Ausgabe 
(16.12.1915) 296. Erstes Blatt
Seite
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. Frenzel und Zo

deklamatorische Teil des

st a a f bnerbalb des Deutschen Reiches

Noch immer sind

1

tsrech

.[lun Elsaß⸗Lotryringens b Deutschen Reich Gers 55 bisher zu gestalten ein werde. Bei Beginn der. gab der Stellvertreter Reichskanzlers folgende Erklärung ab: Es ist 1 daß die Entwicklung der Verhältnisse in Elsaß⸗Lothringen Zweifel darüber hat entstehen lassen, ob der bisherige staats rechtliche Zustand in den Reichslan nach dem Frieden aufrecht zu erhalten sei. Diese Frage ist auch in der Presse schon wiederholt erörtert worden. Auch in den Besprechungen, die der Reichskanzler aus anderen An⸗ lässen mit den leitenden Ministern der einzelnen Bundesstaaten habt 11 5 ist diese Frage berührt worden. Diese gesprächsweise Beha ung derselben hat indessen zu einem bestimmten Pro⸗ amm nicht geführt. Auch die Regierung des führenden Bundes⸗ lagtes ist zu einer Entscheidung darüber, ob und in welcher Weise ieses Problem in Angriff genommen werden solle, noch nicht gelangt. Der Bundesrat ist mit dieser Frage überhaupt noch nicht befaßt worden. Ich bin daher nicht in der Lage, zu dieser Frage namens des Reichskanzlers oder der verbündeten Regierun⸗ gen Stellung zu nehmen. 1 Weihnachtsgrüße des Königs von Württemberg. Berlin, 16. Dez. Das württembergische Kö⸗ gigspaar hat den im Felde stehenden württembergischen Truppen seinen Weihnachtsgruß entboten. Der Gruß des Königs lautet verschiedenen Morgenblättern zufolge: meine tapferen Truppen fern von der Sie aber wenn die Gedanken noch so sehr sich bei den ieben zu 19 05 befinden, die mit Sehnsucht ihrer Männer, Brüder und Söhne gedenken ein jeder weiß, daß er durchhalten und Opfer ertragen muß, bis ein frohes und schönes Wiedersehen nach ehrenvollem Frieden winkt. Daß dies bald sein möge, erbitten wir von Gott. Und ich bin ewiß, daß alle so denken und empfinden. Einem jeden Krie er im Felde sende ich meinen landesväterlichen innigen Gru 10

5*

Berlin, 15. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Der Haupt⸗ ausschuß des 5 faßte über eine Reihe von An⸗ trägen Beschluß. Es wurden Entschließungen der verschiedensten Parteien gefaßt über Kriegsmaßnahmen, wie Kriegsunterstützungen, Höchstpreise, Butterkarten und an B in

eichsversicherungsordnung von auf 65 Jahre. 7 eln 16. Dez. Eine außerordentliche Hauptver⸗ sammlung der Landwirtschaftlichen Zentral⸗ genossenschaftskasse für Deutschland in Berlin erhob gestern den Antrag der Verwaltung, das Aktienkapital von 10 auf 20 Millionen Markt zu erhöhen, zum Beschluß. Die Begründung des 9 0 beleuchtete die Kriegsarbeit der aiffeisengenossenschaften. 5 1

8 iin, 15. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) DemVorwärts folge sind von der sozialdemokratischen Fraktion 65 Mitglieder für die Bewilligung der neuen Kreditvorlage von zehn Milliarden Mark und 41 dagegen. 5

München, 15. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Das stell⸗ vertretende Generalkommando des 1. bayerischen Armee⸗ korps hat ab 16. Dezember für München das Verbot der Milchbeigabe in Kaffeehäusern usw., nach⸗ dem jetzt der Magistrat den Milchverbrauch Münchens ge⸗

vegelt und dabei die Verwendung kondensierter Milch für die Kaffeehäuser genehmigt hat, aufgehoben.

erwarten unsere Angehörigen den regelmäßigen eingang des heimat⸗ blattes. Um eine Unterbrechung in der Zustellung zu vermeiden, wolle man

den feldpost/Bheæug

des Gießener Anzeigers für das nächste vierteljahr(CJan.⸗febr.⸗arz)

schon jetzt erneuern

Alle Postamter nehmen dic Bestellung entgegen. der vierteljahrs⸗ Bezug be⸗ trägt Ik. 3.50 einschlicßlich der Um⸗ schlag⸗bcbuhr. Außerdem vermittelt dic Bestellungen wie bisher auch dic

Geschäftsstelle des Gichener Anzeigers

Aus Stadt und Cand. Gießen, 16. Dezember 1915.

* Auszeichnung. Dem Obermatrosen Josef Fegbeitel wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen. * Amtliche Personalnachrichten. Das Ehren⸗

zeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen

an Georg Keiser, Peter Jooß, Heinrich Siegel, Peter Winnewisser, Johann Gottfr. Siegel, Ludwig Schlegel, Georg Michel, Ferdinand Diemer., Josef Salomon und Leonhard Heilmann II., sämtlich von Neckarsteinach.

Schlachthofsdirektor Dr. Modde geht auf acht Tage zur Teilnahme an einem Demonstrationskursus über Kriegskrankheiten bei Pferden und Rindern nach Han⸗ nover. Der Kursus wird von Anatomieprofessor Dr. Miesner abgehalten, der auf den Kriegsschauplätzen gewirkt hat und von dort gutes Unterrichtsmaterial nach Hannover hat bringen lassen. Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: In der morgigen Lustspielneuheit, die eine sehr figurenreiche Personenliste aufweist, ist fast das gesamte Personal mit Hinzuziehung einiger Hilfskräfte beschäftigt. Die größeren Rollen liegen in den Händen der Damen Rubens, Burghoff,

0 ndervan und der Herren Theiling, Goll, Twor⸗ jowski, Hellmuth, Steinhofer, Eugens und Stettner. Die Spiel⸗ leitung 5 7 Direktor Steingoetter inne. 5

* Mu sikalisch⸗deklamatorischer Abend. Es ser

nochmals darauf hingewiesen, daß der vom Allgemeinen Deutschen

menverein Ortsgruppe Gießen zum besten der hiesigen riegerfrauen angesetzte Vortragsabend heute, 8 Uhr, im Saale des Gesellschaftsvereins(Sonnenstraße) stattfindet. Der . 0 Abends bringt nur Werke hessischer Dichter zu Gehör. Als Mitwirkende sind Frau Dworkowski, Frau

Fer ane e e dene en dl apfel, Fräulein Ingrid Lakers,

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55

* Hofkünstler Strack⸗Bellachini aus Marburg wird an den Weihnachtsfeiertagen und am 1. und 2 Januar im Cafs Leib Vorstellungen veranstalten.

r Ueberführung von Leichen gefallener oder im Felde gestorbener Kriegsteilnehmer Für die Heimbeförderung von Leichen gefallener oder im Felde gestorbener Kriegsteilnehmer werden von den An⸗ gehörigen bei den Eisenbahnverwaltungen häufig Anträge auf Frachtermäßigung gestellt. Es wird deshalb darauf hin⸗ gewiesen, daß der für das Vaterland Gefallene am ehren⸗ vollsten im Soldatengrab ruht, inmitten seiner Kame⸗ raden, mit denen er stritt und fiel und deren Ruhe nicht um Eines Willen gestört werden darf. Dort haben Kameraden⸗ hände an vielen Grabstätten bereits harmonisch wirkende Anlagen geschaffen, die erhalten bleiben sollen. Unter Wür⸗ digung dieser Verhältnisse darf angenommen werden, daß die Rückführung von Leichen Gefallener auf Ausnahme⸗ fälle beschränkt bleibt. Um die Rückführung von Leichen auch in diesen Fällen nach Möglichkeit bis zur Beendigung des Krieges zurückzustellen, wird auf diejenigen Leichen⸗ sendungen, die erst nach dem Kriege aufgegeben und be⸗ fördert werden, während eines angemessenen, später fest⸗ zusetzenden Zeitraums eine Frachtermäßigung von 50 Proz. gewährt. Während des 2 ist für die Leichenbeförde⸗ rung die volle tarifmäßige Fracht zu entrichten.

* Neue Maßnahmen zur Verhütung un⸗ mäßigen Alkoholgenusses beim Feldheer e sind von zuständiger Stelle teils getroffen, teils beabsichtigt, wie aus einem uns zur Verfügung gestellten Schreiben des Chefs des Feldsanitätswesens aus dem Großen Haupt⸗ quartier vom 16. 10. 15 an ein hervorragendes Mitglied unseres Vereins hervorgeht: 1. Die Abgabe von alkoholi⸗ schen Getränken an Heeresangehörige im Felde ist in der Weise geregelt, daß die Ausgabe stärkerer alkoholi⸗ scher Getränke verboten ist, ausgenommen in Fällen, wo sie ärztlicherweise für erforderlich erachtet wird. Bemerkt sei hierbei ausdrücklich, daß die Heeresverwaltung nicht auf dem Standpunkt steht, daß stärkere alkoholische Getränke einen Schutz gegen ansteckende Krankheiten gewähren. Ge⸗ stattet sind leichter, unverfälschter Landwein und Bier. 2. Als Liebesgaben werden zwar von den Liebesgaben⸗ annahmestellen ebenfalls stärkere alkoholische Getränke ge⸗ sammelt. Die Annahmestellen dürfen jedoch bestimmungs⸗ gemäß den Feldtruppen nur leichten Wein und Bier zu⸗ führen; ihnen abgelieferte stärkere alkoholische Getränke müssen von ihnen den Lazaretten überwiesen werden und können hier an Stelle von Medikamenten Verwendung finden. 3. Vor dem Versand alkoholischer Getränke in Feldpostpaketen an die Truppen im Felde ist schon im Juni d. J. durch das Ministerium des Innern öffentlich

ewarnt. Es wird beabsichtigt, diese Warnung weiter fort⸗ aufend veröffentlichen zu lassen, um ihre Wirksamkeit noch zu erhöhen. 4. Den Truppen werden sehr große Mengen Mineralwasser zugeführt, teils als Liebesgaben, größtenteils aber aus hinter der Front eingerichteten, im Betriebe der Etappen befindlichen Mineralwasserfabriken. So stellt Etappe 6 täglich allein über 100000 Flaschen Wasser her. 5. Alkoholfreie Getränke und Fruchtsäfte werden den Truppen als Liebesgaben, letztere auch im Ver⸗ pflegungssatz, in reichem Maße verabfolgt. 6. Die Benutzung von Firmen⸗Reklame⸗Postkarten in Lazaretten, insbesondere von solchen von Branntwein⸗ und Likörfabriken, wird vom Feldsanitätschef streng gemißbilligt. Schritte, diese Unsitte abzustellen, sind eingeleitet.

Landkreis Gießen.

gt. Muschenheim, 16. Dez. Aus der hiesigen Gemeinde und Hofgüll stehen zurzeit 115 Mann unter den Waffen. Der hiesige Ortsausschuß vom Roten Kreuz hat nun jedem ein Werh⸗ nachtspaket geschickt. Hierzu gab die Sparkasse 50 Mk., der Konsumverein 40 Mk., der Kriegerverein 50 Mk., der Gesang⸗ verein 20 Mk., Oekonomierat Hoffmann, Hofgüll, 10 Mk. und Frau Schutt, Gießen, früher Neumühle, 4 Kistchen Zigarren. Das Weihnachtsgebäck, das doch hierbei nicht fehlen durfte, wurde von Frauen und Mädchen hergestellt; die Sammlung hierzu im Dorfe ergab 123 Eier, 12 Pfund Mehl, 6 Pfund Butter, 26 Pfund Zucher und 2.74 Mark an Geld. An das Kreiskomitee wurden abgelie⸗ fert 34 Paar Handschuhe, 1 Faß Gurken, 2 Töpfe Senfgurken, 2 Zuber und 2 Töpfe Honig, 2 Körbe Aepfel, 30 Wirsing und 1 Sack Karotten.

SBeuern, 15. Dez. Gefreiter Wilhelm Arnold vom Landwehr⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116 erhielt die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille.

. Kreis Büdingen. b

PNidda, 16. Dez. Unter Beteiligung von Vertretern aller oberhessischen Bezirksverbände fand hier eine vom Bezirksverband Büdingen⸗Schotten einberufene Hand⸗ werkerversammlung statt, die sich mit dem engeren Zusammenschluß der Handwerker beschäftigte. Hauptlehrer Mockenhaupt⸗ Büdingen sprach in längerem Vortrage überDie Bedeutung und Notwendigkeit des handwerk⸗ lichen Zusammenschlusses in der Provinz Oberhessen. Den fesselnden Ausführungen folgte eine längere Besprechung,

in der sich nahezu alle Redner für die geplante Organi⸗

sation aussprachen. Ein aus der Mitte der Versammlung gebildeter Ausschuß übernahm die Vorarbeiten zur Ver⸗ wirklichung des Planes.

ib Heegheim, 16. Dez. Den Königl. Bayrischen Miltär⸗ Verdienstorden mit Schwertern und die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille erhielt der Leutnant d. Res. Heinz Carl im 1. Bayr. Ulanen-Regiment(Kaiser Wilhelm II.).

A Echzell, 15. Dez. Nach langem schweren Leiden starb der Sohn des hiesigen Pfarrers, Karl Strack, Abiturient des Gymnasiums zu Laubach und freiwilliger Krankenträger im Re⸗ servelazarett zu Friedberg. 5 5

Rodenbach, 15. Dez. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Musketier Will im Inf.⸗Rgt. 117.

5 1 815 Alsfeld. 88, Aus dem Vogelsberg, 16. Dez. Neben dem Karbid⸗ licht 1 85 5 sich auf dem Lande die Spirituslampe nur zögernd ein, obgleich sie dem ersteren entschieden überlegen ist. Wohl kostet der neue Kriegsbrenner zur Spirituslampe bei seiner trefflichen Konstruktion nur 4 Mark, aber die zu einer solchen Lampe nötigen Nebenteile, wie Zilinder, Glühstrumpf, Einfüllkännchen u. dgl. kosten auch noch einmal nahezu 4 Mark. Und das ist zu teuer! Wenn man für einen Zilinder 60 Pfg. bezahlen muß, den man sonst für 25 Pfg. kauft und für ein Glühstrümpfchen statt 60 Pfg. 90 Pfg., so wird damit an den Franzen geschnitten, was am Hauptteil geschont ward. Gerade so geht es mit dem Spiritus. Noch immer kann man in den Dörfern keinen Spiritus, die Liter⸗ flasche zu 45 Pfg., bekommen. Wo Spiritus vorhanden ist, da kostet die Flasche ohne Glas 60 Pfg., weil sie noch alten Spiritus ent⸗ hält. Das sind Hemmschuhe für ein Beleuchtungsmittel, das ihre Beseitigung verdient. 0

Von der Ohm, 16. Dez. Um diese Zeit haben wir noch

niemals hier im Talgrunde oder im Felde Schwärme von Staren];

gesehen wie jetzt. Vielleicht hat die überaus milde Witterung im Dezember, die in voriger Woche sogar 11 Grad R. betrug, die Stare zurückgehalten. Vielleicht kann aber auch hier der Weltkrieg mitsprechen. Die Stare halten sich sonst um diese Zeit in der Rheintiefebene auf. Dort kann aber wohl der Kanonendonner hörbar sein.

Aus dem Ohmtal, 16. Dez. Niemals war das Christ⸗

kündchen guß dem Lande so gabenreich wie in diesem Welttrieg. 5 I. Blatt 8%

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i will zurfblerben in dem schönen Wetteiser, den Krie⸗ 1 55 1 Felde eine Weihnachtsgabe zu bescheren.. all herrscht ein edler Sinn im Geben fütr unsere Feldgrauen. e eine Gemeinde zahlt in Geld jedem Wehrmann sein Christkindchen, damit die Angehörigen das Wünschenswerteste kaufen können, die andere bringt in Gaben dar, was jeden Kämpfer erfreuen kann. Keine Gemeinde bleibt zurück im Geben und im Schenken.

Kreis Schotten. i Götzen, 15. Dez. Fürs Vaterland starb der Gefreite Thiedemann im Res.-Inf.⸗Rgt. 125 f 4 u. Ober⸗Lais, 16. Dez. In den letzten Tagen war man in ae Gemeinde fleißig an der Arbeit, um den im Felde stehenden Gemeindegliedern durch Zuwendung eines Paketes eine rechte Weihnachtsfreude zu machen. Auf Anregung des Ortsgeistlichen spendeten die Gemeinde und der Kriegerverein für die Weihnachtssendung namhafte Beträge. Außerdem wurden an freiwilligen Gaben über 200 Mark gespendet, so daß über 400 Mk. zur Verfügung standen. So konnte allen Gemeindeglie die draußen im Feindesland stehen oder verwundet in einem Lazarett liegen, ein inhaltsreiches Paket zugesandt werden. Jedes Paket

20 Zigaretten, 1 Paket Briefpapier, 2 Bleistifte, 1 Zigarrenspitze, 1 Wurst, 1 Tafel Schokolade, Weihnachtsgebäck, Nüsse, Aepfel, Heftpflaster, 3 Kerzen, 1 Taschentuch und 1 Paar Filzsohlen. Als besondere Gabe der Kirchengemeinde lag außerdem noch jedem Paket ein Weihnachtsgruß bei. In dem zu unserer Pfarrei ge⸗ hörenden Nachbarort Glashütten wurden ebenfalls Weihnachts⸗ pakete mit dem gleichen Inhalt wie bei den hiesigen Paketen ins Feld gesandt.

qu. Glashütten, 16. Dez. In den Kämpfen in Galizien fand kürzlich der Musketier Mourdier im Res⸗Inf.⸗Regt. 224 den Tod fürs Vaterland. Er ist das sechste Kriegsopfer in unserer

Gemeinde. g Kreis Friedberg. Ab Fauerbach, 15. Dez. Die Hessische Tapferkeits medaille erhielt der Vizefeldwebel Walther.

Starkenburg und Rheinhessen. Offenbach, 16. Dez. Oberleutnant der Reserve Wilhelm Klingspor aus Offenbach a. M. vom Infanterie⸗Regiment

Hessen⸗Nassau.

Marburg, 16. Dez. In einer heute im Pfeifferschen Saale abgehaltenen, zahlreich besuchten Versammlung des land⸗ wirtschaftlichen Vereins, wies der Direktor der land⸗ wirtschaftlichen Versuchsstation zu Harleshausen, Prof. Dr. Hasel⸗ hoff, in einem ausführlichen Vortrag auf die Schwierigkeiten hin, mit denen die Landwirtschaft seit dem Kriegsbeginn zu kämpfen hat. Besonders minderwertig seien die Futtermittel und der Kunstdünger, bei welchen Fälschungen vorkämen, die jeder Be⸗ Wm. Kirchhain, 16. Dez. Am 22. d. M. findet hier eine Sitzung des Kreistages statt. Neben Wahlen zu ver⸗ schiedenen Kommissionen sollen in der Sitzung die erforderlichen Mittel zur Unterhaltung der Landwege im Jahre 1918 bewilligt werden. Weiter werden dem Kreistag in dieser Tagung ein Ent⸗ wurf zum Ausbau des Landweges NeustadtWasenberg und ein Kaufvertrag wegen Abtretung einer Grundstücksfläche an die Eisen⸗ bahnverwaltung vorgelegt. Der Kreis Kirchhain will sich dem Zentral-Arbeitsnachweis in Marburg anschließen; die hierfür er⸗ sorderlichen Mittel werden angefordert werden. Zur Deckung der Unterstützungen, die an Familien der in den Kriegsdienst ein⸗ berufenen Mannschaften zu zahlen sind, soll die Aufnahme weiterer Darlehen beschlossen werden.

kommunalkasse für 1913 geprüft und festgestellt werden. ra. Hartenrod bei Gladenbach, 16. Dez. Karl Rink von

hier starb den Ghrentod für das Vaterland.

Ta. Inf.⸗Regt. 35) wurde schwer verwundet gemeldet.

Frankfurt a. M., 16. Dez. Vor einem hiesigen Polizeirevier feuerte in der letzten Nacht der felwein⸗ wirt Josef Stein mehrere Schüsse auf sich. Er starb kurz nach seiner Einlieferung in das städtische Kran. Beim Umsetzen von Straßenbahnwagen in der Station Eckenheim geriet der Schaffner Andreas Platt zwischen

fügten.

* Frankfurt a. M., 15. Die äftsleitung desNeuen Theaters 12575 den Ku stler 11 3 vom 1. Oktober ab wieder volle Gehälter.

Frankfurt a. M., 16. Dez. Zur Erinnerung an den um die Förderung der meteorologischen Wissenschaft hoch⸗ verdienten jetzt verstorbenen Professor Eugen Hart⸗ mann planen die hiesigen wissenschaftlichen Vereine die Er⸗ richtung eines Eugen⸗

und erhält seinen Platz auf dem Gelände des Taunus⸗Obser⸗ vatoriums auf dem Kleinen Feldberge. Der Frankfurter Verein für Luftschiffahrt stiftete als Grundstock 500 Mk.

die Zinsen für Spareinlagen vom neuen Rechnungsjahr ab wie

37 Prozent, für gesperrte Einlagen von 3 auf 4 Prozent.

hiesigen Lazaretten liegenden verwundeten Krieger.

ul. Limburg, 15. Dez. Die umfangreichen Instandsetzungs⸗ arbeiten, verbunden mit verschiedenen Neueinrichtungen der hiesigen evangelischen Kirche sind in

endigt sind und dann der Gottesdienst wieder in der Kirche abgehalten werden kann. Die vom Vaterländischen Frauenverein ab⸗ gehaltenen beiden Konzerte haben einen Reinerlös von 669 Mk. erbracht. Der Betrag dient wohltätigen Zwecken.

Vermischtes. 0 Würzburg, 15. Dez. Bei dem Neubau des Unter-

acht Arbeiter in die Tiefe; fünf davon wurden die übrigen drei erlitten leichtere Verletzungen.

* Gleiwitz 15. Dez.(WTB. Nichtamtli 2 Infolge Tren⸗ nung des Zuges berunglückte der Güterzug 8854 gestern nach⸗

schwer verletzt worden; der Materialschaden ist Störung wird voraussichtlich länger als 24 Stunden

Ursache des Unfalls ist noch nicht geklärt.

eiche, wie sie bei uns in ähnlichem Umfange nur in der Nähe von fällt. Sechs Arbeiter hatten, wie dieHolzwelt berichtet, mit dem Durchsägen des unteren Stammendes drei Tage zu tun. Der Stamm, der nur 3,50 Meter hoch war, hatte unten einen Durch⸗ messer von 2.50 Meter. Der Besitzer der Eiche erhielt für die 23 Festmeter Nutzholz, die der Stamm samt den drei ersten Ast⸗ teilen lieferte, die Summe von 920 Kronen.

enthielt folgende Gegenstände: 1 Pfeife mit Tabak, 10 Zigarren,

Kaiser Wilhelm Nr. 116 erhielt das Eiserne Kreuz 1. Klasse.

Weiter soll die Rechnung der Kreis⸗

Wilsbach, 15. Dez. Heinrich Hankel 8. Komp. Res.

folgt erhöhen: für jederzeit abhebbare Einlagen von 33% auf

Diez, 16. Dez. Die Gefangenen der hiesigen Strafanstalt 5 sammelten aus ihren Arbeitslöhnen 130,71 Mark für die in den

mittag gegen 4,50 Uhr in der Kilometerstation 1604 der Nebenbahn 1 Ornesche Gleiwitz. Ein Hilfsschaffner ist getötet, ein anderern

Eine Rieseneiche in Oesterreich. Eine Riesen⸗

Leipzig sich befindet, wurde unlängst in Kittlitz in Oesterreich ge⸗ f

die Puffer, die ihm lebensgefährliche Quetschungen zu

i Hartmann⸗Gedächtnis⸗ baus. Das Gebäude soll wissenschaftlichen Zwecken dienen

ra. Weilburg, 16. Dez. Unsere Kreissparkasse wird.

ö uche letzter Zeit derart vor⸗ geschritten, daß voraussichtlich zum 1. März 1916 alle Arbeiten be⸗

fränkischen Krüppelheims stürzte das Gerüst ein und riß J schwer verletzt,

Personenverkehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. Die dauern. Die 8