Ausgabe 
(17.11.1915) 271. Erstes Blatt
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4 m.

werbe, Posen⸗Königsberg i. Pr, in nächster Zeit eine

Zweigniederlassung in Kowno eröffnen. Sie hat auch die Errichtung einer Zweigniederlassung in Wilna in Aussicht genommen. Die vorbereitenden Schritte sind bereits eingeleitet.

Aus Stadt und Cand. Gießen, 17. November 1915.

N Das Mold heraus!

Geh. Finanzrat Bastian⸗Darmstadt bittet uns um Aufnahme folgender Auslassung:

Wer Goldmünzen zurückhält, Feen sich, ohne e de wollen oder zu wissen, am Vaterland, das des Goldes edarf: um die Volkswirtschaft gesund, unser Geldwesen leistungsfähig zu erhalten, um gerüstet zu sein für die . Anforderungen von Handel und Industrie in der

iedenszeit, um unseren Bundesgenossen die Wirtschafts⸗

führung erleichtern und um solche Dinge im Ausland be⸗ schaffen zu können, die wir sonst überhaupt nicht oder nur teuer bekommen.

Jedes Goldstückisteine wirksame Waffe im Wirtschaftskrieg. Nur Einsicht wird verlangt, nicht auch ein Opfer, denn: Für den landsverkehr hat die Banknote in jedem Falle den gleichen Wert wie das Gold⸗ stück. An Belehrungen in der Presse hat es nicht gefehlt. Auch haben Vaterlandsfreunde sich eifrig und erfolgreich in den Dienst der Werbetätigkeit gestellt, um 9 münd⸗ lichen Einfluß Verständnis zu wecken. Aber noch verspricht jede Werbearbeit großen Erfolg. Nur sollte man sie e osganisferen, indem man allerorts Werbevereine gründet, damit planmäßig an allen Orten die Goldschätze gehoben werden können. Der große Zweck mag die neue Vereinsgründung ausnahmsweise rechtfertigen. Die verdienstliche Aufgabe der Mitglieder wäre es, nach vereinbartem Arbeitsplan in persönlicher Dienstleistung Haus für Haus, Familie für Familie mit Werbeblättern zu versehen, diesen aber münd⸗ lich Nachdruck zu geben und sich zum Goldumtausch alsbald bereit zu erklären. Es gilt eine nochmalige Auskehr zu ver⸗ anstalten und auch die Nhten der Säumigen zu finden. Bare Vergünstigungen zu gewähren, ist untunlich. Der Gold⸗ umtausch muß für den Besitzer ein freiwilliger sein, über⸗ strahlt von dem Glanze vaterländischen Gemeinsinns. Zu wissen, daß man zum wirtschaftlichen Siege und damit um Enderfolg im blutigen Ringen beitragen konnte, ist 9 senug, und wer der Allgemeinheit hilft, nützt ja doch auch sich. Der Erfolg des einen Vereinsmitgliedes aber wird auf den Eifer des anderen wirken, und für die Werbe⸗ tätigkeit wird ein fester Träger geschaffen. Darin sehe ich den Wert des Zusammenschlusses, der ganz formlos sein kann. Landes⸗ und Provinz⸗Zentralen mögen für die ge⸗ 5 Beschaffung der Werbeblätter sorgen, an den örtli daß 515 Netz der Ortsvereine ein lückenloses werde in allen deutschen Landen. Auch in den kleinsten Orten muß 1 J Verein erstehen, von kurzem aber kräftigem Leben erfülktl

Amtliche Personalnachricht. Der Großherzog hat am 13. November ds. Is. dem Pfarrer Ferdinand Heß zu Michelstadi die evangelische Pfarrstelle an der Kaplaneigemeide zu Darmstadt übertragen.

* Von der Landesuniversität. Wie schon mit⸗ geteilt, ist der Andrang 1 den an der Universität eingerich⸗ teten türkischen 5 ursen außerordentlich stark. Man beabsichtigt daher die Anstellung eines Lektors für tür⸗ kische Sprache. Diesbezügliche Schritte beim Ministe⸗ rium sind bereits unternommen worden. Der außer⸗ ordentliche Professor der Theologie Dr. Bousset in Göt⸗ tingen hat einen Ruf nach Gießen als ordentlicher Professor der neutestamentlichen Wissenschaft erhalten. Er ist als Nachfolger Prof. Dr. Baldenspergers ausersehen.

* Zum diesjährigen Versand der Weih⸗ nachtsliebesgaben. Die Zentral⸗Kriegsfür⸗ sorge in Frankfurt a. M. teilt mit: In einer grundlegen⸗ den Verfügung des Kriegsministeriums und in einem Auf⸗ ruf, der vom Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz Darmstadt, dem irkskomitee vom Roten Kreuz Wies⸗ baden, den ellen Jund II und der Zentral⸗Kriegs⸗ . in Frankfurt a. M. veröffentlicht wurde, ist zum

usdruck gebracht, daß die Weihnachtsliebesgabensendungen dieses Jahres für alle im Bezirk des 18. Armeekorps be⸗ heimateten Truppen einheitlich geregelt werden sollen. Es sind zu diesem Zwecke Kistenpackungen für je 100 Mann vorgesehen, die alle zurzeit von den Truppen im Felde endung Gegenstände enthalten. Um die Weihnachts⸗

endung nach diesen. erfolgreich ausgestalten

du können, ist es erforderlich, daß alle ondersammlungen urch Vereine, Zeitungen, Ersatztruppenteile, Schulen usw. der mit den Arbeiten beauftragtenZ3entral⸗Kriegs⸗

fürsorge in Frankfurt a. M., Theaterplatz 14, für das

Großherzogtum Hessen durch Vermittlung des Hessi⸗ schen Landesvereins vom Roten Kreuz Darmstadt zu⸗ fließen. Zur Bereicherung des Liebesgaben⸗Versandes ist also die Errichtung derartiger Sammlungen nach vor⸗ heriger Anmeldung beim stellvertretenden Generalkom⸗ mando in Frankfurt a. M. erwünscht, und zwar käme be⸗ sonders die Zuwendung von Geldspenden in Frage,

deren Ertrag im Sinne der Spender innerhalb der 85 0. amten ihnachts abensendung Verwendung findet. Auch kleine Feng ele die den Wert von 5 Mk.

nicht übersteigen, werden zur Beschenkung von Kranken und Verwundeten in Lazaretten auf den Kriegsschauplätzen und zur Verwendung für weniger reich bedachte Truppenteile von obenbezeichneten Stellen gern entgegengenommen, da sie die Gef e aller Truppen im Reiche wesentlich fördern. Die Kenntlichmachung des Absenders durch Einlegen von Namen und Adressen für diese Pakete ist erwünscht, amit der Empfänger sieht, von wem er bedacht ist. Pakete mit Adressen für bestimmte Emp⸗ nde sind selbstverständlich, wie bis er, durch das zu⸗ tändige Militär⸗Paketdepot zu befördern.

* Mehlverteilung. Die in der Vorbereitung be⸗ findliche Mehlabgabe in unserer Stadt wird am Montag deginnen und dann an vier verschiedenen Stellen die ganze Woche hindurch bewirkt werden. Bekanntlich erhält jeder B ein Pfund Weizenmehl bester Sorte um Preise von 20 Pfg. Zählt demnach z B. eine Familie fünf

versorgungsberechtigke Personen, so stehen derselben 5 Pfund

Mehl zur Verfügung, vorausgesetzt, daß sie sich bei ber letzten Brotkartenverausgabung die entsprechende Anzahl Marken für Mehl beschafft hat, was, wie man uns sagt, nicht bei allen Brotkartenempfängern der Fall sein soll. Wer also keine Zuweisungskarten für Mehl hat, kann solches auch nicht erhalten. Das Mehl wird in Tüten zu 1, 2 und Pfund verpackt, damit die Abfertigung der Empfänger zöglichst schnell vor sich gehen kann. Damit das Vertei⸗

asgeschäft schlank und möglichst olme allzu großen Zeit⸗ b*

n Gründungen beratend mithelfen und überwachen,

verlust für die Empfänger vor sich 1 kann, muß jeder das Geld für das zu empfangende Mehl abgezählt mit⸗ bringen. Ein Geldwechseln soll vermieden werden. Weiter aber wird darauf hingewiesen, daß bei dem zu erwarten⸗ den starken Andrang zu den Mehtausgabestellen die Ab⸗ holer durch Unruhe und Drängen durchaus nichts erreichen. Es ist bei der Verteilung wie bei allen derartigen Maß⸗ nahmen die Mahnung am Platze:Nur die größte Ruhe kann es machen. Die Stadt legt übrigens bei dem Preis von 20 Pfg. pro Pfund Auszugsmehl die Kosten der Ver⸗ packung und der Verteilung zu.

Geldsendungen an Gefangene in Frankreich. Auf Posefendungen, insbesondere auf Postanwerfungen an Kriegsgefangene in Frankreich ist zur Verhü ung der Aushändigung der Sendung oder des Besrages an Unberechtigte gleichen oder ähnlichen Namens hinter dem Namen des Empfängers tunlichst noch die Matrikelnummer(Kontrolfnummer an⸗ 9 unter der der Gefangene in Frankreich geführt wird. Bei

ostanweisungen gehört diese Angabe auf den Abschnitt(Rückseite). Siebe s gaben; die Marine Die Bate, die in der gestrigen Nummer desGieß. Anz. Professor Völzing an die Bitre 2 richtete, auch unserer Helden zur See durch reiche Liebesgaben zu gedenken, wird nicht vergeblich verklingen. Sind unsere blauen Jungen schon in Friedenszeiten dem Herzen der Nation lieb und nahe, um wie viel mehr, als sie jetzt im Kriege eine der gewaltigsten Aufgaben unserer Streitmacht erfüllen: unsere Küsten von unserem schlimmsten und tückischsten Feinde freizuhalten. Was dazu gehört, tagaus tagein unter Anspannung aller lörperlichen und geistigen Kräfte die nervenerregende Wacht auf der Wüste des stürmischen Meeres zu halten, davon machen sich die wenigsten einen rechten Begriff; und doch schaut jeder unserer blauen Jungen dem Tode und der Gefahr täglich und stündlich ebenso gut ins Auge wie seine feldgrauen Brüder. Die Bitte um Gaben für unsere Ma⸗ rine, die der Unterzeichner des erwähnten Aufrufs im Auftrag des Großadmirals v. Koester in seiner Wohnung, Goethestraße 19, entgegennimmt, sei deshalb aufs wärmste der Beachtung und der Freigebigkeit empfohlen.

** Silberne Hochzeit. Morgen Donnerstag, 18. No⸗ vember, sind 25 Jahre vecflossen, da die Eheleute Kaufmann Karl Gessert, Krofdorfer Straße 11, in den Stand der Ehe

eingetreten sind. 5 Kreis Büdingen.

i. Nidda, 16. Nov. Am Sonntag abend hielt Professor Lampas Friedberg, ein Sohn unserer Stadt, in einer Versamm⸗ lung des Evangelischen Bundes einen Vortrag über Lu⸗ thers deutsches Christentum. In Farer, tiefdurchdachter, packender Rede verstand er es, den zahlreichen Zuhörern Lulhers deutsches Wesen in seinem Leben, Wirken und Kämpfen vor Augen 125 stellen, ohne im mindesten Andersgläubige abzustoßen. Seine

usführungen fanden ungeteilte Anerkennung.

i Wolli, 16. Nov. An eimer schweren Verwundung starb im Feldlazarett zu Palanka in Serbien der Landsturmmann Henrich.

Kreis Lauterbach. 0 s. Grebenhain, 14. Nov. Dein jetzt im Westen stehenden Leutnant emer Fuß-Artillerie-Batterie Oito Schäq von hier wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille veeliehen. Kreis Schotien.

b Kölzenhain, 16. Nov. Fürs Vaterland starb der

Unterossizier Appel im Infante ie-Regiment 118. Kreis Friedberg.

A Friedberg, 16. Nov. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Lentnant d. Res. Stein.

t Nieder⸗ Roßbach, 16. Nov. Nach längerem Leiden verstarb hier der Althürgermeister Johannes Groh VI. im Alter von 80 Jahren. Ueber 30 Jahre stand er in treuer Pflicht- erfüllung an der Spitze unserer Gemeinde.

A Pohlgöns, 15. Nov. Landsturmmann Friedrich Diehl starb im Feldlazarett an einer Verwundung, die er in den Septemberkämvfen erhalten hat. Er ist aus unserer kleinen Ge- meinde der achte, der den Heldentod für das Vaterland ge storben ist.

= Rodheim v. d. H, 15. Nov. Auf dem Wege nach Holzbausen wurde Sonntag früh in der Nähe des Laicher Feldes von Kirchgängern die Leiche eines kleinen Kindes auf⸗ gefunden. Die Mutter konute noch nicht ermittelt werden.

Starkenburg und Rheinhessen.

Darmstadt, 16. Nov. Die Stadtverwaltung hat eine weitere Sendung Zwiebeln beschafft, die nunmehr eingetrof⸗ fen ist. Die Abgabe erfolgt an jedermann ohne Ausweis, jedoch nicht in größeren Mengen wie 10 Pfund an eine Haushaltung. Die Abgabe an Händler ist ausgeschlossen. Um dem Mangel an Fetten zu steuern, hat die Stadtverwaltung 26 500 Pfund dä⸗ nische Molkereibutter beschafft, die in den nächsten Ta⸗ gen an die Einwohner der Stadt, und zwar an alle, ohne Rücksicht auf das Einkommen, abgegeben wird. Die Abgabe erfolgt nur an Einwohner Darmstadts und gegen Vorzeigen der Brotausweiskarte, auf der ein entsprechender Vermerk angebracht wird. Der Preis der Butter beträgt 2.20 Mk. für das Pfund.

Kreis Wetzlar.

ra. Wetzlar, 16. Nov. Für die durch den Tod des Ober Pfarrers Günder erledigte Pfarrstelle waren folgende Herren zur Probepredigt zugelassen worden: Hartig aus Kirchherten, Hel⸗ bing aus Matschdorf bei Frankfurt a. d. O. und Schmidt aus Issalburg, Kreis Rees. Der Wahlausschuß der Kirchenvertretung hat nunmehr einstunmig Herrn Piarrer Schmidt gewählt.

b Hessen⸗Nassau.

g. Ebsdorf, 16. Nov. Dem Wehrmann Leonhard Schnell von hier, zurzeit verwundet im Res.⸗Lazarett in Marburg, wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Er stand beim Jä⸗ ger⸗Bataillon Nr. 24 und wurde am 31. Oktober durch Arm⸗ und Beinschuß schwer verwundet.:

An versitäts⸗ Nachrichten.

Berlin, 16. Nov.(Privattelegramm.) DasBerliner Tageblatt; berichtet aus Leiozig: Geheimrat Proessor Adolf Wach begeht sein fünfziajähriges Doktorsubiläum. Aus diesem Anlaß sind gestern abend dem Jubilar in der Unt⸗ e von seinen Hörern Sympathiekundgebungen dargebracht worden.

vVermischtes. Stürme. Berlin, 16. Nov. DieB. Z. a. M. meldet aus

Amslerdam: Das hestige Sturmwetter der vorigen Woche hat den Schiffen empfindlichen Schaden zugefügt. Der fran zösische DampferSaint Malo schlug 5 Meilen nördlich Guerssey um. Die Besatzung von 20 Mann versauk. Weitere a Schiffe sind an verschiedenen Punkten der Irischen See zerschellt 5 London, 16. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Am Samstag herrschte in Irland und auf der Irischen See der stärkste Or⸗ kan seit zwa 1 00 ahren. Eine beträchtliche 1 von Schiffen wurden an Land getrieben und beschädigt. Die Städte Dublin und Kingstown haben großen Schaden erlitten. Ein Großfeuer bei Genua.

Mailand, 16. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) DerSec lo meldet: Am Sonntag früh brack in einem der Firma Gondrand gehörenden Dock in Rivarolo bei Genua ein gewaltiger Brand aus, der die Eisenbetonbauten mit großen Vorräten an Fetten, Oelen, Samen und Baumwolle vernicktete. Der Schaden übersteigt eineinhalb Millionen. Trotz des raschen Eingreifens der Feuer⸗ wehren nahm die Feuersbrunst am Nachmittag einen größeren Um⸗

fang an. 1

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Mürkte. ö so. Frankfurt a. M., 1. oo. Auf dem heutigen Heu⸗ und Strohmarkt war nichts angefahren.

Tie Näarltpreise für Vieh und Frucht und die Ciesener Fleisch⸗ und Brotpreise am 15. November 915

Schlachtviehpreite

in Frankfurt a. M. Fleischpreise in Gie zen

Ochsen 50 Kg. Schlachtgewicht ½ Kg. 120 124 Pfg. 110, 188 Mk.

Kälber Kg. Schlachtgew 102.133 Pf. ½ 120-124 Pfg.

Schweine gz 5 7129 r

Brotpreise in Gießen:

Weißbrot 2 Ka. Pfq., Schwarzbrot 2 Ka. 68 Pf.

Getreidepreise in Mannheim:

Weizen 100 Kg 27.00 Pik. Rogen 10 dg 23 00 Mk

Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

2 2 2 2 K 223 2 55 35 25 8 S S 2 Wetter 5 2 2 22 S8 SS 3 60 65 388 8.81 75 9[Bed. Himmel 15 1 2 9 5 5

Höchste Temperatur am 15. 16. Nov. 1915= J 3,7 C. Niedriaste. Ii, i ee Niederschlag: 0,0 mm.

Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 18. Nov. 1915: Wolkig bis heiter, mocken, elwas kälter. 5

Letzte Nachrichten.

Schwere deutsche Geschütze in Konstantinopel eingetroffen.

Lugano, 17. Nov. Wie der italienische Korrespondent Magrini demSecolo aus Saloniki berichtet, sind die ersten schweren, für die Türkei bestimmten deutschen Geschütze in Konstantinopel eingetroffen.

Der griechische Marineminister auf Reisen.

Amsterdam, 17. Nov. Der griechische Marine⸗ minister ist laut Londoner Pressemeldungen auf der Fahrt nach Rom in Neapel eingetroffen.(Voss. Ztg.)

Englandfeindliche Ereignisse in Persien.

Rotterdam, 17. Nov. Das englische Ministerium des Aeußern behauptet, daß Angriffe auf englische Kon⸗ sularbeamte in Teheran stattgefunden haben. In Schiras sei auf zwei Sekretäre der Gesandtschaft geschossen worden; einer wurde getötet. Der englische Konsul und der Direktor der eng⸗ lischen Bank seien gefangen genommen worden.

3 Indiens. 5 Amsterdam, 17. Nov. Nach Berichten aus Batavia ist der Post⸗ und Telegraphen verkehr zwischen Nieder⸗ ländisch Indien und dem Königreich Indien auf Veranlassung der englisch⸗indischen Behörden eingestellt worden.

Einberufung der Duma.

Kristiania, 17. Nop.Tidens Tegn meldet aus Peters⸗ burg: Die Einberufung der Duma, die im November statt⸗ finden sollte, ist vom Ministerrat wegen Verzögerung in der Fertig⸗ stellung des Budgets auf den 8. Dezember verschoben worden.

SchönherrsWeibsteufel auch in Hamburg verboten.

Berlin, 17. Nov. Wie der Direktor des Hamburger Deut⸗ schen Schauspielhauses telegraphiert, wurde die Aufführung von SchönherrsWeibsteufel, die Dienstag abend stattfinden sollte, mittags verboten. Hamburg gibt es keine Zensur.

n Das Verbot ist demnach vom Bbertmande erlassen. A

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