FFP
Verdacht erweckte, daß mit der wirrlich preiswerten Ware
unlautere Machenschaften vorgenommen werden.
Wir bemerken noch, daß der Verkauf in der Neustadt täglich, mit Ausnal Samslag und Sonntag, nachmittags von 2—6 Uhr vor sich geht.
Straßen bahn unfall. 1 9 salscher Wei⸗ chanstellung sprang heute in den frühen Morgenstunden an der Weiche in der Neuen Bäue vor dem Theater ein Wagen der Straßenbahn, der aus der Richtung der Schulstraße lam, aus den Schienen. Der Wagen fuhr quer über Straße und Würgersteig in die Gartenmauer des Hauses Neuen Bäue 20, die stark beschädigt wurde. Wei⸗ terer Schaden wurde, abgesehen davon, daß der Wagen ziemlich mitgenommen wurde, glücklicherweise nicht ange⸗ richtet. Den Triebwagen, der 155 unglücklich eigene Wege . war, brachte ein anderer wieder auf den Weg
r Pflicht. Worauf die falsche Stellung der Weiche zurück⸗ zuführen ist, konnte nicht festgestellt werden. Mutwillen erscheint nicht. zumal, wie wir hören, vor einiger Zeit auf dem Ludwigsplatz die Wahrnehmung ge⸗ macht wurde, daß die Weiche mittels eines eingeklemmten Eisenstüches falsch gerichtet worden war.
» Umtausch von Goldmünzen. Die Landesstelle ur Förderung des Goldmünzenumtausches und verwandter Cuterländischer Zwecke ersucht uns um Aufnahme folgender Zeilen: Es ist angeregt worden, in allen Orten des Groß⸗ herzogtums durch Werbevereine den Goldmün⸗
enumtausch und ähnliche vaterländische Zwecke zu för⸗ ern. Die Mitglieder der Landesstelle, welche örtliche Ver⸗ eine gründen und ihnen lostenfrei Werbeblätter und Arbeits⸗ pläne liefern will, bitten Herren und Damen, die bereit, find, sich in den Dienst der danlbaren Aufgabe zu stellen, am Wohnort und in der Umgegend einen Zusammenschluß von Helsern alsbald herbeizuführen. Vereinsmitglieder, die persönlich die Werbeblätter verteilen und sie erläutern wollen, sind gebeten, den Goldmünzenumtausch bei einer Kasse oder bei der Postanstalt des Ortes zu vermitteln oder selbst vorzunehmen und hierbei nach Bedarf und Ermessen befreundete Hilfe 5 8 5 Von der Gründung der Orts⸗ vereine wolle man dem Geschäftsführer der udesstelle, Geheimen Finanzrat Bastian in Darmstadt, Mitteilung machen. Die öffentlichen Sparkassen werden eingeladen wer⸗ den, aus mehreren Personen bestehende Bezirksstellen ein⸗ zurichten und für ein lückenloses Netz von Ortsvereinen in ihrem Bereiche zu sorgen. Jedes Goldstück ist eine Waffe im Wirtschaftskrieg, dessen günstiger Aus⸗ gang von Einfluß ist auf das gewaltige Ringen unserer kämpfenden Brüder. Diese Waffe darf deshalb nicht länger ungenützt im Privatbesitz verbleiben. Das Gold erleichtert 9 57 verbilligt auch unsere Einfuhren. Zur Stärkung unserer wirtschaftlichen Kraft mitgeholfen zu haben, mag der Lohn und die Freude aller derer sein, die sich mit uns zusammen⸗ tun wollen zu gemeinsamer Arbeit.
„ Der Gießener Hausfrauenverein hält heute abend 8% Uhr in der großen Aula der Universität eine Mit— gliederversammlung ab. Ein Vortrag ist vorgesehen und ver— schiedene Besprechungen. Gäste sind willkommen.
** Vortragsabend. Der diesjährige Vortragsabend der Musikschülerinnen und Schüler Frl. Minna Körners, der am Sonntag von den Eltern und Freunden der jungen Schar statt⸗ fand, war mit einer patriotischen Feier verbunden. Die Darbie⸗ tungen gliederten sich in zwei Abteilungen, von denen die erste nur dem Klavier, die zweite Chorgesang und Rezitation gewidmet war. Kürzere und längere Musikstücke guter Komponisten wurden vorgeführt. Je nach der Dauer der Ausbildung unterschieden sich natitrlich die Leistungen. Gemeinsam war allen Spielenden Sicher⸗ heit, Klarheit und Genauigkeit der durchschnittlich, mit Ausnahme der vierhändigen, auswendig gespielten Stücke. Schon die Kleinen, die erst einige Monate Unterricht hatten, trugen mit Eifer vor. Bei den älteren Schülern kam neben Genauigkeit und Sicherheit auch eine verständnisvolle und gute Auffassung zu ihrem Recht. In der zweiten Abteilung wechselten gesungene und rezitierte
aterlandslieder miteinander ab. Der Chorgesang war rein, die Gedichte wurden schlicht und doch mit warmem Gefühl vorgetragen.
Stadttheater. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Es sei schon heute darauf hingewiesen, daß am Dienstag, den 14. Dezember, ein Gastspiel des Neuen Theaters in Frankfurt a. M. mit Schnitzlers neuen drei Einaktern:„Komödie der Worte“ stattfindet. Vorbestellungen nimmt die Theaterkasse entgegen.
» Oeffentliche Bücherhalle. Im November wurden 2541 Bände ausgegeben. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1435, Zeitschriften 210, Jugendschriften 264, Literatur- geschichte 15, Gedichte und Dramen 47, Länder- und Völkerkunde 41, Kulturgeschichte 30, Geschichte und Biographien 177, Kunstgeschichte 23, Naturwissenschast und Technologie 129, Heer- und Seewesen 3“, Haus- und Landwirtschaft 16, Gesundheitslehre 25, Religion und Philosophie 20, Staatswissenschaft 27, Sprachwissenschast 11, Fremd- prachliches 20 Bände. Nach auswärts kamen 76 Bände.
1 Postanweisungen für Warschau. Bei der Aus⸗
2 5 jetzt 100 Rubel gleich 150 Mark gerechnet.
Landkreis Gießen.
u. Heuchelheim, 8. Dez. Der hiesige Flottenverein übersandte durch Vermittelung des Landesausschusses unseren blauen Jungen eine Weihnachtsliebes gabe von 700 Zi⸗ arren. Dem gleichen Zwecke soll auch eine von einem hie⸗ igen Flottenvereinsmitgliede gespendete Gabe von 100 Mark ienen, die Professor Völzing in Gießen zugeführt wurde.— Dem Kriegsfreiwilligen Otto Hofmann, Vizewachtmeister im hess. Dragoner⸗Regiment Nr. 24, Sohn des hiesigen Arztes Dr. Hofmann, wurde jüngst das Eiserne Kreuz verliehen.— Den Angehörigen des Ersatz⸗Reservisten Julius Krämer ging gestern die Trauernachricht zu, daß der Gatte und Vater in Feindesland gefallen sei.
e. Grüningen, 6. Dez. Vor kurzem hatte unser Dörfchen einen Besuch von zwei Damen, die angaben, sie seien aus dem Elsaß und ihr Hab und Gut sei von den Franzosen niedergebrannt und zerstört worden, und sie hätten flüchten müssen, um ihr Leben zu retten. Zum Beweise ihrer Aussagen zeigten sie gefälschte Schreiben vor, dann boten sie den Leuten Tee an, mit dessen Verkauf sie sich ihr Leben fristen müßten. Auf diese Art wurde das Mitleid der Gut— gläubigen mißbraucht. Diese 4 dürften zur Warnung dienen und dazu beitragen, daß den Schwindlerinnen bald ihr Handwerk gelegt wird. 5 g
tt. Treis a. L., 8. Dez. Das Eiser ne Kreuz erhielt Unteroffizier Ludwig Lemp, 2. Komp Inf. ⸗Regt. 116, die hes⸗ sische Tapferkeitsmedaille der Gefreite Peter Rabenau, 5. Esk. Drag ⸗Regt. Nr. 23 letzterer ist schon seit vorigem Jahre Ritter des Eisernen Kreuzes.— Das Erträgnis des Opfertages war
hier 130 Mark. 1 Kreis Lauterbach.
M. Lauterbach, 8. Dez. Der Vorsitzende des hiesigen Zweigvereins des Vogelsberger Höhenklubs, Rentner Wilhelm Becker, ist gestern von seinem gewohnten Nachmittagsspaziergang bis heute mittag nicht zurückgekehrt. Man nimmt an, daß dem 69jährigen Manne, der trotz seines hohen Alters gern die um- liegenden Waldungen zu seinen Spaziergängen aufsuchte, ein Unfall zugestoßen ist, zumal in letzter Zeit seine Kräfte sichtlich abgenommen haben. Eine noch in der Nacht und heute vormittag durch die Gendarmerie und Ortspolizei mit mehreren Emwohnern vor—
genommene Absuchung des Geländes blieb ergebnislos. Er wurde zuletzt von Einwohnern gesehen, als er den sogenannten Hopfenberg hinauf den Waldweg nach Angersbach einschlug. f
.
g von Postanweisungen im Generalgouvernement Warschauf de
8** N N
Kreis Schotten.
Aus dem Vogelsberg, 7. Dez. Aus dem Gebicte des Vogelsberges gehen uns folgende 1 zur: Es dürfte wenig bekannt sein, daß im Vogelsberg, besonders im nördlichen Teil des Gebirges, von den Landbewohnern bis vor kurzem eine aus⸗ gedehnte Zucht von Tanarienvögeln betrieben wurde. In jedem Herbst erschienen in den Dörfern die Händler, kauften die im Laufe des letzten Jahres gezüchteten Vögel auf und ver⸗ schickten sie in großen Mengen ins Ausland Der Weltkrieg hat nun auch diesem Erwerbszweig außerordentlich geschadet. Dazu ist das zur Jucht verwendete aus ändische Futter sehr knapd und sehr teuer. Die meissen Vogelzüchter haben darum diese Beschäf⸗ tigung aufgeben mülssen. Ob nach dem Kriege die Kanarsenzucht ihre ursprüngliche Höße wieder erreicht, nruß abgewartet werden. Allzu günstig sind indessen die Aussichten nicht. Jedenfalls aber würden die Kanarienvögel dann sehr teuer werden.
Starkenburg und Rheinhessen.
9 Jugen heim, 8. Dez. Hier erhängte sich ein vier⸗ zehnjähriger Knabe aus unbekannten Gründen. Auscheinend liegt nervöse Ueberreizung vor.
— Weinheim, 7. Dez. Die Weinheimer und Viernheimer sind schlecht auseinander zu sprechen; besonders kommt dies zum offenen Ausdruck, wenn sie auf ihrer Fahrt die eleklrische Bahn nach Mannheim gemeinsam benutzen. Da gibt es immer Reibereien, manchmal noch Schlimmeres. Schließlich mußte das Bezirksamt einschreiten, und dieses gab der zuftändigen Elsenbahn— gesellschaft die harte Zwietrachtsnuß zum Knacken auf. Und die Gesellschaft entschied mit salomonischer Weisheit also: Alle Weinheimer haben bei Benutzung der Bahn nur in den Motorwagen und alle Viernheimer nur in den Anhängewagen Platz zu nehmen. Seitdem herrscht Ruhe zwischen den beiden
Nachbarn. Kreis Wetzlar.
ra. Wißmar, 8. Dez. Wißmar ist bis jetzt noch nicht mit elektrischem Licht versorgt, daher hat die Firma Rinn& Cloos für ihre große Fabrik direkten Anschluß an die Zentrale Wetzlar⸗Lollar genommen. Erfreulicherweise suchen auch Private diese Gelegenheik zu benutzen und scheuen die Kosten für neue An⸗ lagen nicht. 5 Hessen⸗Nassau.
IJ Marburg, 8. Dez. Im nahen Dorfe Wehrda machte ein 18jähriger Bursche aus unbekannten Ursachen seinem Leben durch Erhängen ein Ende.
— Friedrichsdorf i. T., 8. Dez. Der Briesträger Johann Nett aus Bad Homburg wurde gestern früh im hiesigen Stadtwalde erhängt aufgefunden. Der Lebensmüde, der seit Monaten krank war, hatte sich vorige Woche von Haus entfernt und wurde seither vermißt. 5
Fulda, 7. Dez. Aus Fulda wird uns geschrieben: Die letzten Ueberbleibsel der ehemaligen Fürstlich Fuldaischen Porzellanfabrik sind dieser Tage zum Abbruch gekommen und müssen dem Neubau der Oberrealschule Platz machen. Damit verschwindet eine kulturgeschichtlich merkwürdige Stätte Kurhessens. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts war es bei vielen Fürsten Modesache, Porzellan in efgenen Manufakturen herstellen zu lassen. Dieser Zeiterscheinung 1 auch Fürstbischof Heinrich VIII., als er vor nunmehr 150 Jahren— 1765— in Fulda eine solche Anstalt errichtete. Zum Leiter berief er den Brennmeister Nikolaus Paul. Trotzdem dieser ein fal hohes Gehalt bekam, trat er schon im nächsten Jahre in die Dienste ber landgräflichen Porzellanfabril zu Hassel. Die Fuldaer Fabrik entwickelte sich recht günstig; ihre Leistungen waren hervorragend. Hauptsächlich wurden Zier⸗ und Servicefiguren, vielfach mit glanzboller Verzlerung, schön bemalt oder reich vergoldet, hergestellt. Aber eine Lebensfähigkeit besaß das Werk nicht, es mußte völlig vom Fürstbischof unterhalten wer⸗ den. Und schon ztwei Jahre nach Heinrichs Tode, 1790, ließ Fürst⸗ bischof Adalbert III. den Betrieb einstellen. Das Fuldaer Por⸗ zellan war an sich ein hervorragendes Erzeugnis und erlangte päler Weltruf. Von Sammlern wurde es tener bezahlt. Prächtige
igurengruppen und kostbare Gebrauchsgegenstände, vor allem vollstäudige Tafelgeschirre, von Fuldaer Porzellan werden heute noch im Fuldaer Museum und in einigen hiesigen Familien wie kleine Heiligtümer geschätzt und aufbewahrt.
Vermischtes. Ein Eisenbahnunfall in Köln.
Köln, 7. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.) Heute vormittag 5½ Uhr fuhr auf dem Bahnhof Köln-Ehrenfeld eine Rangierlokomotive einem Güterzuge in die Flanken. Personen wurden nicht verletzt. Der Matexrialschaden ist unbedeutend. Das Geleis Köln-Herbesthal war 2½ Stunden gesperrt. Der Betrieb
ist mit Ausnahme einzelner Zugverspätungen nicht gestört worden. Eine Untersuchung ist eingeleitet.
Ein Erdbeben in Italien.
Paris, 7. Dez.(W. T. B. Nichtamtlich.)„Information“ meldet unterm 5. Dez. aus Rom: Ein heftiges Erdbeben hat um 2 Uhr früh im Latin die Ortschaften Frosinone, Genne, Coprana und Tivoli heimgesucht.
*Der Feldmarschallmit dem Regenschir m. Der sprichwörtlich gewordene Regenschirm Cadornas ist nicht der erste, n ein General, wenn auch nicht gerade im Kugelregen, 11 60 spannt hat. Gewöhnlicher Landregen genügte schon einem englischen General, sich dieser zivilistischen Schutzdeckung zu bedienen. Die Schilderung, wie Wellington, der Jahrzehnte lang der Kriegsgott der Engländer war und den heutigen Ruhm Kitcheners genoß, im Jahre 1817 eine Parade über das englische Besatzungsheer in Frankreich abnahm, beruht auf buchstäblicher Wahrheit. Die Parade fand bei Sedan statt, und die Truppen standen in mehreren Treffen bereit, als Wellington, den die Engländer den„eisernen 8 nannten, herankam, um die Front abzureiten. Statt einer uite glänzender Offiziere folgten ihm zwei„Damen“, die ihrem auffälligen Aufputz nach sehr zweifelhafter Herkunft schienen. Und dieser reitende Feldherr hatte einen Regenschirm aufgespannt, den er sorglich über die Federzier seines Generalshuts hielt. Nachdem 5 der Herzog in großer Ruhe die Front abgeritten, sollte der orbeimarsch beginnen. Wellington sprengte mit seinem Damen⸗ gefolge nach einer kleinen Anhöhe, von wo aus er den Vorbeimarsch überschauen wollte. In diesem Augenblick riß der Sattelgurt an einem der Damenpferde, und es ertönte das Signal: das ganze Halt! Der Schaden wurde repariert, die Kavalkade des Herzogs 9 55 sich auf die Anhöhe, und der Vorbeimarsch konnte nun er⸗ olgen.
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 7. Dez. eu- und Stroh⸗ markt. Auf dem heutigen deu- und Strohmarkt war nichts augefahren.
fe. Frankfurt a. M., 8. Dez. Schweinemarkt. Auf- getrieben waren 307 Schweine. Es kosteten: Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Kiiogramm Lebendgewicht 108,00 00,0) Mk., Voll- fleischige Schweine unter 80 Kg. Lebendgewicht 93,00 00, Mik. Wolfflesschige Schweine von 100 bis 120 Kg. Lebendgewicht 118 bis 00,00- 00,00 Mk., Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 Ka Lebendgewicht 128,00- 129,00, Unreine Sauen und geschnittene Eber 103 Mk. Geschäft flott; der Markt wird fast geräumt.
fe. Fraukfurt a. M., 8. Dez. Frucht⸗ und Futker⸗ mittelmarkt. Die Lage am Fruchtmarkt zeigt die gleiche Ruhe wie am Montag. ist der Bedarf gering.
Futtermittel 43- 45,50 Pk., Viertreber
51,50 56,50 Mk., Leinkuchen 7879 Mk., Kleie 5152 Mk., Kraft-
futter 4748 Mk., Kraftkuchen 55-57 Mark. Alles bei 100 Kilo. fe. Frankfurt a. M., 8. Dez. Kartosselmarkt.
toffeln ber Berkauf loser Ladung ab Versandstation für die Kar-
toffelerzeuger der hiesigen Gegend 6,10 Mk. bei 100 Kilo,
E
Der Futtermittelmarkt war etwas belebter, doch]?
Kar-
Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. 2. 2 3 22 35„ 3
Dez. 252 755 5 S 2715 Wetter 8 25 2 38 33 8 2 SSS
1915 2 ᷣ% ee
7.42— 10, 58 62—— 4 Sonnenschein
7.»— 8,4 70 85—— 10 Regen
8. 786— 11,6 79 77— 7[Bew. Himmel
Höchste Temperatur am 6. bis 7. Dez. 1915= Niedrigste 7.„ 19185. Niederschlag: 77 mm.
16. 8,00 U.
*
„Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 9. Dez. 1915; Wechselnd bewölkt, zeitlveise Regenfälle, Temperatur wenig
Lehle Nachrichten.
Ein italienischer Kreuzer versenkt. Wien, 8. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver⸗ lautbart: Eines unserer Unterseebvote hat am 5, d. M. um 10 Uhr vormittags vor Valona einen italieni⸗ schen Kreuzer mit zwei Schloten versenkt.
*.
Die Verhandlungen der Entente mit Griechenland.
i. Köln, 8. Dez. Nach der„Kölnischen Zeitung“ 0 5 die „Times“ aus Athen, in Regierungskreisen 1 die Zuver⸗ sicht, daß sich eine Lösung der Meinungsverschiedenheit zwischen dem Vierperbande und Griechenland finden lasse. Die taktischen Einzelheiten einer Zurückziehung der Truppen von Saloniki würden von den beiderseitigen Stäben erkundet und erörtert. Ohne Zweifel werde sich eine Regelung finden lassen. wodurch die Forderungen der Verbündeten erfüllt würden.
Niur Offensive an den Dardanellen?
„Köln, 8. Dez. Einer Koynstantinopeler Depesche der„Köl⸗ nischen Zeitung“ zufolge hat an den Dardanellen eine große Offensive der Verbündeten begonnen.(Es kann sich daber nur um einen Bluff handeln. D. Red.).
5 Griechenlands ablehnende Haltung. 8
„Bu dapest, 8. Dez. In Sofia wird mit größter Bestimmt⸗
heit behauptet, daß Griechenland die letzten Angebote der Verbündeten abgewiesen habe.
Die englische Niederlage in Mesopotamjen.
i. Töln, 8. Drz. Nach der„Köln. Ztg.“ bildet nach Lon⸗ doner Berichten italtenischer Blätter die Pieter ge der Engländer in Mesopotamien das Tnagesgespräch in London. Scharf werde kritisiert, daß, nachdem bekannt gewesen sei, daß die Türken Bagdad besetzt hatten und Verstärkungen aus Fonstantinopel schon im Oktober eingetroffen waren, trotzdem englischerseits nur eine Division zum Vormarsch eingesetzt worden sei. Eine hervorragende Rolle soll der Verrat von 12 000 Arabern, die in die englischen Reihen eingestellt waren, gespielt haben. Jetzt hätten sich die englischen Truppen in günstige Stellungen zurückgezogen und Verstärkun gen erhalten.
Der aufgeschobene russische Feldzug gegen Bulgarien.
Budapest, 8. Dez. i meldet aus Odessa, daß alle Anzeichen darauf hindeuten, daß Ruß⸗ land den Feldzug gegen Bulgarien bis zum Frühjahr aufgeschoben habe.
5 Die Verteidigung Aegyptens.
Wien, 8. Dez. Das e Volksblatt“ meldet aus Fon⸗ stantinopel: Meldungen türkischer Blätter zufolge treffen die Eng⸗ länder große Vorbereitungen zur Verteidigun Aegyptens.„Ikdam“ teilt mit, daß bei Tel⸗el⸗Kebir wesilich Ismaili Befestigungen elegt werden. 80 000 Mann sind dort hingebracht worden. Es werden neue englische Truppen er⸗ wartet, da die bisher zusammengezogenen Streitkräfte der Eng⸗ länder zur Verteidigung Aegyptens ungenügend erscheinen.
f Die Verwaltung Serbiens.
Wien, 8. Dez. Der Korrespondent der„Täglichen Rund⸗ schau“ erfährt, daß eine Einteilung des serbischen Olkupations⸗ gebietes in Verwaltungszonen, wie es in Russisch⸗Polen geschehen ist, bisher nicht 8 0 ist. 5 wird Bulgarien die Verwaltung derjenigen Gebiete überlassen werden, in denen seine Truppen die Mehrheit bilden. Die Frage dürfte jedenfalls zu keinerlei Schwierigkeiten Anlaß geben, da die Mittelmächte geneigt sind, die bulgarischen Wünsche liberal zu berücksichtigen.
Italienische Ministerkrise?
Wien, 8. Dez. Die„Neue Freie Presse“ berichtet aus Lugano: Die Lage des Ministeriums Salandra ist trotz der Jöstimmung zu seinen Gunsten äußerst kritisch. Eine Krise mit dem Austritt Salandras und noch einigen anderen Mitgliedern aus dem Kabinett 1 nicht unwahrscheinlich. Ihr Erbe dürfte von Ultra⸗Nationalisten und Demokraten vom Schlage des„Secolo“ angetreten werden.
Italienische Stimmen Agde die Rede des Papstes.
Köln, 8. Dez Die„Köln. Ztg“ meldet:„Corriere della Sera“ und der„Secolo“ greifen die e en des Papstes in einer Besprechung seiner Rede im n⸗ been scharf an. Der„Corriere della Sera“ meint, die Wünsch
Papstes für einen baldigen Frieden, wie er sich ihn denkt, bedeuten den Zusammenbruch aller Menschlichkeit. Der„Secolo“ äußert sich noch schärfer: i müsse erkennen, daß die Stel⸗ lung des Papstes zu den Mittelmächten immer günstiger werde. Die Absicht des Papstes, an den Friedensverhandlungen teil⸗ zunehmen, sei zu bekämpfen. 8
Der Sieg der Reaktion in Rußland.
Kopenhagen, 8. Dez. Die reaktivnären Kreise in Rußland gewinnen immer mehr die Oberhand. Sie verlangen nicht allein keine Einberufung der Duma, sondern auch Beseitigung der Konstitution und Bestrafung der Blockmit⸗ glieder als Revolutionäre mit der Begründung, daß sie die Prä⸗ rogative des Zaren sich aneignen wollen. Das Organ der konsti⸗ tuttonellen Demokraten„Rjetsch“ gibt ein Gerücht wieder, daß die Reichsduma erst Mitte Dezember einberufen werden 125 und erst wenn die Zusammensetzung des Reichsrates geklärt sein wierde. Das Blatt will aber aus angeblich zuverlässiger Quelle arfahren haben, daß die Reichsduma nunmehr endgültig zum 13. Dezember einberufen werden würde.
8
/ Flasche M. 1.50 , Flasche 85 Pfg. „Feldpostpackung ohne Mehr⸗
9333 D
9
Das rumänische Blatt„Triptatea“ 85
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