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General⸗Anzeiger für Oberhessen
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Uaiser Wilhelm in Wien.
TB.) Großes Hauptquartier, 29. November.
Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz.
Auf der ganzen Front herrschte bei klarem Frostwetter lebhafte Artillerie- und Fliegertätigkeit. Nördlich von St. Mihiel wurde ein feindliches Flugzeug vor unserer Front zur Landung gezwungen und durch unser Artilleriefeuer zer⸗ stört. In Comines sind in den letzten zwei Wochen durch feindliches Feuer 22 Einwohner getötet und acht verwundet
worden. Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert.
Balkan⸗Kriegsschauplatz⸗ Die Verfolgung ist im weiteren Fortschreiten. Ueber fünfzehnhundert Serben wurden gefangen genommen.
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Zum gestrigen Bericht über den bisherigen Verlauf des serbischen Feldzuges ist noch zu ergänzen, daß die Ge⸗ samtzahl der bisher den Serben abgenommenen Ge⸗ 4 fünfhundertundzwei beträgt, darunter viele schwere..
Oberste Heeresleitung.
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Auch die Kriegszeit, in der vielerlei Unternehmungen durch fremde Gesetze des Handelns durcheinandergewirbelt werden, hat ihre Abschnitte und Abstufungen. Besonders der Sieger ist in der Lage, dies zu betonen und in seine An⸗ gelegenheiten und Pläne ein höheres Maß von Ordnung zu bringen. Wie eindrucksvoll war's immer, wenn unsere Heeresleitung nach Erledigung größerer kriegerischer„Ope⸗ rationen“ zuletzt mit einem für uns angenehmen Rück⸗ blick aufwarten konnte! Das geschah nun auch wieder nach Beendigung der großen Unternehmungen gegen das serbische Heer. Die kleine Atempause des Kriegsgottes hat auch der Kaiser wahrgenommen und hat, seinem Herzens⸗
drange folgend, dem greisen Beherrscher der Donaulande in
Wien einen kurzen Besuch abgestattet, dem wohl keine be⸗ sondere politische Bedeutung zulommt, der aber immerhin er⸗
hebende Ausblicke in die neue Zeit eröffnet, da der Erzherzog⸗
Thronfolger, der zu den intimen Unterhaltungen überall zu- gezogen worden ist und unseren Kaiser auf seinen Ausfahrten begleitete, diese Stunden gewiß nie vergessen wird, wenn später beide Reiche wieder zu gemeinsamem Handeln auf⸗ erufen werden. Im Feuer des Krieges werden Freund⸗ schaftsbande geschmiedet, und das Gemüt des jungen Fürsten, der einst den Thron der Habsburger einnehmen wird, fand im Besuche unseres Kaisers einen neuen Nährboden der Pflege freundschaftlicher Beziehungen. Wie das Volk in Wien dem Ereignis zugejubelt hat, wie freudig und rück⸗ haltlos es dem hohen Gaste seine Sympathien ausgedrückt hat, das unterstreichen die Wiener Blätter in großen stim⸗ mungsvollen Festartikeln.
Auch in der deutschen Reichshauptstadt setzt heute ein stimmungsvoller Tag des Gedenkens und des Zurück⸗ chauens ein. Der Reichstag hat. wieder ver⸗ sammelt. Was ihm zur Begutachtung und Beschlußfassung vorgesetzt wird, muß ihm in der Hauptsache Bewunderung und freudiges Vertrauen zur Zukunft des Reiches ab⸗ nötigen, denn es sind die Siege unserer Tapferen draußen in Feindesland! Die Sehnsucht nach Frieden ist in allen deutschen Herzen wach, gewiß, aber nur die Sehnsucht nach dem siegreichen Frieden. Die Federn der Diplomaten und die Mundwerke der Parlamentarier dürfen nicht wieder verderben, was die deutschen Heere vollbracht haben. Wir sind überzeugt, daß diesom moralischen Gebot der Stunde alle Erwählten des Volkes ohne Parteiunterschied ge⸗ horchen werden; die sozialdemokratische Fraktion hat dem Abg. Dr. Liebknecht, der sich wieder einmal als Eigenbrödler u gefallen scheint, bereits vor der Wiedereröffnung der
erhandlungen eine öffentliche Lektion erteilt.
Was an sonstigem Stoff dem Reichstag zugegangen ist, ist nicht allzu viel.
Zugegangen ist den Mitgliedern bisher, wie wir einer Zu⸗ sammenstellung in der Presse entnehmen, nur die Denkschrift über die etwaige Herabsetzung der Altersgrenze für die Altersversicherung vom 70. auf das 65. Jahr, sie wird, wie man hört, eingehend besprochen werden, auch die Berechnung wird man nachprüfen und die Meinungen werden zweifellos dar⸗ über auseinandergehen, ob das Reich und der Versicherungsträger diese Erhöhung zurzeit ertragen können. Dann ist die Vorlage über die 50 v. H. Zurücklage der Aktiengesellschaften für die Hriegsgewinnsteuer eingegangen. Die Kriegsgewinn⸗ steuer selbst kommt noch nicht. Das Reichsschatzamt hat noch keine Zeit gehabt, eine solche Steuer, die sehr umfassende Vor⸗ arbeiten und schwierige Verhandlungen mit den Bundes⸗ staaten notwendig macht, fertig zu stellen. Das Gesetz über die iegssteuer wird im nächsten Jahre eingebracht werden. Weiterhin wird dem Reichstag eine Denlschrift vorgelegt werden über die Frage der Versorgung des Volkes mit Le⸗ bens mitteln. Diese Denkschrift wird zunächst im erweiterten Budget⸗Ausschuß einer gründlichen Beratung unterzogen werden.
Das Haus wird wohl auch Veranlassung nehmen, über die Er⸗ scheinungen des Belagerungszustandes und zutage getretene Miß⸗ stände sowie über die Zensur sich zu äußern. Die Zeit wird vor⸗ aussichtlich in der Weise eingeteilt werden, daß nach dem 30. No⸗ vember, der wahrscheinlich nur eine ganz kurze Beratung auf⸗ weisen wird, eine etwa achttägige Ausschußberatung erfolgt. Gegen den 17. Dezember werden die Sitzungen wohl beendet sein, und das Haus wird sich bis zum März vertagen.
5 In einigen Blättern verschiedener Richtungen ist in der letzten Zeit Stimmung dafür gemacht worden, daß in der öffentlichen Besprechung der Kriegsziele das Zensurver⸗ bot gemildert werden könnte, denn einige Fragen
Zuk heute schon zur Erörterung reif. Einem da⸗
1 . .
hingehenden Wunsch würde die Reichsregierung sich vielleicht nicht verschließen. Ob eine solche Aenderung des bisherigen Zustandes möglich und wünschenswert ist, kann freilich der Außenstehende nur unzureichend ermessen; vielleicht ist die Regierung in der Lage, durch vertrauliche Mittei⸗ lungen die Parlamentarier anders zu überzeugen. Auch dann wird das Volk es an Vertrauen und Geduld nicht fehlen lassen. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 29. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird
verlautbart: 29. November 1915. Nussischer Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. 5
Die Isonzoschlacht dauert fort. Auch die gestrigen harten Kämpfe endeten für unsere Truppen wieder mit der vollen Behaugtung aller ihrer Stellungen. Gegen den Görzer Brückenkopf führten die Italiener abermals neue Regimenter heran. Ungeachtet ihrer nutzlosen Verluste folgte Sturm auf Sturm. Nur bei Oslavija und auf der Podgora gelang es dem Feind, in unsere Stellungen einzudringen; er wurde aber wieder hinausgeworfen. An⸗ sonsten scheiterten alle Vorstöße schon in unserem Feuer. Der Raum beiderseits des Monte San Michele wurde gleichfalls von sehr bedeutenden italienischen Kräften ver⸗ geblich angegriffen. Bei San Martino war das Infanterie⸗ Regiment Nr. 39 und das egerländische Landsturm⸗Infan⸗ terie-Regiment Nr. 6 an den Kämpfen hervorragend beteiligt. Im nördlichen Isonzo⸗Abschnitt wurden heftige Angriffe gegen unsere Bergstellungen nördlich Tolmein abge⸗
schlagen. 5 Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Unsere Offensive gegen das nördliche und nordöstliche Montenegro nimmt ihren Fortgang. Die k. und k. Truppen sind im Vordringen über den Metalka⸗Sattel und südlich von Pribaj. 5
Die Bulgaren verfolgen in der Richtung gegen Prizrend. 3 8 3 Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs
v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
* 0* Kaiser Wilhelm in Wien.
Wien, 29. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Kaiser Wil⸗ helm ist heute um 11 Uhr vormittags zu einem intimen Besuch des Kaisers Franz Josef hier eingetroffen. Er wurde im Bahnhof vom Erzherzog-Thronfolger Karl Franz Josef und den Erzherzögen Franz Salvator und Karl Stephan empfangen. Unter unbeschreiblichem Enthusiasmus des massenhaft herbeigeströmten Publikums fuhr Kaiser Wil⸗ helm in das Schönbrunner Schloß, wo er als Gast des Kaisers Franz Josef abstieg. Die Begegnung der beiden Kaiser, die einander seit Ausbruch des Weltkrieges nicht ge⸗ sehen hatten, trug überaus herzlichen Charakter. Die Monarchen konnten ihre Bewegung kaum meistern. Kaiser Franz l geleitete seinen erlauchten Gast in die Fremden⸗ räume. Bald nach der Ankunft fand ein intimes Frühstück statt, an dem nur die beiden Kaiser und der Erzherzog⸗ Thronfolger teilnahmen. In der ganzen Stadt, die erst seit den frühen Morgenstunden Kenntnis von dem Besuche des Deutschen Kaisers bekam, herrscht großer Jubel und Be⸗ geisterung. Die Stadt ist reich beflaggt.
Wien, 29. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Kaiser Wil⸗ helm empfing um ½3 Uhr nachmittags den Minister des Aeußern Baron Burian und die Ministerpräsidenten Graf Stürgkh und Graf Tisza in besonderen Audienzen. Kaiser Wilhelm nahm den Tee auf der deutschen Bot⸗ schaft, wohin er sich mit dem Erzherzog Thronfolger Kar! Franz Josef inkognito begab. Kaiser Wilhelm überreichte dem Botschafter v. Tschirschky, der ihm entgegengefahren war, persönlich das Eiserne Kreuz, außerdem verlieh er das Eiserne Kreuz dem stellvertretenden Militärattachs Prin⸗ zen zu Erbach⸗Schönberg und dem zur deutschen Bot⸗ schaft kommandierten Korvettenkapitän Goetting.
Die Rückreise.
Wien, 29. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der deutsche Kaiser reiste nach herzlichster Verabschiedung vom Kaiser Franz Josef im Schönbrunner Schlosse abends vom Pen⸗ zinger Bahnhof ab. Kaiser Wilhelm, der österreichische Feld⸗ uniform trug, war vom Thronfolger zum Bahnhof be⸗ gleitet worden, wo sie sich herzlich verabschiedeten. Zur Abschiedsaufwartung war u. a. Botschafter Tschirschky am Bahnhof erschienen. Als der Zug schon in Bewegung war, grüßte der Thronfolger den Deutschen Kaiser, der am Fenster des Salonwagens stand, durch Salutieren.
Der deutsche Kaiser hat auch den gemeinsamen Finanz⸗ minister Körber und Bürgermeister Weiskirchner in Au⸗ dienz empfangen.
Veränderungen im österreichischen Ministerium.
Wien, 29. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Von unserem Privatkorrespondenten. Hier laufen Gerüchte um von einer Umbildung des Kabinetts. In unterrichteten Kreisen wird angenommen, daß in der Leitung einzelner Ressorts Veränderungen unmittelbar bevorstehen.
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„ Vom serbischen Kriegsschauplatz. Saloniki, 29 Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die Agence Havas meldet vom 27. November: Man meldet keine Ver⸗ änderung von der Front der Alliierten, da die
Schneemassen in den letzten zwei Tagen die Operationen für den Augenblick unterbrochen haben. Gestern fanden einige Scharmützel zwischen französischen und bulgari⸗
schen Vorposten statt. Ueber die Bewegung der serbi⸗
schen, österreichisch-ungarischen und deutschen Armeen ist leine andere Nachricht eingegangen, als über ihr Eindringen.
in den alten Sandschak. Die Serben erlitten auf ihrem Rückzug unbedeutende Verluste. Die Bulgaren greifen die
Serben südlich Prilep an. Sie zwangen sie, sich zurück⸗
zuziehen, ohne sie indessen zu verfolgen. Es ist sehr zweifeln?
haft, daß die Bulgaren die Serben verfolgen können wegen des schlechten Zustandes der Straßen und der Bergüber⸗ gange die infolge des vorzeitigen Winters unbenutzbar ge⸗ worden sind. Der Winter ist auf dem Balkan viel früher als sonst eingetreten. Es wäre nicht zu verwundern, wenn der
Feldzug während einer langen Zeitspanne unterbrochen 5
würde. Samstag fiel Schnee in Saloniki. Dies ist beinahe ein Phänomen, weil dort seit acht Jahren kein Schnee ge⸗
fallen ist. Englische Truppen und Lebensmittel kommen;
dauernd an.
Das Verhalten der deutschen Truppen in Serbien. Bern, 29. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Magrini drahtet dem„Secolo“ unter dem 23. Nov. aus Monastir: Eine hohe serbische Persönlichkeit habe ihm mitgeteilt, daß die Deut⸗
schen in den besetzten serbischen Gebieten sich korrekt be⸗.
nehmen und Requirierungen bar bezahlen. In Belgrad wür⸗ den an die Armen der Bevölkerung Militärrationen gratis
verteilt. Die Gemeindeverwaltungen seien unverändert ge⸗
blieben. Die unerwartete und aufdringliche Höf⸗ lichkeit der Deutschen bereite eine politische Falle vor, die darauf hinziele, sich die Sympathien der Serben zu
sichern. Aber Pasitsch und die übrigen Regierungsmänner
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seien wie die Mehrheit der Abgeordneten entschlossen, dem
Verband bis zuletzt treu zu bleiben. Andere serbische Per⸗
sönlichkeiten sprachen jedoch ihre tiefe Erbitterung und Ent⸗ täuschung gegen den Verband aus. 2 Peter und Nikita in Skutari. Berlin, 29. Nov.(Priv.⸗Tel.) Der„Berliner Lokal⸗An⸗
zeiger“ meldet aus Lugano: Nach römischen Meldungen ist der 55
König von Montenegro nach Skutari abgereist, um do
den König Peter und die serbische Regierung zu emp⸗
fangen. Der bulgarische Bericht. 6 Sofia, 29. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Bulgarischer Generalstabsbericht vom 27. November. An der serbischen
Front verfolgen wir den Gegner energisch, trotz der schwie⸗
rigen klimatischen Verhältnisse. Bei der Vorrückung gegen 55
Prizrend machten wir von den Trümmern der Donau-
Drina—Sumadija⸗Division 3000 Gefangene und er⸗
beuteten acht Kanonen. Bei ihrem Rückzuge gegen Monte⸗ f negro vernichteten die Serben alle noch vorhandenen Feld⸗
und schweren Geschütze. Die Reste der serbischen Armee gehen bloß mit Gebirgskanonen zurück. Unsere Vorrückung gegen Prizrend dauert fort. l 5
An der südmazebonischen Front besetzten unsere
Truppen am 26. November die letzte serbische Stellung an 1 der Crne Rjeka. An der Straße von Prilep nach Mo⸗
nastir bei Alince, 11 Kilometer südwestlich Prilep, zogen
sich die Serben gegen Mon ast ir zurück. Infolge energischer
Verfolgung durch unsere Truppen konnten die Serben die 8
Brücke über die Crna Rjeka nicht zerstören. An der erwähn⸗
ten Straße haben die Franzosen bei ihrem Rückzuge 1
auf das rechte Ernaufer die Bahnbrücke beim Vardar, die Brücke bei Vozeroi, 9 Kilometer westlich Kavadar, und die Brücke bei dem Defilé über die Balastica(2) verbrannt und zerstört. Schnellzug Berlin—Konstantinopel. 33 Konstantinopel, 29. Nov.(Zens. Frkft.) Am 2. De⸗ zember tritt in Temes var eine Konferenz der beteiligten Eisenbahnen zusammen, um über Einführung einer direkten
Schnellzugverbindung Berlin—Konstantinopel zu
beraten. ***
Aus Rumänien.
Bukgrest, 29. Nop.(WTB. Nichtamtlich) Filipes en
hat eine Schrift veröffentlicht, in der er in bekannter Weise aus⸗ einandersetzt, daß, als die Russen in den Karpathen standen, für Rumänien der Augenblick war, einzugreifen. Die heutige„Vit⸗ torul“ bemerkt zu der Schrift: Wenn diese Schrift nicht zu den
gefährlichen Kundgebungen käme, die auf die Rechnung Filipes⸗
cus zu setzen sind, gäbe sie einen vollen Beweis für den vollstän⸗ digen Mangel an Gewissenhaftigkeit und Verantwortlichkeit des ge⸗ wesenen Kriegsministers. In der Schrift wird von den Zeiten der Mobilisierung und von verschiedenen militärischen Handlungen der rumänischen Armee gesprochen. Jeder Militär würde Rechenschaft fordern über die schlechte Haltung, die auch diesmal Filipescu ber⸗ sucht, wenn er nicht die volle Verantwortungslosigkeit aus den Kundgebungen dieses Mannes ersehen hätte. Zum Glück hat die Schrift weder in ihren Angaben, noch in ihren strategischen Urteilen irgend einen Wert. Sie wurde ins Werk gesetzt, um die Regierung anzugreifen. Das Inland und Ausland wissen, welche Bedeu⸗ tung den Handlungen und Kundgebungen Filipescus beizumessen ist. Die Schrift kann nur als ein neuer Ausbruch seines unglück⸗ lichen Tem peraments angesehen werden.
Bukarest, 29. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Zur Eröff⸗ nung des Parlaments wird noch gemeldet: Eine zahlreiche Volksmenge begrüßte den Könsg und den Kronprinzen, als sie durch die Straßen der Stadt zur Metropolice fuhren, von wo sie sich nach dem Hochamt in die Kammer begaben. Hier hatten sich inzwischen die Abgeordneten und Senatoren eingefunden. Auf den Tribünen sah man ein gewähltes, nicht sehr zahlreiches


