Ausgabe 
(16.12.1915) 296. Erstes Blatt
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Nr. 206

Der Glehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; weimal wöchentl. Kxeis⸗ latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäits stelled l Adresse für Drahtnach- richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher.

Erstes Blatt

465. Jahrgang

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General. Anzeiger für Oberhessen

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr.7. Beck, sämtlich in Gießen,

donnerstag, 16. Dezember 1015

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Griechenland verhält sich weiterhin neutral. Die Antwort OGesterreich⸗Ungarns an Amerika.

Sc.) Großes Hauptquartier, 15. Dezember.

(Amtlich.)

* Westlicher Kriegsschauplaß.

1 An der Front hat sich nichts von besonderer Wichtigkeit ereignet. a Ein am 12. Dezember auf der Höhe von La Panne auf Grund geratener englischer Dampfer wurde gestern von unseren Fliegern mit beobachtetem Erfolg angegriffen.

Der Feind, der mehrere Flugzeuggeschwader gegen Ba⸗ paume⸗Peronne nach Lothringen, auf Müllheim(Ba⸗ den) angesetzt hatte, büßte im Luftkampf oder durch Feuer unserer Abwehrgeschütze vier Flugzeuge, darunter ein Großflugzeug mit zwei Motoren, ein. 8

Oestlicher Kriegsschauplab. Nichts Neues. Balkan-Kriegsschauplaß.

Südwestlich von Pleylje ist der Feind über die Tara und weiter östlich über die Linie GrabBrodarevo zurück⸗ geworfen. Mehrere hundert Mann wurden gefangen ge⸗

nommen Oberste Heeresleitung. E

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Es liegt zwar eine unverbürgte Meldung aus Lyon vor,

daß die bulgarischen Truppen bereits die griechische Grenze überschritten hätten, allein es wird sich ei um eine französische Sensationsmache handeln. Vorläufig haben die Bulgaren an der Grenze Halt gemacht. Durch die Presse geht heute eine längere Auslassung des bulgarischen Arbeits⸗ ministers Petkow, der einem Vertreter der Presse gegenüber erklärt haben soll, Bulgarien wolle alle Rücksichten auf Griechenland nehmen, da es keineswegs ein Interesse daran habe, griechisches Gebiet zu besetzen. Immerhin könnte der Fall eintreten, daß Deutschland und Oesterreich⸗Ungarn die Bulgaren aufforderten, an dem weiteren Feldzug gegen die sich in Saloniki verschanzenden Feinde teilzunehmen, und Griechenland könne nicht wohl erwarten, daß auf die Dauer das Verbleiben der Engländer und Franzosen in Saloniki geduldet würde. Das ist 1 der Sinn der Ausfüh⸗ rungen dieses bulgarischen Ministers, und man darf wohl daraus folgern, daß in erster Linie Deutschland und Oesterreich⸗-Ungarn mit Athen über die kommenden Ereig⸗

nisse verhandeln. Von der anderen Seite verlautet, Griechen⸗⸗

land wolle den Truppen der Zentralmächte den Weg frei⸗ ben und sich in die sich entwickelnden Kämpfe nicht ein⸗ fassen. Damit würde Deutschland und seinen Waffengefähr⸗ ten dasselbe Recht erteilt werden, wie Frankreich und Eng⸗ land. Die feindlichen Mächte sollen ferner sich weitere Garantien verschafft haben, daß sie in Saloniki schalten und walten können, wie es ihnen beliebt. Ueber die Be⸗ deutung dieses Hafenplatzes geben wir aus der Feder eines Sachkundigen an anderer Stelle eine Darlegung wieder. Die ganze Lage ist für die Franzosen und Engländer so peinlich und unglücklich wie nur möglich. Trotzdem wer⸗ den von dieser Seite noch hochtrabende Ergüsse in die Welt geleitet. Nur aus dem nachstehend abgedruckten Herzensschrei desTemps kann man ungefähr entnehmen, wie die Sachen wirklich stehen. Dieser Artikel ist ein rechtes Angstprodukt, und die Griechen, die noch ein letztes Mal so dringend und inbrünstig um ihre Hilfe angefleht werden, werden sicherlich lachen über diese französische Kunst, die Interessen anderer zu beleuchten. Nur wird König Konstantin vermutlich aus einer reineren Quelle schöpfen, was er an Beratungen und Vorstellungen noch braucht.

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Der österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen hat auf die schroffe Note des Präsidenten Wilson prompt und schlagend erwidert. Dievorläufige Antwort war nötig, da der Ton des Amerikaners und derungewöhnliche Weg, auf dem er seine Ansprüche durchzusetzen sich bemühte, die Welt überraschen und das Ansehen unseres Verbündeten hätte verletzen können, wenn dieser nicht schnell Worte der Abwehr gefunden hätte. Herr Burian führt dem Präsidenten Wilson zunächst zu Gemüt, daß er sein ungestümes Verlangen sehr unzulänglich begründet habe. Es wurden keine Zeugen mit Namen aufgeführt, und Herr Wilson hat sich nicht darüber ausgesprochen, warum er diesen Zeugen mehr Glauben schenkt als dem Kommandanten eines österreichisch-ungarischen Kriegsschiffes. Man kann aus dem Schluß des ersten Ab⸗ satzes der nachfolgend wiedergegebenen Note Burians ent⸗ nehmen, daß die maßgebenden Stellen in Wien keinesfalls gesonnen sind, sich unter dem Druck des Washingtoner Kabi⸗ netts zu beugen, wenn auch die Bereitschaft erklärt wird, in eine Erörterung des Falles derAncona einzutreten.

Die österreichisch⸗ungarische Note hat mehrere Gegen⸗ vorstellungen an die Herren in Was 150 gerichtet. Sie verweist Herrn Wilson auf den korrekten Weg, den er durch einfache Berufung auf Auseinandersetzungen mit Deutschland verlassen hatte. Oesterreich⸗Ungarn will seine eigene, ungekürzte Auseinandersetzung mit dem Weißen

sause haben. Nicht als ob ihm die Aktenbogen Wilsons an ich ein großes Wohlgefallen darböten; es ist ein zweifel⸗ ster Genuß, die amerikanischen Theorien noch einmal in weiter Auflage genießen zu müssen. Allein Herr Burian 18 gewichtige praktische Gründe an. Er beansprucht, Oesterreich⸗Ungarn in all den unerquicklichen Erörte⸗

rungen seine volle Selbständigkeit gewahrt wird, und indem er den dampfenden Topf Wilsons zurück weist, begehrt er, ffee und Milch sich selbs

mischen zu dürfen; er läßt durchblicken, daß es bei aller Freundschaft zu Deutschland noch keine ausgemachte Sache ei, ob Oesterreich-Ungarn den Kaffee ebenso schwarz lieb: wie der deutsche Reichskanzler und seine politischen Räte. Der amerikanische Präsident wird den Politikern in Wien ihre einfachsten Menschen- und Diplomatenrechte nicht ver weigern können, nämlich ihre eigene Rechtsauffassung. Ob aus der amerikanisch-österreichisch-ungarischen Besprechung neue Gesichtspunkte und Aufschlüsse über das Recht der Seekriegführung sich ergeben können, dies muß abgewartet werden, bis Präsident Wilson die Kanne von neuem gefüllt und überreicht haben wird.

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* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.

Wien, 15. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 15. Dezember. 5

Russischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Freignisse.

Italienisa e Kriegsschauplatz.

Die Lage ist unverändert.

Südöstliche r Kriegsschauplatz.

Die von Plevylze aus vordringenden österreichisch⸗ ungarischen Streitkräfte des Generals v. Köveß haben gestern auch die montenegrinischen Stellungen südlich der Brana⸗-Gora in ganzer Breite genommen. Eine Kolonne drang in der Verfolgung bis an die Tara ⸗Schlucht vor und zersprengte bei Glibaci ein feindliches Bataillon, andere Truppen kamen bis Grab Auf den Höhen unmittelbar östlich von Berane stehen nebft unseren Abteilungen auch Moslims und Albaner gegen die Montenegriner im Kampf.

Die Zahl der gestern eingebrachten Gefangenen: 340 Soldaten und 150 Wehrpflichtige.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Saloniki eine Festung?

Ein Balkanke ener schreibt uns:

Das Reuterbureau läßt einen englischen Offizier aus Griechisch⸗Mazedonien berichten, Saloniki sei in eine wahre Festung mit vielen vorgeschobenen Schanzwerken verwan⸗ delt, die 0 sei durch die Flotte gesichert, die das Meer freihalte und die Stellungen der Alliierten beschütze. Diese Meldung ist ein Bluff, durch den wohl kein Bulgare sich abschrecken läßt, den Vardar hinabzumarschieren. Sie ist ein Bluff in den Augen eines jeden, der Saloniki, dessen Lage und dessen örtliche Verhältnisse kennt. Diese Stadt kann in sechs bis acht Wochen nie und nimmer in eine Festung umgewandeft werden. Dafür ist in der Umgebung 1 nicht der Boden vorhanden. Das flache, sumpfige Mün⸗ ungsgebiet des Vardar würde ungeheure Trockenlegungen, Betonbauten und Zernierungsarbeiten nötig machen, die sich kaum in ein bis zwei Jahren durchführen ließen. Die Hafenanlagen, ein Werk des Franzosen Barlinel und seiner Société du Port de Salonique, die sich im Westen der Stadt den aufgefüllten Ufern entlang ziehen, sind schon für die Friedenszwecke ungenügend. Einer kämpfenden Flotte bieten sie, zumal während der Stürme, die von November bis April toben, keinen Schutz. Nach den vorliegenden unge⸗ schminkten und zuverlässigen Nachrichten haben die Vier⸗ verbändler außer ihren eigenen Postämtern(zum Zwecke der Lügenfabrikation) bis jetzt nur einfacheKriegslager in Saloniki angelegt und zwar die osen in 5 behenden, aber nicht sehr gründlichen Betriebsamkeit gleich zwei Lager für sich, eines am Hafen, das andere in der Nähe des kleinen Kap von Karaburun. Dort wurde auch der französische Flugplatz errichtet. Vom Landungsplatz her leg⸗ u Entente⸗Pioniere ein eigenes Geleis. Aber weiter kamen sie nicht. Mehr verbot die berechtigte Eisersucht der griechischen Heeresverwaltung, die sich ihre Kreise doch Sehe vollständig zerstören lassen wollte. Die griechischen Behörden haben in aller Höflichbeit vieles 1 so

daß Saloniki im großen und immer noch so aussieht, wie es aussah, als die ersten Darda⸗ nellentruppen dort ausgeschifft wurden. Eine Vier⸗

verbandsfestung zu werden, dazu wäre noch ein weiter Weg. Den größten Widerstand gegen solche Kriegsziele würden die Alliierten bei der eingesessenen Bevölkerung von Saloniki finden, und wäre es nur ein passiver Widerstand, der keine Straße, keine Bahnstrecke zum Ausbau, keine Festungsanlage zur Errichtung kommen ließe. Die Einwohner von olonift, bekanntlich meist Spaniolen, hassen die englisch⸗französi⸗ schen Eindringlinge und erwarten richts sehnlicher als den baldigen Einmarsch der Bulgaren und ihrer deutschen Freunde für die sie eine geradezu zärtliche Zewunderung zeigen Es ist bei diesen Juden unvergessen, wie würdig und gerecht König Ferdinand von Bulgarien während des ersten Balkankrieges in Saloniki auftrat, wie er seinen Offi⸗ zieren die strengsten Verhaltungsmaßregeln gab, laut deren 1 mit den griechischen Behörden gut zu vertragen, unter Soldaten musberhafte Ordarung

das wirtschaftliche Leben zu stören hätten. Unvergessen sind die Leistun der deutschen Kolonie in Saloniki. Im besten ind herzlichsten Zusammenleben mit Schweizern und Oester⸗ reichern haben die Deutschen hier vor dem Kriege 20 Jeßes 1 lang Kulturarbeit geleistet. Der deutsche Klub war der Mittelpunkt der Kolonie; 1903 wurde sein Vereinshaus durch Bomben in die Luft gesprengt, und seitdem ist ein stattlicher Neubau aufgeführt worden. Auch die eigene deutsche Schule, die 1888 als einklassige Anstalt gegründet 1 wurde, und aus einer Vorbereitungsklasse, vier normalen Klassen, zwei Fortbildungsklassen und einer höheren Mäd⸗ 3 chenklasse zu je zwei Jahrgängen besteht, verfügt seit langem 5 über ein stattlihes e Gebäude. Die Schule, die von etwa 100 Knaben und 70 Mädchen besucht war, wird von einem eigenen Schulverein unterhalten, der sich der Unterstützung der Eisenbahnverwaltungen, der deutschen und der österveithischen Regierung erfreute. All dies ist durch den Krieg zugedeckt worden. Aber es kann wieder aufblühen. wenn die Feinde aus Saloniki hinausgeworfen werden. 25

Bern, 15. Dez.(WTB. Nichtamtlich) DerTemps bespricht in einem Leitartikel die Saloufkisrage und führt aus: Der deve mazedonische Hafen ist nicht nur der Ausgangspunkt der Hilfsexpedition, sondern wird ein Feld des Schachbrettes des europäischen Krieges. Die Alliierten werden dort eine Figur aufstellen, die eine eff J tige Rolle in den Unternehmungen von Ost⸗ ende bis Bagdad zu spielen hat. Die Einigung mit Griechenland gewährt den alliierten Streitkräften alle Er⸗ leichterungen, um die Verteidigung einzurichten und sich 5 auf eine Belagerung vorzubereiten. Ueber die künftigen Operationen heißt es: König Konstant in verpflichtete sich, sie nicht zu behindern. Andererseits ist er entschlossen, sich nicht zu schlagen und zieht deshalb, um jede Konflikts⸗ gefahr zu vermeiden, seine Truppen aus dem zukünftigen 5 Kampfgelände zurück. Er überläßt uns die Verteidigung von Saloniki und läßt nur eine Division in der Stadt zu⸗ rück, einzig zum Zeichen, daß der Hafen nicht aufhörte griechisch zu sein. Die Division hat den Befehl, nicht Kampfe teilzunehmen. Der Artikel will den Griechen vor Augen führen, was sie zu verlieren im Begriffe sind und gibt deutlich zu erkennen, daß er eine Umkehr erwartet. 0

Die Regierungsmänner fordern, fährt der Artikel fort, durch die kommenden Wahlen die Billigung einer Politik, die Griechenland in die dunkelsten Stunden seiner Geschichte zurück führt. Wird die Entsagung, die der deutsche Einfluß den gegen⸗ wärtigen Herren der griechischen Geschicke auferlegt, auch dem Schauspiel widerstehen, das die Tätigkeit der Alliierten in Saloniki bieten wird? Werden sie nicht erkennen, daß der Entschluß der Alliierten einen größeren Schutz bietet, als die Bürgschaften Kaiser Wilhelms und König Ferdinands? Man weiß doch in Athen aus Erfahrung, daß die Einhaltung selbst der positivsten Verpflich⸗ tungen immer Sache der Auslegung sein kann und daß die Kasuistik unerschöpfliche Quellen hat. Wir können voraussehen, mit welchen Empfindungen das griechische Volk einem Kampfe auf seinem Ge, biete zuschauen wird und ob es nicht das Bedürfnis fühlen wird. sich trotz des Willens des Königs zu verteidigen. Wegen Griechen⸗ lands und Rumäniens endgültiger Entschlüsse dürfen wir den Bal⸗ kan nicht den Deutschen und Bulgaren ausliefern. Aegypten, In⸗ dien und islamitische Erhebung, darauf zielt der deutsche Plan hin. Auf diesem Wege ist Saloniki eine Etappe.

Der Rückzug der Franzosen und Engländer

über die griechische Grenze.

Saloniki, 15. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die Alliierten, die seit Dienstag ihre Be⸗ wegungen miteinander in Verbindung gebracht haben, gehen planmäßig und in vollster Ordnung zurück. Ein eng⸗ lischer Offizier berichtete nach der Schlacht, daß der bulgarische Angriff in sieben sehr dichten Wellen durchgeführt worden ist, wobei mehrere tausend feindliche Soldaten auf einer Front von zweihundert Metern beisammen waren. Am ersten Tage hat Artilleriemangel die Engländer verhindert, sich der Vorteile über die geschlossenen feindlichen n zu bedienen; aber am zweiten Tage brachten die 75⸗Millimeter⸗Kanonen dem Feinde furchtbare Verluste bei. Die Franzosen beschossen Dedelie und zermalmten dieses von den Bulgaren dicht besetzte Dorf zr Staub. Der Feind vermied danach, unserem Rückzuge allzunahe zu folgen. Es wurde ihm auch schwer, seine Artillerie zur Unter⸗ stützung herbeizuführen. Die Verluste der Allierten sind ganz gering. In der Woche deckten die Alliierten ihren Rückzug auf 75 einer Strecke von 22 Kilometern, nahmen alles Kriegsmaterial mit sich und entblößten das Land von Verpflegungsvorräten. un 12. Dezember standen die Alliierten 3 Kilometer von der grie⸗ chischen Grenze. Doiran ist vollständig geräumt worden. Während wir uns gegen Saloniki zurückziehen, landen fort⸗ gesetzt bedeutende englische Verstärkungen Die Berichte der feindlichen Spione haben die Deutschen und Oesterreicher nicht ermutigt, Saloniki anzugreifen, das in eine wahre Festung mit vielen vorgeschobenen Schanzwerken verwandelt worden ist. Die Verpflegung ist durch unsere Flotte gesichert, die das Meer frei hält und die Stellungen der Alliierten beschützt.

Rußland und Rumänien. 0 Budapest, 15. Dez. 5 Nichtamtlich.) DerPester Lloyd meldet aus Bukarest: Nach verläßlichen Meldungen schaffen die Russen den größten Teil der an der bessara⸗ bischen Grenze gegen Rumänien aufgestellten Truppen⸗ körper fort. Die telegraphische Verbindung zwischen Rußland und Rumänien ist eingestellt.

Das Schwarze Meer von der russischen

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zu halten und nirgends! Baltschit

Flotte gesäubert. g Berlin, 16. Dez Nach demPester Lloyd erzählen in it eingetroffene Reisende, daß die tür kiIch⸗bulgari⸗

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