Ausgabe 
(19.11.1915) 273. Erstes Blatt
Seite
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Der gleßener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonntags. Beilagen: viermal wöchentlich Gießener Familienblätter; zweimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech-Anschlüsse: sür die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleß 1 Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher.

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General-Anzeiger ür Oberhe en

Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Seschã

Freitag, 10. November 1015

Bezugsvreis: monatl. 85 Pf., viertel⸗ sährl. Mk. 2.50; durch

Abhole- u. Zweigstellen monatl 75 Pf.; durch die Post Mk. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., ausw. 20 Pi. Haupt⸗ schriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den politischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

stsstelle und Druckerei: Schulstr. 7.

der Druck auf Griechenland. Die Bulgaren zwei Stunden von Monastir. Neue heftige Rämpfe an den Dardanellen.

GTB.) Großes Hauptquartier, 18. November.

(Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz.

Die Engländer versuchten gestern früh einen Hand⸗ streich gegen unsere Stellung an der Straße Messines Armentibres. Sie wurden abgewiesen.

In den Argonnen wurde die Absicht einer französi⸗ schen Sprengung erkannt und der bedrohte Graben rechtzeitig gerüumt.

Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist im allgemeinen unverändert.

Balkan⸗Kriegsschauplatz.

Die verbündeten Armeen haben in der Verfolgung die allgemeine Linie Javor nördlich RaskaKursumlija Radanruglica erreicht. Unsere Truppen fanden Kur⸗ sumlija von den Serben verlassen und ausgeplündert vor. Es wurden mehrere hundert Gefangene und einige Geschütze eingebracht.

155 Oberste Heeres leitung.

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Die Engländer scheinen ihren Balkanfeldzug in der Weise ausführen zu wollen, wie Asquith vor einiger Zeit in einer längeren Programmrede vor dem Unterhaus aus⸗ geführt hat. Zur Rettung Serbiens ist es zu spät, und selbst Lord Kitchener, wenn er in Saloniki eintreffen sollte, dürfte nicht von großen Siegen träumen, sondern hätte nur die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß für die Entente die Tür zum Balkan wenigstens noch halbwegs geöffnet bleibt. Noch gibt man Griechenland nicht ganz verloren, das heißt man rechnet noch auf seine Hilfe. Die halsabschneiderische Art jedoch, wie Frankreich und England dem König Konstantin als drängende Gläubiger gegenübertreten, birgt allerlei Gefahren. Der Druck auf Griechenland, wie ihn besonders die französische Presse sehr offenherzig empfohlen hat, nimmt in der Tat zu. Dabei bestehen jedoch keine Aussichten, daß die Absichten der Entente gelingen. Diese setzt ihre Hoffnungen auf den un⸗ gewissen, schwankenden Faktor der Volksstimmung in Grie⸗ chisch⸗Mazedonien, die angeblich für die Politik Venizelos erglühe. Jedenfalls steht es fest, daß die Verhandlungen der Regierung König Konstantins mit Bulgarien weiter ge⸗ diehen sind als diejenigen mit dem uns feindlichen Vierver⸗ band, der fortdauernd Klagelaute von sich gibt und zum Wutgebell gegen das Hellenentum übergeht. Die Zentral⸗ mächte und Bulgarien aber schreiten unaufhaltsam mit Taten weiter. Wie kläglich die französisch-englischen Truppen bei dem Versuche, das bulgarische Vorgehen aufzuhalten, ab⸗ schneiden, wird im BernerBund mit folgenden Worten dargetan:

Sie haben die größte Mühe, die Norbostfront des südlichen serbischen Kampfraumes gegen bulgarische Angriffe zu behaupten und stehen zwischen Krivolac und Rabrowo in klebenden Kämpfen. Der Versuch, den linken Flügel über die Crna hin⸗ auszuschieben und die Offensive der Bulgaren auf die Babuna⸗ pässe nördlich von Prilep durch Umfassung zu unterbinden, scheint nux zeitweiligen Erfolg gehabt zu haben. Offenbar sind bei Nisch bulgarische Kräfte frei geworden und wirken jetzt im südlichen Kampfraum. Die Armee Todorow hat den starken Querriegel, den sie von Uesküb nach Kacanik in der Richtung Pristina und nach Kalkandelen(Tetowo) vorgetrieben hat, so verankert, daß alle Versuche, ihn zu sprengen und die Verbindung zwischen den beiden Räumen zu sichern, gescheitert sind. Es ist anzunehmen, daß Todorow von Kalkandelen im Wardartal aufwärts(der War⸗ dar fließt hier von Südwesten nach Nordosten) auf Gostivar vordringt, um über den Bukowikpaß ins Zajaskatal nach Kreova zu gelangen und von dort den Raum Prilep⸗Monastir zu flankieren, während der Frontalangriff auf die Babunapässe fortgesetzt wird. Gelingt das, so sind die Babunastellungen unhaltbar geworden und nicht nur die Serben, sondern auch ihre Verbündeten zur Verkehrung der Front und zum Rückzug auf Monastir und Gjevgjeli genötigt. Es hängt also alles von der Stärke des eng⸗ lisch⸗französischen Expeditionskorps ab, das in strategischer Defensive kämpft, und die Frage, ob die Serben und Alliier⸗ ten über die griechische Grenze gedrückt werden, gewinnt täglich an Bedeutung. Hieraus erklären sich auch die enormen Anstrengun⸗ gen der Entente, Griechenland mitzureißen, freilich ein gewagtes Spiel, da die Griechen, wie wir bereits bei Beginn des Feldzuges dargelegt haben, im Rücken des Expeditionskorps stehen und da⸗ mit einen militärischen Trumpf in der Hand haben, der auch gegenüber den gewichtigsten diplomatischen Vorstellungen und ma⸗ e des Drei⸗ oder Vierverbandes ins Ge⸗ wicht f. 0

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. Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht. Wien, 18. Nov.(WT. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 18. November 1915. Russischer Kriegsschauplatz. Die Lage ist unverändert. Beim Aufräumen des Schlachtfeldes von Czartorysk ist erst die volle Größe des jüngst errungenen Erfolges zutage getreten. Der Feind hatte schwere Verluste. Bisher wurden 2500 Russen be⸗ graben und 400 frische Gräber gezählt. Mehrere Tausend ehre und große Mengen Munition sind die Beute, die

noch steigen dürfte. Der Gegner besaß am westlichen Styr⸗ ufer vier hintereinander liegende starke Stellungen mit Drahthindernissen, Stützvunkten und Flankierungsanlagen. Ausgedehnte Hüttenlager mit Blockhäusern und großen Stal⸗ lungen beweisen, daß er sich schon für den Winter eingerichtet hatte.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auch im Laufe des gestrigen Tages nahmen die Italie⸗ ner ihre Angriffstätigkeit nicht wieder auf. Nachts versuchten sie schwache Vorstöße gegen Zagora, am Nordhange des Monte San Michele und gegen den Abschnitt südwestlich San Martino; alle wurden abgewiesen. Seit heute zeitlich früh steht Görz wieder unter heftigem Geschützfeuer. In der ersten Stunde fielen etwa 400 Geschosse in die Stadt. Der alte Stadtteil von Riva war gestern vom Altissimo her unter Feuer. Unsere Flieger warfen Bomben auf die Ka⸗ sernen von Belluno ab. 8

Südöstlicher Kriegsschauplatz.

Die Verfolgung macht trotz schwerer Unbilden der Witterung gute Fortschritte. Nördlich von Nova Varos nähern sich unsere Truppen dem Abschnitte des Uvac. Der Ort Ja vor ist in Besitz genommen. Südlich von Ivanjica schoben wir uns im Raume um die Höhe Jankov Kamien nahe an die Paßhöhen der Golija Planina heran. Deutsche Truppen sind bis etwa halben Wegs Usce⸗Raska vorgedrungen; während österreichisch⸗ungarische Kräfte von Ost gegen den Ibar vorg die Kopaonik⸗Planina am Weg nach Karadekg üperschrikten haben. Die Truppen der Armee v. Gallwitz sind über das von den Serben geplün⸗ derte Kursumlje südwärts vorgerückt. 8

Bulgarische Kräfte gewannen kämpfend die Höhen des Rablan und den Raum südöstlich davon.

Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.

Wien, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Nachtrag zum amtlichen Communiqué vom 18. November. Ereignisse zur See

Heute nachmittag belegte eins unserer Seeflugzeug⸗

geschwader die Forts San Nicolo und Alberoni, das

Arsenal, die Flugstation, den Gasometer, den Bahnhof und

mehrere Kasernen von Venedig erfolgreich mit Bomben.

Trotz des heftigen Abwehrfeuers und des Angriffes von

drei feindlichen Flugzeugen ist unser Geschwader vollzählig und wohlbehalten eingerückt.

Flottenkommando.

* Monastir bedroht.

Athen, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. Offizielle Nachrichten von der Front fehlen noch, aber in Zeitungstelegrammen wird die Lage der Serben sehr ernst geschildert. Prilep soll von den Bulgaren besetzt worden sein, die zwei Stunden von Monastir stehen und eine umzingelnde Bewegung ausführen. Die Lage von Monastir ist kritisch. Die Kon⸗ suln, außer dem französischen, sind nach Saloniki gegangen; dorthin sind auch die Archive gebracht worden.

Die Behandlung Griechenlands. Marseille, 18. Nov.(WTB Nichtamtlich.) Auf höhe⸗ ren Besehl nimmt der Hafen von Marseille keine Güter⸗ verfrachtungen für Griechenland mehr an. Berlin, 19. Nov. Wie dasBerliner Tageblatt erfährt, werden alle in Italien in den Häfen ankernden griechischen Schiffe von der griechischen Regierung plötzlich heim⸗ berufen. 0 E 8

Der amtliche französische Bericht.

Paris, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Bericht von gestern abend: Bei Loos, Angres und Souchez sehr heftiges gegenseitiges Geschützfeuer. Wir richteten gegen den Wald südlich von Fay(südwestlich Peronne) ein konzentrisches Feuer, dessen Wirksamkeit festgestellt wurde. In der Champagne, bei dem Navarin⸗Gehöft und bei Tahure dauert der Artilleriekampf un⸗ verändert fort. In den Argonnen brachten wir zwei Minen zur Explosion, die die deutschen Schützengräben in einer ziemlich großen Ausdehnung zerstörten.

Belgischer Bericht: Es herrscht fast vollständige Ruhe an der Front.

Orient⸗Armee: Im Laufe des 15. November unter⸗ nahmen die Bulgaren keine weiteren Angriffe gegen unsere Front auf dem linken Cerna⸗Ufer. Westlih Krivolac zogen sie sich auf die Höhen von Arkangel und nördlich des Dorfes Cicevo zurück und ließen zahlreiche Tote am Platze. In drei Kampftagen ver⸗ loren die Bulgaren 4000 Mann. Unsere Verluste sind gering. Nördlich Rabrowo beschossen wir eine feindliche Pro⸗ viantkolonne, die auf dem Wege nach der bulgarischen Stadt Strumitza in der Nähe des gleichnamigen Flusses war.

Die englischen Minister in Paris.

Paris, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. Die englischen Minister Asquith, Grey, Lloyd George und Balfour hatten im Laufe des Vor⸗ mittags eine Besprechung mit den französischen Mi⸗ nistern Briand, General Gallieni und Admiral Lacaze, sowie dem Generalissimus Joffre. Dieser erste gemeinsame Mi⸗ nisterrat wird dazu dienen, erweiterte Zusammen⸗ künfte vorzubereiten, bei denen Rußland und Ita⸗ lien vertreten sein werden. So beginnt die Einheit in der Leitung und Aktion sich zu verwirklichen, die Briand und

Asquith der Politik der Alliierten geben zu wollen er⸗

klärten, um die militärischen Operationen schneller durch⸗ zuführen. Die Unterredung dauerte bis 1 Uhr nachmittags. Nachmittags besuchten die Minister den Präsidenten Poin⸗ caré im Elysée, wo sie die Abendmahlzeit einnahmen. Abends reisten die englischen Minister wieder nach England,

Die Verwendung erstickender Gase. Paris, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Der Heeres⸗ ausschuß des Senats hat unter dem Vorsitz von Clemenceau einstimmig eine Tagesordnung angenommen, die entschieden dafür eintritt, daß die französischen Trupper ohne Einschränkung erstickende Gase anwenden.

Der tapfere Immelmann. Berlin, 18. Nov.(Privattelegramm.) DasBerliner

Tageblatt meldet aus Dresden: Der Fliegerleutnant

Immelmann, welcher bereits sechs feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht und sich das Eiserne Kreuz erster Klasse erworben hat, wurde durch die Verleihung des Militär⸗St. 1 des Hohenzollernschen Hausordens aus⸗ gezeichnet.

Der Belagerungszustand über die westfriesischen f Inseln.

Haag, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) ueber den

größten Teil der westfriesischen Inseln und des dahinter 5 Küstengebietes ist ab heute der Belage⸗ rungszustand verhängt worden.

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Die Wehrfrage im englischen Unterhause.

London, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Unterhaus. Auf eine Anzahl von Fragen, die wegen der Wehrpflicht ge⸗ stellt wurden, antwortete Asquith schließlich, der Dienstzwang werde nur mit Zustimmung des Parlaments eingeführt werden. Das Haus trat sodann in die Verhandlungen über die Wehr⸗ pflichtfrage ein. Whitehouse(liberal) wies auf den Widerspruch zwischen den Erklärungen Asgquiths und dem Com⸗ muniqué von Lord Derby hin, nach welchem die Unverheirateten zwangsweise ausgehoben würden. Das sei eine Beleidigung des Parlaments und ein Bruch seiner Privilegien. Die jetzigen Arten der Anwerbung seien praktisch bereits ein ungesetzlicher Dienst⸗ zwang. Alfred Mond sprach für die Wehrpflicht. Outh⸗ waite erklärte in einem Zwischenrufe: Die Leute wollen nicht in die Armee eintreten und wollen keinen Krieg! Sherwell (liberal) sagte, Asquith habe erklärt, daß die Wehrpflicht nur mit allgemeiner Zustimmung der Nation eingeführt werden solle. Gegenwärtig bestehe nicht die entfernteste Möglichkeit einer nationa⸗ len Einstimmigkeit über den Dienstzwang in irgend welcher Form. Die Regierung müsse mit einer großen Opposition der Arbeiter⸗

schaft in vielen Landesteilen rechnen. Die Opposition würde noch

durch viele nicht dem Arbeiterstande Angehörige verstärkt werden. Auch viele Parlamentsmitglieder hielten an ihrer alten Ueber⸗ zeugung fest. Die Regierung könnte in die Lage kommen, die Reichsverteidigungsakte gegen Abgeordnete anzumenden. Tho⸗ mas(Arbeiterpartei) kritisierte die Erklärung Lord Derbys und ferner die Rede Churchills, die notwendig andere Erklärun⸗ gen herausfordere. Die Arbeiter seien des elenden Streites zwi⸗ schen den Männern, die die Kriegführung leiten, überdrüssig. Der Redner schloß: Ich. nicht, daß irgend eine Re⸗ gierung im Unterhause die Wehrpflicht durchbringen kann.(Bei⸗ fall bei den Radikalen.) Es würden Neuwahlen notwendig sein, aber selbst dann würde die Opposition jeden Absatz und jede Zeile des Wehrpflichtgesetzes bekämpfen. Gewisse Mitglieder des Hauses und Kabinetts würden sich über die Stärke der im Lande legen die Wehrpflicht herrschenden Strömung irren. Bonar

aw bestritt, daß ein Widerspruch zwischen den Erklärungen As⸗ quiths und Lord Derbys bestände. Er legte die bekannten Schwie⸗ rigkeiten der Regierung dar und sagte: Asquith haßt den Gedanken eines Systemwechsels in der Rekrutierung, wird aber vielleicht zu dem Entschluß kommen, daß eine Aenderung notwendig ist. Es ist ein großer Irrtum, zu glauben, daß wir unsere Finanzen so ein⸗ richten können, daß wir den Krieg unbegrenzt fortsetzen. Der ein⸗ zige Weg ist, die finanziellen Hilfsmittel in die Wagschale zu wer⸗ fen, um eine schnelle Entscheidung zu erzielen. Es verhält sich ebenso, wie mit den großen Armeen des Kontinents. Frankreich weiß genau, daß die Armee sich nicht für eine beträchtliche Zahl der Jahre auf ihrem jetzigen Stande erhalten kann. Es hofft aber, ihren Stand solange zu erhalten, bis der Feind geschlagen ist. Ebenso ist es mit den Finanzen. Wir können nicht ewig aushalten, müssen jedoch länger aushalten als der Feind. Die beste Finanz⸗ politik ist, eine möglichst große Armee aufzubringen, um den Krieg möglichst schnell zu beendigen. Je eher der Krieg zu Ende ist, desto besser ist es für die Finanzen und für alles Uebrige.

London, 18. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) In der Albert⸗ halle sollte am Donnerstag eine große Protestversamm⸗ lung stattfinden. Frau Pankhurst sollte präsidieren. Unter den Rednern sollten sich Lord Willoughby de Broke und der liberale Abgeordnete Brycs, sowie der Anhänger des Frauenstimmrechts, Kenney, befinden. Die Anzeige sagte: Der Verrat an Serbien in

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