Nr. 257 Der Gießener Anzei erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Gießener gamilienblätter; zweimal wöchentl. Kreis⸗ blatt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Zeitfragen Fernsprech- Auschlüsse: für die Schriftleitung 112 Verlag, Geschäftsstelleß! Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher.
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Seseral⸗ Anzeiger für Oberhessen
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Freitag, 12. November 1015
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a Die verfolgung der Serben. Neue verlustreiche Angriffe der Italiener.
TB.) Großes Hauptquartier, 11. November.
(Amtlich.). f Westlicher Kriegsschauplatz.
An verschiedenen Stellen der Front Artilleriekämpfe, sowie lebhafte Minen⸗ und Handgranatentätigkeit.
Ein englisches Flugzeug mußte nordwestlich von Ba⸗ paume landen. Die Insassen sind gefangen genommen.
5 Oestlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Bei Kemmern(westlich von Riga) wurden gestern drei Angriffe, die durch Feuer russischer Schiffe unterstützt wurden, abgeschlagen. In der Nacht sind unsere Truppen planmäßig und ungestört vom Feind aus dem Waldgelände westlich und südwestlich von Schlok zurückgezogen worden, 5. den Regen der letzten Tage in Sumpf verwan⸗ t ist. 5 Bei Bersemünde(südöstlich von Riga) kam ein feindlicher Angriff in unserem Feuer nicht zur Durchführung. Bei einem kurzen Gegenstoß wurden über hundert Russen gefangen genommen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Die Lage ist unverändert.
Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Unterstützt von deutscher Artillerie, warfen öster⸗ reichisch⸗ungarische Truppen die Russen aus Kosciuch⸗ nowka(nördlich der Eisenbahn Kowel—Sarny) und ihren südlich anschließenden Stellungen. Sieben Offiziere, über zweshundert Mann, acht Maschinengewehre wurden ein⸗
gebracht. Südlich der Bahn scheiterten russische Angriffe.
ü Balkan⸗Kriegsschauplatz.
Die Verfolgung der Serben im Gebirge südlich der westlichen Morava hat gute Fortschritte gemacht. Ueber viertausend Serben wurden gefangen genommen.
Die Armee des Generals e hat die Mo⸗ rava an mehreren Stellen überschritten.
5. Oberste Heeresleitung. *** 5
Auf dem westlichen Kriegsschauplatz herrscht ziemliche Stille. Das ist für uns beruhigend, für a aber eine Offenbarung ihrer Ohnmacht. Deutschland macht seine entscheidenden Vormärsche ien Südosten, ohne daß seine Hauptgegner zu Lande, die Franzosen und die Russen, ihm in nennenswerter Weise zu schaffen machen könnten. Nur die Zentralmächte sind Herren über das Gesetz des Handelns. Wo sind die Hoffnungen der Engländer und Franzosen, die sie im September und Oktober bei ihren verlustreichen Angriffen in die Welt hinausposaunten, indem sie sich für einige kurze Tage in die Verkleidung der Sieger steckten? Alle unsere Gegner machten der Reihe nach die Erfahrung durch, daß Deutschland ihre Hände sesthalten konnte, wäh⸗ rend es einen seiner Feinde zu Boden warf; Frankreich hat in dieser 0 Rußland nichts vorzuwerfen und umge⸗ kehrt kann Rußland Frankreich leine Vorhaltungen machen. Sir Edward Grey mußte im englischen Unterhaufe bekennen, daß er über die Unterstützung Serbiens große Worte der Versprechung„zu politischen Zwecken“ gemacht hat, ohne daß er seine Versprechungen halten konnte. Seine Ausfüh⸗ rungen, die wir in den nachstehenden Meldungen wieder⸗ 1 5 sind eine Probe englischen Geistes oder vielmehr eng⸗ ischer Mache, die zweifellos in der Welt gebührende Weach⸗ tung finden wird.
An der russischen Front waren in der letzten Zeit mehrere verzweifelte Durchbruchsversuche des Gegners ab⸗ zuweisen. Dies ist bisher völlig gelungen, und an der wol⸗ hynisch⸗galizischen Front konnten die Unseren schon wieder zu erfolgreichen Gegenangriffen übergehen. Die Offensive der Italiener im Süden hat auch wieder ein langsameres Tempo eingeschlagen und scheint jetzt hauptsächlich darauf gerichtet, wenigstens an einzelnen Stellen, so am Gardasee, am Col di Lana, sowie gegen Görz, örtliche Vorteile zu er⸗ ringen, um die Nutzlosigkeit der gebrachten blutigen Opfer nicht gar zu sehr hervortreten zu lassen. Ueber kleinere Raumgewinne sind die Italiener bisher nicht herausgekom⸗ men: überdies werden die Erfolge, deren sie sich am lautesten rühmen, von der österreichischen Heeresleitung entschieden bestritten. Daß sie nicht durchkommen werden, dessen ist man in Oesterreich, in berechtigtem Vertrauen auf die zähe Aus⸗ dauer der tapferen Grenzwacht, ebenso gewiß, wie wir es 9 5 in den heißesten Tagen der französischen Westoffensive waren.
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Die neuesten Nachrichten über die Versenkung der„An⸗ cona“ durch ein österreichisch⸗ungarisches Unterseeboot las⸗ sen erwarten, daß von der Presse der Entente aus diesem Vorfall ein zweiter„Lusitania“⸗Fall konstruiert werden wird. Es ist indessen bereits festgestellt worden, daß der Dampfer auf Anruf nicht Halt gemacht, sondern zufliehen
versucht hat, und darum trifft die Leitung des österreichisch⸗ ungarischen Untereseebootes kein Vorwurf. Selbst die Agence Havas bestätigt es, daß die Ancona„zu fliehen verfsuchte“. Diese französische Darstellung, die wir nach⸗ .) wiedergeben, enthält noch einen bemerkenswerten Ein am Horizont erschienenes Schiff schien
auf die Signale der Schiffbrüchigen zur Hilfeleistung nahen zu wollen, soll aber, da die österreichisch-ungarischen U-Boote so unbarmherzig ihre Scheinwerfer spielen ließen, das Weite gesucht haben. Die Agence Havas läßt nicht deut⸗ lich erkennen, ob sie den U-Booten unserer Verbündeten einen stillen Vorwurf machen wollte, als sie berichtete, diese U⸗ Boote seien„den Schiffbrüchigen gefolgt“. Unseres Er⸗ achtens kann man nur annehmen, daß die uns verbündeten Seeleute ihre Scheinwerfer in der Hauptsache auch spielen ließen, um sich am Rettungswerke beteiligen zu können. Es wird aus Wien wohl bald ein amtlicher Bericht ausgegeben werden, der die Sachlage besser erhellt, als sie im Lichte der bisherigen Meldungen erscheint. Ob die Amerikaner An⸗ laß nehmen werden, eine hochnotpeinliche Auseinandersetzung mit Oesterreich-Ungarn herbeizuführen, bleibt ebenfalls ab⸗ zuwarten. Man würde dabei nur oft gesagte Wahrheiten von früher her wiederholen können.
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 11. November 1915.
Russischer Kriegsschauplatz.
Westlich von Czartorysk wiesen wir einen russischen Angriff ab. Westlich von Rafalowka warfen österreichisch⸗ ungarische Truppen, vom Feuer deutscher Artillerie begleitet, den Feind an den Styr zurück, wobei sieben Offiziere, zwei⸗ hundert Mann und acht Maschinengewehre in unserer Hand blieben. Sonst nichts Neues.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Die Italiener nahmen ihre Anstrengungen, Görz zu gewinnen, von neuem auf. In der Pause nach der dritten Isonzoschlacht hatten sie Ersatzmannschaften eingereiht und weitere Truppen im Görzischen zusammengezogen. Gestern setzten sie nach mehrstündiger heftiger Artillerievorbereitung an der ganzen Front vom Pla va bis zum Monte dei sei Busi mit starken Kräften zum allgemeinen Angriff an. Wieder schlugen die tapferen Verteidiger alle Stürme, teils durch Feuer, teils im Handgemenge unter schwersten Ver⸗ lusten des Feindes ab, dessen Angriffslust in einem abend⸗ lichen Unwetter für diesen Tag vollends erlahmte.
Südöstlicher Kriegsschauplatz.
Oestlich von Trebinje schlugen wir einen starken montenegrinischen Angriff ab. Der Feind erlitt große Ver⸗ lufte. Die von Uzige südwärts vordkingenden österreichisch⸗ ungarischen Truppen hatten gestern den halben Weg nach Nova Varos zurückgelegt. Nordöstlich von Jvanjica warfen wir den Feind aus mehreren Stellungen auf dem Cemerno⸗Rücken. Die deutschen Divisionen des Generals v. Köveß drängen die Serben im Gebiete der Stolovi Planina zurück. Oestlich davon erkämpften sich k. und k. Streitkräfte den Aufstieg auf die Krmja Jela und den Pogled. In Trstenik fielen tausend Serben in unsere Hand. In Venjacka Banja südwestlich Trstenik haben die Serben ein Feldspital mit tausend verwundeten Soldaten und Offizieren und einem Arzt zurückgelassen.
Die Armee des Generals v. Gallwitz kämpft nord⸗ 5 von Brus und an den Nordfüßen des Jastrebac⸗
ebirges. Boulgarische Streitkräfte überschreiten bei Aleksinac die Morava. 5
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
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Die Einberufung der Jahresklasse 1917 in Frankreich.
Lyon, 12. Nov.(WTB. Nichtamtlich.)„La Dépsche“ meldet aus Paris: Der Heeresausschuß der Kammer erörterte mit dem Kriegsminister die Einberufung der Jahres⸗ klasse 1917. Der Kriegsminister gab die Gründe an, die die Einberufung der Jahresklasse 1917 in allernächster Zeit notwen⸗ dig machen. Er machte sodann Angaben über die Höhe und den Zustand der Truppenbestände und erklärte, er sei entschlossen, die Bestimmungen des Gesetzes Dalbiez auf das strengste durchzuführen und nötigenfalls zu verschärfen. Der Heeresausschuß wird am nächsten Mittwoch den Antrag auf Einberufung der Jahresklasse 1917 einer entgültigen Prüfung unterziehen.„
Aus Luxemburg.
Luxemburg, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Auf Vorschlag des Staatsministers hat die Großherzogin die Auflösung der Kammer verfügt. Das Auflösungs⸗ dekret erscheint im heutigen Amtsblatt. Die letzte Kammer⸗ auflösung erfolgte im Jahre 1856. 0
*** Der Balkankrieg. Der bulgarische Bericht.
Sofia, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlicher Heeresbericht. Unsere Truppen setzten die Ver fol gung des geschlagenen serbischen Heeres auf dem linken Ufer der Morawa fort. Täglich entdecken wir in den eroberten Städten neue Beute. Im Morawatal entlang der Eisenbahn brachten wir heute ein: 4 Schnellfeuerhaubitzen,
8 Schnellfeuerfeldgeschütze mit gefüllten Munitionswagen, mehrere Maschinengewehre mit Bespannungen, 9 ganz neue Scheinwerfer, darunter 4 feste, 5 Tragbahren, 800 Gefan⸗ gene. Südlich Leseo vac in der Umgebung des Bahnhofes von Grablenitzo erbeuteten wir 10 Lokomotiven und 400 Eisenbahnwagen, davon 50 mit Material ver⸗ schiedener Art beladen.
Das serbische Hauptquartier.
London, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Times“ meldet aus Athen vom 8. November: Das ser bis ch e Hauptquartier ist nach Raschka, nordwestlich Nowi⸗ bazar, verlegt worden.
Aus Griechenland.
Athen, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Agence Havas. In diplomatischen Kreisen herrscht eine ge⸗ wisse Erregung. Es fand ein Ministerrat et, dem der Generalstabschef Dusmanis beiwohnte.— Ueber die Auf⸗ lösung der Kammer ist noch kein Beschluß gefaßt worden.
Basel, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Basler Nachrichten“ melden aus Athen:„Néon Asti“ erfährt aus politischen Kreisen, daß 27 Abgeordnete der Ve ni⸗ zelos-⸗Partei ihren Austritt aus der Partei erklärt haben, so daß die Regierung Skuludis eine kleine Mehrheit in der Kammer erhält. 5
London, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Meldung des Reuterschen Bureaus. England, Frankreich und Rußland haben Griechenland eine Anleihe von 40 Millionen Franks gewährt. Der Betrag ist der griechischen Regierung bereits zur Verfügung gestellt wor⸗ den. Schon unter Venizelos wurde darüber verhandelt.
Grey wegen des Versprechens der Hilfeleistung für Serbien in die Enge getrieben.
London, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich) Unterhaus. Mac Neill fragte, ob und wann Grey der serbischen Re⸗ kerung erklärt habe, daß sein Versprechen, seine Freunde am Baltan zu unterstützen, so zu verstehen sei, daß England Griechen⸗ land bei der Erfüllung seiner Vertragspflichten unterstützen würde. aber nicht, daß England Serbien umterstützen würde, falls Griechen⸗ land es ablehne, seine Vertragspflichten zu erfüllen. Grey erwiderte: Ich habe der serbischen Regierung einige Mitteilungen vor meiner Erklärung im Unterhause am 28. Sept. und einige nachher gemacht. Ich erklärte endgültig, daß die Landung unserer Truppen in Saloniki und ihre weiteren Bewegungen von der Zustimmung und der Hal⸗ tung Griechenlands abhängen würden. Ich sagte am 24. September in meiner Antwort auf die serbische Bitte um Hilfe, daß wir Griechenland angeboten haben, Truppen nach Saloniki senden zu wollen, um ihm zu helfen, seine Vertragspflichten gegen Serbien zu erfüllen. Ich sagte nichts, was wir tun könnten oder nicht tun könnten, wenn Griechenland sich weigerte, Serbien A unterstützen. Wir bemühten uns durchweg, Serbien alle mögliche Hilfe zu gewäh⸗ ren, ohne Rücksicht auf Bedingungen und ihm gegebene bestimmte Versprechungen. Meine Worte, daß wir Serbien unbeschränkte un⸗ bedingte Hilfe versprachen, hatten nur politische Bedeutung. Nie⸗ mand konnte annehmen, daß die Regierung alle britischen Ar⸗ meen zum Balkan senden würde, ohne Rücksicht auf die Bedürf⸗ nisse in Frankreich und Flandern. Wir versprachen, unseren Freun⸗ den alle Hilfe, die in unserer Macht stand, zu gewähren. Das ge⸗ schah und geschieht. 5 5 1 Mac Neill fragte weiter, ob Grey nach seiner Erklärung im Unterhause am 28. September Serbien niemals ausdrücklich die Bedeutung erklärte, welche er seinen Worten neuerdings im Unterhause beilege. Grey erwiderte: Ich teilte der serbischen Re⸗ gierung überhaupt nichts über meine Erklärung im Unterhause mit. Ich beantwortete nur die serbische Bitte um Hilfe und tat das nach Beratung mit Kitchener und dem Kabinett. Ich sagte in mei⸗ ner Antwort an Serbien, daß wir Truppen nach Saloniki gesandt haben, und gebrauchte die Wendungen, die ich soeben mitgeteilt habe.— Mäac Neill fragte weiter: Wurden die Akten an die serbische Regierung dem Kabinett mitgeteilt? Grey erwiderte; Soweit ich mich erinnere, ja. Sie zirkulierten wie alle Telegramm unter den Ministern. 1
Die Londoner Trinksprüche.
London, 11. Nov.(WTB. Nichtamtlich.) Ueber die Reden beim Festmahl in der Guildhall am Dienstag wird ge⸗ meldet: Die Minister Grey, Bonar Law und Selborne waren nicht anwesend. Der französische Botschafter Cambon, der Sir John Simons Trinkspruch auf die Alliierten beant⸗ wortete, ist der einzige Redner gewesen, der den Gegner beschimpft hat. Die beiden Hauptredner Balfour und Asquith pole⸗ misierten, wie die„Times“ bemerkt, indirekt gegen die letzten Oberhausreden Milners und Loreburnes.
Balfour führte aus: Die Mittelmächte hatten gewaltige Vor⸗ teile, nämlich die Einheit der Aktion und starke Vorbereitungen der inneren Verbindungslinien. Diese Vorteile wären durchaus überwältigend gewesen, wenn die Alliierten unvorbereitet, durch Meere voneinander getrennt und auf überseeische Zufuhren von Munition angewiesen, nicht durch die Flotte die überseeischen Ver⸗ bindungen sicherten. Das war die Grundlage aller militärischen Erfolge. Die Gegner haben den gewaltigen Vorteil der vollstän⸗ digen Vorrbereitung gehabt. Wenn dasselbe Spiel mit gleichen Karten gespielt worden wäre, so wären die Ergebnisse vielleicht andere gewesen. Jedenfalls hat die Hochflut der feindlichen Er⸗ folge ihre Grenze erreicht. Eine Ebbe muß folgen, gleichviel vb schnell oder langsam. Die Mittelmächte haben neuerdings einen großen Erfolg errungen, nicht einen militärischen, sondern einen diplomatischen. Daß Bulgarien unter der Führung d Lönigs alle Ueberlieferungen verraten hat, ist zweifellos Triumph der deutschen Diplomatie. Dieser hat bedeutende milit he Fol⸗ gen, die zu verkleinern ich der letzte bin. Balfour führte dann gegenüber der geübten Kritik an, leine Diplomatie der Alliierten hat der einfachen Tatsache ein Gegengewicht entgegenstellen können, daß die bulgarische Regierung an den Sieg der Zentralmächte
glaubte, was, wie sie zweifellos später erkennen wird, ein großer
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