Der Gießener Anzesger erscheint täglich, außer Sonmtags.— Benagen: viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; wennatwöcheml.Kreis⸗ lalt fur den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche öeitfragen Nermprech e Anschlusse: für die Schristleuung 112 Verlag, Geschäftsstelleö! Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Hießen. Annahme von Anzelgen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher.
165. Jahrgang
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Gelleral- Anzeiger für Oberhessen
Rotationsdruck und verlag der Brühl'schen Univ.⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Fange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und druckerei: Schulstr.
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Mittwoch, 17. November 1015
Bezugsvrets: monatl. 85 Pf., viertel⸗ Kort. Me. 2.50; durch
5 Röbole- u. Zweigstellen monatl 75 f.; durch die Post Me. 2.30 viertel⸗ jährl. ausschl. Bestellg. Zeilenpreis: lokal 15 Pf., cus w. 20 N.— Haupt⸗ schriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für den
olitischen Teil und das Feuilleton: Aug. Goetz; für Stadt und Land, Vermischtes und Ge⸗ richtssaal: Otto Braun; für den Anzeigenteil: H.
7. Beck, sänitlich in Gießen.
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Ein griechisch⸗bulgarischer Vertrag über eine neutrale one
unterzeichnet. Churchills Abschiedsrede.
(WT B.) Großes Hauptquartier, 16. November.
Amtlich.) 5 Westlicher Kriegsschauplatz.
Drei Versuche der Franzosen, uns den am 14. November nordöstlich von Ecurie genommenen Graben wieder zu entreißen, sche terten. Auf der übrigen Front außer Ar⸗
tillerie- und Minenkämpfen an verschiedenen Strecken nichts wesentliches. 8
Die vielfache Beschiezung von Lens durch die feind⸗ liche Artillerie hat in dem Zeitraum vom 22. Oktober bis 12. November 33 Tote und 55 Verwundete an Opfern unter den Einwohnern gefordert. Militärischer Schaden ist nicht entstanden.
Oestlicher Kriegsschauplatz. Die Lage ist auf der ganzen Front unverändert.
Balkan⸗Kriegsschauplatz. Die Verfolgung ist in rüst gem Fortschreiten. Es sind ern übertausend Serben gefangen genommen, zwei Maschinengewehre, drei Geschütze erbeutet. . 5 Oberste Heeres leitung.
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* 0 Es war seit längerer Zeit bekannt, daß zwischen Sofia
und Athen wegen Abgrenzung einer neutralen Zone ver⸗ handelt wurde, und darum bedeutet es keine Ueberraschung, wenn heute die„Südslavische Korrespondenz“ verkündet, das Abkommen sei nunmehr in aller Form unterzeichnet worden. Um diese Meldung völlig verläßlich zu machen, bedürfte es einer amtlichen Veröffentlichung durch die beteiligten Re⸗ . Darauf wird man indessen vergehlich warten, enn selbstverständlich würde damit das Abkommen zugleich zu einer Kundgebun
5 mit politischer Spitze gemacht, für die weder i
in Sofia noch in Athen eine Notwendigkeit erkannt
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w icht mehr an Wundor glauben und ohnedies die Hoffnung auf Griechenlands Hilfe aufgeben. Sie hören die verdächtigen Töne beim Heranreifen der Entscheidung und lassen sich durch keine noch so geräuschvolle Zukunftsmusik aus London darüber täuschen.
Churchill, der alte Wundertäter und Redekünstler, hat vor dem englischen Unterhaus noch einmal seine Ausicht von den Dingen dargetan, indem er seine eigenen Verdienste ins 121 7 Licht stellte und durch allerlei Prophezeiungen einen
eifallssturm hervorrief. Was könnte es, so werden seine politisch gut geschulten Zuhörer sich selbst gesagt haben, auch nützen, ihn mit sichtbarer Unzufriedenheit fortzujagen oder seinen Glauben an glücklichen Sieg durch Zweifel an⸗ zufechten? In gerechter Weise gewägt, muß die letzte Leistung Churchills freilich als ein trostloses Aschenhäuschen von hoch⸗ tönenden Phrasen bezeichnet werden. Man urteile selbst: „Deutschland werde wahrscheinlich in dem zweiten oder dritten Kriegsjahr vollständiger geschlagen werden können, als wenn die Truppen der Verbündeten schon im ersten Jahr in Verlin eingezogen wären.“ Churchill freut sich also, daß die indischen Lanzenreiter bisher noch nicht in Berlin eingeritten sind, denn sonst könnten wir ja später nicht so gründlich unterliegen. Indessen denkt sich der brave Prophet diesen Sieg des Vierverbandes in einer eigentüm⸗ lichen Gestalt. Große Frontendurchbrüche brauchen die Fran⸗ zosen und Engländer danach nicht mehr zu leisten, ja, es wird überhaupt nicht nötig sein, die Deutschen aus Frankreich und elgien zu vertreiben, denn diese werden aus Mangel an daten von selbst zugrunde gehen.„Wir bilden die Roserve der Verbündeten“, so 16 17 Churchill hinzu, womit er wahrscheinlich zugeben will, daß die Herren Engländer bloß noch die glimmenden Funken auf den Schlachtfeldern auszutreten brauchen. Englische Ohren hören solche schmeich⸗ lerischen Töne gerne, und die Franzosen und Russen können sich etwas darauf diger tun, daß ihr bisheriger Opfersinn so 9 gelobt wird, der es zuwege gebracht hat, vorläufig aus Mangel an Schießmaterial nicht zu siegen, aber der englischen Reservekunst das Erforderliche vorzubehalten. „Da lehret man Euch“, so flüstert A E„daß was Ihr 25 auf einen Schlag getrieben, wie Essen und Trinken rei, eins, zwei, drei dazu nötig sei.“— Die Rede Churchills war wirklich ein Wunderwerk in der Kunst, an Strohhalmen emporzuklettern. Ob sie in e und Rußland Heiterkeit oder Wut hervorrufen wird? 5 Wie die Dinge im Osten heranreifen wird im Berner „Bund“ mit folgender Betrachtung dargelegt: Der serbische Feldzug rechnet jetzt, wie vorauszusehen war, mit einer Verlangsamung der Operationen, da das verschneite wilde Hochland, durch welches die Armee Mackensen den Ser⸗ ben in der Richtung Novipazar⸗Mitrowica folgt, sich als der beste Bundesgenosse des ausweichenden serbischen Heeres er⸗ weist. Die Verfolgung hat jetzt im Norden, und zwar von Westen nach Osten bestimmt, eine Linie überschritten, die durch die Orte Ivdanjica, Banja. Dupei, Vukan ja, Gresad bezeich- net wird. Der rechte Flügel Köveß nähert sich Novi Va
ros, bon dem er noch durch einen hohen Gebirgsriegel trennt wird, dürfte aber Jabor von Ivanjica her 2 erreich haben. Die serbische Verteidigung stützt sich, durch die montene⸗ f 1 Sandschakarmee flankiert, hier auf die Linie Novi Varos⸗ Si.enjica⸗Novipazar. Im Ibartal drängen die Deutschen über Asce und Raska vor. Die querlaufende Josanlca, einen rechten Naebenfluß des Ibar, haben sie überschritten und in dem e
astiv zt chen Ibar und Binacka Morawa die Paßhohen
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15 ührer der Entente⸗Truppen in Saloniki jedoch
ld erreicht] T
erreicht. Sind diese einmal forciert, wird der Abstieg in das Toy⸗ licatal rasch vonstatten gehen. i
Die Bulgaren haben die füdliche Morawa auf der Linie Aleksinac⸗Leskovac überschritten und drängen die Serben in das Toplica⸗ und Jablonicatal. Gelingt es ihnen, sich von Leskovac westlich Bahn zu brechen, so geraten die von Kursumlje durch das Tal der Lab nach Mitrowica⸗Prisrina abziehenden serbischen Kolonnen in Gefahr, doppelseitig umfaßt zu werden.
Die englisch⸗französische Front erhält immer noch paketweise Derssärkungen und sucht den rechten Flügel, auf dem die englische Divisten kämpft, nach Strumica vorzuschieben, mit dem linken über Krivolac⸗Gradslo in der Richtung auf Veles Raum zu ge⸗ 2 bleibt aber im großen ganzen in Stellungskämpsfe ver⸗ rickt.
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* Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 16. Nov.(WTB. Nichtamilich.) Amtlich wird verlauthart: 16. November 1915:
Russischer Kriegsschauplatz. Nichts Neues.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Der Nordabschnist der Hochfläche von Doberdo war auch gestern der Schauplatz hartnäckigsten Ringens. Um die Stellungen beidersests des Monte San Michele wird Tag und Nacht gekämpft. Am Nordhange dieses Berges drangen die Italiener wiederholt in unsere Linien ein. In den Abendstunden gelang es jedoch, den Feind fast völlig zu vertreiben. Auch die Nahkümpfe im Raume von San Mar⸗ tino dauern fort. Vor dem Görzer Brückenkopf wurde ein gegnerischer Angriff auf die Podgora⸗ Höhe abgewiesen.
Südöstlicher Kriegsschauplatz. 8— 5 Garazda an der montenegrinischen Grenze Ge⸗ blänkel. e.
Auf dem serbischen Schauplatz schreitet die
Verfolgung überall vorwärts. Oesterreichisch un⸗ garische Truppen gewannen die Gegend von Uvac, die Ci⸗ gota⸗Planina und de Höhen von Ja vo r. Eine deutsche Kolonne des Generals von Koeveß nahm, beiderseits der von Kralievo nach Novi Pazar führenden Straße vorrückend, ÜUsze in Besitz. Die weiter östlich 3 öster⸗ reichisch⸗ungarischen Kräfte überschritten bei Babica die Straße Raska—Kursum ja und erstürmten die serbischen Verschanzungen auf dem Berg Lucak(östlich von Babieg), wobei die Besatzung(3 Offiziere, 110 Mann und ein Ma⸗ schinengewehr) in unsere Hand fiel.
Deutsche und bulgarische Divisionen nähern sich von Nord und Ost dem Straßenknotenpunkt Kursumlja.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
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Bulgarien und Griechenland.
Wien, 16. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Süd⸗ slawische Korrespondenz“ meldet aus Saloniki: Die bereits vor längerer Zeit von der griechischen und bulgarischen Heeresleitung beschlossene Errichtung Einer neu tralen Zone zwischen beiden Armeen längs der 11 samen 12 5 ist nunmehr nach der Durchführung aller Vor⸗ arbeiten in die Tat umgesetzt worden. Nachdem die Truppen schon seit geraumer. in gleicher Entfernung von der Grenze gehalten worden waren, um allem Zwischenfällen vorzubeugen, ist jetzt das Abkommen in aller Form unter⸗ zeichnet worden. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Auf⸗ rechterhaltung der guten Beziehungen zwischen Bulgarien und Griechenland getan, den man hier mit sichtlicher Ge⸗ nugtuung begrüßt.
Die Verteidigung Nustschuts.
Sofia, 16. Nov.(WTB. Nicktamtlich.) Meldung der Agence Bulgare Nach dem Bombardement Warnas sah sich die bulga⸗ rische Regierung selbstperständ ich veranlaßt, die Möglichkeit eines Angriffes russischer Donaudampfer oder Flug⸗ zeuge auf Rustschuk in Erwägung zu ziehen. Im Hinblick auf diese Möglichkeit ersuchte die bulgarische Regierung die rumä⸗ nische Regierung, Maßnahmen zu ergreifen, um alle Unglücks⸗ fälle und andere unerwünschte Folgen hinanzuhalten, die sich aus einer Beschießung ergeben könnten, die aus Rustschuk im Falle eines Angriffes auf die russischen Augriffsmittel gerichtet würde. In der Tat würden in Anbetracht der Breibe des Donaustromes die Geschosse auf rumänisches Gebiet fallen, wo sie Unglüasfälle her⸗ vorrufen würden.
Der bulgarische Bericht.
Sofia, 16. Novbr.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Kriegs⸗ bericht vom 13. Nopember. Nach dem Fall der Festung Nisch hatten die Serben sich auf das linke Moravaufer zurückgezogen und alle vorhandenen Brücken zerstört. Hier hat der Fluß eine Breite von 150 bis 200 Metern und eine Tiefe von 1 bis 2 Metern. Die Serben bemühten sich, gestützt auf befestigte Plätze, mit schwerer Artillerie versehen, durch mit bedeutenden Streitkräften ausgeführte erbitterte Gegenangriffe unsere Truppe darau zu hindern, den Fluß zu überschreiten. König Peter wohnt diesen Kämpfen bei. Im Laufe der letzten Tage brachen unsere
ruppen den verzweifelten Widerstand der Serben und gin endgültig auf das linke Ufer des Flusses über. Heute rückten 5 Truppen in Prokublje ein. Sie erbeuteten dort sechs 12 Zenti⸗
meter⸗Mörser, 19 mit Artilleriegranaten beladene Karren und
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machten 7000 Gefangene. Auf dem Bahnhof von Grajesz erbeuteten sie 150 Waggons. Das erste serbische Landwehrregi⸗ ment meuterte und tötete seinen Befehlshaber,
52 Ziel zu erreichen, für das die Menschheit jemals gekämpft
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. Genc gage, dar sseg eiche Ufer Ge. bulgar hend m
den Obersten Prebitschewitsch, einen hauptsächlichen An⸗ 1 des Komplotts zur Ermordung des Erzherzogs Franz Fer⸗ inand. Tas Regiment zerstreute sich dann in die umliegenden Dörfer. In der Nacht zum 13. November versuchten die Fran⸗ N unsere Stellungen am Wardarflusse anzugreifen. Unser ruppen machten einen kräftigen Gegenangriff und warfen si
auf das rechte Ufer der Korassu zurück. Gleichzeitig erbeuteten zwei Maschinengewehre mit Bespannung und zwei Gebirgsgeschütze; sie nahmen 50 Mann gefangen, darunter 3 Offiziere. 2 Die Operationen entwickeln sich an der ganzen Front günstig
für unsere Truppen. Bei Prokuple erbeuteten unsere Truppen 480 Kisten Artilleriemunition, 220 Kisten Infanteriemunition. 12 mit Kriegsmaterial beladene Karren und schen mi 16 Pontons. Unser Gegenangriff am westlichen Karaschuser 5 lich Veses endete damit, daß die 95 das östliche Ufer dirses Flusses zurückgeworfen wurden.
Dort nahmen unsere Truppen in einem kräftigen Ansturm unter
dem Gesang des Liedes„Schäume Mariza die mächtig be⸗ festigten Stellungen der Franzosen.. Aus Rumänien.
Bukarest, 16. Novbr.(We. Nichtamtlich) Der Unterrichtsminister hat den Professor Athanasiu als
Rektor der Universität Bukarest bestätigt. Athanasiu
hatte bei der Wahl 44 Stimmen erhalten, während Jo nes⸗
cu 53 und Mischu Cantacuzene 51 Stimmen auf sich ver⸗
einigten. Es ist nicht das erste Mal, daß die Entscheidung des Unterrichtsministers nicht zugunsten desjenigen Kan⸗
didaten mit absoluter Stimmenmehrheit ausfällt. 1910
wurde Pan
men auf sich vereinigt hatte.
1 1* Churchill über den Krieg. 5 London, 15. Nov.(Zens. Frkft.) Im Unter hause har
Winston Churchill eine Rechtfertigungsrede gehalten. Er
sagte, er habe keinen Grund, die Tatsachen zu veröffentlichen, die
im Zusammenhang mit der Seeschlacht bei Coronel stehen und be⸗
züglich des Verlustes der drei Schiffe in der Nordsee, der Expedition
nach Antwerpen und den Operationen an den Dardanellen.
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Bei letzterem Gegenstand verweilte er einige Zeit und legte dar,
daß der Plan mit Sorgfalt erwogen und durch die Sachverständigen von französischer sowie englischer Seite untersucht worden sei, und daß Lord Fisher den Plan gebilligt habe. Hinsichtlich der Zukunft sagte Churchill: Wenn der Feldzug von 1915 gänzlich! durch den Mangel an Munition beherrscht gewesen sei, so müsse der Feldzug von 1916 gewonnen werden, da in Deutschland Mangel an 1 lichem Beifall durch Ministerpräsidenten Asquith mit, daß er die militäxische Lauf wieder betreten werde. 5
„Es ist nicht nötig,“ so sagte er weiter,„daß wir, um den Krieg zu 1 1 5 die Deutschen aus den gesamten besetzten Gebieten, in denen sie sich jetzt befinden, vertreiben. Auch haben wir nicht nötig, eine Bresche in die n deutschen Linien sich noch stets weit über die Grenzen ausdehnen, wird Deutschland vielleicht endgültiger im zweiten oder dritten Jahre geschlagen werden können, als wenn die vereinigten Heere im er Jahre in Berlin eingezogen wären.“ Die ein für alle Mal befestigte Herrschaft Englanbs zur See und die rasche und unerhörte nichtung deutscher Männer seien Faktoren, auf die sich England mit Vertrauen verlassen könne. Während Deutschland urückginge, werde England sowohl relativ als praktisch eine stets siärkere Macht, und dies habe England dem Opfermute des fran⸗ zösischen und russischen Volkes zu danken, die die Schläge bisher für England aufgefangen hätten. England sei die Reservemacht für die Aufgaben der Verbündeten und die Zeit sei nun gekommen, die Reserven mit aller Macht in die Wagschale zu wersen.(Beifall.) Der Kampf müsse nun durch Deutschlands Mangel an Männern entschieden werden. 5
Es sei wohl hart für 5 7 zu sehen, wie eine Regierung, wie die bulgarische, insolge nicht zu kontrollierenter Um⸗ stände überredet werden konnte, daß der Sieg schließsich den Zentralmächten zufallen werde.„Einige kleinere Staaten werden hypnotisiert durch das Auftreten und durch die Macht und Ge⸗ nauigkeit des deutschen Militarismus. Sie sehen nur die Gescheh⸗ nisse, aber sie sehen nicht oder begreifen nicht die Frast der alten mächtigen Nation, gegen die Deutschland nun Krieg führt, eine
Nation, die jedes Mißgeschick ertragen, Enttäuschungen und Fehler
ausmerzen, ihre Krast erneuern und mit unbeschränkter Hart⸗ näckigleit und Opfersähigkeit alles ins Werk sezen kann, um das
ranzosen vollkommen auf
ais bestätigt, obgleich er nur 40 von 81 Stimn⸗
ännern eintrete. Churchill teilte darauf unter herz⸗ 9
tschen Reihen zu schlagen. Da dig


