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Feier hoch erfreut u
zunehmen. Bis jetzt sind nur größere Knaben angemeldet. Gerne werden aber auch kleinere Kinder und besonders Mäd⸗ chen a Die Pflegeeltern verteilen sich auf Stadt und Land und gehören den verschiedensten Berufskreisen e Landwirte, Beamte, Fabrikanten usw.) an.
ielfach sind es kinderlose Familien. Die Verhältnisse sind genau geprüft. Anmeldungen können noch bis Mitte De⸗ zember, von auswärts zunächst schriftlich, erfolgen nach Darmstadt, Stadthaus, Zimmer Nr. 1.
n Der Auszug der Landstürmer aus den Bürgerquartieren in das Barackenlager am Trieb ist in den letzten Tagen der vorigen Woche vor sich gegangen. In recht vielen Fällen hat man die alten Soldaten, auf die man sich eingerichtet hatte, ungern scheiden sehen und mancher der Mannschaften ist auch ungern aus seinem Quartier ge⸗
fangen, in dem er monatelang sich wohl und behaglich ge⸗ fühlt hatte. Vielfach war das Verhältnis des Landstürmers zu den Quartierwirten ein Freundschaftsverhältnis ge⸗ worden, bei dem beide Parteien manche Unbequemlichkeit, die der Dienst mit sich brachte, mit in den Kauf nahmen. Vielfach wurde von Quartierwirten, besonders in den letzten Tagen vor der r der Militärbehörde der Versuch gemacht, die lieben Gäste bis am Ende des Krieges behalten zu dürfen, selbst wenn das Quartiergeld auch verringert würde. Alle 1 Anträge mußten aber abgelehnt werden. Selbst ein Versuch, im Stadthaus im Zimmer der Einquartierungsbehörde etwas zu erreichen, blieb zwar ohne greifbaren Erfolg, jedoch versprach man hier wenigstens gegebenenfalls, wenn Einquartierung wiederum zu vergeben sei, die Freunde unserer Landsturmmänner in erster Linie dabei zu berücksichtigen.
Mit einer Bitte wendet sich der Vorstand der Her⸗ berge zur Heimat, Professor Schian, im Anzeigenteile an unsere Leser, getragene Sachen an Herrn Hausvater Loh, Hinter der West⸗ Anlage 11, senden zu wollen. Für zweckentsprechende Verwendung für frierende Wanderer wird becher Auch Gaben an Geld zur Ausrichtung einer Weihnachtsbescherung werden mit Dank ent⸗ gegengenommen. Die Sachen werden auf, Wunsch, auf telephonische oder schriftliche Mitteilung hin, abgeholt.
* Musikalischer Abend. Im eee der Johanneskirche veranstaltete gestern abend Elisabeth Felchner mit ihren Schülern und Schülerinnen, unter Mitwirkung hiesi⸗ ger Gesangskräfte, einen musikalischen Abend zum besten erblin⸗ deter Soldaten. Zum Vortrag gelangte erst ein, mit großem
leiß gespieltes, Trio G⸗Dur von Haydn, in der Besetzung: Hugo
ander(Klavier), Ludwig Engisch(Violine), Fritz Schlie p⸗ ake(Cello). Fritz Schliephake trug außerdem noch recht an⸗ prechend die einschmeichelnde Berceuse von Godard und als Bra⸗ vourstückchen die Gavotte von D. Popper vor. Brav und tapfer waren die vierhändigen Klaviervorträge: Marche heroique, Es⸗ Moll von Schubert, zu Gehör gebracht von Gertrud Schuck und Gertrud Schlesinger, sowie drei Fantasiestücke von Armand durch Thekla Schudt und Anneliese Hermann wiedergegeben. Mit einer, für seine Jugend ungewöhnlichen Kraft und Leicht⸗ flüssigkeit spielte Karl Engisch das Es⸗Dur Präludium von Chopin und das perlende As⸗Dur Impromptu von Schubert. Frau Emma Schudt sang mit weicher, warm getönter Stimm⸗ gebung die Kirchenarie:„Meine Seele ist stille zu Gott“ von R. Emmerich, eine Arie aus dem Paulusoratorium von Mendels⸗ sohn⸗Bartholdy und die eindrucksvolle Litanei von Schubert. Ein Kinderchor sang drei Kriegslieder von Martin Frey und J. Fuhr⸗ meister und den Beschluß bildete„Eine Weihnachtsmusik“ für Singstimme(Elisabeth Vel ke), Geige(Kurt Frey) und Klavier (Elisabeth Felchner). Diese Weihnachtsmusik, die eine Anzahl von Weihnachtsliedern miteinander Vorsliche fand besonders leb⸗ haften Beifall. g
** KFonstantinopel und die Dardanellen. Ueber dieses Thema von allgemeinem Interesse hält am Samstag abend 8½ Uhr in der neuen Aula Geh. Hofrat Dr. Georg Steindorff⸗ Leipzig auf Einladung des Kaufmännischen Vereins und des Orts⸗ gewerbevereins einen Lichtbilder vortrag. Der vierte Vor⸗ trag dieser Reihe: Dr. Herwarth von Bittenfeld⸗ Wiesbaden, Belgien leine Darstellung und Beurteilung 60 iner Geschichte bis zur Gegenwart) findet am 20. Januar 1916 statt. Näheres ist im Anzeigenteile unseres Blattes zu ersehen.
* Kellerbrand. Heute kurz vor 12 Uhr wurde die Feuerwehr zu Hilfe gerufen um einen Kellerbrand, der Schulstraße 9 ausgebrochen war, tu löschen. Die Wehr konnte des Feuers bald Herr werden.
* Anmeldung von Hunden. Diejenigen hiesigen Ein⸗
1 welche im Laufe Refs Jahres Hunde abgeschafft, aber
nicht abgemeldet haben, 1 55 dies spätestens bis zum
31. Dezember zu melden, da sonst die Steuerverpflichtung weiter⸗ läuft. Wir verweisen auf den Anzeigenteil unseres Blattes.
Landkreis Gießen.
d. Beuern, 6. Dez. Dem seit Beginn des Krieges im Felde
1 Gefreiten Otto Sommerlad, Jufanterie-Regiment
r. 116, wurde an Großherzogs Geburtstag die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille verliehen.
Kreis Büdingen.
e. Büdingen, 7. Dez. Der Kriegsfreiwillige Willi Hansel bei der Feld-Artillerie-Abteilung 183 wurde mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.
a Büdingen, 6. Dez. Der Musketier Philipp Schmück im Inf.⸗Regt. 168 erhielt das Eiserne Kreuz.
ab Bleichenbach, 6. Dez. Das Eiserne Kreuz er⸗ hielt der Kriegsfreiwillige Kraft, Musketier im Inf.⸗Regt. 99.
z Ober⸗Mockstadt, 6. Dez. Die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille erhielt der Gefreite Meub im Feld⸗Art.-
Regt. 25. 3 Kreis Schotten.
— Schotten, 7. Dez. Der Weltkrieg hat dem einst weit⸗ berühmten Vogelsberger Flachs bau wieder die ihm ge⸗ bührende Geltung verschafft. Die aus früheren Zeiten noch vor⸗ handenen Vorräte an zubereitetem Flachs wurden im Vorjahre bereits mit 25 Mark den Zentner verkauft, das dreifache gegen 1 In diesem Sommer bezahlten die massenhaft das Gebirge
rchstreifenden Aufkäufer schan 25 Mark für den Zentner rohen Flachses. Da mit Sicherheit in den nächsten Jahren, auch nach dem riege, die Flachspreise sich auf erheblicher Höhe bewegen werden, trifft man vielerorten schon jetzt die Vorarbeiten für die Wiederaufnahme des seit Jahren so sehr vernachlässigten
Flachsbaues. N 5* Kreis Friedberg. ib Assengeim, 6. Dez. Die i T keits⸗ medaille elt der Gesreite F 5 r 9a Feld- Alt. Regt 25. Starkenburg und Rheinhessen. rb. Darmstadt 7. Dez. Großherzogin Elevo⸗
nore überraschte gestern nachmittag gegen 5 Uhr die de
Kinder in der neu errichteten Kinderlesehalle in der Bezirksschule der Lagerhausstraße mit einem Besuch. Die Großherzogin erschien in Begleitung der Frau Staats⸗ minister Dr. v. Ewald, und da Nikolaustag war, so über⸗ brachte ein Hoflakei einen großen Sack mit Aepfeln, Nüssen und Lebkuchen, die unter die freudestrahlenden Kinder ver⸗ teilt wurden. Einer der kleinen Knaben trug ein hübsches 5 und darnach sangen die Kinder, etwa 80 Buben und Mädchen bis zu 14 Jahren,„Stille Nacht, heilige Nacht“. Die e über die kleine sinnige
überreichte den Damen Photo⸗ aphien der Großh. Familie mit eigenhändiger Untere rift.
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gr.
m. Offenbach a. M., 7. Dez. Eine schwere Bluttat, der ein Menschenleben zum Opfer gefallen ist, spielte sich gegen Mitternacht in der Waldstraßse ab Den Anlaß bildeten geringe Streitigkeiten, die in einer Wirtschaft zwischen einigen Zivilslen und einem Sanitätsunteroffizier entstanden waren. Als die Fa⸗ brikarbeiter Georg Hörr und Johann Schäfer die Wirtschast verlassen hatten, begab sich auch der Unteroffizier auf den Heim⸗ weg. Auf der Straße lief ihm Schäfer nach und versetzte ihm einige Schläge auf den Kopf, so daß die Mütze herunterfiel. Während die beiden im Handgemenge waren, sprang Hörr hinzu, entriß dem Unteroffizier das Seitengewehr, schlug ihm damit zunächst auf den Kopf und brachte ihm dann noch einen Stich in die Magengegend und den linken Oberschenkel bei. Der Unter⸗ offizier schleopte sich noch ein Stück Wegs weiter, bis er schließlich W und verstarb. Der Erstochene ist der Unteroffizier
zilhelßm Nistrath aus Oldingshausen bei Erfurt, Vater zweier Kinder, und wollte heute auf Urlaub nach Hause fahren. Die beiden Rohlinge Hörr und Schäfer wurden verhaftet.
ch. Aus Rheinhessen, 7. Dez. Eine seltsame, kaum glaubliche Kunde kommt aus Huntersblum: In der Gegend dieser Gemarkung sollen Wölfe, die sich dorthin verirrt haben, hausen und in den Hof des August Ebeling(Wahlheimer Hoß) ein- gedrungen sein. Die Raubtiere sollen ein Schwein zerrissen, ein zweites bös zugerichtet und den Hoshund schwer gebissen haben. (Die Kunde scheint auch uns mehr seltsam als glaublich zu sein.)
Kreis Wetzlar. Wetzlar, 5. Dez Im„Römischen Kaiser“ fand heute eine sehr 925 besuchte Versammlung statt, in der Reichstagsabge⸗ ordneter Behrens einen mit Beifall aufgenommenen Vortrag über das Thema:„Das Deutsche Reich und seine Zukunft“ hielt.
Hessen⸗Nassau.
Frankfurt a M. 7. Dez Der Friegsaus⸗ schuß für KHonsumenten⸗Interessen Frank⸗ furt a. M. hat seit seiner Gründung am 16. Juli d. J. bereits eine solche Ausdehnung erfahren, daß er gegen⸗ wärtig die stärkste Körperschaft dieser Art bildet. Ihm ge⸗ hören heute 38 Verbände und Vereine mit etwa 106 000 Mit⸗ gliedern an. Wenn hierzu die Familienangehörigen gezählt werden, ergibt sich eine organisierte Verbraucher⸗ zahl von rund 320000 Köpfen, das sind zwei Drittel der Frankfurter Gesamtbevölkerung.
e. Frankfurt a. M., 7. Dez. Hier tagte die Landesgruppe Großherzogtum Hessen des Bundes Deutscher Architekten zur Behandlung der Tagesordnung: Neuwahlen des Vorstandes, Besprechung der Frage des Zusammenschlusses mit dem Verbande Deutscher Architekten und Jugenieurvereins, Entsendung von Ver⸗ tretern zum Bundestag in Karlsruhe am 13. und 14. Dezember. — Zum 1. Vorsitzenden der Landesgruppe wurde Professor Hugo Eberhardt⸗Offenbach, zum Schristsührer Alois Beck-Offenbach a. M., zum Kassenwart Architekt Bachem-Darmstadt gewählt.
ra. Aus dem Hinterlandskreis, 6. Dez. Die Na ch⸗ frage nach Dienstboten ist in den Wochen vor Weihnachten sortgesetzt sehr rege. Trotzdem die Löhne von Jahr zu Jahr steigen, sind aber Dienstboten immer seltener zu haben.
einem Gewand und ein Paar Schuhen 300 bis 360 Mk., und ein tüchtiger Ackerknecht 400 bis 450 Mk. Jahreslohn. Dazu wird überall auf dem Lande völlig freie Station gewährt, die bei den jetzigen Verhältnissen gleichfalls nicht gering zu schätzen ist. Die vielen Zigarrenfabriken unserer Gegend, dazu die ausblühende In— dustrie der Städte, nehmen immer mehr Leute auf, so daß die Dienstbotenfrage auch in der Kriegszeit schwierig zu lösen ist.
Gießener Strafkammer. th. Gießen 6. Dezember.
Am letzten Freitag verhandelte die Strafkammer in nur drei
Anklagesachen. Wegen einfachen Bankerottes wurde der Viehhändler Salomon Str. von Alsfeld zu 100 Mark Geldstrafe, hilfsweise 20 Tage Gefängnis, verurteilt. Der Mann war in Konkurs geraten, hatte leine ordnungsmäßigen Bücher ge⸗ führt und keine Abschlüsse gemacht. 5 Zwei ruffische Landarbeiter,
die auf dem Dauernheimer Hof bei Friedberg beschäftigt waren, haben ihre Arbeitsstelle ohne Erlaubnis der zuständigen Behörde verlassen, um sich in die Heimat nach Russisch⸗Polen durchzuschla⸗ 55 Beide Angeklagte, mit denen nur mittels Dolmetscher zu ver⸗
deln war, haben sich durch ihr eigenmächtiges Handeln gegen die Bestimmungen des Belagerungszustandes vergangen und wurden zu je einem Monat Gefängnis verurteilt. Die beiden wurden sofort in Haft genommen. 5
Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit
wurde gegen den 17 Jahre alten Eisenbahner Georg E. von Groß⸗ Karben wegen Vergehens Menen§ 171 Str.⸗G.⸗B. verhandelt. Der Angeklagte wurde wegen Mangels an Beweisen freigesprochen.
Gerichtssaal. Ein Armeelieferungsbetrug vor Gericht.
Berlin, 6. Dez.(WTB. Nichtamtlich.) In dem drei Wochen währenden Betrugsprozeß gegen Arthur Jacoby und Ge⸗ mossen wegen Armeelieferungsbetrug vor der vierten Strafkammer des Landgerichts Berlin I erkannte das Gericht in später Nachmittagsstunde auf folgende Urteile: 1. gegen Kauf⸗ mann Arthur Jacoby, Inhaber der Schuhwarenfirma Emil Jacoby. 5 Jahre 2 Monate Gefängnis; 5 Jahre Ehrverlust, vier Monate werden auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet; 2. gegen Kaufmann Karl Kohn, Inhaber der Firma Julius Mandelbaum u. Co., München, 4 Jahre 6 Monate Gefängnis, 5 Jahre Ehrverlust, 4 Monate werden auf die erlittene Unter⸗ suchungshaft angerechnet; 3. gegen den Kaufmann Ernst Schmidt (Mariendorf) 1 Jahr 6 Monate Gefängnis, 2 Monate werden auf die erlittene Untersuchungshaft angerechnet; 4. gegen den Lageristen
Wolfgang Urban(München) auf 4 Monate Gefängnis; 5. gegen den Lageristen Franz Epple Hen auf 3 Monate Gefäng⸗ nis; 6. gegen den Reisenden Joseph Kohn(München) auf Frei⸗
sprechung.
In der Urteilsbegründung wird besonders folgendes hervorgehoben: Der W erachtet das Vorliegen des Landes⸗ verrates nach 8 89 des Sttafgesetzbuches für nicht gegeben, auch nicht die Verletzung des§ 329 des Strafgesetzbuches wegen Nicht⸗ erfüllung behördlicher Aufträge für Armeelieferungen, da sich das Gesetz nur auf deutsche Behörden bezieht. Dagegen machten sich die Angeklagten des Betruges gegen den österreichisch⸗ ungarischen Staat im Sinne des§ 263 des Strafgesetzbuches schuldig. Bei der Strafzumessung wird erwogen, daß sich Deutsch⸗ land mit seinem Bundesgenossen Oesterreich⸗Ungarn in hartem Ringen um Selbständigkeit und Freiheit befinde.
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rb. Darmstadt, 6. Dez. Das Schwurgericht für die Provinz Starkenburg begann heute unter Vorsitz von Landgerichts⸗ rat Dr. Lehr seine letzten diesjährigen Verhandlungen mit einer Anklage gegen den 1885 zu Kimbach geborenen, verheirateten Lokomotivheizer Johann Philipp Wassum von hier wegen ver⸗ suchten und vollendeten Verbrechens nach 8 177 Str. G. B. und r unbefugten Anmaßung eines Amtes(8 132 Str. G. B.). Wassum ist bisher unbestraft. Der Angeklagte wurde von Rechts⸗ anwalt Neuschäffer verteidigt. In der unter Ausschluß der Oeffent⸗ lichkeit geführten Verhandlung erkannten die Geschworenen auf Nichtschuldig des vollendeten, aber auf Schuldig des versuchten Verbrechens gegen§ 177, billigten ihm auch mildernde Umstände zu. Er wurde darnach zu 1 Jahr Gefängnis, abzüglich 2 Monate für erlittene Untersuchungshaft verurteilt. taats⸗ anwalt Gauf hatte 1 Jahr 4 Monate beantragt.
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Vermischtes. »Ein Fallschirmaus 3000 m Höhe. Die Knnstruktion eines neuen Fallschirms ist, wie die Londoner Blätter melden,
Eine in der Bauernwirtschaft erfahrene Dienstnagd verlangt heute neben]
schtrm, über dessen Einrichtung nichts Genaues gesagt wird, hat 0 bei einem versuchsweise angestellten Sturz aus 3000 m Höhe als tragfähig erwiesen. Der Erfinder, ein Oberst Maitland, stieg in einem Ballon 3000 m hoch und sprang dann mit dem Fall⸗ schirm, dessen Griff er mit den Händen festhielt, aus der Gondel. Er fiel ungehemmt wie ein Stein durch 2000 m Luftraum; dann be⸗ gann der Fallschirm zu wirken, und nach einem langsamen Herab⸗ gleiten langte der Erfinder unversehrt auf dem Boden an. Die praklische Bedeutung des Fallschirms für abstürzende Flieger ist allerdings in ihren technischen Einzelheiten noch nicht erwiesen.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Mitwoch, den 8. Dez. 1915; Wechselnd beswölkt, zeitweise Niederschläge, Temperatur wenig geändert.. —
Letzte Nachrichten. Die Balkanpläne des Vierverbandes.
Kopenhagen, 7. Dez.„Bexlingske Tidende“ gibt eine Meldung l Parisien“ aus Turin wieder, wonach Ita⸗ lien gegenwärtig 50000, Mann in Albanien zu dem be⸗ sonderen Zwecke landet, die versprengten Teile des serbischen Heeres zu sammeln, mit Lebensmitteln zu versehen und nach dem anstrengenden Rückzug wieder kriegsfähig herzustellen. Die Ita⸗ liener halten die erste Partie im Balkanfeldzuge längst für ver⸗ loren, aber man wil eine neue Ausladungshasis schaffen, um die Landungen zu erweitern, die Russen zum Vormarsch bestimmen und das serbische Heer durch italienische Truppen verstärken.
Joffre und Joche.
Kopenhagen, 7. Dez. Nach dem„Matin“ bestätigt sich die Nachricht von der Uebernahme des Oberbefehls an der französischen Front durch General Foche. Joffre wird als Oberstkommandserender in enger Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger auch weiterhin die Operationen leiten.
Das Zusammengehen der skandinavischen Reiche.
Kopenhagen, 7. Dez.„Politiken“ erfährt, daß der schwe⸗ dische Minister des Aeußern, Wallenberg, der gestern nach Kristiania fuhr, Schritte unternehmen wird, um ein engeres po⸗ lilisches Zusammengehen der skandinavischen Staaten, wie es die Dreikönigszusammenkunft in Malmö anstrebte, praktisch zu er⸗
möglichen.. 8 Nordische Kälte. Kopenhagen, 7. Dez. In Dalarne herrscht die strengste gener Menschengedenken. Von einzelnen Orten wurden Ende der Woche 38 Grad Kälte gemeldet. Auch Haparanda hatte über
30 Grad, Stockholm gestern 23 Grad Kälte. In Norwegen haben Lawinen großen Schaden angerichtet, u. a. in der Gegend von Jetumheimen große Renntierherden vernichtet.
XVIII. Armeekorps Stellvertretendes Generalkommando Abt. IIc /B. Tgb.⸗Nr. 5289. Frankfurt(Main), den 30. November 1915.
Bekanntmachung.
Mit dem Ankauf von Altgummi gemäß Nachtragsverord⸗ nung vom 17. September 1915 V. I. 1612/8. 15. K. R. A. zu der Bekanntmachung betreffend Bestandserhebung und Beschlag⸗ nahme von Kautschuk(Gummi) usw. Nr. V. I. 633,/6. 15. K. R. A. sind von der Inspektion des Kraftfahrwesens nachgenannte Fir⸗ men für folgende Gebiete beauftragt. 5
Hermann Herzheimer in Flörsheim(Main) für: Großherzogtum: Hessen 5 5 N(soweit nicht Okkupations⸗ gebiet). 45 Feist Strauß in Frankfurt a. M., Mainzer Landstr. 181 (Querbau) 1 für: Königreich: Württemberg Provinz: Hessen⸗Nassau Großherzogtum: Baden 5 Fürstentum: Hohenzollern, Waldeck(Arolsen). Martin Jacobson in Berlin NW. 21, Alt⸗Moabit 95/96 für: Provinzen: Brandenburg, Sachsen erzogtum: Anhalt ürstentum: Schwarzburg-Sondershausen.
Fritz Walther Müller G. m. b. H., Dresden⸗N., Leipziger Straße 8 für: Königreich: Sachsen 1 Großherzogtum: Sachsen-Weimar⸗Eisenach. 5 Herzogtümer: Sachsen⸗Altenburg, Sachsen⸗Koburg⸗ Gotha, Sachsen⸗Meiningen 3 Fürstentümer: Reuß— ältere und jüngere Linie, Schwarzburg⸗Rudolstadt. 1 H. Meyer und Komp. in Lübeck für: Provinzen: Schleswig⸗Holstein, Pommern, Wes preußen, 187 1(soweit nicht Okkupationsgebiet), Posen 2 5 ee Mecklenburg⸗Schwerin, Mecklenburg⸗ rel! fürstentum: Lübeck(zu Oldenburg) J reie Stadt: Lübeck.
Gebr. Salomon in Hannover für: Provinzen: Hannover, Westfalen Großherzogtum: Oldenburg Herzogtum: Braunschweig hene Waldeck(Pyrmont), Schnumburg⸗Lippe. Freie Städte: Hamburg und Bremen. S. Salomon in Minden(Westfalen) für: Rheinprovinz Fürstentum: Birkenfeld(zu Oldenburg). Eugen Perle in Breslau VI für: Provinz Schlesien. 9 Alle Besitzer von dem in Frage kommenden Altgummi und an eee de ifen mit Nieten und ohne solche, Luftsch 5 Alten Autoreifen mit Nieten und ohne solche, Luftschläuchen, dunkel, schwimmend, Luftschläuchen, rot, Gunmen ten 9 . schwimmend(gleichgültig, ob im ganzen oder zerschnitten), sind verpflichtet, ihren Vorrat sofort der Firma unter genauer Angabe von Art und Menge zum Kauf anzubieten. Ebenso haben alle Personen usw., welche solchen Altgummi in Verwahrung haben, der Firma dies sofort mitzuteilen. Die Bestände sind frei Abgangs⸗ Bahnstation verpackt vom Eigentümer abzuliefern. Verpackung wird auf Wunsch zurückgegeben. Die Bezahlung der aufgekauf⸗ ten Altgummi⸗Bestände erfolgt in bar durch die oben⸗ erwähnten Firmen nach Empfang und Richtigbefund am eee ee Den Kraftwagenbesitzern, welche noch zugelassene Wagen habe wird nur das zur Reparatur der eigenen Bereifung Wige alt 5 belassen und zwar für jeden zugelassenen Wagen 8. Der anderweitige Verkauf von dem hier in Frage kommenden Altmaterial ist verboten und wird strafrechtlich
Lippe⸗Detmold,
einem Offizier der englischen Marineflieger gelungen. Der Fall-
verfolgt. Der kommandierende General: 8 Freiherr von Gall, General der Infanterie.


