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die Verbindung der jetzt einzeln getrennt vordringenden An⸗ ffskolonnen wieder! t, sondern auch das räumliche Zu⸗ mumenwirken mit der Armee von Koeveß erreicht. Die Kämpfe tra. Charakter der Gebirgskämpfe und sind in Anbetracht des zerklüfteten Geländes und des Feindes, der diese Art Kriegführung von altersher bt hat, sehr schwierig und stellen au die 8 beteiligten Trußpen das Höchstmaß der An⸗ forderungen. Auf den Höhen zwischen den einzelnen in den Tälern vorheimarschierenden Truppen befinden sich noch immer kleine feindliche Abteilungen, deren Aufgabe es ist, durch Ueberfälle auf Truppen und Trains in den engen Defilss den Vormarsch zu ver⸗ e so dem Hauptzweck der serbischen Operationen, nämlich m Aufhalten unserer Offensive, dienlich zu sein. Die Haupt⸗ masse der serbischen Armee zieht sich langam zurück und deckt ihren Rückzug mit starken Nachhuten, die besonders in den letzten 7 Tagen sehr zäh kämpften. Die serbische Artillerie zeigte ich wenig aktiv, und besonders die schweren Einheiten wurden sehr bald aus den Gefechten gezogen. Für die blitzartigen Bewegungen unserer Truppen ist es bezeichnend, daß es uns bei dem erfolgreichen Angriff auf Jagodina auch gelungen ist, die Brücke von Mijatovac über das Ueberschwemmunasgebiet des Lugomirbaches zu retten, em die Serben so überrumpelt wurden, daß sie keine Zeit hatten, die Brücke im Rückzug zu zerstören. In Anerkennung der oßartigen Leistungen der in den letzten Kämpfen beteiligten ruppen, die wirklich Uebermenschliches geleistet haben, wurde mittels Korpsbefehls ein Telegramm des Kaisers den Truppen be⸗ kannt gegeben, der wie folgt lautet:. 5„Korpsbefehl: 0 8
S. M. der Kaiser hat die Gnade gehabt, mir nachstehendes Telegramm zu senden: Die Einnahme von Kragujevac durch bran⸗ denburgische, hessische und württembergische Truppen ist ein schöner Lohn der vortrefflichen Leistungen der unter ihrer werten Führung stehenden Verbände. Ich spreche ihnen hierzu meine volle Aner⸗ kennung aus. Wilhelm Rex. Ich spreche den Herren Divisions⸗ lommandeuren und den Offizieren des Generalstabes und sämt⸗ lichen fechtenden Truppen sowie den Kolonnen und Trains des Armeekorps meinen Glückwunsch zu der allerhöchsten Anerkennung aus. Sie soll uns ein neuer Ansporn sein, unter Anspannung aller Kräfte frisch vorwärts zu gehen, bis der Feind gänzlich nieder⸗ gerungen ist.
Nun werden die Einleitungskämpfe, denn die bisherigen sind als solche zu betrachten, bald abgeschsossen sein, und mit der neuer⸗ lichen Vereinigung der nebenelnander kämpfenden Koeveß⸗ und Gallwitz⸗Armeen im Golijska⸗Morava⸗Tal tritt eine neue Phase des Feldzuges ein.
Dr. Stephan Steiner, Kriegsberichterstatter.
Aus Stadt und Cand. Gießen, 8. November 1915.
* Militärische Ausbildung der Jugend. Am Samstag abend 8 Uhr traten beide Kompagnien an der Universitätsbibliothek zu einer kleinen Nachtübung an. Die 1. Kompagnie bildete die Nachhut einer nach Osten ab⸗ ziehenden Armee, während die 2. Kompagnie den Vortrupp einer verfolgenden Heeresgruppe darstellte, Gemäß der be⸗ onderen Aufgabe rückten beide Kompagnien auf verschie⸗ enen Wegen ab. Nach genügender Aufklärung durch Pa⸗ trouillen, deren Dienst bei der herrschenden Dunkelheit äußerst lehrreich und interessant war, entspann sich am Rande des„Nizza“ ein heftiges Nachhutgefecht, das den Schluß der Uebung bildete. Kurz nach 10. Uhr rückte die
Jungmannschaft wieder in die Stadt ein.
n Gedenktage des Re. ⸗Infanterie⸗Regi⸗ ments Nr. 222. 3—21. November 1914: Stellungskämpfe südwestlich Lille, bei Maisnil, Frommeles, Aubers. Größten⸗ teils Artilleriegefechte mit geringen Verlusten unsererseits.
* Die Einnahme von Nisch durch unsere tapferen Verbündeten gab nach längerer Pause wieder einmal willkom⸗ mene Gelegenheit, die Fahnen wehen zu lassen.
Die Gesellschaft für Erd⸗ und Völker⸗ kunde hat beschlossen, diesen Winter ihre Vorträge wieder au 0 unehmen. Sie erhebt für 3—1 Vorträge
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im Hinblick auf die Teuerung für diesen Winter nur 1 Mk. für jedes Mitglied und dessen engere Familie. Die Vortrags⸗ tage sind: 11. November, 2. Dezember, 13. Januar, 10. Fe⸗ brüuar. Am 11. November wird Herr Prof. Dr. Kahle über „England in Aegypten“ sprechen, am 2. Dezember Herr Regierungsarzt Dr. med. et phil. Otto Saame (Gießen) über Togo vor und während des Krieges. 5 „Die fünf Frankfurter“. Was macht eigentlich dieses Lustspiel so aug Sist läßt es stets als gern gesehenes Stück immer wieder auf dem Spielplan erscheinen? Das e liegt wohl in dem Gefühl wohliger Behaglichkeit, das den Zuschauer durchströmt, dem durch keinerlei verzwickte und gewagte Scherze die Lust am Schauen und Zuhören verbittert wird. Darum sind die„fünf Frank⸗ furter“ das Stück geworden, das immer gern gesehen wird und dem man e Nachfolger wünschen möchte. Die gestrige Vorstellung fand wieder ein gut besetztes Haus, das beifallsfreudig der recht ansprechenden Aufführung folgte. Gegen früher waren einige Rollen neubesetzt, u. a. das„Lottchen“, das Frl. Bur g⸗ hoff frisch, nectisch und lieb spielte und damit den Sonnenschein in das Haus der rechnenden Finanzgrößen brachte. Herr Stein⸗ hofer als„Jacöble“ war ihr ein prächtiger Gegenspieler. Frau renzel spielte die„Gudula“ schlicht und herzlich, mit selbst⸗ ewußter Würde. Der„Salomon“ des Herrn Dworkowski, der auch für die Spielleitung tätig, war gleichfalls eine gute gur. Herr Goll, der als e en die nötige Stimmung orgte, hatte mit seinem Spiel mehrfach Sondererfolg. Die übrigen Darsteller mögen sich mit einem Gesamtlob begnügen, sie waren jeder am rechten Platze. Vielleicht wäre teilweise etwas deut⸗ licheres Sprechen erwünscht, Rücksicht auf die Akustik des Hauses und speziell Einhalten etwaiger Lachpausen! Der Erfolg der Auf⸗ führung war, wie gesagt, ein voller und wohlverdienter. Tb- *Die Dreschmaschinenbesitzer hatten dieses Jahr ihre liebe Not, die Maschinen rechtzeitig in Stand zu setzen, noch mehr aber das für die Dreschßeriode nok⸗ wendige Personal zusammenzubringen. Manche Dresch⸗ maschinen lamen gar nicht in Betrieb, weil die 3 oder die Besitzer fehlten. Nun geht aber die Dreschlampagne ihrem Ende zu, und die Dreschmaschinen stellt man meistens wieder in die Ecke. Man wartet bis zur nächsten Ernte. Dann aber besinnt man sich auf einmal, daß die Maschinen nachgesehen, kepariert werden müssen und macht eine Ein⸗ gabe nach der anderen um Beurlaubung für den oder jenen
Haltet Haus mit den Schätzen des Kleiderschraukes! a
Der Krieg zwingt zur Sparsamleit in allen Dingen, besonders auch in der Kleidung. Die Rohstoffe sind infolge verminderter oder völlig unterbundener Zufuhr aus dem Auslande knapp ge⸗ worden; was an ihnen verfügbar war oder ist, das hat die Heeres⸗ verwaltung für ihren Bedarf beschlagnahmt. Die Herstellung von Stofsen für die bürgerliche Kleidung ruht fast vollständig; die
Soldaten. Das ist aber grundverkehrt. Man hat jetzt volle % Jahre zum Reparieren der Maschinen Zeit, und diese müssen und werden jetzt wohl alle verständigen Dresch⸗ maschinenbesiger nach Möglichkeit ausnützen, zumal sie auch, sollte der Krieg noch andauern, wahrscheinlich auf dieselben vielen Befreiungen wie in diesem Jahre nicht rechnen lön⸗ nen. Gerade so geht es den Bauern mit ihren Acker⸗ 3 Man sorge nur dafür, daß diese über Winter ei dem Schmied oder Wagner in Reparatur gegeben wer⸗ den und wenn 72700 Handwerker im Dorf fehlen, so können sicher die Nachbardörfer aushelfen. Es gilt, im kommenden Frühjahr gerüstet zu sein, damit man nicht wieder den Militärbehörden mit all den vielen unbegründeten und un⸗ berechtigten Reklamationen unnötige Arbeit zu machen braucht.
* Städtischer Kartoffelverkauf. Von morgen ab wird die Stadt wieder mit dem Kleinverkauf von Kartoffeln beginnen. Der Verkaufspreis beträgt vier Pfennige fürs Pfund. Näheres ist aus der Anzeige in heutiger Nummer zu ersehen.
In der Herberge zur Heimat kehrten im September im ganzen 563 Gäste benen 888 im gleichen Monat des Vorjahres) ein. Davon begehrten 21(127) ohne Sach leß gegen Arbeitsleistung Herberge. Im 3. Viertel⸗ jahr kehrten in der Herberge 1528 Gäste(gegen 2843 im gleichen Zeitraum 1914) ein, von denen 94(690) ohne Zah⸗ lung gegen Arbeitsleistung übernachteten. Im Arbeitsnach⸗ weis der Herberge waren im September 34 offene Stellen gemeldet, von denen 28, zur Hälfte außerhalb, besetzt wur⸗ den. Die untergekommenen Kräfte bestanden aus 16 Hand⸗ werkern und 12 ungelernten Arbeitern.
* Das Verschieben von Briefen und Pyst⸗
karten in Drucksachensendungen bildet fortgesetzt die Ursache unliebsamer Briefverschleppungen und Brief⸗
verluste. Ungeachtet wiederholter Anmahnungen durch die Presse und trotz unmittelbarer Einwirkung der Postanstalten auf die Ab⸗ sender werden viele Drucksachensendungen leider immer noch in so mangelhafter Verpackung zur Post eingeliefert, daß sie leicht zu Fallen für kleine Sendungen werden. Als besonders gefährlich in dieser Beziehung exweisen sich, wie neue Feststellungen bestäti⸗ gen, die hauf zur Versendung von Drucksachen benußten offe⸗ nen Briesumschläge, bei denen die Absender die am oberen Rand oder an der Seite vorhandene Klappe nach innen einschlagen. In den dadurch entstehenden Spalt verschieben sich unbemerkt Briefe, Postkarten usw., die dann in der Drucksache oft weitere Irrfahrten machen. Im eigensten Interesse des Publikums muß eindringlich davor gewarnt werden, die Klappe sol⸗ f e nach innen seinzuschlagen; viel besser ist es, die Klappe über die Rückssiteloseüberhängen zu lafsen. Als recht zweckmäßig haben sich Umschläge bewährt, die an der Verschlußklappe einen zungenartigen Ansatz haben, der in einen äußeren Schlitz des Umschlags gesteckt wird. Sie sichern
den Inhalt vor dem Herausfallen und verhindern das Einschieben
anderer Sendungen, ihre möglichst ausgedehnte Verwendung ist im allgemeinen Interesse zu wünschen. Verhältnismäßig häufig verschieben sich auch Briefe usw. in Zeitungen, die unter Streif⸗ band verschickt werden. Es ist dringend zu raten, die Streif⸗ bänder so fest wie möglich um die Zeitungen zu legen, nachdem diese umschnürt worden sind. 5
Landkreis Gießen..
u. Heuchelheim, 7. Noob. Den Eltern des Gardisten Al⸗ bert Kreiling, Enkels des Altbürgermeisters Kreiling, ging dieser Tage die Trauernachricht zu, daß ihr Sohn seinen emp⸗ fangenen Wunden in einem Lazarett in der Ostfront er le in ist.— Kriegsfreiwilliger Unteroffizier Adolf Kreiling, Sohn von Bürgermeister Kreiling, bisher an der Westfront kämpfend, kehrte in die Heimat zurück, um an einem Offizierskursus teilzu⸗ nehmen.— Wehrmann Fritz Gorr, Gefreiter im Inf.⸗Regt. Nr. 14, wurde zum Unteroffizier beförde bt.— Fahnen⸗ schmied Phil. Reuschling erhielt die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille. N
p. Lollar, 8. Nov. Leutnant Gilbert von bier, der z. Zt. schwer verwundet in Mainz im Lazarett liegt, wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet.
Kreis Büdingen..
XN Büdingen, 7. Nov. In der verflossenen Woche wetlte der Großh. Turninspektor, Schulrat Seh mu ck aus Darenstadt, in un erem Kreise. Er besuchte in Begleitung des Kreisschulinspektors Schulrat Baldauf dahier eine Anzahl Volksschulen und hielt die Turnprü fungen ab. 5
+ Nidda, 7. Nov. Dem Schüler der hiesigen Gewerbe- schule Eugen Weil aus Lanasdorf wurde auf Grund seiner Leistungen auf technischem Gebiet die Berechtigung zur er: leichterten Prüfung für den einjährig⸗ freiwilligen Mälitärdienst zuerkannt.
Kreis Wetzlar.
ra. Wetzlar, 7. Nov. Die Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung die Anlage eines Helden⸗ ban an der Frankfurter Straße einstimmig beschlossen. Bis 15 sind 140 Krieger als Ves 5 a arbeiten soll bald begonnen werden, dahingegen bedarf die Art der Ausführung eines Denkmals(Säulenhalle) noch reiflicher Erwägung einer zu wählenden Kommission.
ra. Kro 275 7. Nob. Die Bürgermeisterei Atz bach⸗ Launs bach hat in diesen Tagen zwei verdienstvolle Männer durch den Tod verloren. In Aßbach starb der lang⸗ jährige Vorsteher Johannes Velte und im gegenüber⸗ liegenden Dutenhofen der Postagent, Schultheiß und frühere Vorsteher Ludwig Loh. Beide im Dienste ergraute Männer, die das hohe Alter von 79 Jahren erreichten, standen in unserer vereinigten Bürgermeisterei in großem Aue— Die Sammlung für den„Vaterlandsdank“ in hiesiger Bürgermeisterei ergab 548 Gegenstände aus Silber und Gold, dazu den schönen Barbetrag von 919,20 Mark.
Hessen⸗Nassau.
Frankfurt a. M.,“,. Nov. In Verbindung mit den evangelischen Pfarrern der Stadt hat eine große Anzahl Bürger aller Berufskreise an zuständiger Stelle Protest gegen die am Totensonntag, 21. Novbr. im„Neuen ter“ stattfindende Erst⸗
gefallen gemeldet, die in
aufführung von Schönherrs„Weibsteufel“ eingelegt. In
der Begründung heißt es, daß gerade die Aufführung am Toten⸗
sen wird. 7 a Zum wirklichen Chemisch⸗Reinigen gehört mehr wie das Reiben sichtbarer Flecken mit einem Fleckwasser unbekannter Zu⸗ sammensetzung. Es umfaßt eine ganze ssteihe von Arbeiten, wie z. B. das gründliche Entstauben der Gegenstände, ihr völliges Durchträn⸗ ken mit den aschflüssigkeiten, deren Wiederausschleudern die Herausarbeitung der verschiedenen Flecken, je na ihrem Urfprung mit ganz verschiedenen Mitteln, das Dämp⸗ sen, Bügeln, Pressen usw., wozu mancherlei Maschinen und Appa⸗ rate, über die ein Haushalt natürlich nicht verfügt, vor allem aber genaue Kenntnis der Stosse, der Farben und der Beschaffen⸗ heit der Flecken gehören, die ein Laie gewiß nur in den seltensten allen hesitzt— ganz zu geschweigen der unerläßlichen beruflichen Erfahrung und Uebung. b g Turch den chemischen Reinigungsprozeß gewinnt zudem der Stoff an gutem Aussehen sowohl— er wird tatsächlich wie neu
heit. Jener äußere Erfolg ist
— wie in sciner inneren Beschaffen!
ar ihren Wohnsitz hatten. Mit den er orderlichen Erd⸗
sonntag für alle Volksgenossen, die an diesem Tage mit der gau⸗ n Volksgemeinschaft det ungezählten für das Vaterland ge⸗
torbenen Helden gedenlen möchten, einen Schlag ins Ange⸗ sicht bedeuten würde. Wenn manche Kreise unseres Volkes auch in dieser furchtbaren Zeit an derlei Dingen Gefallen hätten, so könne man es ihnen nicht wehren. Aber am Tage der Toten sollte man auf die Gefühle der Gesamtheit mehr Rücksicht nehmen. Fulda, 7. Nov. Auf der Cornberger Gemeindeweide wurde der Arbeiter Nlexander Simon von einem wild gewordenen Stier auf die Hörner genommen und so schwer versetzt, daß er nach kurzer Zeit verstarb.
al Weilbura, 8. Nov. Die Großherzog in⸗ Mutter von Luxemburg hat der Stadt aus dem Crlös einer Gemälde⸗ ausstellung in Kömastein den Betrag von 300 Mark über- wiesen. Die Summe fließt der städtischen Kriegsfürsorge zu.
ul. Limburg, 8. Nov. Wegen der ausgebrochenen Maul- und Klauenseuche ift der für den 9. November fesigesetzte Vieh; markt auigehoben worden.
vVermischtes.
» Die verräterischen Postmarken. hat eine Enideckung gemacht Eine geradezu fabelhafte Entdeckung. Er hat herausgefunden, woran man unzweisel⸗ bat und unleugbar erkennen kann, daß Deutschland in diesem Kriege besiegt werden muß. Man böre die geniale Beweisführung des Pariser Blattes:„Wer eine deutsche Post⸗ marke durch ein Vergrößerungsglas betrachtet, wird eine sonder⸗ bare Entdeckung machen. Die deutsche Vostmarke zeigt, wie man wei, das Brusthild der Germania. Bild mittels einer Lupe, so findet man, daß die winzigen Schuppen des Panzerschildes auf der linken rust deutlich die Zahl 15 er- kennen lassen. Nun also. Kann die Zahl 15 ctwas anderes be— deuten als das Jahr 1915? Und auf der linken Brust, also auf der Seite des Herzens! als daß Teutschland im Jahre 1915 ins Herz getrossen wird?... Wahrhastig, das ist ein unwiderleglicher Beweis, wenn selbst unsere eigenen Postmarken sich gegen uns verschwören...
Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 9. Nov. 1915: Trüb und regnertsch, etwas wärmer.
Letzte Nachrichten.
(WB.) Berlin, 8. Nov.(Amtlich.) Am 7. November nachmittags wurde der kleine Kreuzer„Undine“ bei einer Patrouilleufahrt südlich der schwedischen Küste durch zwei Torpedoschüsse eines Unterseebootes zum Sinken gebracht. Fast die ganze Besatzung ist gerettet.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
Eine neue Offensive der Verbündeten auf der Westfront? Kopenhagen, 8. Nov Die„Central News“ berichten von einer neuen großen englisch⸗französischen Offensive an der Westfront. Im Artois würden alle Vorbereitungen für einen umfassenden französischen Angriff getroffen. Kitchener in Paris. g Kopenhagen, 8 Nov Lord Kitchener ist in Paris zu vorläufig einwöchigem Aufenthalt angekommen. Unstimmigkeiten zwischen König Georg und Asgquith. New Pork, 8. Nov. Von einem Reisenden, der am 8. Oktober von Liverpool zurückkam, erfährt die„New York Sun“, daß eine e stürmische Unter⸗
Der„Gaulois“
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redun hatte. Wie der Reisende erfahren haben will 5„un⸗ bedingt glaubwürdiger Londoner politischer Quelle“, hinter die wir immerhin einige Fragezeichen machen wollen), gab der König Asquith seine Absicht, abzudanken, kund, wenn der Krieg nicht zur günstigen Entscheidung für Eng⸗ land führen würde. Der König hätte sich bitter darüber beklagt, daß tellung als konsti⸗ tutioneller Monarch ihn so 101 handeln 561„ als ob er mit der Tätigkeit seiner krise einverstanden wäre, während er sie tatsächlich als schädlich für die Ehre des Vaterlandes betrachten müsse. Er
seine
quith erklärte dem König, kein Kabinettsmitglied nehme an, daß der Krieg anders enden könne, als mit einem voll⸗ ständigen Siege verschiedenheiten unter ihnen bestehen darin, wie das Ende am raschesten und besten erreicht werden könne. Mit dieser Erklärung habe sich der König nicht einverstanden erklärt. Ein König sollte in solcher Zeit ein Führer sein. Ich muß einen Strohmann abgeben, aber ich werde nicht gestatten. daß man von mir schreibt, ich war ein Strohmann in der kritischsten Stunde meines Lebens.
Die Zensur und der„Vorwärts“.
Berlin, 8. Nov. Der„Berliner Lokalanzeiger“ schreibt: An seine Abonnenten übermittelte die Redaktion des„Vor ⸗ wärts“ am Son gag folgende Mitteilung: Die heutige Nummer war von der Redaktion rechtzeitig fertiggestellt, es war aber nicht möglich, die Jensurerlaubnis dafür zu erlangen. Wir bringen dies unseren Lesern zur Kenntnis und bitten sie, angesichts der
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Im Schizengteben
deshelb sendet sie ins Feld!“
Oderell zu haben wo BeH am Fenster in Beufeln v. 15 Pfg. an.
Bakterien usw. den Nährboden entzieht, das Bligeln und Dämpfen diese Spaltpilze, die als Krankheitsübertrager und Erzeuger 27 meingefährlich sind, völlig vernichtet mit einer Sicherheit, die beim„häuslichen Retnemachen“ ausgeschlossen ist.
So vermag die chemische Reinigung in vollendrtem Maße dem guten Geschmacke, der Ordnung und Reinlichleit, dem versönlichen Wohlbefinden des Einzelnen, der Volksgesundheit im weitesten Sinne und der Sparsamkeit zu dienen. Und wenn im Hinblick auf das notwendige Durchhalten in dieser hehren, schweren Zeit in übertragenem Sinne von einem Strecken unserer Kleidervorräte gesprochen werden darf— ja ge⸗ 1a— werden muß, so ist das Kunsthandnerk der Chemisch⸗
äscherei und Färberei berufen, eine große, vaterländische Auf⸗ gabe lösen zu helfen.
daden in
e Firberei Gebr. Röver
Marktplatz 18.. Chem. Waschaustalt. 87400 Nachdruck ohne unsere Genehmigung nicht gestattet.
Untersucht man nun dieses
Kann das etwa etwas anderes bedeuten,
zwischen König 25 und Asquith stattgefunden ahr
wolle eine Botschaft an das britische Volk richten. As⸗
8 Vierbundes, Die einzigen Meinungs⸗
Schwierigkeiten, denen ihr Blatt ausgesetzt ist, Nachsicht zu üben. — Aus dieser Erklärung geht hervor, 0 das Blatt für seinen gesamten Text der Zensurerlaubnis bedarf.
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