1. r„ aus Garbenheim.— d N.. 221 aus Kirtorf.— Landsturmmann Johs. Hahn, Res.⸗Inf.⸗Rgt. 118, aus Bieber.— Unteroff. Heinr. Otto Emmrich, Fahnenschmied, Fuß- Art.⸗Rgt. 240, aus Bergheim.
. 1** W. a
» Der Butterpreis. Das hessische Ministerium hat bekanntlich die Verordnung, durch welche der Grund— preis für Butter um 15 vom Hundert herabgesetzt wurde, aufgehoben. Es scheint die Meinung verbreitet zu sein, daß damit auch die für den Kleinhandel mit Butter vor⸗ geschriebenen Höchstpreise beseitigt seien. Das ist nicht der Fall. Für den Kleinhandel mit Molkereibutter bleibt der Höchstpreis von 2,20 Mk., für den Kleinhandel mit Land⸗ butter der Höchstpreis von 1,90 Mk. in der Stadt Gießen in Geltung.
» Der Winter, der bisher nur mit schüchternem Finger angeklopft hat, änderte in der vergangenen Nacht seine Praxis und rüttelte mit grober Faust an der Tür. Die Nacht brachte einen wahrhaft sibirischen Schneefall von fast 15 Zentimeter Höhe und verwandelte das brave, gewohnte Stadtbild in eine phantastische Winterlandschaft, in der heute morgen jeder Ton des vertrauten Morgenverkehrs und fast auch dieser selbst erstarb. Allenthalben war man mit Schippe und Besen bemüht, Wege in die hohe Schneedecke zu bahnen. Wenn auch Menschenhände im Verein mit der Sonne— es könnte einem um die weiße Pracht fast leid tun— schon arge Verwüstungen darunter angerichtet haben, es bleibt immer noch so viel von den niedergegangenen Schneemassen, um zu be⸗ weisen, daß ein solcher Wintertag zu den Seltenheiten gehört.
b Kreis Büdingen.
Büdingen, 25. Nov. Der Fürstlich⸗Isenburg⸗ Büdinger Kammerdirektor Dr. Weimer wurde als Kreis ⸗ amtmann nach Linkowo bei Mitau berufen.
Kreis Schotten. 24. Nov. Im Alter von 74 Jahren ist Graf Hermann zu Solms-Laubach in Straßburg, wo er lange Zeit an der Universität als Professor der Zoologie und Mineralo⸗ gie tätig war, gestor ben. Graf Hermann war der zweitjüngste des ve Grafen Otto zu Solms-Laubach, der vor als regierender Graf hier tätig war. Als letzter der Brüder wurde er durch den Tod abgerufen. Die Beisetzung findet nächsten Samstag hier auf dem Friedhof statt. ch. Bolkartshain, 25. Nov. Aus unserem friedlichen Dörfchen, das bei der Volkszählung 185 Einwohner zählte, wurden seit dem Ausbruch des Krieges 44 Militärpflichtige eingezogen. Den Heldentod haben gefunden: Friedrich Winter, Otto Schäfer, Heinrich Will, Heinrich Winnecker und Ludwig Langlitz. Auszeichnungen haben erhalten: Heinrich Winter das Eiserne Kreuz 2. Klasse, die Hessische Tapferkeitsmedaille Karl Will und Friedrich Langlitz. Vermißt ist seit September vorigen Jahres Otto Will, in französischer Gefangenschaft Otto Winker. 1
Kreis Friedberg.
Das Friedberger Stadtarchiv nebst Stadtbibliothek 5 im Weltkrieg 1914/15.
„Als die Stadt Friedberg im Ja ihr Stadtarchiv neu zu begründen, d. h. Bestände zu ordnen und die zahlreichen in fremde befindlichen Archivalien uerwerben, wurde gleich⸗ zeitig der Plan verfolgt, eine Bibliothek anzulegen, in der alle auf Friedberg und die Geschichte und Landeskunde der Wetterau bezüglichen Drucke Aufnahme finden sollten. 1913 ee siedel 1971. 2 5 5 8 ee n 7—* zer, eu bau Haagstraße 16 über, 2 ie. Stocwerte im süd⸗ lichen von Liebfrauen ni genügten. Stadt⸗ archiv und Stadtbibliothek wuchsen dank der weisen Für⸗ sorge der opferwilligen Stadtverwaltung und dank dem Gemeinsinn aller 9— der heimatstolzen Bürger⸗
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schaft überraschend s. und noch jetzt vergeht kaum ein e e e eee ee
ie die te von Fri ilun der Sladteibliosher 5 2
2 7 sich bereits 1913 auf bea werter Höhe, und die histori 1 755.
waren damals s. Werke vertreten erfuhr die Stabtbbiecher r 5, Ueberlassung vieler Tausend Doppel stücke d die zogliche Hof bibliothek Darmstadt die Gro ogliche Universitäts⸗ bibliothek Gießen eine so wertvolle Bereicherung, daß sie dazu übergehen konnte, fortan bei Neuanschaffungen alle Wissensgebiete zu berücksichtigen.
1914, als der Krieg ausbrach, standen 77 geitschriften begnls per„arge müfgen Elagange bon gi schenfungs
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weise), ese 4 e ee(unentgeltlich). n
jedoch der großen Zeit gerecht zu werden, wurde die Zahl der Tageszeitungen um 6 erhöht(davon 3 schenkungsweise) und außerdem wurden 16 Kriegszeitschriften⸗ und melwerke 925 545(davon 3 schenkungsweise). Hand in damit
die Anschaffung hervor i tlichun⸗ gen, die als Kriegsdenkmäler bleibenden Wert besitzen. Und
d kon lbstverständlich all ichbar oto⸗ e e; un 2* i betreffen, ferner Feldpostbriefe von Sen 5 Stadt und
Friedberger Druckereien. Neben dem Friedberger Museum mit seinen vortzüg⸗
li Sammlun werden Sta und Stadt⸗ ice Aumerbar Ibn lüge Bergs d. von den⸗ Geist unserer Zeit.
N Starkenburg und Rheinhessen.
ch. Aus Rheinhessen, 26. Nov. Die Weinbergs⸗ besitzer haben die Winterarbeit in den Weinber⸗ gen aufgenommen. enwärtig sind sie allenthalben mit der Düngung der beschäftigt. Das Rebholz steht günstig und ist ausgereift. Der neue Wein entwickelt sich in den Kellern zur Zufriedenheit. Gefragt wird vor allem nach Rotwein, der 5 einen leichten und glatten Abgang zu hohen Preisen findet, während Weißweine durchaus nicht gesucht sind, doch kann man darauf rechnen, daß nach dem
Umsätzen wurden für das Stück 1915er Weißweine in Sulz⸗ heim 535—550 Mi., in Wörrstadt 535550 Mk., in Spies⸗ heim 550—560 Mk., in Eichloch 530 Mk. in Partenheim 500550 Mk., in Jugenheim 530—540 Mk., in Schorns⸗ heim 535-570 Mk., in Üdenheim 535—580 Mk., in Gau⸗ Odernheim und Umgebung 550—560 Mk., in Vendersheim und Umgebung 540600 Mk., 1915er Rotwein in Dittels⸗ heim 685 Mk., in Stadecken 800 Mt., in Spiesheim 670 Mk, in Bechtheim 750 Mk., in der Wörrstadter Gegend 700 Mk., in Gau⸗Odernheim und Umgebung 750 Mk., in Venders⸗ 1 5 8 2 5 2 70 1 Weißwein in der Alsheimer nd 700— in en⸗ N! Slick 1913er 105
heim 780 Mk., für das in Gau⸗Odernheim
670 Mr. bezahlt.
Tagebuchaufzeichnungen, sowie alle Kriegsliteratur aus
ersten Abstich auch diese mehr gesucht werden. Bei den letzten] schaftliche Tatigkei
N
I Marburg,* heutigen letzten dies⸗ jährigen Schweinemarkte waren trotz des anhaltenden Schneegestöbers rund 385 Ferkel und Läufer zugefahren. Erstere wurden durchschnittlich mit 50—65 Mk. und letztere mit 90—110 Mk. das Paar, je nach Größe und Qualität, 2 775 Der Handel ging ziemlich flott. Diejenigen Kauf⸗ lustigen, die auf bald zu schlachtende Einlegschweine gerechnet hatten, mußten unverrichteter Sache abziehen, denn größere Ware fehlte gänzlich.— Eine vom Marburger Hausfrauen⸗ Verein vorgenommene Sammlung für die Kriegsspende „Deutscher Frauendank 1915“ ergab bis jetzt schon 4100 Mk.
Frankfurt a. M., 25. Nov. Ein hübsches Beispiel zu dem Kapitel„Hunnen und Barbaren“ lieferte ein junger Lehrer von der Kaufunger Schule im Stadtteil Bockenheim. Der junge Mann steht seit Monaten auf dem westlichen Kriegsschauplatze, fand aber hierbei noch Zeit zur Vorbereitung auf die Mittelschullehrerprü⸗ fung. Mit Genehmigung der Heeresleitung reiste er dieser Tage nach Kassel, bestand hier die Prüfung für Fran⸗ zösisch und Englisch mit„Gut“ und tritt morgen wieder seinen Dienst als wackerer Vaterlandsverteidiger an.— Die hiesige Strafkammer verurteilte den Weinhändler Ju⸗ lius Gochsheimer von hier wegen Beleidigung des deutschen Heeres zu 500 Mk. Geldstrafe. Auf einer Reise von Berlin nach Frankfurt hatte der gute Mann im Speisewagen mehreren Mitreisenden gegenüber geäußert, daß die Verwüstungen Ostpreußens nicht auf die Russen, sondern auf das Danziger Korps zurückzuführen seien. Die Russen seien Elitesoldaten und hätten sich sehr fein in Ost⸗
preußen betragen. Der Staatsanwalt hatte drei Monate
Gefängnis beantragt. Das Gericht hielt dem Angeklagten zugute, daß er nicht aus vaterlandsfeindlicher Gesinnung gehandelt, sondern nur den Wichtigtuer gespielt habe.— Der Rhein⸗Mainische Verband für Krieger⸗ heimstätten plant die Gründung einer Siedlungs⸗
esellschaft, die an geeigneten Plätzen in der Umgebung Hrankfurts auf der Grundlage der Erbpacht Siedlungs⸗ stätten schaffen und an geeignete Kriegsbeschädigte vergeben will. Die Gründungsversammlung findet bereits am 1. De⸗ zember statt.
Gabriel v. Max 7. München, 25. Nov.(W. T. B. Nichtamtlich.) Der Maler 8 8 Gabriel v. Max ist gestern im Alter von 75 Jahren gestorben.
Aus München kommt die Nachricht, daß daselbst Gabriel von Max gestern im Alter von 75 Jahren gestorben ist. Im August erst feierte er, einer der bekanntesten Maler der Gegen⸗ wart, seinen 75. Geburtstag, und es ist dabei seiner Bedeu⸗ tung als Mensch und Künstler im Feuilleton unseres Blattes aus⸗ führlich gedacht worden. In ruhigerer Zeit würde der Tod dieses Mannes in der Kunstwelt Deutschlands und weit darüber hinaus
sssehen erregen; heute, mitten im Kriege, steht die zahlreiche Ge⸗ meinde seiner Freunde ruhiger an seiner Bahre, der mit seiner eigenartigen Persönlichkeit und seiner festgegründeten Weltanschau⸗ ung in unserem Kunstleben eine schwer zu ersetzende Stellung ein⸗ nahm. Die Lücke, die er hinterläßt, ist umso schmerzlicher, als unter dem jungen Nachwuchs der Tod auf dem Schlachtfelde so reiche Ernte hält.
Handel.
Berlin, 25. Nov.(WB) Der Goldbestand der Retchs⸗ bank hat in der am 23. November abgelaufenen Berichtswoche um 1,5 Millionen Mark zugenommen. Bei den Darlebenskassen haben die ausgeliehenen Beträge eine sehr erhebliche Abnahme er⸗ fahren, sie sind in der Woche unt 235,7 Millionen Mark zurück⸗
gen. Bei der Reichsbank beträgt die Gesamtabnahme des standes an Darlehens kassenscheinen in der Zeit vom 15. bis 23. November 238,2 Millionen Mark, ihr Vorrat hat sich auf 507,4 Millionen Mark ermäßigt. Der Bestand der Reichsbank an Reichskassenscheinen belief sich am 23. November auf 49,4 Millionen Mark und hat gegen den Bestand vom 15. November um 2,2 Millionen Mark zugenommen, was ungefähr dem Be⸗ trage entspricht, den die Reichsbank an Darlehnskassenscheinen dem Verkehr übergeben hat. Die Kapitalanlage der Reichsbank hat
chtens⸗ einen Zuwachs um 341,2 Millionen Mark erfahren; die bank⸗
mäßige Deckung allein ist um 346,4 Millionen Mark gestiegen. Zieht man diese beträchtliche Belastung mit der Verminderung des Darlehensbestandes bei den Darlehenskassen in Berücksichtigung, so verringert sich die Belastung auf 105,5 Millionen Mark. Dieser Betrag wird mehr als ausgeglichen durch die Erhöhung der frem⸗ den Gelder um 173,5 Millionen Mark. In der gleichen Zeit des Jahres 1913 betrug die Erhöhung nur 74 Millionen Mark. An dem Zuwachs der fremden Gelder sind sowohl die öffentlichen wie auch die privaten Gut haben beteiligt Die Golddeckung der Noten stieg in Zusammenhang mit der Verringerung des Um⸗ laufs von 4%7 auf 42,2 Prozent. Dagegen weist die Deckung der sämtl täglich fälligen Verbindlichkeiten durch Gold eine Abnahme durch 33 auf 32,5 Prozent auf, die sich ohne weiteres aus der starken Erhöhung der fremden Gelder erklärt.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
5 e in Hessen am Samstag, den 27. Nov. 1915: Wechselnd bewölkt, meist trocken, kälter.*
Letzte Nachrichten.
Kritik im englischen Oberhaufe.
vor 5 sagt habe.— Der Herzog von K merksamkeit auf die wirtschaftlichen Jol einer starken bung von Landarbeitern. Die landwirtschaftliche Erzeugung würde um 10 Prozent sinken. Die Gewerbe litten unter Arbeitermangel. Dies sei eine Folge der Mobilisierung aller verfügbaren Männer. England habe seinen alten Standpunkt allmählich aufgege⸗ ben und habe sich in eine große Militärmacht im konti⸗ nentalen Sinne lt. Man habe sich in einen Zustand hineintreiben lassen, ohne daß jemals ein bestimmter Plan a digt worden sei. Der an von Lord Derby beruhe auf der er des A* äßigen Opferbringens. Wenn die wirt⸗ t vor der Ausdehn r Armee zurücktreten
Anwer⸗
e g 55 3 0 so müßten alle Gewerbe gleichmäßig herangezogen
Krieg zu gewinnen glaube
England militärisch zur en rung möge den Alliierten erklären, was England tun könne und daß Geldmacht und Seemacht, aber nicht Geldmacht und Landmacht eee 8 ä 2 Der Redner 71275 die Hoffnung 1 er Kriegsrat entscheiden werde, we Form die Kriegsleistungen Englands annehmen sollten. Dann würde die Nation wissen, woran sie sei. Lord Selborne sagte: Das Haus sei gewi rin einig, daß England eine möglichst große Armee ins Feld stellen müsse. Die Landwirtschaft müsse teilweise mit der Arbeit von Frauen, Schulknaben, Soldaten und Renten⸗ empfängern auskommen. Der Redner sagte, die Klassifizierung der Arbeiter im nationalen ster sei mit unbeschreiblicher Nach⸗ lässiakeit geschehen. Die Nachlässigkeit sei in manchen Fallen
5 eine neue i vorgenom⸗ e e e e behrlichen fälschlich angeworbenen Landarbeiter zu beurlauben.
Eine neue Regierung in Griechenland?
Kopenhagen, 26. Nov. Nach Londoner Meldungen aus Athen soll die Stellung des Ministeriums Skulu⸗ dis stark erschüttert sein. Os wird angenommen, daß Rhallis eine neue Regierung bilden wird.
Die Lage in Persien.
Rotterdam, 26. Nov. Eine russische Meldung des„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ berichtet, man bewahre an amtlichen Stellen größte Zurückhaltung über die Lage in Per⸗ sien, so daß man Grund zu der Vermutung habe, daß sich dort Vorgänge abspielten, an deren Geheimhaltung sehr viel gelegen sei.
Kitchener in Aegypten.
Budapest, 26. Nov. Aus Athen wird gemeldet: Kitche⸗ ner ist nach Aegypten weitergereist, um die Verteidigung des Landes neu zu organisieren. Er ist der Ansicht, daß Aegyten der Schauplatz sehr ernster großer Ereignisse sein wird. Man habe den Eindruck, daß ein großer Angriff der Türken in Aegypten bevor⸗ stehe.
Neue Verhaftungen in Aegypten.
Budapest, 26. Nov. Wie das Konstantinopeler Blatt „Edassih“ berichtet, verhafteten die Engländer 20 vor⸗ nehme Aegypter aus der Umgegend des Khediven wegen an⸗ geblicher Verschwörung gegen die englische Herrschaft.
Zur Eröffnung der italienischen Kammer.
Lugano, 26. Nov. Ter russische Botschafter hatte nach dem„Corriere della Sera“ gestern in der Konsulta eine längere Unterredung mit dem Minister des Aeußern Sonnino. Auf heute nachmittag ist ein Ministerrat angesagt, in dem das Programm der Regierung für die bevorstehenden Kam⸗ merver handlungen und die vom Ministerpräsidenten im Parlament abzugebenden Erklärungen über den Gebrauch seitens der Regierung der ihr vom Parlament gewährten Vollmachten beraten werden soll. 5
Norwegen 10 Jahre selbständiges Königreich.
Kristiania, 26. Nov. Norwegen feiert heute den Tag, wo vor zehn Jahren der neugewählte König in seine Hauptstadt einzog. Glückwünsche laufen von allen Seiten ein. Die Zeitungs⸗ stände bieten Festzeitungen feil. Die Zeitungen betonen in ihren Jubiläums⸗Aufsätzen die Bedeutung des Tages, an dem vor zehn Jahren die Verwaltung durch Errichtung einer neuen Dynastie gefestigt wurde nach der Auflösung der Union sowie durch Si 9 des innern und äußern Friedens und endlich die Zusammenarbeit der drei nordischen Königreiche, besonders nach der Einigung
Amtlicher Teil.
Betr.: Sicherung der Ernte 1916.
An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden 3 des Kreises.
Unter Hinweis auf die Verfügung vom 27. September 1915 Kreisblatt Nr. 87 sehen wir Ihrem Bericht binnen 1 Woche be⸗ stimmt entgegen.
Gießen, den 23. November 1915.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Usinger.
Bekanntmachung.
Das I. Ersatz⸗Bataillon des Inf.⸗Regts. 116 beabfichtigt Dienstag, den 30. November d. Js., östlich von Anne⸗ rod in der Richtung auf Burkhardsselden Gefechts schießen mit scharfer Munition abzuhalten. Das gefährdete Gelände darf von vormittags 9 bis nachmittags 3 Uhr nicht betreten werden. Als Gefahrzone kommt in Betracht das Gelände östlich Annerod mit der dahinterliegenden Waldfläche zwischen Annerod, Steinbach, Albach, Burkhardsfelden, Oppenrod und Ganseburg.
Ter Verbindungsweg Annerod— Steinbach durch den„Ferne⸗ Wald“ ist für jeden Verkehr gesperrt. 5 5
Den Anweisungen der ausgestellten Posten ist Folge zu leisten.
igen 2 1915. irh
10 r 8 Kreisamt 5 .
: Hemmerde. ö
An die Großh. Bürgermeisterien Albach, Annerod, Burk⸗ hardsfelden, Oppenrod und Steinbach.
Auf die obige Bekanntmachung wird hiermit besonders mit dem Auftrage 8 entsprechende ortsübliche Bekannt⸗ machung in der Gemeinde zu erlassen.
Gießen, den 24. November 1915. g Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde.
Samstags- Markt Großer Wurstverkauf.
06343) Wilh. Schermulvy. Frische Apfelsinen
eingetroffen. 06347
B. Righi, Neustadt 15. Pralinés dilldbgaer Erben
Pralinés
½ Ptund 28 Pie Dir Hermann Stelngoetter.
11- Sonntag, 28. Nov. 1915, Lukullus- Brot nachmittags 3½ Uhr:
Leine Preise] Tleine Preisel
Wie einst im Mai Posse mit Gesang und Tan in 4 Bildern von Rudol Bernauer und Rudolf Schan⸗ zer. Musik von Walter Kollo und Willi Bredschneider. Ende nach 6 Uhr.
abends 7¼ Uhr: Kleine Preisel Kleine Preise!
Ein Fallissement Schauspiel in 5 Aufzügen von Biörnstjerne Blörnson.
Ende 10¼ Uhr. leuse Soldaten vom Feldwebel abwärts zablen bei allen
Vorstellungen auf 2. und 2. Sperrfsitz nur halbe Preise.
½ Pfund 40 Pig. s
Aue Zur Saison
Amerikan., irische Dauer⸗
brand⸗, Regulier⸗, Koch ⸗
Oefen ꝛc. nur bewührte sab⸗
rikate empfiehlt zu billigsten Preisen.
Edgar Borrmann Eiseubandlung. 8059


