bin ich sicher, wird die Bande zwischen uns
noch befestigen. Mackensen in Sosia.
Sofia, 29. Dez.(WTB Nichtamtl.) Meldung der Bulgari⸗ schen Telegraphen-⸗Agentur. Generalfeldmarschall von Macken⸗ sen ist heute in Sofia eingetroffen. Am Bahnhof hatten ich Vertreter des Königs und der Regierung eingefunden. Eine Kompagnie Zöglinge der Militärschule mit Musik erwies die Ehrenbezeugungen. Der Generalfeldmarschall stattete in der deut⸗ schen und österreichisch-ungarischen Gesandtschaft Besuche ab und begab sich hierauf in den Königlichen Palast, wo er vom König in Audienz empfangen wurde. Nach der Audienz fand zu Ehren des Generalfeldmarschalls große Frühstückstafel zu 40 Gedecken statt. Die Tafel trug militärischen Charakter, da alle Gäste höhere Offiziere waren. Am Abend erfolgte die Rückreise des General⸗ feldmarschalls in das Hauptquartier. Die Bevölkerung bereitete ihm einen begeisterten Empfang und jubelte dem großen deutschen Heerführer herzlich zu, so oft er sich in den Straßen der Stadt zeigte.
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* Ein neuer Angriff auf Kamerun.
London, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Ein Korxespon⸗ dent der„Morning Post“ berichtet über das Expeditions⸗ lorps nach Kamerun, daß es aus britischen, französischen und belgischen Eingeborenentruppen zusammengesetzt sei, die von weißen Offizieren und Unteroffizieren ausgebildet und befehligt würden. Das Korps zähle ungefähr 8000 Mann und werde von dem britischen Generalmajor Dobell kommandiert. Das Haupt⸗ quartier befinde sich in Dual a. Den Befehl über das britische Kontingent habe Oberst Gorges. 5
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Belgien außerhalb des Londoner Vertrages.
Bern, 29. Dez.(WTB. W Wie französische Blätter aus Le. Havre erfahren, wird Belgien dem Londoner Vertrage nicht beitreten. Belgien sei in den Krieg eingetreten, um seine Neutralität zu verteidigen und möchte
nichts tun, was dagegen verstößt. *
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Der Pariser Sozialistenkongreß.
Paris, 29. Dez. Die Sitzung des Sozialisten-Kon⸗ gresses wurde Mittwoch früh um 6 Uhr geschlossen, ohne daß ein Beschlußan trag angenommen wor⸗ den wäre, da der Ausschuß sich über den Wortlaut nicht einigen konnte. Der Kongreß tritt nachmittags nochmals zu— sammen. s J 0 0
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der Seekrieg.
Amokläufer zur Sec.
Amsterdam, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Unter dem Titel„Amokläufer zur See“ wendet sich der„Standard“ gegen die Willkür, mit der die Engländer die Post neutraler Staaten behandeln. England halte kurzweg mit Waffengewalt neu⸗ trale Schiffe an, die von einem neutralen Lande nach dessen Kolo⸗ nien fahren oder umgelehrt, es lade die Postsäcke aus und tue damit, was es wolle. Schlimmer könnte es nicht mehr sein Schwe⸗ den habe bereits zu Repressalien Zuflucht genommen, Die hol⸗ ländische Regierung würde dies, wenn sich ihr dazu Gelegenheit böte, sicherlich auch tun und es nicht bei Protesten bewenden lassen.
Staaten Europas und der Unionstaaten vor, denn es handele sich hier um ein heiliges Recht, das unter keiner Bedingung von England so gröblich verletzt werden dürfe. Wie die Dinge jetzt lägen, sei kein Brief, der über die See fahre, mehr sicher. Versenkte Schisse.
London, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Burcaus. Der schwedische Dampfer Nerguts wurde am 26. Dez. versenkt. Die Besatzung ist gerettet.
London, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Lloyds meldet: Der britische Dampfer„Morning“(444 Tonnen) ist ver⸗ senkt worden. Der Kapitän und der zweite Steuermann sind gerettet worden.
Eine englische Falschmeldung.
Berlin, 29. Dez.(WTB Nichtamtlich.) Wie wir von zu⸗ ständiger Stelle erfahren, beruht die Mitteilung der Englischen Telegraphenagentur in Bularest über den Ver lu.
schen U-Bootes in der Ostsee auf freier Erfindung.
Die norwegischen Schiffs verluste.
Kopenhagen, 29. Dez.(WTB. Nichtamtlich.)„National Tidende“ berichtet aus Kristiania: Eine Aufstellung der Hriegs⸗ verluste der norwegischen Handelsmarine bis zum 27. Dezember ergibt: fünfzig Dampfer verloren, für gute Prisen erklärt vier. Diese 54 Dampfer mit zusammen 94000 Tonnen ergeben nach Abzug von vier Prisendampfern, die von den Befrachtern vergütet werden, einen Nettoverlust von 87000 To. und einen Nettoverlust von Segelschifsfen von 21 600 Tonnen, so daß sich der Gesamtverlust auf 108 600 Tonnen im Werte von 47 Millionen Kronen beläuft.
Ein bekannter Name.
Berlin, 29. Dez.(Priv. ⸗Tel.) Der vor einigen Tagen durch ein U-Boot als versenkt gemeldete englische Dampfer „Cottingham“ machte vor zwei Monaten von sich reden, als der Kapitän Anspruch auf die Prämie erhob, die 1 7 lischerseits für die Vernichtung eines deutschen U⸗ Bootes durch unbewaffnete englische Handelsschiffe, d. h. also durch Rammen oder Ueberfahren, ausgesetzt war. Der Dampfer konnte damals aber nur das U-Boot beschädigen. Jetzt hat ihn also das wohlverdiente Schicksal erreicht.
„Ville de la Ciotat“.
Malta, 28. Dez.(WTB. Nichtamtlich) Wie das Reu⸗ tersche Bureau meldet, haben sich an Bord des Dampfers„Ville de la Ciotat“ 315 Personen befunden, darunter drei Engländer. Die Geretteten erzählen, daß, als sich das Schiff auf der Reise nach Marseille befand, eine heftige Exploston stattfand. In dem⸗ selben Augenblick erschien in einigen Yards Abstand ein U-Boot, das die österreichische Flagge führte, an der Hberfläche. In das Hinterschiff war ein ungewoͤhnlich großes Loch
schlagen, aber es entstand keine Panik. Fünf Boote und zwei Flöße 8 niedergelassen. Zuletzt sank das Schiff mit den Leuten, die sich an
Bord befanden. Das U-Boot blieb in der Nähe, bis der Dampfer gesunken war. Später kam der britische Dam, er„Heros“ und widmete sich 80 Minuten lang dem Rettungswerk, obwohl das U-Boot noch in Sicht war. Die Ueberlebenden erklärten no 1 daß die Besatzung des U-Bootes zwei Menschen, die mit den Wellen gerungen haben, aufgenommen und nach dem Flosse ge⸗
Der„Standard“ schlägt eine gemeinsame Aktion aller neutralen
eines deut-
bracht hat. Aus dem Reiche.
Unsere wirtschaftliche Lage. Berlin, 29. Dez.(WDB. Nichtamtlich.) In dem Bericht über das Ergebnis der Beratungen des Reichs haus⸗ haltsausschusses für rnährungsfragen führte der Berichterstatter Graf Westarp u. a. aus: Es sind ausreichend Vorräte vorhanden, um die Bevölkerun während des Krieges zu ernähren, solangedieser au dauert. Besonders wird an den notwendi mitteln, Brot, Kartoffeln und Fleisch, ein wirklicher Mangel
ihnen bewundern müssen, 73 sie finden vieles bei uns, was tiesen Eindruck macht. Wir sind in ihrer Achtung sehr gelliegen.
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nicht eintreten. Andererseits können wir mit Sicherheit nicht darauf rechnen, daß wir mehr haben, als wir brauchen.
sten Lebens⸗
Eine Einschränkung, besonders an Fett und Bt nicht zu umgehen sein; Voraussetzung dafür, daß n kommen, ist auf allen Gebieten Sparsamkeit. Dank der e Maßnahmen ist es trotz der 57 ren vierig⸗ eiten, die für Deutschland infolge der Absperrung beste erreicht, daß bej uns die Teuerung und Einschrän 0 hinter denjenigen in den neutralen und feindlichen Län 0 besonders auch in England, zurückbleiben. Auf allen Seiten, bei den verbündeten Regierungen und den einzelnen Par⸗ teien und Berufsständen, ist der gute ehrliche Wille vor handen, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in gemeinsamer Arbeit und pflichtbewußter Haden zu bekämpfen. Um der wirtschaftlichen Lage Deutschlands willen 1 5 5 der Krieg nicht einen Tag früher beendet zu werden, 1. und politische Lage einen vollen Sieg verbürg 5
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Aus Stadt und and. Gießen, 30. Dezember 1915.
Neujahr als Glückstag. 5 1
Weihnachten still, verinnerlicht, feierlich— Neujahr laut, tn lustiger Gesellschaft und ausgelassen: das ist alter deutscher, das ist alter Völkerbrauch. Kein Zufall, keine Willkür ist es, daß die Feier des ersten Tages des neuen Jahres gerade diesen empfangen hat. Auch auf Bräuche und Gewohnheiten bestimmt und geprägt hat; und dieser Volksglaube geht vor allem dahin, daß der Neujahrstag ein Glücks⸗ tag allerersten Ranges ist und als solcher wohl beobachtet sein Sl. Wie der erste Tag, so das ganze Jahr; und so ist es keineswegs etwa bloß die Lust am breiten, reichen Festefeiern, die den Neujahrs⸗ tag beherrscht, sondern es ist die geheime Meinung, daß das ganze 1 Jahr fröhlich und N sich gestalten werde, wenn sein erster Tag in dieser Weise begangen wird. Durch so manche Neujahrs⸗ 0 ele und Natur sonst kaum durchsichtig sst, zieht ich als tieferer Sinn dieser alte Glaube, daß der Neujahrstag das ganze Jahresleben bedingt und nach sich zieht. Dahin ört die alte, schon aus dem römischen Altertume bekannte Gewohnhe daß man des Jahres ersten Tag nicht ganz feiert, sondern das ge⸗ wohnte Geschäft, wenn auch nur für wenige Augenblicke, zun Hand immt. Wie alt die Sitte im deutschen Volksleben ist, geht daraus 7 1 daß bereits Burchard von Worms die schalt, die in der 72 eiligen Neufahrsnacht nähten und häkelten, webten und sonst allerlei Arbeit, verrichteten, ihm galt das als Teufelswerk, aber der Maun aus dem Volke war überzeugt, daß er diesen Brauch der Altvordern nicht übertreten dürfe, wollte er nicht Unheil fürs ganze Jahr auf sich laden. Ueberall gilt die Regel: wie am Neu⸗ jahrstage, so im ganzen Jahre. Wer am Neujahrsmorgen spät aufsteht, der tut es ganzen Jahres so leine Warnung, die sich alle Silvesterschwärmer wohl einprägen mögen!); wo es am Neujahrs⸗ tage unsauber oder unordentlich ist, wo Reste und Ueberstände A Arbeit aller Art zurückbleiben, da wird das— 55 Jahr auf Ord⸗ nung und Sauberkeit nicht zu rechnen sein. wegen die kundige Hausfrau zum Neujahrstage allen Staub besonders. 1 sammenfegt, die Wüsche e von der Leine nimmt, den Rocken abspinnt und was dergleichen mehr ist. 6 5 1
Sehr natürlich, daß im Lichte dieses Glaubens die erste Be⸗ gegnung im neuen Jahre von großer W ist. Freilich,
8 Charakter 0 ihm ruht uralter Volksglaube, der seine 1
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was da als glückbringend, was als unheilverhei zu beurteilen sei, darüber gehen die Vollssiberlieferungen weit auseinander. Hier gilt ein Rothaariger als Glücksbote, dort als Unglücksbote; 4 wiegend aber ist der Volksglaube ungalant genug, es als ungünsti⸗ ges Vorzeichen anzusehen, wenn es ein weibliches Wesen ist, dem man im neuen Jahre zuerst begegnet. Und auch darin sind die Volksüberlieferungen in der Hauptsache einig, daß es eine gli k⸗
liche Vorbedeutung ist, wenn der erste Besu im neuen Jahre freudige Botschaft oder gute Gabe bringt. Beispiel: der Geld⸗ briefträger, den wohl noch heute am Neujahrstage lieber jeder⸗ mann zuerst empfängt, als den Schwarm jener Glückwünscher, die Gaben heischen. Die Freude am reichlichen Gelage, ja selbst an Ueberschwang in Speise und Trauß, die zu den alten Gebräuchen des
Neujahrstages zählt, geht gleichfalls darauf zurück, daß Reichlich⸗ 5 keit in dieser a am ersten Jahrestage Ueberfluß fürs
ganze Jahr prophezeit. Dabei gelten von altersher eso sen, wie quellende Gerichte oder Süßspeisen, noch als besonders glück“ bringend und gelbe Rüben bringen Gold, aber Weißkraut bedeutet Silber. Wogegen dies und das Gericht, wie z. B. Aepfel i Hessischen oder Klöße in Schmalkalden, wieder als Unglücks⸗ N gelten: wunderlich genug nehmen viele Chinesen am Wüsten von dem Genusfe ihrer hrung, dem Reis, and. a ö Ist es so am Neufahrstage alte Sitte, sich auf jede mögli Weise guter Vorbedeutung fürs neue Jahr zu versichern, so g es von je auch für geboten, an diesem wichtigen Tage die Unholde 1
und üblen Geister tüchtig zu verscheuchen; denn 115 man diesen Tag sie von Haus und Hof sern, so jagt man ihnen fürs ganze Jahr Kesbekt ein; läßt man sie aber am Neujahrstage zu e Un⸗ fuge zu, so hat man sich das ganze Jahr ihrer n 77 versehen. Daher der erste des Jahres von je a weidlichem Lärme gefeiert worden ist. Lärmhafte Umzüge, Peit⸗ schenknallen, Schießen Scheibenwerfen; all das soll den üblen
Geistern die Lust verschlagen, sich zu nähern und ihre Wirksamkeit auszuüben. Auch hält man die Neujahrsnacht das N lebendig. die Lichter brennend, die Oefen in starker Glut. Die Obstbäume werden ae und geschlagen, die Pumpenschwengel werden festgebunden— kurz, überall, wo die Unholde 11155 cke etwa ausüben könnten, werden sie auf Vorsichts⸗ oder Ahwehrmaßregelr stoßen. Mit ihrer Hilfe kommt man gut durch die gefähtlt Stunden, und wenn man dann den Neujahrstag noch recht lustig und reichlich lebt, sich vor bedenklichen Begegnungen hütet,
darf man mit guter Zuversicht ins neue Jahr hineinge!
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Bessere Ausnutzung des Milchfettes.
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mung er gesamten zu Butter verarbeiteten Milchmenge zu erreichen, so unterliegt es doch keinem Zweifel, daß sich bei richtigem Verfahren noch ganz bedeutende, jetzt mit der Magermilch meist zur Verfütterung gelangende Butterfett⸗ mengen gewinnen ließen. Dies 9 aus volkswirtschaft
lichen Gründen— wegen der Butterknappheit— wie
ies ni dure


