Auf Antrag des Städtetages sollten für das Rote Kreuz in
Ausgabe von Brotmarken. Die Ausgabe der für die Zeit vom 27. ber 1915 bis 9. Januar 1916 gültigen Brotmarkenhefte findet Mittwoch, den 22. De⸗ ember 1915, vormittags von 8—12 und nachmittags von —6 Uhr statt. Die regelmäßige Ausgabe beginnt wieder Samstag, den 8. Januar 1916. Näheres ist aus dem An⸗ zeigenteile dieses Blattes zu ersehen. N Landkreis Gießen.
e. Garbenteich, 17. Dez. Am 11. Dezember waren es 25 Jahre, daß Lagerhalter Wehrum die Verkaufsstelle des hiesigen Konsumvereins übernahm. Die schöne Entwickelung, die der Verein während dieser langen Zeit genommen hat, ist nicht zum wenigsten ihm und seiner tüchtigen Frau zu verdanken, die sich stets nüt allen Kräften und mit sichtbarem Erfolg bemüht haben, den Verein auf seine heutige Höhe zu bringen.
Kreis Büdingen.
b Bingenheim, I.. Dez. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Wehrmann Müller im Landwehr⸗Jnf.⸗ Regiment 116..
ib Lorbach, 17. Dez. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Wehrmann Schäfer im Landwehr-In-
fanterie-Regiment 116. Kreis Friedberg. 5
A Friedberg, 17. Dez. Das Eiserne Kreuz erhielt der Reservist Rothermann im Res.⸗Juf.⸗Rat. 116.
a Ober ⸗Eschbach, 17. Dez. Fürs Vaterland starb der Krankenträger Wolf in der Reserve-Sanitäts⸗Kompagnie 52.
fe. Vilbel, 17. Dez. Auf die Reklamation der Ge⸗ meindevertretung hin ist Bürgermeister Berg vom erbischen Kriegsschauplatz zurückgekehrt und hat die Ge⸗ chäfte der Gemeinde wieder übernommen. 1
fe. Butzbach, 16. Dez. Das städtische 1 tätswerk schloß im vorigen Jahre mit einem Verlust von 5202 Mk. 8
Starkenburg und Rheinhessen.
Von der Bergstraße, 16. Dez. Die diesjährige teiche Weinernte gibt allenthalben zu erheblichen Neu⸗ anpflanzungen Veranlassung. Weinbergbesitzer, die der schlechten Ernten wegen in den letzten Jahren ihre Berge ausgerodet hatten, legen wieder Neuanpflanzungen an.
ch. Aus Rheinhessen, 17. Dez. Die Weinberg⸗ arbeiten werden so gut als möglich gefördert. Im freihändigen Weingeschäft zeigte sich in der letzten Zeit ziemliches Leben. Es kam ständig zu Abschlüssen, wobei ansehnliche Posten Wein um⸗ gesetzt wurden. Besonders waren die 1915er gesucht. Bei den letzten Verkäufen wurden für das Stück 1915er Weißwein in West⸗ hofen 560 Mk., in Heßloch 530 Mk., in Dorndürkheim 550 Mk., in Meder⸗Saulheim 540 Mk., in Oppenheim 750850 Mk., in der Umgebung von Oppenheim 600650 Mk., in Alsheim 700 Mk., in Guntersblum 580 k., in Mettenheim 600 Mk., in Partenheim 525 Mk., in Spiesheim und weiteren Orten 540-600 Mk., in Sulzheim 520 Mk.; für das Stück 1915er Rotwein in Alzey 810 Mk., in Nieder-Saulheim 800 810 Mk., im allgemeinen für das Stück Rotwein 800- 1000 Mk. erzielt In Nierstein wurden mehr als 100 Stück 1915er zu 1300- 2500 Mk. abgesetzt.
Hessen⸗Nassau.
ra. Frankenbach, 17. Dez. Heinrich Schneider aus der 12. Komp. im Res.⸗Inf.⸗Regt. 251 muß als jüngstes Opfer unserer Gemeinde bezeichnet werden.
Wm. Kirchhain, 17. Dez. In der gestrigen Stadtver⸗ ordnetenversammlung wurden folgende Beschlüsse 5 ulga⸗ rien von allen Städten kleinere Beträge bewilligt werden. Dem Antrage wurde stattgegeben.— Nach einer Mitteilung der Sozial⸗ kommission in Marburg ist für das Jahr 1916 keine Beihilfe zu den Kosten der Ohmregulierung zu erwarten. Da man hier aber ein großes Interesse daran haben muß, die Ohmregulierung gleichzeitig mit den Arbeiten der Zusammenlegung zu beendigen, hatte der Magistrat beschlossen, an die maßgebenden Stellen eme entsprechende Eingabe zu richten. Diesem Magistratsbeschluß wurde zugestimmt.— Weiter wurde über die am 15. November d. J. abgehaltenen Stadtverordnetenwahlen verhandelt. Die Wahlen der ersten und zweiten Abteilung wurden für gültig erklärt, die Beschlußfassung über die Wahl der dritten Abteilung wurde aus⸗ gesetzt.— Das Schulgeld für die städtische Rektoratsschule wurde für das Jahr 1916 in der bisherigen Höhe festgesetzt.
ra. Biedenkopf, 17. Dez. Auf dem Felde der Ehre fielen die beiden Brüder Karl und Heinrich Gerlach aus Niederdieten im jugendlichen Alter von 22 und 20 Jahren. 0
ra, Gladenbach, 16. Dez. Gerichtsvollzieher Mahrt 2 1 beim Uebertritt in den Ruhestand der Kronenorden 4. Klasse verliehen.
Frankfurt a. M., 17. Dez. Der Frankfurter Bezirksver⸗
bin Deutscher Ingenieure hat seine außerordentlich wertvolle
Bücherei der Freiherrlich Rothschildschen Bibliothek überwiesen und damit den Grundstock zu der ersten öffentlichen tech⸗ nischen Bücherei Deutschlands gelegt. Außerdem ver⸗ pflichtete er sich zur jährlichen Zahlung von 1200 Mk. für Neu⸗ anschaffungen. ö
Frankfurt a. M., 16. Dez. Die städtische Straßenbahn⸗ verwaltung hat bis jetzt 1108 Frauen in die verschiedensten Betriebe aufgenommen; etwa 800 davon versehen den Schaffnerinnendienst — Von 2200 eingezogenen Straßenbahnern starben bereits 156 den Tod auf den lachtfeldern.— Die vor etlichen Wochen in Frankfurt eröffnete Sammlung für das Rote Kreuz in Bulgarien ergab bereits rund 150 000 Mark.
Bad Homburg v. d. H., 17. Dezember. Im Alter von 58 Jahren starb hier der Gastwirt und erste sozialdemo⸗ kratische Stadtverordnete Homburgs, Georg Kappus.
fc. Gersfeld, 17. Dez. Der Hreistag beschloß der Kriegsfürsorgezwecken die Aufnahme eines weiteren Dar⸗
ehns von 400 000 Mk.
Aus dem Odenwald, 17. Dez. Bei Lichtenberg plant man die Errichtung eines Hindenburg⸗Steines. Das Mal soll zugleich ein Erinnerungszeichen an das Er⸗ holungsheim in Lichtenberg für verwundete deutsche Sol⸗ daten sein. 5
e. Wiesbaden, 17. Dez. Daß auch die Verhältnisse im deutschen Kur⸗ und Badeleben trotz der Kriegszeit Pienlt 9a und gesunde sind und sich gut entwickeln, dafür
ietet Deutschlands erstes Bad, die Kurstadt Wiesbaden, das beste Beispiel. Während im November 1914 hier an der amtlichen Meldestelle 4460 Kurgäste gezählt wurden, brachte der November d. J. 6265 Kurgäste her, mithin hat sich trotz der Kriegszeit der Fremdenverkehr wieder derart gehoben, daß die Zunahme allein in einem Monat een dem November 1914 rund 1805 Kurgäste beträgt. Die tägliche Zunahme an Kurgästen im November 1915 beträgt also 60 Personen. Seit Anfang des Jahres wurden hier 92 000 Kurfremde gezählt.
ul. Limburg, 16. Dez. Gestern abend sprach in der Deutschen Kolonialgesellschaft Dr. Paul Rohrbach über„Die russische Katastrophe.“ Der große Saal war überfüllt. — Bei der diesjährigen Haussammlung für die Waisen wurden 2022,82 Mk. gesammelt.
fc. WHassel, 17. Dez. Zu drei Wochen Gefängnis und einer Geldstrafe von 100 Mk. wurde die Milchhänd⸗ lerin Asmus von hier verurteilt, da sie an vier Tagen im Dezember Milch verkauft hatte, welche 1 40 Hundert⸗ teile Wasser enthielt. Ebenfalls zu 100 Mk. Geldstrafe wurde die Landwirtsehefrau Auna Zuschlag verurteilt, weil die von ihr in den Handel gebrachte Butker mit 22 v. H. Wassergehalt hergestellt war und so in den Handel ge⸗ bracht wurde. Wegen Betrugsversuch erhielt der Bäcker⸗
meister Sippe vom Schöffengericht eine Geldstrafe von
200 Mk., da die frischgebackenen Brote des Bäckermeisters Mindergewich von 20—70 Gramm hatten. sier
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Aniversitäts⸗Nachrichten. Frankfurt a. M., 17, Dez. Zum Vorsteher des Neuro⸗ logischen Instituts der Universität Frankfurt wurde Prof Dr. Kurt Goldstein, Privatdozent für Neurologie und Psychiatrie er⸗ nannt.
Gerichtssaal. N rei Aachen ch.) In dem Spi
eipzig, 16. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) In dem Spio⸗ nadeb rege Grünberg⸗Rosenfeld wurde am Abend das Urteil verkündet. Jeder der beiden Angeklagten wurde wegen versuchten Verbrechens im Sinne der 88 89 und 91 des Strafgesetzbuches zu 1 Jahr 4 Monaten 14 Tagen Gefängnis ver⸗ urteilt. Auf die Strafe wurden 4 Monate 14 Tage der Unter⸗ suchungshaft angerechnet. Der Reichsanwalt hatte 11 Monate Zuchthaus beantragt. Zugunsten der Angeklagten wurde berück⸗ sichtigt, daß der Schaden verhältnismäßig geringfügig gewesen sei.
wie die Engländer die deutsche 3ivilbevölkerung
in Duala gefangen nahmen.
Ueber das aller Ritterlichkeit spottende, hinterlistige Verhalten der Engländer nach der Besetzung von Deutsch⸗Kamerun(Sep⸗ tember 1914), das für die Kriegführung der„Gentlemen“ beson⸗ ders kennzeichnend war, berichtet nachträglich der in Duala ge⸗ faden enommene und nach vielen schmerzensreichen Monaten endlich freigelassene Zivil⸗Missionar von Duala, H. Stahl, in den beiden neuesten Heften der Umschau. Da es für die Duala⸗ Leute eine sinnlose Metzelei und Gefährdung der Frauen und Kinder bedeutet hätte, der schließlich von zwei Seiten kommenden 20—25 fachen Uebermacht der Engländer noch weiteren Widerstand zu leisten, wurde in Duala am 26. September die weiße Flagge gehißt, und zwischen 4 und 5 Uhr nachmittags kamen die ersten Engländer an Land. Zwei Tage später beraubte das englische Kommando die Deutschen in Duala mit List ihrer körperlichen Freiheit.„Ich selbst,“ schreibt der Missionar Stahl in seinem interessanten Bericht,„komme mir beim Rückblick auf jenen, 28. September wie blind vor. Ich hatte mir nämlich unsere Lage und das Verhalten der Engländer uns gegenüber nach der Besitz⸗ ergreifung Dualas etwa folgendermaßen vorgestellt: Die Sieger werden nicht nur sofort für Ruhe und Ordnung und für genügenden Schutz sorgen, sondern werden auch angesichts unsexer numerischen Schwäche uns nicht anders denn großmütig,„gentlemanlike“, und mit aller Rücksicht behandeln, schon um unserer gemeinsamen Hautfarbe willen, so daß den Eingeborenen die Kriegführung der Weißen gewissermaßen imponieren muß. Man wird uns selbstverständlich in keiner Weise hindern, unsere Missionsarbeit in Schule und Gemeinde und auf den zahlreichen Außenstationen nachzugehen und die Leute wieder zu sammeln, so daß in kurzer Zeit auch in dieser Hinsicht die Ordnung wiederhergestellt sein, wird.“ Aber schon am nächsten Tage sollten der Missionar und seine Landsleute erkennen, was die Engländer— einst das erste Bibel⸗ und Missionsvolk— heute sind:„Im Laufe des Vor⸗ mittags ging das Gerücht durch die Stadt, es sollen sich alle Deutschen zwecks Feststellung ihrer Personalien im Regierungs⸗ hospital melden. Ich ging gegen Mittag durch einige Straßen der Stadt, wobei mir auffiel, daß fast kein Deutscher mehr zu sehen war. Gegen 3 Uhr ging mein Stationsgenosse, Missionar Walther, in den Hospitalhof, um sich zu melden. Aber er kam nicht wieder, sondern schickte mir durch einen Jungen ein paar flüchtig geschriebene Abschiedsworte. Immer noch hielt ich's für ganz ausgeschlossen, daß man uns Zivilpersonen von Duala weg⸗ führen werde. Um aber näheres über die Lage zu erfahren, machten meine Frau und ich uns auf den Weg zum nahen Regierungshospital. Ich bat einen Engländer um Aufschluß über unsere angebliche Meldepflicht. Der erwiderte, wir hätten durchaus nichts zu befürchten, wir hätten nur unsere Namen anzugeben, dann könnten wir wieder nach Hause gehen.“ Ohne Verdacht zu schöpfen, schritten der Missionar und seine Frau durch die Bajonette der zahlreichen schwarzen Wachen zum Hoftor hinein, um ihre Meldung zu machen.„Aber wozu sind hier so viele unserer Landsleute versammelt? Und wozu stehen auch hier drinnen im Hof so viele schwarze Soldaten mit aufgepflanzten Seiten⸗ gewehren? Jetzt erst steigt ein leichter Verdacht in mir auf, daß man uns am Ende doch anders als„gentlemanlike“ behan⸗ deln könnte. Aber nein, das ist nicht möglich! Immerhin halte ich's für ratsam, mit meiner Frau wieder zum Tor hinaus zugehen, so lange es noch Zeit ist. Nun erst werden mir endlich die Augen geöffnet: Während uns nämlich beim Hereingehen die Soldaten völlig ignoriert hatten, fassen sie uns nun beim e wollen an den Armen, und einer droht mir, mich niederzuschießen, wenn ich noch einen Schritt weiter gehe. Keine Beschwerde, kein Bitten hilft. Ein englischer Offizier hört uns zwar an, zuckt aber nur die Achseln. Inzwischen kommen schwarze Wachen und stellen uns Deutsche alle in Marschreihen auf. Alles ist in großer Auf⸗ regung. Geschäftig eilen englische Unteroffiziere mit der Peitsche unter dem Arm hin und her. Mit hilflosen Blicken irren einige deutsche Frauen an den Reihen der Männer auf und ab. Schwarze Hausjungen stehen weinend, oder auch starr und erstaunt blickend, abseits; einigen gelingt es, ihren Herren wenigstens noch ein Paketchen mit Leibwäsche in unsere Reihen hereinzubieten. Die meisten von uns aber haben nichts, als was sie auf dem Leibe tragen; man hatte uns schmählich in eine Falle gelockt.
Vermischtes.
Eine Hungersnot auf den Salome⸗FInseln. Berlin, 16. Dez.(Privattel.) Der„Berl. Lokalanz.“ meldet aus Rotterdam: Der„Times“ wird aus Melbourne gemeldet, daß auf den Salomo⸗Inseln 4000 Eingebo⸗ rene infolge der Dürre verhungert sind. Ganze Dörfer seien entvölkert; niemand begrabe die Toten.
Feuersbrunst in einem Krankenhaus in Sosia.
Sofia, 18. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Um Mitter⸗ nacht brach infolge von Kurzschluß in dem nahe von Sofia gelegenen Alexander⸗Krankenhaus eine Feuersbrunst aus, der ein Seitengebäude zum Opfer fiel. Dank der werktätigen Hilfeleistung der Aerzte und des Sanitätspersonals gelang es, alle in dem Gebäude untergebrachten Verwundeten, mehr als 300, rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
Eine Läuse⸗Geschichte vom„alten Dessauer“ Da die Läuse jetzt in der Kriegszeit einen durchaus salonfähigen Gesprächsstoff bilden, darf man auch an eine Anekdote vom„alten Dessauer“ erinnern, die von diesen Tiorchen handelt. Ofen scheinen sie schon während des Siebenjährigen Krieges untrennbar vom Kriegersmann gewesen zu sein. Einst traf Leopold Fürst von Anhalt-Dessau, der bekanntlich preußischer Feldmarschall war, einen seiner Soldaten, der vor seinem Feldzelt saß und sorgfältigst seine Kleider musterte.„Kerl, was machst du da?“ rief er ihn an.— „Ich lause!“ antwortete der Soldat.—„Da tust du recht, mein Sohn! Aber so wirst du wohl nicht fertig werden! Hier hast du einen Taler, kauf' dir ein neues Hemd!“— Dies hörte ein anderer Soldat, der heimlich vorauseilte, sich eine Strecke weiter, wo Leopold ebenfalls vorbei mußte, niedersetzte und sich ebenso beschäf— tigte wie sein Kamerad. Der alte Dessauer merkte wohl die Ab- sicht, fragte aber dennoch den Soldaten:„Was suchst du denn so eifrig, Kerl?“—„Läuse!“ antwortete jener.—„Nun,“ antwortete
Leopold,„so gehe nur dort weiter hinauf. Da sitzt ein anderer Soldat, der hat welche!“
Briefkaften der Redaktion. Großmutter. Da in der Schule der Westanlage gleich⸗
zeitig eine Brotkartenausgabe eingerichtet ist, so wäre eine bessere Aufsicht über die Kleidungsstücke doppelt am Platze. Einen juristi⸗ schen Anspruch auf Wiederersetzung des gestohlenen Mantels ihres
Enkelkindes können Sie nicht erheben. Amtlicher Wetterbericht.
Meteorologische Beobachtungen der —— 2 2 2— Dez. 88 8 8 2 8 5 S8 8 S S 3 1915 8* 8 5 2 16%’[[[ Bew. Himmel 16%%% 0„ e%„ 1 1— 2, 3,7 94—— Bed. Himme 1 Höchste Temperatur am 15. bis 16. Dez. 1915= + 1,1 C. Niedrigste„ 15,„ Id,(ies. eee
Niederschlag: 0,0 mm. ——— 18 Letzte Nachrichten. Abzug der Ententetruppen aus.„ Budapest, 17. Dez.„Az Est“ berichtet aus Sofia! In⸗ formierte Kreise sind überzeugt, daß die Entente ihre Truppen [pätestens bis Ende des Jahres vom Balkan ent⸗ fernen wird. Die Niederlage der serbischen und der Entente⸗ truppen übt ihre Wirkung nicht nur auf Rumänien, sondern auch auf Rußland aus, das seine Truppen von der bessarabischen Grenze teilweise schon zurückgezogen habe. Die gefährdete Westgrenze Aegyptens. 5 Rotterdam, 17. Dez. Die anhaltenden Angriffe der Araber gegen die Westgrenze Aegyptens, worüber nach⸗ einander zwei amtliche englische Meldungen Einzelheiten mit⸗ teilen, machen England in Aegypten, das bisher seine Aufmerksam⸗ keit lediglich dem Suez⸗Kanal zugewandt hatte, einen Strich durch
Bericht die Mitteilung, daß die 12000 westlich von Matruh au Araber mit Kanonen und Maschinengewehren aus⸗ gerüstet gewesen seien, woraus sich die verhältnismäßig schweren Verluste der kleinen britischen Garnison(8 Tote und 38 Verwundete) erklärt. Die Westgrenze Aegyptens ist eine lange Linie, die ziem⸗ lich offen liegt, Nur in Fajun haben die Engländer eine Gar⸗ nison, neben einigen Verteidigungsposten der ägyptischen Küsten⸗ wache, aber im ganzen ist das langgestreckte Niltal gegen Ein⸗ brücher organisierter Beduinenbanden unverteidigt und überhaupt nicht zu verteidigen, ebenso wie das Tal, durch welches die Ver⸗ bindungsbahn mit Karthum und dem Sudan führt. Eine neue Reise Kitcheners nach Aegypten?
Berlin, 17. Dez. Aus London erfährt der Amster⸗ damer Berichterstatter der„Vossischen Zeitung“, daß Kit⸗ chener sich in allernächster Zeit nach Aegypten begebe, wo er die Oberleitung der Operationen übernehmen werde. — Gleichzeitig wird dem„Berliner Lokalanzeiger“ berichtet, die Flotte des Vierverbandes solle eine einheitliche Leitung bekommen und zum Oberbefehlshaber solle ein englischer Ad⸗ miral ernannt werden. 15
sten Sonntag einen Waffenstillstand beobachten wollen, damit die grie⸗ chischen Truppen, die sich noch in dem Operationsgebiet befinden, Gelegenheit haben, ihre Wahlpflicht auszuüben.(7) ö Die mobilisierte russische Industrie. 0 Stockholm, 17. Dez. Ein vernichtendes Urteil
hat der Ausschuß des Reichsrates über die rufsische
sogenannte mobilisierte Industrie gefällt, die be⸗
kanntlich Deutschland totsicher vernichten sollte. Eine vom Aus⸗
schuß angestellte sorgsame Untersuchung ergab nämlich, daß die in den sogenannten kriegsindustriellen Ausschüssen organisierten russi⸗ schen Industrien erstens viel höhere Lieferungspreise verlangen, welche die bisher üblichen wesentlich übersteigen, zweitens aber
kaum den zehnten Teil der von ihr übernommenen Aufträge zum
Termin ausgeführt haben. In seinem Bericht an die Landes ver⸗ teidigungskommission führte der Ausschuß aus, die bisherige Tätig⸗ keit der mobilisierten russischen Industrie werde von den weitesten Gesellschaftsschichten und ernsten Industriellen selbst einmütig ver⸗
die Rechnung. Höchst verblüffend wirkte im gestrigen amtlichen
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urteilt.— Was werden nun die Herren Gutschkow, Morosow, 1 * 8
Rjabuschinski und all die anderen sagen, die so oft verkündet haben, die deutschen Heeresmassen würden an der mobilisierten russischen Industrie zerschellen?. Der 70. Geburtstag des Geheimrats v. Bode. Berlin, 17. Dez. Dem Generaldirektor der Königlichen
Museen, Geheimrat von Bode, ist laut„Berliner Tageblatt“
seinem 70. Geburtstag vom Herzog von Braunschweig das worden. Bode ist gebürtig aus Braunschweig.
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Seliesteste OHeihhach ges chene
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Salem Gold
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Wetteraussichten in Hessen am Samstag, den 18. Dez. 1915: unehmende Ve wöltung neeist trocken, etwas wärmec.
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Verdienstzeichen für Kunst und Wissenschaft in Gold verliehen
alem Aileinum
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