9
5 ö 9
g . f 1 N . ö
findenden musikalisch⸗deklamatorischen
3 1 N nachmittags 3 Uhr, wird im Soldatenheim
hen, un ganzen 11%, darunter 35 Studentinnen. Nach⸗ äglich wurden noch immatrikuliert 3 Hessen, 4 Nichthessen. iervon gingen ab: 43 Hessen, 41 Nichthessen, somit ver⸗ ieben 718 Hessen, 381 d im ganzen 1099 Studie⸗ rende. Im gegenwärtigen Halbjahre sind hinzugekommen 39 Hessen, 41 Nichthessen, im ganzen 80, so daß sich wieder als Summe für dieses Jahr ergibt: 757 Hessen, 422 Nicht⸗ hessen, im ganzen 1179 Studierende. Dann wurde eine Hospi⸗ tantin aufgenommen. Außerdem besuchten Vorlesungen: 59 Hörer, 67 Hörerinnen. Die Gesamtzahl aller Universitäts⸗ besucher beträgt demnach 1306. Dem Studium der Theologie widmeten sich 114 Studierende, 103 davon sind Hessen. Von 112 Studierenden der Rechtswissenschaft waren 81 Hessen, Medizin 312 Studierende(173 Hessen), Tierheilkunde 128 Studierende(33 Hessen), Philosophie 35 Studierende(11 Hessen), Pädagogik 4 Studierende(3 Hessen), Mathematik 46 Studierende(38 Hessen), Naturwissenschaften 54 Studie⸗ rende(47 Hessen), Chemie 31 Studierende, 16 Hessen)), Phar⸗ mazie 18 Studierende(8 Hessen), Forstwissenschaft 32(24 Hessen), Landwirtschaft 113 Studierende(93 Hessen), Ge⸗
schichte 12(8 Hessen), Klassische Philologie 36(26 Hessen),
Neuere Philologie 132(93 Hessen). Das Reifezeugnis eines 3 hatten 645, eines Realgymnasiums 213, einer Oberrealschule 257 Studierende.
* Keine Verteuerung des frischen See⸗
fisches durch Verbrauch in deutschen Kriegsgefangenen⸗ lagern. Da der frische Seefisch längeren Transport nicht verträgt, wird er in den deutschen Mannschaftsgefangenen⸗ lagern nicht mehr verbraucht. Vollgültigen Ersatz für frischen Seefisch bietet der zur Dauer⸗ und Halbdauerware ver⸗ arbeitete Seefisch, nämlich Klippfisch und Salzfisch. Die Berichte aus den Lagern stimmen darin überein, daß Klippfisch und Salzfisch von den Gefangenen gern gegessen werden. Der frische Seefisch bleibt daher dem brauch der deutschen Bevölkerung durchaus vorbehalten.
* Vom städtischen Kolonialwarenhandel
erfahren wir, daß Grieß, Käse und Rosinen ausverkauft
sind. Es wird uns übrigens von beteiligter Seite mitgeteilt, daß durch die Kriegsgetreide⸗Gesellschaft in der vergangenen Woche ein großes Quantum Grieß für den Gießener Klein⸗ handel geliefert wurde, der ihn zum vorgeschriebenen Höchst⸗ preis von 45 Pfg. verkauft. Grieß ist also wieder in unserer Stadt zu einem annehmbaren Preise überall zu kaufen. Durch die Zweiteilung der städtischen Warenabgabe
ist übrigens der Andrang in der Neustadt nicht mehr erheb⸗
lich. Wer von unseren Frauen dort noch Einkäufe machen will, muß nur nicht um 2 Uhr sich einstellen, wo natürlich der Andrang noch stark ist. Nach einer halben Stunde aber hat sich der Strom verlaufen, es tropft dann nur noch stark, und von einem stundenlangen Warten bei der Abfertigun
gungspersonal in der Warenausgabe übrigens den Hinweis in der Presse empfunden, daß die Einkäuferinnen kleines Geld bereit halten sollten. Dem Wunsche ist gestern von unseren Hausfrauen willfahrt worden und so machte sich die Sache jetzt recht schön und glatt. In der Neustadt betrug die Einnahme gestern 800 Mk., am Asterweg 600 Mk.; dabei wurden im Inen gestern nur kleinere Posten ver⸗ langt. Allerdings vereinfacht schon der Fortfall von drei Artikeln, die ausverkauft sind, den ganzen Betrieb, der zweifellos wieder gesteigert werden wird, wenn die von der Stadt bestellten 200 Zentner Speck einlaufen und zum Ver⸗ kauf kommen.
n Konsumverein Gießen. Am Sonntag nachmittag fand im Gewerkschaftshause eine außerordentliche Hauptversamm⸗ lung des Gießener Konsumvereins statt, deren Einberufung durch den Weggang des bisherigen Geschäftsführers Michael Keßler, bezw. die Neubesetzung dieses Postens veranlaßt war. Weiter stand ein Vortrag über die Schwierigkeit der Lebensmittel⸗ beschaffung auf der Tagesordnung, den an Stelle des ver⸗ hinderten Geschäftsführers des Frankfurter Konsumvereins der Ge⸗ schäftsführer des Mannheimer Konsumvereins, Meißner, über⸗ nommen hatte. Der Redner führte eine Reihe von Wahrnehmungen aus seiner Geschäftsführung vor, die sich auf Grund allgemeiner, auch in Privatgeschäften gemachten Erfahrungen ohne weiteres ver⸗ allgemeinern lassen. In der Frage der Warenbeschaffung spielt der Warenmangel bei weitem nicht die Rolle, die ihm im allge⸗ meinen zugeschoben werde, sondern hauptsächlich die Sucht nach Gewinn, sei es durch unerhörte Preistreiberei oder durch betrüge⸗ rische e und Verfälschungen. Redner führte an, daß 3. B. ife geliefert werde, die nur 17 Prozent Fettgehalt habe, ferner daß der Inhalt eines Fasses Margarine zu einem erheblichen Teile aus Nägeln und sonstigen„ins Gewicht“ fallenden Gegen⸗ ständen bestanden habe, ohne daß es möglich gewesen sei, sich an den Verkäufern schadlos zu halten. In Bezug auf die Haupt⸗ nahrungsmittel, Mehl und Kartoffeln, legte Redner dar, daß deren Bezug infolge mange r Organisation in der Verteilung er⸗ schwert werde, daß 3. B. in zwei verschiedenen, räumlich oft gar nicht getrennten Gebieten in dem einen Ueberfluß, in dem andrn Mangel herrsche. Die Käufer hätten in ihrer Mehrzahl keinen Begriff von den! ierigkeiten, die sich dem Bezug guter Bedarfs⸗ artikel entgegenstellten und seien zu Unrecht mit Beschwerden und Drohungen zur Hand, während gerade die Konsumgenossenschaften, oft unter materiellem Verlust, alles aufböten, um ihre Mitglieder zufrieden zu stellen. Es sei erfreulich, daß den Konsumgenossen⸗ schaften wiederholt von amtlicher Stelle Anerkennung ge⸗ zollt worden sei Redner schloß seine interessanten Ausführungen mit der Aufforderung, an dem weiteren Ausbau der Genossen⸗ schaften, die sich noch weitere Ziele gesteckt hätten, tatkräftig mit⸗
Zuarbeiten und durch Zuführung weiterer Mitglieder deren Ausbau fördern zu helfen. An den Vortrag schloß sich eine kurze Be⸗
sprechung, worauf zur Wahl des Geschäftsführers geschritten wurde. Als solcher wurde der bereits vom Aufsichtsrat gewählte frühere Geschäftsführer des Konsumvereins Mittweida, Röpke, einstimmig bestätigt. Der Gewählte stattete hierauf den Anwesenden den Dank für seine Wahl ab und versprach, das in ihn gesetzte Vertrauen durch gewissenhafte Geschäftsführung zu rechtfertigen. Die Versammlung wurde darauf vom Vorsitzenden des Aufsichts⸗
rates, Stadtverordneten Vetters, geschlossen.
** Oberhessischer Hunstverein. Die erst seit einigen Tagen ausgestellte kleine Sammlung graphischer Arbeiten von Daniel Greiner ist um eine Anzahl von klünstlerischen interessanten Werken bereichert worden. Außerdem haben einige reizvolle Batikarbeiten von Minna Weber⸗Lich Aufstellung gefunden.— Morgen Mittwoch ist die Ausstellung außer von 11—1 Uhr auch nachmittags von 3—5 Uhr geöffnet.
** Musikalisch⸗deklamatorischer Abend. Zu dem am Donnerstag abend im Saale des Gesellschaftsvereins statt⸗ dekle ischen Abend hat auch Oberregis⸗ seur Dworkowski seine Mitwirkung als Rezitator zugesagt. — Frau Käte Schrötter⸗Dworkowski wird außerdem von bereits an dieser Stelle bekannt gegebenen Autoren auch Dichtun⸗
gen von Karl Wolfskehl(geboren in Darmstadt) und Karl Neurath(geboren in Mainz) zum Vortrag bringen. Die Kritik in Düsseldo lerin, die ohne der f zu Uebermaß verfällt und hebt die Beherrschtheit ihres Organs hervor, das ihr immer den Ausdruck echten Empfindens gestattet.—
rühmt die einfache, natürliche Sprachweise der Künst⸗ dramatischen Akzente zu entbehren nie dem
* Konzert im Soldatenheim. Morgen, den 15. De⸗ 1 meine musi⸗ lische Unterhaltung stattsinden, die von der Ersatz⸗ apelle des Infanterie⸗Regiments 116(Ersatz⸗Bataillon) unter itung des Musikleiters B. Herrmann ausgeführt wird. Alle
Soldaten der Garnison, namentlich die Verwundeten, sind herz⸗ lich eingeladen. 1 Eintritt ist frei.
Zu der Eröffnungsfitzung der Waffen⸗ brü derlichen Vereinigung in Berlin, über die wir ausführlich unterrichtet haben, ist für unsere Leser sicher bon Interesse, daß Geheimrat Prof. Sommer aus Gießen der Sitzung beigewohnt hat, um die Grüße der Ortsaus⸗ schüsse, besonders aus Süddeutschland, zu überbringen.
*Der Kriegsmittagstisch im Hessischen Hof erfreut sich steigender Beliebtheit bei den Teilnehmerinnen. Mütter mit Kindern und einzelne, zum Teil im Berufe stehende Frauen machen gerne von dem Vorteil Gebrauch, den eine gemeinsame Küche gewährt. Bei den hohen Lebensmittelpreisen ist es nicht möglich für Alleinstehende oder kleine Haushaltungen zu dem billigen Preise des Kriegsmittagstisches ein Mittagessen in gler⸗ cher Güte herzustellen. Es sei auf die Anzeige in diesem Blatte hingewiesen.
n Die Hauptversammlung der Mathilden⸗ stiftung für die Provinz Oberhessen findet Dienstag, den 21. Dezember 1915, vormittags 11¼ Uhr, im Regierungsgebäude zu Gießen statt. Auf der Tagesordnung steht: Prüfung der Rech⸗ nung pro 1914. Verteilung der Ueberschüsse an unterstützungs⸗ bedürftige gemeinnützige Anstalten. Festsetzung des Voranschlags. Ergänzungswahl des Vorstandes.
** Die Auszahlung der Quartierservisbe⸗ träge für November 1915 für die nicht in der Stadtknaben⸗ schule untergebrachten Unteroffiziere und Mannschaften des Land⸗ sturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗Bataillons II Gießen findet Mittwoch, den 15. Dezember 1915 im Stadthaus, Zimmer Nr. 4, von 8 bis 12 Uhr vormittags statt.
Die Arbeitszentrale Darmstadt benötigt grö⸗ ßere Mengen Unterhosenstoffe für Militär. Näheres ist aus dem Anzeigenteil dieses Blattes ersichtlich.
* Weihnachtssendungen. Die Reichs⸗Postverwaltung richtet auch in diesem Jahr an jedermann das Ersuchen, mit den Weihnachtssendungen bald zu beginnen, damit die Paketmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste zu sehr zusammendrängen. Bei dem außerordentlichen Anschwellen des Verkehrs ist es nicht möglich, die gewöhnlichen Beförderungsfristen einzuhalten und namentlich auf weite Entfernungen eine Gewähr für rechtzeitige Zustellung vor dem Weihnachtsfeste zu über⸗ nehmen, wenn die Pakete so spät eingeliefert werden. Die Pakete sind dauerhaft zu verpacken. Auf dem Verpackungsstoff vorhandene alte Aufschriften und Beklebezettel müssen beseitigt oder unkenntlich gemacht werden. Die Benutzung von dünnen Pappkasten, schwachen Schachteln, Zigarrenkisten usw. ist zu ver⸗ meiden. Die Aufschrift der Pakete muß deutlich, voll⸗ ständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Ausschrift nicht in deutlicher Weise auf das Paket selbst gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, das der ganzen Fläche nach fest aufgeklebt werden muß. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier, dagegen sind Paketkartenvordrucke ungeeignet für Paketaufschriften. Bei in Leinwand verpackten Sendungen mit
8 g Fleisch und anderen Gegenständen, die Feuthtigkeit, Fett, Blut usw. war gestern keine Rede mehr. Dankbar hat das Abferti⸗
absetzen, darf die Aufschrift nicht auf die Umhüllung geklebt werden. Der Name des Bestimmungsorts muß recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Paket⸗ aufschrift muß sämtliche Angaben der Paketkarte ent⸗ halten, also auch den Freivermerk, bei Paketen mit Postnach⸗ nahme den Betrag der Nachnahme sowie den Namen und die Wohnung des Absenders, bei Eilpaketen den Vermerk„durch Eilboten“ usw., damit bei einem Verluste der Paketkarte das Paket doch dem Empfänger in gewünschter Weise ausgehändigt werden kann. Auf Paketen nach großen Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf Paketen nach Berlin auch der Postbezirk(C, W, SO usw.) anzugeben. Empfehlenswert ist die Anbringung einer zweiten Aufschrift innerhalb der Ver⸗ packung. Zur Beschleunigung des Betriebs trägt es wesentlich bei, wenn schon der Absender die erforderlichen Marken auf die Paketkarte klebt. Die Versendung mehrerer Pakete mit einer Paketkarte ist für die Zeit vom 12. bis ein⸗ schließlich 24. Dezember weder im inneren deut⸗ schen Verkehr noch im Verkehr mit dem Auslande gestattet. Gemeinschaftliche Einlieferungsbescheinigungen über meh⸗ rere gewöhnliche Pakete werden in der bezeichneten Zeit nicht ausgestellt.
l Hundesteuer im Großherzogtum Hessen. Es dürfte vielen Hundebesitzern nicht unwillkommen sein, wenn wir an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, daß die im Laufe dieses Jahres abgeschafflen Hunde bis spätestens zum 31. Dezem⸗ ber bei der zuständigen Bürgermeisterei abzumelden sind.— Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr weiterzuentrichten.— Wer fer⸗ ner am 1. Januar selbst gezüchtete junge Hunde im Alter von unter drei Monaten besitzt, wird entweder gleich oder nachträglich zur Hundesteuer für das kommende Jahr zugezogen. Nur wenn nachgewiesen wird, daß ein junger Hund vor Erreichung des Al⸗ ters von drei Monaten zugrunde gegangen oder nach Orten außerhalb des Großherzogtums veräußert worden ist, tritt Steuer⸗ befreiung ein.
** Gießener Strafkammer. In unserm gestrigen Strafkammerberichte ist ein Irrtum unterlaufen. Im ersten Straf⸗ falle wurde Stadt und Kreis Friedberg geschädigt, nicht wie irr⸗ tümlich angegeben war, Stadt und Kreis Gießen.
Landkreis Gießen.
tt. Treis a. d. L., 14. Dez. Seinen ersten Familien⸗ abend seit der Kriegszeit hielt gestern abend in der hiesigen Kirche der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes ab. Der Vorsitzende, Pfarrer Böchner, hielt einen von passenden Deklamationen der Konfirmanden und gemeinsam gesungenen Liedern umrahmten Vortrag über„Luther und der Krieg“, worin zur Anfeuerung, Stärkung und Trost Luthers Ansicht über das Recht des Krieges dargelegt wurde. Ueber den Stand der Kasse gab Lehrer Hedrich Aussehluß.— Dieser Tage ist hier ein Kom⸗ mando von 20 russischen Gefangenen angekommen, die unter Anleitung von Waldarbeitern im fiskalischen Walde dahier zu Holzarbeiten verwendet werden. Die Wohnung und Verköstigung stellt der Wirt Amend hier.
Starkenburg und Rheinhessen.
e. Darmstadt, 14. Dez. Eine von den Unterbeamten der Reichs⸗Post⸗ und Telegraphenverwaltung des Bezirks Darmstadt veranstaltete Sammlung von alten Uniformknöpfen hat das erfreuliche Ergebnis gehabt, daß nahezu zwei Zentner Metall an die hiesige Sammelstelle für Kriegsmetalle abgeführt werden konnten. 6
m. Dietzenbach, 14. Dez. Kindesmord. Unter dem Verdacht, ihr eigenes Kind getötet zu haben, wurde die 19jährige Elisabeth Lehr von hier verhastet. Die Staatsanwaltschaft ließ eine Haussuchung vornehmen, bei der die Leiche eines weiblichen Kindes zutage gefördert wurde, das die Mutter in einer Schachtel im Garten vergraben hatte.
ch. Bingen, 14. Dez. Das Hochwasser hat gestern morgen mit 3.70 Meter seinen Höchststand erreicht, nachmittags ist der Wasserstand am hiesigen Pegel bereits auf 3,07 Meter zurück- gegangen. Auf weite Strecken war und ist noch im Rheingau und auch auf der rheinhessischen Seite das Land von den hoch⸗ gehenden Fluten überschwemmt. Ebenso hoch ist auch die Ueberschwemmung im Gebirge, wo das Wasser oft genug in den Kellern der am Rheinuser stehenden Häuser steht. Nunmehr ist aber die Hochwassergesahr beseitigt.— Die Stadt Bingen hat bekanntlich für alle im Felde oder in Garnison sich befindenden Binger je zwei Flaschen edlen Binger Weines gestiftet. Diese Weihnachtsspende ist jetzt voll⸗ ständig zum Versand gekommen und die Binger können sich am Weihnachtsfeste am edlen Gewächs der heimatlichen Weinberge
ergötzen. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 14. Dez. Für das Jahr 1916 sind die Märkte der Stadt Wetzlar wie folgt sestgesetzt: 12. Januar, 23. Februar,
f N 12. Jult, April, 24. Mat, 14. Jun, 4. Oktober, 15. und 29. November und am 13. Dezember.
ra. Krofdorf, 14. Dez. Regierungs- und 7 Röhricht aus Coblenz besuchte in der abgelausenen bete Schulen zu Dutenhofen, Wißmar, Vetzberg und Krofdorf, beg von dem Herrn Kreisschulinspektor.
Hessen-Nassau. 5 iet ra. Aus Nassau, 14. Dez. In Altendiez gehe Frau Elisabethe Diehl am Wurstkessel dem Feuer 3¹ 1175 75 so daß die Unglückliche sofort in eine Feuersäule gehüllt war. Als man Hilfe bringen konnte, bereits derart, daß sie am folgenden Tag läßt drei kleine Kinder und den im 5 ra. Biedenkopf, 18. Dez. Hier 9 ungeheure Holzm 8 gen zu sealagen 8 Hauungs plan schloß mit einem Einschlagssoll von 6600 Festmetern ab. Zur Bewältigung der Holzhauerei hat die Stadt sich Kriegsgefangene überweisen lassen. 5 Hanau, 14. Dez. Das vierjährige Töchterchen der Ehe⸗ frau Hartwig geriet beim Spielen dem Ofenfeuer zu nahe, 5 1 5 wurden in Brand ü 99 l 4 5 derart were Verletzungen, daß es nach kurzer Zeit verstar b.. 5. e e 9 44. Dez. In Schmitten, dem Hauptorte des altnaffaulschen Schmiedehandwerkes, wird zur Er⸗ innerung an den Weltkrieg ein„eiserner Ambos“ aufgestellt
und benagelt. 5 1 ra. Dillenburg, 12. Dez. Buchbindergeselle Heinrich . anderbach erhielt in den Kämpfen bei Ypern das Eiserne reuz. 5 ra. Limburg, 14. Dez. Die Domapotheke ist von 15 Regierung in vorläufiger Personalkonzession an den e apotheker Dr. Drews vergeben worden, der bisher im Felde stand,
22. März, 5. und 26. 23. August, 20. September,
sta v b. Sie hinter⸗ stehenden Gatten. es in diesem Winker
Vermischtes.
Raub in einem Pfarrhaus. ö
Berlin, 13. Dez.(Priv.⸗Tel) Das„Berliner Tage⸗ blatt“ meldet aus Dambrau(Kreis Falkenberg, Ober⸗ schlesien): Nachts drangen fünf Männer in das Pfarr⸗ haus. Ein Räuber setzte dem 67jährigen Erzpriester einen Revolver auf die Brust, während ein zweiter die im Hause befindlichen Personen im Schlafzimmer in Schach hielt; die übrigen erbrachen den Geldschrauk und raubten daraus die Summe von 1200 Mark. Als der Nachtwächter aufmerksam wurde und Lärm schlug, entkamen die Räuber
unerkannt. *
ht. Frankfurt a. M., 14. Dez. Vor völlig ausverkauf⸗ tem Hause erlebte Schönherrs„Weibsteufel“ gestern abend im„Neuen Theater“ seine Erstaufführung. Das von Direktor Arthur Hellmer bis auf die geringsten Einzelheiten sorgfältig vorbereitete Drama errang einen sich von Akt zu Akt steigernden Beifall, der sich nach dem Schlußakt in war⸗ men Kundgebungen für die Darsteller auslöste. Alois Groß⸗ mann bot in dem alternden gebrechlichen Manne eine Prachtleistung; seine Beherrschung des Dialekts war meister⸗ llich. Olga Fuchs, die den Weibsteufel verkörperte, ließ zwar in einzelnen großen Szenen die erforderliche dramatische Wucht und Steigerung manchmal vermissen, zeigte jedoch sonst ein gut abgerundetes Spiel. Der Grenzjäger war von Eugen Klöpfer in psychologisch feiner Weise aufgefaßt und wurde mit Leidenschaft und Wärme gespielt. Die von jeder Effekthascherei freie Aufführung hinterließ bei den Zuhörern einen unverkennbar tiefen Eindruck. 5
Mmeteorologische Beobachtungen der Station Gleßen.
2 2 3 2 25 3— 2— 2 De- 8, 3 8 2 3 S„ 8 e e e er 1915 5 SS„„ 5 55 6 5 3 13. 2— 3,1 4,3 75— 7 Sonnenschein 55 55— 1,% 80—— 8 Bew. Himme! 14% 10 40 81„ e 1
Höchste Temperatur am 12. bis 13. Dez. 1915 + 5,10 0. Niedrigste„ 12.„ 18. did Niederschlag: 0,7 mm. 0
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
„Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 15. Dez. 1915: Meist heiter, trocken, kalt, Nachtfrost.
Letzte Nachrichten.
Die Kritik an der Kammerrede Salandras.
i. Köln, 14. Dez. Nach der„Köln. Ztg.“ greift der „Avanti“ auf Grund der letzten Ranzrerbehan die Nea und Salandra scharf an und erklärt, Salandra habe trotz der Abstimmung merken müssen, daß er nicht mehr das Vertrauen der Kammer besitze. Es ist beachtenswert, daß die Jensur diesen Angriff durchläßt. Der sozialistische Abgeordnete Prampolini habe Salandra wegen der Beschränkung der verfassungsmäßigen Freiheit zur Rede gestellt und Salandra gewarnt, daß er den Bogen nicht zu straff spanne. Dagegen äußern die nationalen Blätter, wobei der„Secolo“ und„Corriere“ ihre Zufriedenheit über die Ab⸗ stimmung in der Kammer, die alle Hoffnungen der Feinde Ita⸗ liens zerstört habe und wesentlich dazu beitrage, alle nationalen Kräfte zu sammeln, um sie zum Siege zu führen.
Die angeblichen Aeußerungen des Kardinals v. Hartmann.
i. Töln, 14. Dez. Zu dem angeblichen Gespräch des Kar⸗ dinals v. Hartmann mit einem italienischen. klärt der Kölner Kardinal einem Vertreter der„Köln. Volksztg.“ daß jenes angebliche Gespräch frei erfunden fei. Der Kardinal habe auf seiner ganzen Romreise überhaupt keinen Journalisten empfangen. Die„Volkszeitung“ bemerkt, man stehe vor der be⸗ trüblichen Tatsache, daß ein italienisches Blatt von keineswegs katholikenfeindlicher Richtung— gemeint ist La Vera— einen Bericht über Aeußerungen eines höheren Kirchenfürsten bringe, welcher von höherer politischer Tragweite hätte sein können, wenn er zutreffe. Man erkenne daraus, mit welchen Mitteln gearbeitet werde, um die Bemühungen des Papstes zu hintertreiben.
Hochwasser im Rheingebiet.
i Köln, 14. Dez. Das im gesamten Rheinstrom. herrschende Hochwaf ser hat in den ober⸗ 115. Niederungen starke Störungen zur Folge gehabt. In zahlreichen Ortschaften mußten die Häuser geräumt werden. An der M osel sind die Bewohner des rechten Moselufers auf weite Strecken ge⸗ zwungen worden, ihre Häuser zu verlassen. Die Moseltalbahn mußte stellenweise ihren Verkehr einstellen. In Köln dringt das Wasser in tiefer gelegene Straßen ein. Nachrichten vom Ober⸗ rhein lassen aber erkennen, daß das Hochwasser im Nachlassen be⸗
griffen ist.
waren ihre Verletzungen
8


