Ausgabe 
(25.11.1915) 278. Erstes Blatt
Seite
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zwar ein Preis, den dieses

des vorigen 1 erfolgte und für viele Kreise ern

Du, Loh, Eckhardt, Schäfer in Hauptrollen und in den N llen noch eine ganze Reihe jüngerer, spiel⸗

iger Kräfte. Abgesehen von den Tagen, da Lieder zur Laute und Rezitationen das Pro m ausfüllten, kam wohlerwogenermaßen nur e sumor zu Worte und zwar in sorgsam ausgewählten reizvollen Schöpfungen von ter und Kotzebue, in einem 9 N. oder einer bodenständigen Posse. Was u. a. der Bimbächer an dem Heiterkeitstribut seiner Nachfahren einheimste, ist noch in aller Erinnerung. Auch in den Lazaretten waren die Mit⸗ glieder der Freilichtbühne oft und erfolgreich froh begrüßte Gäste, sei es, daß sie mit der Laute oder dem Vortragsbuch oder gar, wie in der Chirurgischen Klinik, mit dem ganzen Apparat von drei Einaktern, zu den Soldaten kamen. Der Spielzeit blieb denn auch der materielle Erfolg nicht ver⸗ sagt. Vom Reingewinn konnte nach Abzug der nicht unerheb⸗ lichen Kosten und einer beträchtlichen Stärkung des Reserve⸗ fonds noch der Betrag von 300 Mk. dem Oberbürger⸗ meister die Kriegsfürsorgezwecken übergeben werden. Gern werden die Bes des Künstlerabends im vorigen Monat hören, daß auch dieser dem gedachten guten Zweck, nämlich einer Weihnachtsspende für dieVergessenen, einen an⸗ sehnlichen Betrag zugeführt hat. Davon sind vor einigen Tagen die Kosten für 1 stattliche Feldpostpakete be⸗ strikten worden, die alle folgenden, draußen stets willkomme⸗ nen Dinge enthielten: Mundharmonika, eine solide Wurst, Seife, Briefpapier und Schreibzeug, je ein Paket Lebkuchen und Keks, eine Flasche Rum und Taschentücher. Das Rote wird diese Spende der Freilichtbühne ihrer Bestim⸗ uführen. Aus alledem ist zu ersehen, daß die Frei⸗ 9 5 e es gut verstanden hat, auch unter den ver⸗ a ten Zeitumständen ihre Daseinsberechtigung voll und ganz erweisen. Dennoch so und eifrig sie auch im fee Gewand gearbeitet die nächste Spiel⸗

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sie im Frieden begi zu können.

erein und Ortsgewerbe⸗ verein Gießen. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, ist der für heute. Vortrag des Herrn W. Faelsch⸗ Rogewi über Karpathen, izien und Bukowina auf Sams tag den 27. November, abends 81/ Uhr, verlegt worden. Der Vortrag findet in der neuen Aula statt.

Wie N ich mein Stroh? Ueber diese Frage besteht bei wi und Händlern immer noch einige Unklarheit. Wer Stroh absetzen will, sch e der deutschen Landwirte, Stroh⸗Ab⸗ teilung, Berlin W. 10, Genthiner Straße 38:Hiermit

iete ich Ihnen ab Bahnstation, Name) folgende Mengen Stroh an:(genaue Angabe der Mengen in Zentnern sowie der Arten, ob Roggen, izen, Hafer, Gerste oder Dinkel, 75 ob Flegeldrusch, Pre sch oder ungepreßtes Ma⸗ e ersuche um Mitteilung, ob die Be⸗ . deutschen Landwirte das Stroh kaufen . Dann ersol gt in längstens 14 Tagen die Entschei⸗ dung. Verzichtet die Bezugsvereinigung auf die Ueber⸗ lassung des Strohs, so erteilt sie dem Anmeldenden eine B 5 auf Grund. 1 175 an einen ren u Beachtun etzli ůöchstpreise ab⸗ setzen kann. Wer sei Keen reer e r an ein Proviantamt oder ein anderes

A. 1 47 oder ee ee abfetzt, ist 9 an vereinigung nicht verpflichtet, eben⸗

hend uber Ausf f

aufmännischer

sowenig ein Kleinhändler, der u chluß von Eisen⸗ bahn und Wasserweg bei einem Tagesverlauf von ins⸗ gesamt höchstens 30 unmittelbar an Verbraucher

0 Landkreis Gießen. Alten⸗Buseck, 24. Nov. Dem Unteroffizier und Fahnen mied Ludwig Meisel von hier, der im Dragoner⸗Regiment 24 ent, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen. Hattenrod, 24. Nov. Dem Gefreiten Ludwig Petri von hier, im Landwehr-Infanterie-Regiment 116, 12. Kompagnie, wurde das Eiserne Kreuz verliehen. 4 Ii Weitershain, 25. Nov. Unteroffizier Wilhelm Lerch von hier wurde zum Oberbeamten- Stellvertreter, nicht zum Offtzter⸗Stellvertreter, wie es in Nr. 272 desGieß. Anz. hieß, N 24. Nov. Der dahier stati 1. 122 1 er dahter stationierte Gendarmerie⸗ Wachtmeister Bender ist mit Wirkung vom 1. Dezember ds. Js. nach Darmstadt versetzt Herr Bender hat sich während seiner hiesigen Tätigkeit durch sein freundliches Wesen die Beliebtheit fast aller Bewohner seines Dienstbezirks erworben.

Kreis Büdingen.

Büdingen, 25. Nov. Der Fürstl. Kammerdirettor Haupt⸗ T

mann d. L. Dr. Weimer wurde als Kreisamtmann nach Linkowo

kruss. Polen) berufen. 18

Michelau, 24. Nov. Den Tod flürs Vaterland sta rb der. Tie Hesst 4 ainchenNov. e Hessische Ta E. medaille erhielt der Reservist 1. IF Calbach, 24. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt der Gesreite Emmerich im Res.⸗FJeld⸗Art.⸗Regt. 56.

Kreis Alsfeld.

Pflege zu, 0 Aecker

sondern ließ sie liegen, wo sie Dornen und Disteln trugen. Wegen eines tücks, das in den besten Lagen der Gemarkungen liegt, hatte er mit seinem Angrenzer wegen Wegberechtigung Streit. Da ließ er seinen Acker einfach wüst liegen. Von Behörden und Beamten wollte er nichts wissen. Als ihm einst ein Haufen Holz in seinem Hofe gepfändet werden mußte wegen fälliger Abgaben, da rührte er das Holz nicht wieder an, es verfaulte. Ganz allein, vor dem Tische liegend, ist er verstorben. Bei seinem Nachlaß fand man noch vier Zwanzigmarkstücke. Der Verstorbene war nicht ver⸗ mögenslos; es dürfte sein Nachlaß wohl nahe den Zehntausend

Kreis Schotten.

up. Aus dem Vogelsberg, 24. Nov. Die alten Nuß bäume, die Wahrzeichen mancher Hofreite, fallen. In allen unseren Dörfern herrscht zur Zeit Nachfrage nach den Nußbäumen. Obgleich gerade in diesem Herbste die Welschnüsse eine reiche Ernte gehabt, werden doch die Bäume gefällt und verkauft. Von den Händlern werden 50 Mk. für den Festmeter bezahlt. Das ist 0 Das auch in Friedenszeiten hatte, aber da fehlte die Nachfrage. Die Mahnung, junge Nußbäume zu

pflanzen, erscheint unter diesen Umständen doppelt berechtigt.

Kreis Friedberg.

I Dorheim, 24. Nov. Das Eiserne Kreuz erhielt

der Musketier Isfland im Inf.⸗Regt. 168.

Starkenburg und Rheinhessen. Der Heusenstammer Sparkassenkrach.

m. Heusenstamm, 25. Nov. Der Zusammenbruch Heusenstammer Spar⸗ und Darlehenskasse, der. te

Folgen nach gezogen hat, macht neuerdings wieder von

reibe an die

sich reden. Der Zusammenbruch diefer Nasse, die eine Unter⸗ bilanz von rund 100 000 Mk. zeitigte, charakterisiert im hellsten Lichte die typische Bauernwirkschaft und völlige Un⸗ . der geschäftlichen Leitung der Kasse, auf Grund

er nur die gemachten Schiebungen und übrigen Geld⸗ geschäfte möglich waren. Wie noch erinnerlich sein dürfte, ist die Hauptschuld des Zusammenbruchs auf die Mißwirt⸗ schaft des verstorbenen Bürgermeisters und einstigen Di⸗ rektors der Kasse Franz Winter zurückzuführen, der im Jahre 1888 der Kasse 27800 Mk. schuldete, in Konkurs geriet und trotzdem noch Operationen zuungunsten der Kasse, wie Ankäufe von Grundstücken und dergl. mehr, aus⸗ führte, die den Ruin der Kasse herbeiführen mußten. Mit ihm Hand in Hand ging der ebenfalls in Konkurs geratene andere Direktor, Nadelfabrikant Karl Wimmer, der eben⸗ falls der Kasse erhebliche Beträge schuldete. So häufte sich

die uldenlast der Kasse, bei der auch unter der bestehen⸗ den Vetternwirtschaft viele Gefälligkeitsgeschäfte gemacht wurden, immer mehr, die noch durch den Ankauf von

Aktien der verkrachten Landwirtschaftlichen Genossenschafts⸗ bank erhöht wurde, bis dann im Februar vorigen, Jahres die Krise eintrat. Der letzte Direktor der Kasse, Landwirt Georg Winter, hatte bald darnach freiwillig sein Amt als rsitzender niedergelegt und wurde durch Zahlung des Betrages von 155500 Mk. von allen Verpflichtungen der Kasse gegenüber entbunden, die er durch seine Un⸗ kenntnis und völlige Unerfahrenheit in der Führung der⸗ artiger Geschäfte eingebüßt hat. Er gab ohne jede weitere Prüfung seine Unterschrift her, nachdem man ihm ver⸗ sichert hatte, daß alles in bester Ordnung sei. Ein weiteres Nachspiel hat nunmehr dieser Kassenkrach insofern gezeitigt, als gegen diesen Winter und den ehemaligen Rechner der Kasse Friedrich Holzamer als Hauptangeklagten ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen das Genossenschafts⸗ gesetz anhängig gemacht worden ist, das nächsten Montag vor der Strafkammer in Darmstadt zur Verhandlung ge⸗ langen wird. Zu diesem Prozeß, dessen Ausgang man in vielen Kreisen mit großer Spannung entgegensieht, sind zahlreiche Zeugen geladen, u. a. auch der Bürgermeister Kämmerer, der zurzeit an der Westfront im Felde steht.

*

m. Offenbach a. M., 25. Nov. Dem städtischen Beigeord⸗ neten Franz Rech wurde der TitelBürgermeister verliehen. Der Landschaftsmaler Johannes Lippmann wurde zum Pro- fesfor ernannt. In der Nähe der städtischen Anlagen wurde die Leiche eines neugeborenen Kindes gefunden, die in eine Schürze eingewickelt und bereits stark in Verwesung übergegangen war. Nach dem Leichenbefund liegt offenbar ein Verbrechen vor.

Hessen⸗Nassau. die 0

Marburg, 24. Nov. Die hiesige Fleischerinnung setzte reise für Fleischwaren von morgen ab wie folgt fest: Schweinefleisch einschließllch Braten- und Rippenstücken das Pfund 1,90 Mk., fetter und magerer Speck 2 Mk., rohes Schmalz 1,90 Mk., frische Leberwurst 1/50 Mk., geräucherte Leberwurst 1,60 Mk., Preßkopf und Bratwurst 1,80 Mk., Zervelatwurst 2,40 Mk ra. Biedenkopf, 24. Nov. Die Stadt Biedenkopf verlor bis dahin 27 Krieger auf dem Felde der Ehre; nach der jüngsten Feststellung stehen 365 Mann unter den Fahnen. hb. Frankfurt a. M., 24. Nov. Die von zahlreichen Brauereien des ankfurter Wirtschaftsgebietes beschlossene Er- höhung der Bierpreise findet in den Kreisen der Wirte den hestigsten Widerstand. Der Mitteldeutsche Gastwirteverband wandle sich bereits beschwerdeführend an das Generalkommando und hatte den Erfolg, daß dieses die hiesige Preisprüfungsstelle mit der Entscheidung beauftragte. Die Prüfungsstelle hat die Preiserhöhung nicht anerkannt, da die wirtschaftliche Lage nicht dazu zwingt. Insolgedessen dürste für Franksurt die Erhöhung der Bierpreise nicht eintreten. 5 h. Frankfurt a. M., 24. Nov. Seit heute hat die Straßen⸗ bahnverwaltung auf vier Linien die ersten Wagenführe⸗ rinnen eingestellt. Die Frauen mußten, ehe sie das verantwor⸗ tungsvolle Amt übernehmen, gestern eine Prüfung ablegen Im westlichen Stadtteil wird die Bürgerschaft seit einigen Tagen durch eine Reihe verwegener Mansardeneinbrüche beun⸗ ruhigt. In fast allen Fällen gelang es den Dieben, reiche Beute e verschiedenemale wurden Dienstmädchen die gesamten Ersparnisse gestohlen. N h. Vom Feldberg, 24. Nov. Zur bleibenden Erinnerung an den Hauptgründer des Observatoriums auf dem Kleinen Feld⸗

berge, den neulich verstorbenen Professor Eu⸗ Hartmann, sichtigt der Physikalische Verein zu Fran a. M. die An⸗ bringung einer Bronzeplatte mit ene Inschrift an dem

urme.

1e. Hachenburg, 24. Nov. Der Verband der frei⸗ willigen Feuerwehren des Regierungsbezirks Wiesbaden und des Kreises Wetzlar hält am 26. und 27. ds. Mts. hier seine Zentralvorstandssitzung ab.

h. Dillenburg, 24. Nov. Die normalspurigen Eisen⸗ bahnstrecken SiegenSiegen⸗Ost und Haiger Weidenau als Hauptbahnen für den Personen⸗, Güter⸗ und Gepäckverkehr werden am 1. Dezember dem öffentlichen Verkehr übergeben. An der Fer⸗ tigstellung des 3. und 4. Gleises auf der Strecke Dillenburg Haiger wird noch unablässig gearbeitet. Die Strecke zwischen Haiger und Sechshelden wird in wenigen Wochen vollendet sein; dagegen dürfte die Fertigstellung der Linie DillenburgSechs⸗ helden erst in etlichen Monaten erfolgen. i

ul. Limburg, 24. Nov. Auf dem Neumarkt wird dem⸗ nächst ein Ehrenstock zur Nagelung aufgestellt werden. Nach vollendeter Nagelung findet der Ehrenstock auf dem Ehrenfeld im Friedhof Aufstellung.

Bllchertisch.

Landwirt werde klug! Praktische Ratschläge für jeden Landmann von Th Hämmerer.(Verlag von Emil Roth in Gießen.) Preis 0.60 Mk. Der gegenwärtige Krieg ist nicht nur ein Kampf der Waffen, sondern auch ein Kampf gegen das deutsche Wirtschaftsleben. Gegen alle Regeln des Völkerrechts hat England Deutschlands Zufuhren über See abgeschnitten. Unserer Industrie fehlen die Rohstoffe und sonst fehlen dem deutschen Volke alle die Nahrungsmittel, mit denen im Frieden unsere einheimischen Erzeugnisse vermehrt und ergänzt werden konnten. der Plan der Aushungerung wird unserem Vetter jenseits des Kanals niemals gelingen. Wir haben gelernt, anders zu leben, um zu siegen. Wir haben auch gelernt und müssen das noch immer mehr tun anders zu schaffen und zu arbeiten auf unseren er als bisher. Besonders gilt das für unsere Landwirte. Freilich gefallen wir uns in der Behauptung, daß wir landwirtschaftlich den uns zu Gebote stehenden Bodennach Möglichkeit aus⸗ nutzen. Und doch sind das vielfach nur Redensarten Es kann und muß gerade auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Ausbeutung unseres Bodens noch viel mehr getan werden, als dies bis jetzt geschieht und geschehen ist Wir mitssen für jede Anregung, die nach dieser Seite hin gegeben wird, dankbar sein. Das sind wir auch dem Verfasser des vorliegenden Büchleins. Was hier der Verfasser über den Dünger, das Düngen, das Wetter und den Niederschlag, den pflanzlichen und den künstlichen Dünger sagt, ist so wahr und so klar, so natürlich und überzeugend, daß man kaum ver⸗ stehen kann, wie so mancher Düngestoff nutzlos verkommen konnte. Das Büchlein ist eine wahre Fundgrube von Anregungen für jeden Landwirt. Wer dieses Werkchen aufmerksam liest, wird finden, daß sich mit den vorhandenen Mitteln viel günstigere Ernten erzielen lassen. Es sind in dieser kleinen Schrift tatsächlich praktische Ratschläge enthalten, die, wenn sie befolgt werden, die besten und schönsten Ergebnisse zeitigen!

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Snnagoge(Süd⸗ Anlage) Samstag, den 27. November 19158:

Vorabend: 4.30 Uhr. Morgens: 9.00 Uhr. Nachmittags: 3.30 Uhr. Sabbataus gang: 5.20 Uhr. ů

Israelitische Reli sonsgesellschaft. Sottesd

Sabbdatfeier am 27. N 1918: Freitag abend 4.00 Uhr. Samstag vormittag 8.30 Uhr. Samstag nachmittag 3.30 Uhr. Sabbatausgang 5.15 Uhr. Wochengottesd ienst morgens 7.00, abends 4.00 Uhr.

Amtlicher Wetterbericht. Deffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Freitag, den 26. November 1915: Veränderlich, leichte Niederschläge, etwas kälter.

Letzte Nachrichten.

Die bedrohten Ententetruppen.

Genf, 25. Nov. Die Heeresleitung der Ententetruppen in Saloniki gibt, wie die Blätter berichten, bekannt, daß 1 arien seine gesamte Heeresmacht nun gegen die englisch⸗fran ssssche Front k i Die von den Bulgaren bisher innegehabten Stellungen würden von den Deutschen und Oesterreichern eingenommen werden.

Rotterdam, 25. Nov. DerTimes wird vom 21. No⸗ vember aus Monastir berichtet: Bisher ist kein Zusammenstoß zwischen den einander südlich von Prilep stehenden serbischen und bulgarischen Truppen erfol er Grund der Einstellung der bulgarischen Offensive ist unbe⸗ kannt. Der serbische Generalstab beobachtet absolutes Schweigen. Vom 22. November wird berichtet, daß die Untätigkeit an der Front von Prilep andauere. Die Bedrohung von Monastir scheine vorläufig beseitigt. Sämtliche Meldungen stimmen darin Über⸗ ein, daß die nördliche Einbruchsarmee der Deutschen sich der Be⸗ völkerung gegenüber musterhaft beträgt. Die Deutschen beruhigten die Einwohner der Ortschaften und zahlten alles, was sie requi⸗ rierten, in barem Gelde.

Prahlhans Kitchener.

Genf, 25. Nov. Aus Athen berichten Lyoner Blätter, Kit⸗ chener habe dort gesagt, England werde kommenden März vier Millionen Soldaten unter den Waffen haben und außerdem noch 5 5 sein, sechs Millionen Russen zu bewaffnen und zu ver⸗

egen.

Wahlenthaltung der Venizelisten.

Athen, 25. Nov. In der gestrigen stürmischen Sitzung der Venizelistenpartei, auf deren Tagesordnung die Nicht⸗ beteiligung der Partei an den Wahlen und der Erlaß eines Mani⸗ festes an das Volk standen, ergriff der Venizelist Petriotis das Wort und erklärte, er sei der Ansicht, der König besitze das konstitutionelle Recht, die Kammer aufzulösen. Venizelos ant⸗ wortete: Ich freue mich, Petriotis unter meinen en zu sehen, doch glaube ich, daß, da eine so große Meinungsverschieden⸗ heit in einer wichtigen Frage uns trennt, daß kein Einvernehmen zwischen uns möglich ist. Der Beschluß der Fernhaltung von den Wahlen war vorgesehen und ist getroffen, um die große Schwäche der Partei zu verbergen. Die Angriffe auf die Krone, in denen sich Venizelos gefiel, haben ihm in den Augen des Volkes bedeutend geschadet. Es kann jetzt bestimmt gesagt werden, daß dieser ebenso begabte wie gefährliche Mann für lange Zeit zum Heil des Landes aus der tik ausgeschaltet Heiben wird.

Kardinal Hartmann auf der Reise nach Rom. Zürich, 25. Nov. Kardinal Hartmann aus Köln ist in Zürich eingetroffen. Er reist mit freiem Geleit nach Rom. Butterkarten in Dresden.

Dresden, 25. Nov. Vom 30. November ab werden in Dresden Butter karten eingeführt. Jedermann erhält wöchent⸗ lich ½ Pfund Butter, oder Margarine, oder Speisefett, oder Kunstspeisefett.

Amtlicher Teil.

Bekanntmachung. f Das I. Ersatz⸗Bataillon des Inf⸗Regts. 116 beabfichtigt Dienstag, den 30. November d. Js., östlich von Anne⸗ rod in der Richtung auf Burkhardsfelden Gefechts schießen mit scharfer Munition abzuhalten. Das gefährdete Gelände darf von vormittags 9 bis nachmittags 3 Uhr nicht betreten werden. Als Gefahrzone kommt in Betracht das Gelände östlich Annerod mit der dahinterliegenden Waldfläche zwischen Annerod, Steinbach, Albach, Burkhardsselden, Oppenrod und Ganseburg. Ter Verbindungsweg Annerod Steinbach durch denFerne⸗ Wald ist für jeden Verkehr gesperrt. 5 5 Den Anweisungen der ausgestellten Posten ist Folge zu leisten Gießen, den 24. November 1915. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde.

Au die Großh. Bürgermeisterien Albach, Annerod, Burk⸗ hardsfelden, Oppenrod und Steinbach.

Auf die obige Bekanntmachung wird hiermit besonders mit dem Auftrage hingewiesen, entsprechende ortsübliche Bekannt⸗ machung in der Gemeinde zu erlassen.

Gießen, den 24. November 1915.

Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde.

Die glückliche Geburt eines Jungen zeigen hocherfreut an

Prof. Dr. Aug. Brüning

zurzeit im Felde

und Frau Gustel, geb. Spengel

Giessen, 2. November 1915 9¹83

Café Ernst Ludwig

Heute aus Anlaß des Geburtstages Sr. Königlichen Hohest des Grossherzogs nochmals

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