e eee
mahl einnehmen. Nach zwe in flottem Marsch 18 90
istunbiger Rast ging es dann l mberg und Wäldershausen nach der Station Burg⸗ und Nieder⸗ Gemünden. Kurz nach 8 Uhr konnte die jugendliche Schar zur Stadt marschieren. 1 5
einem strammen Vorbeimärsch, der keine Ermüdung durch
den 24.Kilometer⸗Marsch zeigte, wurde in der Alicestraße weggetreten.— Am Mittwoch abend schilderte Prof. Dr. Mittermaier in e Weise seine Reise⸗ eindrücke von einem Truppentransport nach dem östlichen Kriegsschauplatz. Mit lautem Beifall wurden seine Aus⸗ führungen aufgenommen.
* Stadttheater. Auch die Freitagsvorstellung bringt ein für Gießen neues Lustspiel„Mein alter Herr“ von F. u. V. Arnold. Das liebenswürdige Werk hat zum Schluß der Sommerspielzeit in Bad⸗Nauheim einen großen Erfolg erzielt, an dem in erster Reihe beteiligt waren die Herren Goll, Steinhofer, Hellmuth und die Damen Schild, Burghoff und Rubens.
Vortragsabend. Wir weisen noch einmal auf den heute abend im Anatomischen Museum stattfindenden Vortragsabend hin, in dem Frl. Berta Noelting in Poesie und Prosa ein Bild unserer großen Zeit entwerfen wird. Die Veranstaltung, deren Ertrag für Kriegsblinde bestimmt ist, beginnt um 6 Uhr. 5
* Den Vergessenen. Auf den unter diesem Motto stehenden Künstlerabend, den die Gießener Frei⸗ lichtbühne am kommenden Samstag veranstaltet, sei noch einmal besonders aufmerksam gemacht. Das, was der Abend bieten wird, steht hinsichtlich der besonders sorgfälti⸗ gen Zusammenstellung, die namentlich allerlei Beziehungen
zwischen dem lokalpatriotischen Interesse und dem Pro⸗
amm herstellt, auf einer Stufe, die neben dem künstleri⸗ chen Genuß auch eine gute Unterhaltung verspricht. Eine Reihe von Gießenern und Gießenerinnen, wozu auch zwei Mitglieder unserer Bühne zu rechnen sind, kommen mit aus⸗ eee und fesselnden Rezitationen von alten und neuen, teilweise noch nicht gedruckten Dichtungen zu Wort. Das Schulorchester des Landgraf⸗Ludwigs⸗Gymnasiums im Verein mit der Militärkapelle wird Haydns prächtige Mili⸗ tärsymphonie zu Gehör bringen, unnd in Frau Anng Flohn⸗ Burckhard wird der hoffentlich zahlreiche Besuch eine Sängerin von sympathischer Eigenart kennen lernen. Bringt der Abend also an und für sich Schönes und Wertvolles, so dürfte namentlich der Zweck, unter dem er stehen folk, manchen zu seinem Besuch veranlassen. Es gilt, Vergessenen im Felde, in erster Linie Angehörigen unseres Regiments, um Weihnachtsfest eine Gabe der Heimat zu bieten. Da die Brant ung, die abends pünktlich 8 Uhr in der Neuen Aula beginnt, an einem Samstag stattfindet, ist auch Schü⸗ lern der Besuch wesentlich erleichtert.— Für Herrn Hof⸗ schauspieler Haffner, dem der Arzt ein Auftreten noch nicht gestatten zu können glaubt, ist Herr Ferdinand Stein⸗ hofer vom hiesigen Theater eingesprungen. Näheres besagt die Anzeige in heutiger Nummer. 5. 5
** Im Kaffeehaus Astoria findet heute abend aus Anlaß des Hohenzollerngedenktages Konzert von Militärmu⸗ sikern statt, wobei Gelegenheit gegeben ist, der Kriegsfürsorge mit freiwilligen Gaben zu gedenken.
* Vorsicht bei der Straßenbahn. Die letzten Unfälle bei der elektrischen Straßenbahn haben wieder ein⸗ mal gezeigt, daß das Benehmen der Kinder auf der Straße und die Aufsicht über sie viel zu wünschen übrig lassen. Anstatt die Bahn für den Wagen frei zu machen, laufen viele Kinder ihm entgegen, stellen sich ihm scherzeshalber in den Weg und versuchen kurz vor ihm die Geleise zu überqueren oder gar auf das Trittbrett des fahrenden Wagens zu springen. Die Kinder sind sich der großen Gefahr nicht bewußt, in welche sie sich begeben. Ein unvorsichtiger Stoß eines Kameraden oder ein Fehltritt genügt, um ein furchtbares Unglück 19710. zu lassen, da bei noch so großer Vorsicht vom 5 der Wagen nicht sofort sicht Stehen gebracht wer kann. Ermahnungen der Auf⸗
sichtsstellen und der Lehrer in ihren Klassen genügen nicht,
um diesem Unwesen zu steuern. Gerade in letzter Zeit hat das Umhertreiben der Kinder im ern der Stadt erheblich zugenommen, so daß es der Straßenbahn kaum möglich ist, den Betrieb ohne Gefahr aufrechtzuhalten. In erster Linie ist es die Pflicht der Eltern, hier einzu⸗ greifen. Will man die Kinder nicht zu Hause halten, so verbiete man ihnen streng, die von der Straßenbahn be⸗ rührten Straßen zum Spielen zu benutzen und warne immer wieder vor den Gefahren der Straßenbahn. Auch vor dem un⸗ vorsichtigen Ueberschreiten der Geleise muß gewarnt werden. Viel zu häufig vergehen sich die Eltern dadurch, daß kleine Kinder Besorgungen für den Haushalt verrich⸗ ten müssen. Kinder im Alter von 3— Jahren aus den ent⸗ ferntesten Stadtteilen sieht man recht häufig Hand in Hand in den belebtesten Straßen herumwandern. Am glei Tage kurz nach dem letzten Unfall bestieg auf dem Markt⸗ platz ein kleines Mädchen den hinteren Aufstieg eines Wa⸗ dens und fuhr so mit zur Walltorstraße. Abends gegen 7 Uhr wurde in der Nähe des Postamts II abermals ein
Hind umgeworfen und dadurch, daß es der Wagen⸗
führer 1 sah, wurde durch dessen Umsicht ein größe⸗ res Unglück vermieden. Die Feststellung ergab, daß die Mutter des Kindes mit anderen Frauen sich unterhielt, und das kleine Kind trotz des herannahenden Straßenbahn⸗ wagens unbeachtet herumlaufen ließ. Ein jeder,
chen tenausschuß für den Bereich des 18. Armeekorps hielt
der Interesse fur Aufrechterhaltung des Betriebes der Straßenbahn während der Kriegsdauer hat, sollte mit⸗ helfen, daß die gerügten Uebelstände verschwinden, damit weitere Un bab ll die über die betreffenden Familien so großes Leid bringen, vermieden werden. 5 n Der gestrige Zwiebelmarkt auf Oswalds⸗ garten zeigte, wie uns ein Marktbesucher schreibt, ein mehr als klägliches Bild. Es standen im ganzen etwa 30 Zentner 1 15 5 zum Verkauf, während das Angebot sonst um diese eit das zehnfache Quantum ausmachte. Die Verkäufer be⸗ standen nur aus Zwischenhändlern, welche einem Handels- mann, der aus Villingen Ware nach Gießen gebracht hatte und diese für 20 Mark bei Anahme von mindestens 25 Pfund anbot, seinen Vorrat abkauften, um sich diese Konkurrenz vom Halse zu schaffen. Zwiebel waren daher nicht unter 25 Pfg. pro Pfund zu haben, gleichviel ob man ein kleines oder ein größeres Quantum erhandeln wollte. Unter diesen Umständen konnte von einem preisbildenden Handel, wie ihn sonst dieser Markt zuwege bringt, keine Rede sein. Die Zwiebel scheint heuer in der Wetterau nicht geraten zu sein, da doch sonst von dort her durch Produzenten der Gießener Zwiebelmarkt stark mit Ware versorgt wurde.
Landkreis Gießen.
i Langsdorf, 20. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Fay im Feld-Artillerie-Regiment 18.
A Lang⸗Göns, 20. Okt. Das Eiserne Kreuz erhielt der Wehrmann Bergk, die Hessische Tapferkeitsmedaille der Gesreite Hock im Res.-Ins.⸗Rgt. 116.
= Burkhardsselden, 20. Okt. Die in unserer Gemeinde veranstaltete Sammlung für unsere Gefangenen in Rußland ergab 120,70 Mark.
O Röthaes, 20. Okt. Feldwebel Karl Möll von hier, der im Westen bereits das Eiserne Kreuz erhalten hat, hat sich 8 in Serbien auch die Hessische Tapferkeitsmedaille erworben.
5 Kreis Büdingen. i 4
z Büdingen, 19. Okt. Leutnant Schäfer im Landwehr
e e 116 erhielt das Eiserne Kreuz erster asse.
b Calbach, 20. Okt. Die Hessische Tapferkeits⸗
medaille erhielt der Gefreite Kraft im Garde-Regt. zu Juß.
Kreis Alsfeld. up. Ruppertenrod, 20. Okt. Ein weiteres Opser hat der große Durchbruchsversuch der Franzosen aus unserer Gemeinde gefordert. Der Musketier Georg Stock ist im Lazarett seiner schweren Verletzung erlegen, die er am 25. September durch eine Granate erhalten hatte. Kreis Schotten. 5 Ai Ruppertsburg, 20. Okt. In der Septemberschlacht im Westen fiel der Unteroffizier Scheel. Er ist das 16. Opfer aus unserer Gemeinde. 7 b Sellnrod, 20. Okt. Den Tod fürs Vaterland starb der Gesreite Merz im Reserve-Insanterie-Regiment 116.
Kreis Friedberg.
ib Friedberg, 20. Okt. Der Offiziers⸗Stellvertreter Eg ly erhielt das Eiserne Kreuz; die Hessische Tapferkeits⸗ medaille der Musketier Kögler im Res.-Inf.-Regt. 116.
Ober- Roßbach, 19. Okt. Den Tod fürs Vaterland starb der Musketier Hock.— Das Eiserne Kreuz erhielt der Unteroffizier Vogt im Insanterie-Regiment 168. ga. Pohl⸗Göns, 20. Okt. Für kriegsgefangene Deutsche in Rußland gingen bei dem hiesigen Pfarramte an frei⸗ willigen Gaben 695 Mk. ein, sicher ein anerkennens⸗ werter hoher Betrag für die kleine Gemeinde.— Nach eingetroffe⸗ nen Nachrichten starben Landsturmmann Wilhelm Steiger und Torpedo-Oberheizer Otto Zöller von hier den Heldentod.
Starkenburg und Rheinhessen.
w. Darmstadt, 20. Okt. Geh. Oberbergrat Dr. Rich. Lepsius, ordentlicher Professor der Mineralogie und Geologie an der Technischen Hochschule und Direktor der Geologischen Landesanstalt, ist heute im Alter von 64 Jah⸗
ren gestorben. Kreis Wetzlar. ra. Wetzlar, 20. Okt. Regierungslandmesser Schütz, Hauptmann im Res.⸗Inf.⸗Regt. Nr. 98, wurde mit dem Eiser⸗ nen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. ra. Kinzenbach, 19. Okt. Auf dem im Frühjahr um⸗ gepflügten Bahnhofsgelände wurden über 400 Zentner Kartoffeln geerntet; die Versuchsfläche war 80 Ar groß. Weiteres Gelände wurde für ähnliche Zwecke urbar gemacht. ra. Dutenhofen, 20. Okt. Der Familie Georg Loh wurde die erfreuliche Nachricht, daß ihr Sohn, den sie bis jetzt tot geglaubt, in englische Gefangenschaft geraten sei. ra. Waldgirmes, 20. Okt. Res. Ludw. Schmidt Inf.⸗Regt. 167, 2. Komp.) wurde mit dem Eisernen Dreuz ausgezeichnet. Hessen⸗Nassau. Frankfurt a. M., 20. Okt. Der Konsumen⸗
171 eine Sitzung ab, die sich mit der Lartoffelbeschaf⸗ ung für den Bezirk befaßte. Die Aussprache ergab, daß trotz der bundesrätlichen Bestimmungen die Kartoffeln nur in ganz ungenügenden Mengen erhältlich sind. Der Reichs⸗ kanzler und der Bundesrat wurden telegraphisch davon in Kenntnis gesetzt und ersucht, sofort die Beschlagnahmung der Kartoffeln und die Festsetzung von Höchstpreisen für Kartoffeln zu verfügen. An den hohen Butter, Fett⸗
und Oelpreisen wurde scharfe Kritik geübt. Von den neuerdings geschaffenen Preisprüfungsstellen for⸗
e
derte die Versammlung eine grünolichere Handhabung oer Verordnungen zur Bekämpfung des Wuchers und der Spe⸗ kulation. Als wirksame Mittel zur Herabsetzung der hohen Lebensmittelpreise schlägt der Ausschuß vor: Gesetzliche Be⸗ standsaufnahme aller Lebensmittel, Festsetzung von Höchst⸗ preisen und Einführung von Rationskarten für die ge⸗ bräuchlichsten Lebensmittel.
ul. Limburg, 20. Okt. Der Landrat hat für den Kreis und der Magistrat für die Stadt Limburg Höch st⸗ preise für Butter festgesetzt. Danach darf ab heute der Preis für Süßrahm⸗Butter 2,40 Mk., für Landbutter 1,80 Mk. nicht übersteigen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu 1 Jahr oder Geldstrafe bis zu 10000 Mk. bestraft. Gleichzeitig ist die Ausfuhr von Butter aus dem Kreis bis auf weiteres verboten worden.— Eine Verfügung des Kreisausschusses bestimmt, daß von heute an Kartoffeln aus dem Kreise nicht mehr aus⸗ geführt werden dürfen. Zweck dieser Verfügung ist, der Bevöllerung den Bedarf an Kartoffeln zu decken. Wer gegen die Verfügung handelt, wird mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark oder Gefängnis bis zu 6 Monaten bestraft.
Aniversitäts⸗ Nachrichten.
Frankfurt a. M., 20. Okt. An der Universität wurde der Prosektor am anatomischen Inftitut. Dr. Hans Bluntschli, zum Pro essor ernannt; den gleichen Titel erhielten die Dozenten ür Zahnheilkunde Oberstabsarzt Dr. Otto Loos und Zahnarzt Frig Schaeffer⸗Stuckert. Bei der philosophischen Fakultät wurde Pfarrer D. Erich Foerster zum Honorarprofessor für Kirchengeschichte ernannt.
5 Wetteraussichten in Hessen am Fretag, den 22. Oktober 1915: Trüb, nebelig, sonst meist trocken, kühl.
Letzte Nachrichten. Die bulgarische Artillerie.
»Budapest, 21. Okt. Der Sofioter Berichterstatter des Blattes„A Vilag“ meldet: Die bulgarische Artillerie leistet in der Beschießung feindlicher Stellungen Hervorragendes. Die Geschosse der bulgarischen schweren Artillerie fallen bereits in die Straßen von Pirot, dessen Vorwerke Krupec und Prisjan nach zweitägigem Widerstand fielen. Bei Krupec erlitten die Serben schwere Verluste. Die Bulgaren erbeuteten bedeutende Mengen Kriegsmaterial. Die Serben widerstehen erbittert und bringen große Blutopfer. Am blutigsten war der Kampf um Valandowo. Die bulgarische Artillerie ist hier besonders tätig. Einige Vorposten gelangten bis Vardar und beschädigtem die Brücke zwischen Mirowioe und Bodanci. a
1 Die Stimmung in Konstantinopel.
i. Köln, 21. Olt. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Konstan⸗ tinopel: Die bulgarischen Erfolge über die Serben werden hier mit Jubel begrüßt. Massenhaft melden sich Arnauten frei⸗ willig zum Eintritt ins türkische Heer, in Konstantinopel al⸗
lein 5000. Man ist der Ansicht, daß in spätestens drei Wochen
die Vereinigung der Deutschen mit den Bulgaren erfolgt sein wird. Den Vorrat von Rohmaterial in der Türkei für Kriegszwecke be⸗ rechnet man auf fünf Jahre. Eine gute Organisation sorgt fütr die Sicherstellung seiner Nutzbarmachung. 5 Die Leitung von Frankreichs auswärtigen Angelegenheiten. i. Köln, 21. Okt. Die„Köln. Ztg.“ meldet von der fran⸗ zösischen Grenze: Mehrere Pariser Blätter bestätigen die Aeuße⸗ rung Vivianis, daß er das Ministerium des Aeuße⸗ ren nicht behalten werde, sondern im Begriffe set, es einem anderen zu übertragen. Pichon schreibt im„Petit Jour⸗ nal“, daß unter den Namen, die an erster Stelle als Nachfolger genannt werden, sich derjenige Briands befindet.
. Archangelsk friert ein.
i. Köln, 21. Okt. Die„Köln. Ztg.“ meldet aus Christiania: Der norwegische Generalkonsul in Archangelsk telegraphierte dem Auswärtigen Amt, daß seit dem 15. Oktober Eisgang auf dem Mesenfluß die Schiffahrt verhindere.
Ein politisches Attentat in Tokio.
Amster dam, 21. Okt. Aus Tokio meldet Reuter: Tschi⸗ angschili, ein treuer Freund Juanschikars und des chinesischen Monarchistischen Verbandes, wurde durch einen von einem chinesischen Arbeiter abgegebenen Revolverschuß töd⸗
lich verwundet. Er hatte gerade den Besuch eines Sekretärs
der Pekinger japanischen Gesandtschaft bei sich, der dem Uebel⸗ täter, als er Einlaß begehrte, ahnungslos die Tür öffnete. So⸗ fort wandte sich der Fremde gegen Tschiangschili und schoß ihn nieder, worauf er sich zur Flucht wandte und entkam.
Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Maul⸗ und Klauenseuche im Kreise Wetzlar.
In Krofdorf ist die Maul⸗ und Klauenseuche ausge⸗ brochen.
Gießen, den 19. Oktober 1915. 8
. Großherzogliches Kreisamt Gießen. g. Om nerde Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Arbeiten am Straßenbahngeleise wird die Frankfurter Straße von der Alicestraße bis zur Liebig⸗ straße für jeglichen Fuhrwerksverkehr von Montag, den 25. Ok⸗ tober l. Is. bis auf weiteres gesperrt.
Gießen, den 19. Oktober 1915.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hemmerde.
Giesener Frelicht⸗ Bühne.
Samstag den 23. Oktober findet in der neuen Aula der Universität ein
Künstler⸗Abend
statt.— Von dem Reinertras soll im Felde steben⸗
Hohenzollern-Abend
Militär-Konzert zum Besten der Kriegsfürsorge.
Kaffeehaus Astoria.
Heute, Donnerstag, abends 7 Uhr:
Eil
den„Vergessenen“, in erster Linie Angebörigen des biesigen Regiments, eine Weibuachtsfreude bereitet werden.
1.„Den ede Prolog von Alfred Bock, ge⸗ sprochen van Frl. Gretel Leist.
2. Gesang: Irgu Anny Flohn⸗Burckbard⸗Frank⸗ furt a. M.— Am Flügel: Frau Nebelung⸗Kunappv⸗
Gießen. 3. Mufikalische Darbietungen: Schülerorchester des Landgraf⸗Ludwigs⸗Gymnastums, verstärkt durch
dens Mitglieder der Kapelle des Ersatz⸗Batail⸗ ons Infanterie-Regiments 116.
stheumatismus-,Ischias- und Gichtleidende
Petrin- Tabletten
anerkannt bestes Mittel, da vollständig unschud- lieh, ohne jegliche Nebenerscheinungen und wirkend.— Zu haben in allen Apotheken.
NB. Rat und Hilfe wird noch erteilt Moltkestr. 168
nehmen die glänzend bewährten
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4. Rezitationen: Poesie und Prosa aus neuerer Zeit. Frl. Martha Schild, Ferdinand Steinbofer, Mit⸗ glieder des hiesigen Stadttheaters. eise der Plätze: An der Saalkasse: M. 2.—, M. 1.50, S M. 0.80. Studenten und Schüler zahlen auf allen Plätzen die Hälfte.— Für Militär vom Feldwebel abwärts sind Plätze zu 30 Pfg. vor⸗ gesehen.— Vorverkauf bei Ernst Ebhalliex, Musi⸗ kaltienhandlung, Neuenweg 9(Telephon Nr. 671). Anfang 8 Uhr pünktlich.(Saalöffnung 7½ Uhr). Ende gegen 10 Uhr.
nee Für die Freilicht⸗Bübne: Pr. Bernbeck.
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Carl
Worms
auch für stationäre Motore sehr geeignet, vorzügliche Qualität, nicht rußend und nicht schmierend, im Gebrauch sehr vorteilhaft,
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Hisgen, Chemische Fabriken
am Rhein 82910] gegründet 18681
Den Heldentod fürs Vaterland starb am S. Oktober unser treuer innigstgeliebter Sohn, Bruder, Neffe und Pathe
Erzatz-Reservist im aktiven Inlanterie- Regiment Nr. 116, 11. Kompagule im Alter von 27 Jahren.
Londorf, den 18. Oktober 1915.
Trennung ist unser Los.
Fern von der Heimat, fern von deinen Lieben, Ruhst du nun aus in fremdem Land
Bei den Helden, die auch fielen,
Für das teuere Vaterland.
Ach, viel zu früh verließest du hier die Deinen, Die in der fernen Heimat um dich weinen. Können wir dein Grab nicht schmücken, Trauernd an der Gruft nicht stehn,
Auf zum Himmel wollen wir getrost nur blicken, Denn dort gibts ein Wiedersehn.
Wilhelm Fabel
0 89D In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Fabel IV. Familie Göbel Frau Margaretha Fabel, geb. Göbel Famllie Aumann nebst Geschwister Familie Fabel Bruder Ludwig, z. Zt. im Felde und Großmutter. Bruler Karl, z. Zt. in der Garnison
Wiedersehen war seine Freude.
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