Ausgabe 
(30.11.1915) 282. Erstes Blatt
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des Verrats wird Kolomea bezeichnet. Nicht unerwähnt bleiben

dürfen die infolge der Naphtaquellen und des Kohlenreichtums

zu Industriegebieten ersten Ranges herausgewachsenen Teile Ga⸗ liziens wie Drobisch, Borislaw mit echt amerikanischen Verhält⸗ nissen. Neben ungeheurem Reichtum herrscht hier die größte

Armut mit allen ihren Begleiterscheinungen. Die in Betracht

kommenden Gebiete, Landschaften, Städte, Völkertypen, die Bau⸗ art der Häuser und Beschäftigung der Bewohner wurden durch einwandfreie Lichtbilder vorgeführt und veranschaulicht. Mit einem hoffnungsvollen Ausblick auf die Zukunft und einem Hoch auf 7 5 Feldgrauen, die der ersehnte Friede bald in die Heimat und zu den 1 führen möge, schloß der Vortragende seine ge⸗ diegenen Ausführungen, die von den zahlreich erschienenen Zu⸗ hörern sehr beifällig aufgenommen wurden.

i Gießener Hausfrauen⸗ Verein. Die nächste Mitgliederversammlung des Vereins findet am 9. De⸗ 1 8 abends 8 ¼ Uhr, in der großen Aula der Universität statt.

äheres besagt die Anzeige in heutiger Nummer.

Die Hessische Lazarettzeitung bringt in ihrer soeben erschienenen Nummer 8 einen Leitaufsatz zum Geburtstage des Landesherrn, eine Reihe aufklärender Ab⸗ handlungen über die Rechte der Kriegsbeschädigten, ein Zeit⸗ gedicht hon Otto v. Pfister, Darmstadt, einen Arbeits⸗ markt, den Schluß der Uebersetzung aus Tacitus' Germania, Briefkasten und allerlei Kurzweil. Die Gießener Bei⸗

lage bringt u. a. einen interessanten Aufsatz über den Vetz⸗

berg und allerhand Mitteilungen über die in Gießen für die Verwundeten geschaffenen Bildungs- und Unterhaltungs⸗ möglichkeiten.

* Eierverkauf des Kommunalverbandes. Der Kommunalverband hat wieder einen* frischer ungarischer Eier(ca. 80 000 Stück) bestellt. Die Eier sind heute in Gießen eingetroffen. Das Vorgehen des Kom⸗ munalverbandes ist um so mehr zu begrüßen, als gerade auf dem letzten Wochenmarkt am Samstag eine gewisse Knapp⸗ heit in Eiern eingetreten war, die sofort von den Verkäufern dazu benutzt wurde, für die Eier 25 und sogar 26 Pfg. für das Stück 51 verlangen, ein Preis, der als geradezu un⸗ geheuerlich zu bezeichnen ist. Die Eier des Kommu⸗ nalverbands werden nur an Private und nur in Mengen von höchstens 10 Stück in den bekannten Verkaufsstellen zu

18 Pfg. das Stück verkauft. äute. Mit dem 1. Dezember 1915

* Höchstpreise für tritt eine Bekann. ung in Kraft, die für alle der Beschlagnahme unterliegenden Großviehhäute und Kalbfelle Höchst⸗ preise festsetzt. Die Bekanntmachung bestimmt nur den Höchst⸗ preis, den die Verteilungsstelle des beschlagnahmten Ge⸗ fälles, die Kriegsleder⸗Aktiengesellschaft, an 12 Lieferanten zahlen darf. Im übrigen wird es dem Verkehr überlassen, bei den er⸗ laubten Veräußerungsgeschäften über Häute und Felle entsprechend niedrigere Preise zur Anwendung zu bringen, so daß eine Lie⸗ ferung an die Kriegsleder⸗Aktiengesellschaft noch möglich bleibt. Der Höchstpreis filr die einzelnen Häute und Felle ist je nach Herkunft, Gewichtsklasse, Gattung, Schlachtung und Beschaffen⸗ heit verschieden. Er t aus dem für die einzelnen Klassen der Häute und Felle bestimmten Grundpreis, von dem fest⸗ gesetzte Abzüge zu machen sind, je nachdem das Gefälle Fehler hat oder in einer besonderen Weise geschlachtet ist. Die Bekannt⸗ machung, die die Preise und eine ganze Reihe von Einzelbestim⸗ mungen enthält, ist an dem Bürgermeistereigebäude angeschlagen und imGieß. Anz. von heute enthalten.

8** Tauwetter. Kaum gedacht, ist der Lust ein End'

gemacht. Der Wettersturz in der vorigen Woche war auch gar zu plötzlich gewesen. In den starken Schneefall der Freitagnacht fror es am Samstag und namentlich in der Nacht zum Sonntag zweistellige Zahlen, d. h. das Thermo⸗ meter verzeichnete am Sonntag früh 17 Grad Celsius, an Stellen, die dem Nordwind ausgesetzt sind, gar noch mehr, unter dem Nullpunkt. Wintertage von einer so eindring⸗ lichen Beschaffenheit kamen, daß man dem Frost kaum den Eintritt in die Häuser wehren konnte, daß die Kartoffeln in schlecht verwahrten Kellern erfroren und die Wasser⸗ leitungen vereisten. Dem Rodel⸗ und Schneeschuhsport frei⸗ lich waren die paar Tage umso besser gesinnt, und trotz dem 1 ah man am Sonntag manche Schlitten und Skier am hof. Gestern nachmittag kam es sogar schon zu einem recht belebten Treiben auf der Eisbahn an der Moltkestraße, wo allerdings die Jugend unbeschränkte Herr⸗ schaft ausübte. Auch hier war das Vergnügen nur kurz.

Um 5 Uhr wurde abgeläutet, weil die elektrische Lichtanlage noch N Zudem begann um diese 8 wieder Schnee vom grauen Himmel zu fallen. Immer dichter tanzten in den Abendstunden

die Flocken; aber auch immer schneller und senkrechter fielen sie zur Erde, ein Zeichen, daß die weiße Herrlichkeit bald zu Wasser werden sollte. So bedrohlich gestern abend dieser zweite Schneefall sich anließ, so enttäuscht mag man⸗ ches Kinderherz heute morgen gewesen sein. Der Regen klatschte vom Südwind getrieben gegen die Fenster, es troff von allen Dächern, und die weiße Decke auf Straßen und Plätzen wandelte sich allgemach in jene mißfarbene Brühe, die der Schrecken aller Mütter ist, die für mehrere Paar trockene Schuhe sorgen müssen. Vor allen Haustüren nahm man die Unterstützung des aufweichenden Regens mit Kratz⸗ eisen, Schaufel und Besen auf und nun ist Tauwetter von einer Klebrigkeit und Nässe, die den Aufenthalt im Hause doppelt empfehlenswert machen. Schlittschuhgeklapper und Schellengeklingel sind vorläufig mal wieder von den Straßen verschwunden; und es bleibt nur die Feststellung, die man sogar von recht erfahrenen Leuten bestätigt hören konnte, daß man einen so frühen und ungeberdigen Winter noch 1 erlebt habe. Aber strenge Herren regieren nicht

ange. * Frostfreie Versendung

von Kartoffeln. Die Reichskartoffelstelle empfiehlt auf

vielfach an sie gerich⸗

tete Anfragen wegen Beschaffung von Stroh zum Schutze gegen Frost beim Verladen von Kartoffeln dort, wo kein Stroh aufzutreiben ist, Schilf, n

Laubstreu, Kartoffelkraut, Torfmull, Strohersa tz zu verwenden.

Moos,

Tannenzweige, 2179 als

Papier oder

härtnisse natürlich noch viel mehr des Aus-

h flugsverkehrs verschoben. Immerhin wollen wir, be⸗ sonders weil jetzt keine klaren Verhältnisse

vorliegen, noch keine endgültige Entscheidung treffen, sondern nach Wiederkehr ruhigerer Zeiten, also einige Zeit nach dem Friedens⸗ schlusse, die Angelegenheit erneut und wohl⸗ wollend prüfen. Bei der jetzigen Zeit und Geschäfts⸗ lage müssen wir sie als minder dringlich zurückstellen. Eng mit der Frage der Sonntagskarten zur Edertalsperre hängt auch die Weiterführung des Personenzuges 486 Kassel Marburg bis Gießen 1 e Wir wollen hierbei nicht unerwähnt lassen, daß selbst zur Friedenszeit, und sogar im Sommer, der Zug auf der Strecke Niederwalgern Gießen nur eine recht geringe Besetzung hatte.

* Pferdeversleigerung. Freitag, den 3. Dezember 1915 vormittags 10 Uhr, findet im Hofe des Jagdschlosses Kranichstein eine Versteigerung von 18 aus Belgien bezogenen Arbeits- pferden schwersten Schlages im Alter von ca. 410 Jahren statt. Die Versteigerung erfolgt nur gegen Barzahlung. An der⸗ selben können nur Hessen teilnehmen.

Landkreis Gießen.

Z, Geilshausen, 28. Nov. Die bisher noch nicht der elektrischen Zentrale angeschlossenenen Wohnungen unseres Dorfes haben in den letzten Wochen ebenfalls Anschluß an die Leitung erhalten, so daß jetzt das ganze Dorf außer dem Bahnhof mit elektrischem Licht versehen ist. Die Sammlung vom 25. November, vom hessischen Opfertag, ergab 102 Mark. Auch wurden von der Ortsgruppe des Flottenvereins 200 Mark dem Landesausschuß für Weihnachtsliebesgaben an die Marine überwiesen.

b. Ober⸗Hörgern, 29. Nov. Am 1. Dezember begeht die hiesige Hebamme, Frau Seipp, ihr 40jähriges Dienst⸗ jubiläum. Die 61jährige Jubilarin hat ohne Unterbrechung stets ihr schwieriges Amt selbst verwaltet. 283mal war sie ge⸗ zwungen, für ihr kleines Heimatsdörschen bei Freund Adebar an⸗ zuklopfen. Der Großherzog hat im November 1913 ihr Verdienst durch Verleihung der Silbernen Verdienstmedaille des Ludwigs⸗ ordens anerkannt. 8

r. Holzheim, 29. Nov. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt auf Großherzogs Geburtstag der Schütze Wil⸗ helm Reitz in der Maschinengewehr-Kompagnie des Infanterie Regiments Nr. 116.

t. Obbornhofen, 29. Nov. Für den in Serbien gefallenen Hermann Weil wurde gestern nachmittag die Gedächtnis- feier gehalten. Der Kriegerverein und fast die ganze Gemeinde nahmen teil daran.

Nieder⸗Bessingen, 29. Nov. Die beiden Landwehr⸗ leute Johannes Heil und Karl Roth, die seit Beginn des Krieges ununterbrochen in der 11. Komp. L.⸗J.⸗Regt. 116 in Frankreich kämpfen, wurden mit der Hessischen Tapfer⸗ keitsmedaille ausgezeichnet. Die Sammlung am hes⸗ sischen Opfertag fürs Rote Kreuz ergab in unserer kleinen Ge⸗ meinde 70,25 Mark. g.

E. Stockhausen, 29. Nov. Das Ergebnis des allgemeinen Opfertages am Geburtstage des Großherzogs betrug 65 Mk., ein Zeugnis von der Opferwilligkeit unserer kleinen Gemeinde mit ihren 150 Einwohnern.. 5

w. Langd, 29. Nov. Gefreiter Rudolf Nagel von hier, seit Anfang des Krieges in der 3. Komp. des Pionier⸗Battl. 21, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.

Kreis Schotten.

Laubach, 29. Nov, Gestern nachmittag 4 Uhr fand auf hiesigem Friedhose die feierliche Beisetzung des Grafen Her- mann zu Solms⸗Laubach statt. Eine kirchliche Feier in der Friedhofskapelle, wo die Leiche am Tage vorher aufgebahrt worden war, ging der N voraus. Pfarrer Nebel hielt eine An- sprache und segnete sodann die Leiche ein. Dann wurde der Sarg unter Vorantritt von zwei Trauermarschällen von den Gräflichen Forstbeamten nach dem Friedhofe getragen. Ihm folgten die Leid⸗ tragenden, Mitglieder des Gräflichen Hauses, Vertreter des Groß- herzoglichen und der Standesherrlichen Häuser, die Pächter, die Gräflichen Beamten, sowie die Bürgermeister, Gemeinderäte und Lehrer aus der Standesherrschaft und das übrige Trauergefolge. Mit einem kurzen Gebet, gesprochen von Pfarrer Nebel, wurde die Leiche der Erde übergeben. Zahlreiche Kranzspenden wurden dem Verstorbenen gewidmet. In der Friedrichsburg fanden anschließend Kondolenzbesuche statt.

Gießener Strafkammer. 5 th. Gießen, 26. Nov. Gestern verhandelte die Straflammer nur drei Anklagen, so daß die Sitzung sich nur kurz gestaltete. Wegen Diebstahls im Rückfall wurde der Arbeiter Georg R. von Frankfurt a. M. zu 4 Mo⸗ naten Gefängnis verurteilt, worauf 6 Wochen der verbüßten Untersuchungshaft angerechnet wurden. R. hatte in der Wetterau bei einer Dreschmaschine gearbeitet und beim Verlassen der Stelle einen vollständigen Anzug nebst Hut, die einem Dritten gehörten, mitgehen heißen. 5 egen Viehseuchenvergehens wurde Lina H. von Dortelweil zu einer Geldstrafe von 60 Mark, hilfsweise 12 Tagen Gefängnis verurteilt, weil sie die Erkran⸗ kung ihres Viehs an der Maul⸗ und Klauenseuche nicht angemeldet und außerdem mit den Tieren noch Dünger aufs Feld ge⸗

fahren hat.. 5 Ein verbotener Mehlhandel.

Der Kaufmann Ad. G. in Gießen hatte einen Strafbefehl in Höhe von 58 Mark erhalten, weil er ca. 6 Zentner Weizenmehl, die durch Bundesratsverordnung vom 1. 2. 15 beschlagnahmt und auch von der Stadt Gießen in Anspruch genommen waren, veräußert hatte G. erhob gegen seine Bestrafung Ei ch und erzielte beim Schöffengericht den Erfolg, daß er von Strafe und Kosten freigesprochen wurde Hiermit war der Staatsanwalt ni zufrieden: er brachte die Sache an die Strafkammer. Der Kauf⸗ mann ärte, er habe sich, bevor das Mehl von der Stadt in Anspruch genommen wurde, der Militärbehörde gegenüber vertrag⸗ lich zur Lieferung von Weizenmehl für die Mannschaftsküche ver⸗ pflichtet und auch tatsächlich seinen Vorrat dahin geliefert. Er wies au daß das von diesem in Anspruch genommene Mehl der Militär⸗ behörde zur Speisung der Vaterlandsverteidiger gewissermaßen schon verkauft sei. Der Oberbürgermeister hat diese Mitteilung war erhalten, hat aber laut Brief vom 13. März darauf be⸗ enden daß das beschlagnahmte Mehl nicht an die Mannschafts⸗ küche, sondern nur gegen Brotmarken an die Einwohnerschaft von Gießen veräußert werden dürfe. Trotzdem hat die Militärbehörde das Mehl geliefert bekommen. Die Strafkammer war der Ansicht, daß der Kaufmann G. gewußt habe, daß sein Mehlvorrat be⸗ schlagnahmt war. Der Angeklagte habe trotzdem den verbotenen Mehlverkauf vorgenommen und müsse deshalb bestraft werden. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß für die Verfehlung eine Geldstrafe von 20 Mark, hilfsweise 4 Tage Gefängnis, eine ausreichende Sühne bilden.

Berichtigung.

In dem letzten Strafkammerbericht hatte unser Bericht⸗ erstatter mitgeteilt, daß der Lehrer Ad. L. von Oberwöllstadt wegen Ueberschreitung des Züchtigungsrechts 7 50 Mark Geld⸗ strafe verurteilt wurde. Dazu ist berichtigend festzustellen, daß es sich dabei nicht um einen Lehrer, sondern um den Pfarrer L. gehandelt hat.*

Aniversitäts⸗ Nachrichten. 5

Berlin, 29 Nov. DasBerl. Tagebl. meldet aus München: Das bayerische Kultusministerium hat verfügt, daß sich alle unter den Waffen stehenden bulgarischen Stu- dierenden an den drei Landesuniversitäten und an der Hoch⸗ schule in München schristlich oder durch einen Vertreter zur Im- matrikulation anmelden können; auch sind sie von der Ent⸗ richtung der semesterweise laufenden Gebühren befreit.

Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 1. Dez. 1915: Trüb und regnerisch, wärmer.

ch nach, daß er dem Oberbürgermeister mitgeteilt hat, Tode

Dermischtes.

Berlin, 29. Nov. DasBerl. Tagebl. meldet aus La- redo(Texas); Mexikanische Banditen sprengten am 23. No- vember emen Eisenbahnzug der mexikanischen Nationalbahn zwischen Monterey und Tampico in die Luft. 80 Passagiere wurden getötet. 5

Berlin, 30, Nov. Auf der sächsischen Elbstrecke ist bis zur Grenze der Personenverkehr wegen starken Eisganges gestern eingestellt worden. Auch die Schiffahrt auf der Mosel mußte eingestellt werden. Der Fluß führt bei 13 Grad Kälte starkes Treibeis. 5

Märkte. e. Frankfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 29. Nov. Auffrieb: Rinder 2437(darunter Ochsen 267, Bullen 39, Kühe und Färsen 2131), Kälber 359, Schafe 157, Schweine 538.

Marktverlauf: Rinder und Schweine lebhaft, Kälbern gedrückt, Schafe ruhig, geräumt. Preise für 100 Pfd. Lebend⸗ Schlacht- . Ochsen. gewicht r ausgemästete, höchsten Schlacht⸗ Mk. Mk. wertes, Jar alltt:t::!:::: Junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere e 6973 126132 5 Bullen. Vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtw. 6870 120-125 Vollfleischige, jüngere. 6266 112120 5 Färsen, Kühe. Vollfleischige ausgem. Färsen höchst. Schlachtw. 68873 126 135 Vollfleischige ausgem. Kühe höchsten Schlacht- wertes bis zu 7 Jahren6899 120188 Wenig gut entwickelte Färsen. 5863 116126 Aeltere ausgemästete Kühe.. 5460 108120 Mäßg genährte Kühe und Färsen. 4652 92104 Gering genährte Kühe und Färsen.. 38-45 87 102 Kälber. Feinste Master. d Mittlere Mast- und beste Saugkälber. 7075 117125 Geringere Mast⸗ und gute Saugkälber.. 6670 116119 Geringe gte 98108 Schafe. Weidemastschafe. Mastlämmer und jüngere Masthammel. 5560 120130 Geringere Masthammel und Schafe... 46-00 110-00 Schweine. 0 Vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kg Lebend gewicht 108.00 00.00. Vollfleischige Schweine unter 80 kg ebend, 78.00- 93.00. e Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht... 118.00 118.80.

Vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebend gewicht... 129.00- 129.50 5

io. Frankfurt a. M., 29. Nov. Frucht⸗ und Futter⸗ mittelmarkt. Bei schwachem Besuch ist die Lage am Frucht⸗ markt unverändert fest. Das Angebot knapp. Getreide geschäfts⸗ los; Futtermittel Nachfrage groß. Leinkuchen 7879.50 Mk., Kleie 5153.50 Mk. Andere Futtermittel sind nicht angefahren.

fe. Frankfurt a. M., 29. Nov. Kartoffelmarkt. Angebot knapp, da das Hauptangebot aus Oberhessen noch immer fehlt. Die Käufer sind sehr zurückhaltend, es kamen nur einzelne Abschlüsse zustande.

Letzte Nachrichten.

Der Kampf um Monastir. 2

Amsterdam, 30. Nov. DerDaily Telegraph läßt aus Athen berichten: Oberst Wassitsch hat dem serbischen sandten telegraphiert, alle Hoffnung, Monastir zu retten, hahe er aufgegeben. Der Feind verfüge über eine Streitkraft, die fünf⸗ mal größer als die seine sei Er sagt dann weiter: Bis morgen werde ich noch Widerstand leisten, morgen wird der Feind in Mo⸗ nastir sein. Die Stadt ist bereits voll ständig geräumt und sogar die englischen Konsuln, die sich vorige Woche noch weigerten, weg⸗ zugehen, haben die Stadt verlassen und sind in Florina angekom⸗ men. Eine bulgarische Bande hat die Brücke über die Cerna, vier Meilen westlich von Monastir, besetzt. Man erwartet, daß sie heute in Kenali erscheinen wird, wodurch sie die Eisenbahn und die Wege nach der griechischen Grenze abschneiden wird. Ich mit meiner Heldenschar werde mich in westlicher Richtung nach Resna zurück⸗ JJjJJJCCVVVVCVVVGGCGCC

en. 1

Aeußerungen des griechischen Ministerpräsidenten.

Rotterdam, 30. Nov. Der griechische Wee e Skuludis hatte eine Unterredung mit dem Athener Ver⸗ treter desTemps, in der er geäußert hat, daß er keiner Partei angehöre. Er lasse sich ausschließlich durch Griechenlands Interessen leiten. Nur um seinem Lande zu dienen, habe er die schwere Aufgabe der Regierung auf sich genommen. Skuludis wünschte zu betonen, daß die jüngsten Meinungsverschiedenheiten auf ein Mißverständnis zurückzuführen seien, welches dadurch entstanden sei, daß man rein theoretischen Erklärungen zu Un⸗ recht einen politischen Charakter beilegte. Griechenland befindet sich, so äußerte Skuludis, zwischen Hammer und Ambos und die Aufgabe der Regierung ist heikel und gefährlich. Skuludis sagte 5 Wir versuchen die Neutralität aufrechtzuerhalten, wenn auch unter Beobachtung wohlwollender Neutralität der Entente segenüber, deren Aufgaben wir in jeder Hinsicht erleichtern wollen Ich abe gute Hoffnung, daß eine baldige Lösung sämtlicher Fragen möglich sein wird und daß die nunmehr begonnenen Verhandlungen zeigen werden, daß Griechenland des Vertrauens der Verbands⸗ mächte würdig ist und bleibt.

König Nikita an sein Volk. Basel, 30. Nov. Der König von Montenegro richtete ein Manifest an sein Volk, in dem es heißt, die serbische Ar⸗ mee habe sich gegen die Gebirge zurückziehen müssen, nichtsdesto⸗ weni würden aber die Serben und Montenegriner gegen den gemeinsamen Feind tapferen Widerstand leisten. Treu seinen Ueber⸗ lieferungen werde Montenegro den Kampf fortsetzen bis zum

e Eine Reise Kitcheners nach Petersburg.

Von der russischen Grenze, 30. Nov. Die Peters⸗ burger ZeitungDjen will aus erster Quelle erfahren haben, daß Lord Kitchener demnächst in Petersburg eintreffen wird, wo wichtige Unterredungen zwischen ihm und dem Kriegs⸗ minister Poliwanow und dem Minister des Aecußern Sasonow stattfinden sollen. Darauf wird sich Kitchener in das Große Haupt⸗ quartier zum Zaren begeben. Kitcheners Anwesenheit in Petersburg soll dem zu erwartenden Feldzug im Orient dienen und ein ein⸗ 15 Handeln der Alliierten im Orient herbeiführen. Zur

e

*

it befindet sich in Rußland eine englische Militärmission, be⸗ stehend aus einem General, einem Oberst und einem Major. Auch diese Militärmission e bereits mehrere Besprechungen mit dem Kriegsminister, Die Kommission wird sich dieser Tage ins Haupt⸗ quartier des Zaren begeben und von hier aus die Reise nach Odessa fortsetzen. Diese Mission soll Rußland zum Eingreifen auf dem Balkan zu bewegen suchen.

Erregung über die Einberufung des Jahrgangs 1917

in Frankreich.

Genf, 30. Nov. In der französischen Presse rufen die Maß⸗ nahmen des französischen Kriegsministers Gallieni große Miß⸗ stimmung hervor. Die Erregung bezieht sich namentlich auf die Einberufung eines neuen Landsturmjahrganges.

Tie Verwendung von schleimlösenden, den Hustenrei; mildern⸗ den Mitteln ist eine sehr verbreitete. Als eines der herborragend⸗ sten Heilmittel bei Erkrankungen der Luftwege kann die echten Emser⸗Pastillen, kenntlich durch den AufdruckKönigl. Ems bezeichnen. Sie enthalten keine künstlichen, sondern nur die natürlichen, in dem weltberühmten Emser Mineral⸗ wasser vorhandenen löslichen Quellsalze. Von der zurzeit im Handel befindlichen Kriegspackung sind schon viele 100000 als willlommene Liebesgabe ins Feld gegangen. S