rsenkt worden. Den sofort estellten Nachforschun⸗ gen ebe wurden 96 Mann der Besatzung und 27 Reisende gerettet, während 15 Mann der Besatzung und 6 Passagiere vermißt werden.
Rom, 14. Nov.(WTB. Nichtamtl.) Meldung der„Agenzia Stefani“. Nachrichten aus Kreta be agen, daß der Dampfer „Besnia“(2561 Tonnen) der Navigazione Generale Italiana bei der kleinen Insel Cande südlich Kreta 25 ein U-Boot mit . Flagge versenkt worden ist De Be satzu g und
ie Insel erreicht haben. Das vierte Boot wird gesucht.
London, 13. Nov.* Nichtamtlich.) Meldun des Reuterschen Bureaus. Der britische Dampfer„Den o Crombie“ ist versenkt worden. Die Besatzung wurde 175 Die Admiralität teilt mit, daß das britische
„Boot„E 20“% das im Marmarameer Dienst getan hat, 05 dem 30. Oktober nichts von sich hören ließ Man fürchtet,
aß es versenkt wurde. Der Feind meldet in einer drahtlosen Depesche, daß drei Offiziere und sechs Mann von der Besatzung gefangen sind. 0
London, 13. Nov. echte Nichtamtlich.) Lloyds meldet aus Grimsby: Man fürchtet, daß das Fischerfahrzeug „Rosedale“ auf eine Mine gelaufen, gesunken und die Besatzung von 10 Mann ertrunken ist.— Lloyds meldet weiter: Der britische Dampfer„Moorfide“(117 Tonnen) ist versenkt worden; ein Mann der Besatzung wurde gerettet.
London, 14. Nov.(WTB Nichtamtlich.)„Lloyds“ be⸗ richtet: Der britische Dampfer„Sir Richard Awdry“ ist versenkt worden. a —
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Aus Stadt und Cand.
* Gießen, 15. November 1915.
Sutherabend des Evangelischen Bundes.
Am 1 November, abends, hatte sich die Stadtkirche auf Einladung des hiesigen Zweigvereins des Evangelischen Bundes mit einer zahlreichen Hörer⸗ schar gefüllt. Die Chorschule unter Leitung des Organisten Görlach eröffnete den Abend mit einer Jolie f ein⸗ studierten Darbietung, der nachher noch eine zweite folgte. Anstelle des von seiner Verwundung noch nicht hergestellten Vorsitzenden 11 D. Schmoll begrüßte Prof. D. Schian die Versammlung mit einer kurzen Ansprache, in der er die . eines Lutherabends in der Kriegszeit begrün⸗
Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag von Geh. Kirchenrat Prof. D. Eck über„Deutsche und englische Refor⸗ mation“. Wie gegenwärtig, so stand auch im 16. Jahrhundert Deutschland im Mittelpunkt der e hte: durch Luther. Die ganze Welt Europas hat 85 5 durch sein Wort in Bewegung gesetzt. Auch England! England ist im
eichen des Protestantismus groß geworden; das beweist eine politische wie seine kulturelle Geschichte. England stand auf der Höhe zu einer Zeit, in der Deutschland in kiefer Not darniederlag. Zu verstehen ist das nicht bloß aus äußeren Zusammenhängen; das Wesen der deutschen Refor⸗ mation trug dazu bei. Luther wies es allezeit weit ab, das Wort, das Evangelium zu vermengen mit politischer Macht. Anders in England. Dort hat nicht ein Mann aus heißem seelischen Ringen heraus das Evangelium verkündet; ein König, der um einer anderen Frau willen seine Ehe gelöst haben will, führt die Reformation ein; sich selbst macht er zum obersten Haupt der neuen englischen Kirche. Das Evan⸗
lium steht in England auch zu Zeiten der Königin Elisa⸗ beth im Dienst der Politik; und in Oliver Cromwell sind Glaube und Politik engstens verbunden. So durchzieht denn auch die englische Kirche eine merkwürdige Art äußer⸗ licher Frömmigkeit; von oben herab ist vieles in der Kirche gemacht. Sollen wir also bloß klagen, weil Deutschland politisch an der Art Luthers schwer zu tragen hatte? Wir danken dennoch dafür, daß wir das Evangelium rein von solcher Vermengung erhalten haben. Und— das englische Volk 1 seiner Entwicklun nicht so erzogen worden wie das tsche. Von innen wachsen ist das deutsche Volk gelehrt worden; das danken wir der deutschen Refor⸗ mation.
Die Versammlung sang nach dem Vortrag zwei Verse von„Ein feste Burg“, und Prof. D. Schian schloß mit einem kurzen Wort des Dankes den wohlgelungenen Abend.
Deutsche Kriegsgefangenen⸗Fürsorge.
— Frankfurt a. M., 14. Nov. Kürzlich fand hier im enen eine Sitzung des Ausschusses für Deutsche Kriegs⸗ efangene statt, an der etwa 100 Vertreter der sämtlichen mit der Frankfurter Zentrale in Arbeitsgemeinschaft stehenden Ausschüsse von Bayern, Württemberg, Baden, Hessen, der Rheinprovinz und Hes en⸗Nassau teilnahmen.. nahmen Vertreter der zu⸗ ständigen Kriegsministerien, des 18. Armeekorps und des Zentral⸗ vereins vom Roten Kreuz an den Verhandlungen teil. Den Vor⸗ sitz führte Finanzminister Dr. Braun(Darmstadt)
Zunächst ttete Heinrich Lismann einen Bericht über die ihm unterstehende hiesige Zentrale Nunmehr ist für ganz Deutsch⸗ land bezüglich der Vermißtennachforschung eine einzige Arbeits⸗
emeinschaft unter Führung der 1 5 5 in Frankfurt und Ham⸗
455 gebildet worden. Große Erfolge wurden durch die Kame⸗ raden⸗Nachforschung erzielt. Die hiesige Zentrale konnte bisher über 20 000 Fälle aufklären, darunter befanden. sich 2000 Feststellungen über den Tod des Vermißten, Der tägliche Eingang beträgt über 1000 Briefe, der tägliche Ausgang 600, außerdem werden 5—600 durch Rundschreiben erledigt. Die Na⸗ menskartothek enthält 110 000 Karten, die nach Regimentern ge⸗ ordnete Kartothek 100 000. In letzter Zeit werden täglich durch⸗ schnittlich in England 50, in Rußland und in Frankreich 300 Fälle aufgeklärt. Bei der Zentrale sind 160 Personen beschäftigt.
Der Leiter der Hamburger Zentrale. richtete über die sehr schwierige Nachforschungsarbeit in Rußland. Hier versage die Organisation. Die Liebesgabensendungen dagegen gehen in Rußland jetzt regelmäßig ein. Ueber seine im allgemeinen
guten Erfahrungen in Frankreich berichtete E. TCapitain(Stutt⸗ ha
gart). Ueber die Weihnachtsversorgung unserer Gefangenen sprach Geheimrat Dr. Leo Gans(Frankfurt). Für die Sendungen nach Frankreich sind 500 000 Mark erforderlich. eber die Kassenverhältnisse verbreitete sich schließ⸗ lich noch Herr Lis mann. In die Kassen beider Zentralen flossen 900 000 Mark., an Unterstützungen gewährte man bisher 600 000 Mark. Der Wert der nach Rußland gesandten Liebesgaben beläuft sich auf 4½ Millionen Mark, eine durch besondere Sammlungen aufgebrachte Summe. 4
% Auszeichnung. Dem Ersatz⸗Reservisten Emil Wolff vom Infanterie ⸗Regiment 116, aus Gießen, wurde die Hessische Tapferkeitsmedaille verliehen.
* Weihnachtsfeier in den Lazaretten. Um unsere Verwundeten in den Lazaretten mit einer Weih⸗ nachtsgabe beschenken zu können, hat der Vorstand des Landesvereins beschlossen, für jeden während der Weihnachts⸗ tage in einem hessischen Lazarett befindlichen Ver⸗ wundeten einen bestimmten ansehnlichen Betrag zu bewil⸗
ligen. Für die in hiesigen Lazaretten befindlichen Ver⸗ wundeten wird das hiesige Rote Kreuz noch eine Beisteuer,
berechnet nach der Bettenzahl, geben. Außerdem werden noch 1 Liebesgaben, die dem Roten Kreuz zu diesem Zweck gespendet
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ahrgäste gingen in vier Booten, von denen drei bisher die Bo
Rudolf Petersen, be⸗
werden, gleichmäßig auf die Lazarette verteilt. Es sou ba— durch eine ungleichmäßige Versorgung der einzelwen Laza⸗ rette vermieden werden, wie sie im vergangenen Jahre da⸗ durch eingetreten ist, daß viele Gaben direkt an die Lazarette gegeben wurden.
Im Stadttheater hatte gestern abend die über drei Menschenalter sich erstreckende Posse„Hie einst im Mai“ trot ihrer Geläufigkeit wieder einmal starke, magnetische Wirkunge⸗ ausgeübt. Man schöpfte auf der Bühne ziemlich lebhaft aus den llen, was ja bei der Anhäufung von allem, was tanzend,
1 und lachend vorgebracht werden kann, nicht allzu schwer f
ällt. Von den neuen Kräften bewährten sich recht gut Hertha Zondervan, Arthur 91 4, Ernst Theiling; den größten Lacherfolg hatte natürlich Rudolf Goll in seiner Roll beh. e busalen. Das Publikum unterhielt sich anscheinend aufs
Oeffentliche Sammlungen. Immer wieder werden Klagen laut, daß Betrüger die Zeitlage und die Un⸗ erfahrenheit der Bevölkerung ausnützen und angeblich für wohltätige Zwecke, tatsächlich aber in ihre eigene Tasche sammeln. Erst vor kurzem hat das Polizeiamt eine Bekanntmachung erlassen und darauf hingewiesen, daß alle 1 55 Sammlungen polizei sich genehmigt sein müssen und daß alle Personen, welche öffentliche Samm⸗ lungen vornehmen, mit einem polizeilichen Aus⸗ weise versehen sein müssen. Die Vevö terung sei auch an dieser Stelle auf die bestehenden Bestimmungen hingewiesen. Es wird empfohlen, sich in allen Fällen sowohl die Ge⸗ nehmigung zur Veranstaltung der Sammlung als auch den Ausweis für die betr. Person zur Vornahme der Sammlung vorzeigen zu lassen. Wenn solche Bescheinigungen nicht vor⸗ gezeigt werden können, ist es zweckmäßig, die Polizei alsbald zu benachrichtigen, damit diese die sammeln⸗ den Personen sogleich revidieren kann.
Türkische Sprache. Für das an der Landes⸗ Universität von Professor Dr. Paul Kahle gehaltene Kolleg für türkische Sprache haben sich bisher schon 70 Hörer angemeldet. Infolgedessen wuß die Vorlesung in 2 50 Ab⸗ teilungen stattfinden. Für jede Abteilung ist außerdem noch eine Uebungsstunde festgesetzt. Die Hörer setzen sich zusam⸗ men aus Medizinern, Universitäts⸗Professoren, Rechts⸗ anwälten, Lehramtsassessoren, Banlbeamten, Kaufleuten, Volksschullehrern usw. Auch Frauen haben sich beteiligt.
An der Aliceschule wird, einem mehrfach aus⸗ gesprochenen Wunsche ol end, am Samstag, den 20. ds. Wts,, ein Kunstaewerblicher Kursus beginnen, eine Anleitung in Entwurf und Ausführung von Gegenständen auf dem Gebiete der Nadelarbeit, der sich auf 16 Samstaa-Nachmwittage von je zwei Stunden erstrecken soll. Schmidt, der Leiterin des Handarbeitsseminars die zur näheren Auskunft im Schulhause, Steinstraße 1, gerne bereit ist.
„* Wechsel in der Leitung des Konsumper⸗ eins. Der Mitbegründer und bisherige Leiter des Gießener Konsumvereins, M. Keßler, hat diese seit dem Bestehen des Vereins innegehabte Stellung freiwillig auf⸗ des B Keßler war als Buchdrucker 15 Jahre hindurch in
er Brühlschen Druckerei tätig. Er hat anfänglich den Kon⸗ sumverein mehrere Jahre im Nebenamt geleitet und trat 1907 aus der Brühlschen Druckerei aus, um seine ganze Kraft dem genossenschaftlichen Unternehmen zu widmen, das unter seiner 8. eine 5 steigende Entwicklun
enommen hat. Keßler betrachtete den genossenschaftlichen ee von Verbrauchern nicht etwa als 158 um den Handel und das Gewerbe durch eine ungesunde Unterbietung zu ruinieren, sondern als den Faktor, der am besten imstande ist, eine gesunde. aller Ar⸗ tikel des Verbrauchs herbeizuführen. Keßler ill wieder in sein altes Fach, das Buchdruckergewerbe, zurückgekehrt; er hat eine Stellung am Niederrhein angenommen. In Gießen hat der Geschiedene viele Freunde unter den Mitgliedern des Konsumvereins sowohl wie unter der Geschäftswelt und der Bürgerschaft zurückgelassen.
* Diebstähle. Der hiesigen Polizei gelang es, einen schon vielfach vorbestraften Menschen zu ermitteln, der in letzter 175 in hiesiger Stadt verschiedene Diebstähle ausgeführt hat.
it Vorliebe hat er die Hasenbesitzer heimgesucht, auch Wäsche usw. 192 er mitgehen heißen. Von zweien solcher Stallhasen, die von
arbe grau wie Feldhasen sind, sucht man noch den Eigentümer, duch wird noch der Eigentümer von einem weißen Frauen hemd mit Achselschluß gesucht, das offenbar aus einem größeren Wäsche⸗ diebstahl herrührt und aus einem Garten der Häuser in Klein⸗ Linden an dem Viadukt nach Gießen zu stammen soll. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen.— Aus den Hausgängen verschiedener hiesiger Wirtschaften wurden in den letzten Tagen Hemden, Strümpfe, Schürzen, Taschentücher, Hand⸗ tücher, Kragen, Manschetten, Herrenstiefel, Kinderstiefel, Schinken, Butter, Rehfleisch usw gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt ebenfalls die Polizei entgegen. 1* Pferdebversteigerung. Donnerstag, den 18. No⸗ vember, vormittags 10 Uhr kommen auf dem Pferdemarktplatz in Darmstadt 18 kriegsunbrauchbare Pferde, sowie 1 Maultier zur e e Zur Versteigerung werden nur hessische Landwirte zugelassen, die sich verpflichten, die Tiere in ihrem Betriebe
u verwenden und sie während der Kriegszeit nicht zu verkaufen.
ie Versteigerung erfolgt gegen Barzahlung. Anschließend an diese Versteigerung kommen 2 belgische Fohlen zum Verkauf.
* Eintausendjähriges Dorf. Aus Marburg schreibt man uns: Es dürfte nicht viele Dörfer im deutschen Vaterlande geben, die auf ein geschichtlich nachweisbares Bestehen von tausend
ahren zurückblicken können. Das Dorf Breidenbach im
eise Biedenkopf, bekannt durch seine alten Volksbräuche und schönen, kleidsamen, farbenprächtigen Trachten, schaut auf ein über tausendjähriges Bestehen zurück. Gegründet wurde das Dorf durch den Herzog Eberhard von Franken, dem Bruder des Königs Konrad I., des Begründers der Stadt Kassel, der im oberen Lahntale seine Hausmacht hatte und in dessen Nach⸗ barschaft der Herzog Eberhard seinen Perfgau besaß. Die es Gau⸗
rafenamt ging an die Grafen von Wittgenstein, die später in
assel eine große Rolle spielten, über, wurde im 17. Jahrhundert hessisch und kam 1866 zu Preußen. Juteressant ist, daß sich das Dorf in seinen Grundzügen noch so wie bei der Gründung erhalten at. Zur Zeit des dreißigjährigen Krieges hatte das damals sehr reiche Dorf schwer zu leiden, konnte trotzdem aber noch einige sehenswerte Frankenbauten aus der ganz alten Zeit ins 20. Jahr⸗ hundert hinüberretten.
Landkreis Gießen.
8. Lollar, 15. Nov. Briesträger Dörrhofer blickt heute auf seine 25jährlge Tätigkeit im Dienste der Post zurück. Er hat sich durch sein freundliches und gesälliges Wesen im Publi— kum und in seinem Bekanntenkreise viele Freunde gemacht.
m. Allendorf a. d. Lda., 15. Nov. Gestern abend fand hier in Ransts Saal ein zahlreich besuchter Gemeindeabend statt Dr. Kunz eröffnete und leitete die Versammlung. Lazarett-In⸗ pektor Pfarrer Stallmann aus Köntgsberg, der zurzeit hier bet seinen Eltern in Erholungsurlaub weilt, hielt einen fünsviertel- stündigen fesselnden Vortrag über seine Erlebnisse auf dem öst— lichen Kriegsschauplatze. Weitere Anspracheu hielten Dr. Kunz und Piarrer Mickel.
O Grünberg, 14. Nov. Aehnlich wie im vorigen Jahre sollen auch dieses Jahr die im Felde stehenden Krieger aus Grün- berg mit einem Werhnachtspakete bedacht werden. Während nun letzte Weihnachten nur etwas über 100 Pakete zum Versand kamen, gilt es diesmal, ungefähr 250 Pakete abzusenden. Wenn nun durch diese erhöhte Zahl der Inhalt der einzelnen Pakete nicht so reichhaltig sein wird wie voriges Jahr, so sollen doch solche Patete, die an bedürstige Krieger gehen, besser aus⸗
Der Kursas wird gehalten von Fräulein.
9 As greisers zu erwehren.
gestattet werden als die übrigen. Durch eine kürzlich abgehattene baussammlung sowie einen von der Stadt in Aussicht geslellten
Beitrag hofft man, genügend Mittel zur Aus rüstung der Pakete eisammen zu haben. In Galizien starb fürs Vaterland Mus- kettier Karl Frank, Sohn des Landwirts Hermann Frank von her. Derselbe war erst im September dieses Jahres ins Feld ausgerückt, wurde kürzlich durch einen Bauchschuß verwundet und man den Folgen dieser Berletzung gestorben.
. Climbach, 14. Nov. Das älteste der beiden Kinder, die sich kürzlich im Transformatorenhaus schwere Verletzungen zuzogen, ist in der Klinik zu Gießen seinen Verletzungen er⸗ egen. Bei dem jüngeren besteht die Hoffnung, daß es mit dem Leben davonkommt.— Der Krieg hat bis jetzt aus unserer Ge⸗ meinde vier Todesopfer gefordert. In russischer Gefangenschaft befindet sich ein Gemeindeangehöriger. Mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse wurden bis jetzt ausgezeichnet Ludwig Leyerer, Offi⸗ zierstellvertreter, Heinrich Konrad und Wilhelm Wißner.
Kreis Büdingen.
— Büdingen 14. Nov. Zur Linderung der wirtschaitlichen
Notlage bedürstiger hissiser Familien übersandte Frau Emma ilches aus New Pork der Bürgermeistesen einen größeren
Geldbetrag. Die Spenderin ist eine geborene Büdingerin.
ho. Nidda, 14. Nov. Gestern waren 25 Jahre verflossen. seit Pfarrer Werner sein Amt hier antrat. Er war 11 Jahre zweiter Pfarrer und erster Pfarrer. Der Kirchenvorstand brachten ihre Glückwünsche dar.
z Berstadt, 13. Nov. Den Heldentod starb im Westen der Ersatzre ervist Wertert im Inkanterie- Regiment 80.
ib Usenborn, 13. Nov. Tie Hessische Tapferkelts⸗ medaille erhielt der Leutnant Werner Luzius im Pionier⸗ Bataillon 16.
r Himbach, 13. Nov. Westen der Musketier Mayer.
A Bergheim, 13. Nov. Im Kampfe fürs Vaterland sta vb der Wehrmann Franz.
Kreis Alsfeld. it Ruhlkirchen, 13. ov. Das Eiserne Kreuz und die Hessische Tavferkeitsmedaille erhielt der Lehrer Erler, Sergeant im Landwehr-Infanterie-Regiment 11e.
Starkenburg und Rheinhessen.
m. Offenbach a. M., 15. Nov. Zu einer Bluttat kam es in der Sonntagnacht kurz nach 12 Uhr in der Biebererstraße. Dort waren mehrere junge Burschen offenbar nach reichlichem Al⸗ koholgenuß aus geringfügigem Anlaß in Streit geraten, wobei das Messer eine große Rolle ⸗spielte. Daber wurde der 18jährige Josef Witzler durch Messerstiche in den Rücken schwer verletzt. Er wurde in bewußtlosem Zustande ins städtische Krankenhaus verbracht. Der Messerheld wurde verhaftet.
Kreis Wetzlar. ra. Kinzenbach, 14. Nov. Der Unternehmer Philipp Mandler starb am 30. Oktober im Gefecht bei Tahure den Ehrentod. Der Verlust ist um so schwerer, als es sich um einen Familienvater mit vier Kindern handelt. Aus unserer Gemeinde 1 sind im Weltkriege bis jetzt schon 11 brave Söhne gefallen.
und Stadtvorstand
Insolge eines Unfalles starb im
Hessen⸗Nassau.
= Frankfurt a. M., 14. Nov. Im Biegwald wurde ein unbekannter Mann, wahrscheinlich ein russischer Kriegs- gefangener, von dem Feldsbützen Fuchs angehalten und sestgenommen. Auf dem Wege nach der Polizei riß der Fremde dem Schützen den Hirschfänger aus der Scheide und versuchte seinen Gegner zu ersechen. Doch gelang es Fuchs, sich des Dieser floh unter Zurücklassung eines großen Bündels Kleidungsstücke und konnte bisher nicht ergriffen werden.
Büchertisch.
— Napoleon. Erzählung von Karl Sternheim. drei Original⸗Lithographien von Ottomar Starke. Neunzehnter Band der Bücherei„Der jüngste Tag“, Leipzig, Kurt Wolff Ver⸗ laa.— Mk 0.80.— Sein dramatisches Werk ergänzt Sternheim mit einer Reihe von Erzählungen, deren zweite,„Napoleon“, mit drei Steindrucken von Oitomar Starke geschmückt, eben zur Ausgabe ge- langt. Der Namensbruder des Eroberers ist ein Genie der Koch-
Mit
kunst, das Welt und Leben vom Standpunkte des Magens wertet
und mit seiner Philosophie einer gastronomischen Energetik Schiff- bruch erleidet, denn die großen Fresser sind nicht, wie er möchte, auch die großen g elster. Cine verdorbene Welt zwingt ihn, den großen Künstler der Küche, zu Fälschungen und Surrogaten. Ohne Verbitterung endet Napoleon als alter Kellner, dankt der Sonne. die ihn bescheint, wird ein Weiser. Tie meisterhaste Erzählung Sternheims wird seiner Kunst neue Freunde gewinnen.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 16. Nov. 1915: Vorwiegend heiter und trocken, kalt.
Letzte Nachrichten.
Die dritte Isonzoschlacht von den Oesterreichern gewonnen.
Berlin, 15. Nov. Der 1 der„Berliner Mor⸗ enpost“ meldet aus dem K. K. egspressequartier, daß der Führer der Isonzoschlacht, General von Boröpic, den Kriegs⸗ be 5 1 1 erklärt habe, daß die dritte Isonzoschlacht ge⸗ wofnen sei.
Die Front bei Dünaburg und Riga.
Kristiania, 15. Nov. In einem Bericht aus Peters⸗ burg, der vom Hauptquartier er Nordarmee gedrahtet wird, heißt es, daß bereits starke Kälte herrscht und Schnee gefallen ist. Die Nordabteilung der Armee Ruß ku befindet sich inmitten von Schnee und Eis, während die Abteilungen vor Dünaburg und Riga abwechselnd Kälte und Tauwetter haben. Die allzufrühe Ankunft des Winters habe den russischen Kriegs⸗ plänen keinen Abbruch getan. Das Abschneiden der Eisenbahn Riga— Dünaburg habe die Zufuhr 12 7 verhindern können. Die Russen hätten die deutsche Front südlich Riga zurückgeworfen und trieben jetzt einen Keil in das Zentrum der Truppen, so daß die Russen auch die deutschen Linien westlich Dünaburg bedrohen. Der Eisenbahndienst hinter der russischen Front funktionierte gut. Alle Flüchtlinge würden weggeschafft und selbst der gewöhnliche Passagierverkehr sei keinen Verzögerungen ausgesetzt. Die Armee des 8 Iwanoff meldet, daß sie in den letzten 10 Wochen in Wolhynien 125 000 Gefangene gemacht habe.(Das sind Tröstun⸗ gen, wie wir sie von der russischen Stimmungsmache gewohnt sind.)
Die Schiffbarmachung der Mosel.
Metz, 15. Nov. Die„Metzer Zeitung“ meldet von zuver⸗ lässiger Seite, daß die Schiffbarmachung der Mosel be⸗ schlossene Sache sei. Metz werde einen großen Hafen erhalten.
Beschießung griechischer Städte durch die Flotte der Alliierten.
Athen, 15. Nov. Die Griechen sind sehr empört über das Bombardement der griechischen Stadt Aivali und der Ortschaft Montschali durch einige englische Kreu⸗
er und Wierer un und wodurch eine Anzahl griechi⸗ scher Personen getötet und erheblicher Sachschaden angerich⸗ tet wurde. Bei der Beschießung wurden mehrere, Griechen gehörende Gebäude in Brand geschossen. Brandbomben, die von den Fliegern geworfen wurden, zerstörten viele Häuser, daruner auch das Zollhaus. Das Beste
O dol zur Zahnpflege
ist jetzt 14 Jahre


