Ausgabe 
(18.10.1915) 245. Erstes Blatt
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erledigt.

Pari meldet aus

gestern

Auf dem genannten Ab ihre bekannte Me denen dann dichte ersten Angrei brach alles

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in unserem 5 75 1 der Feind auf ngeheure gingen, Mann bei uns 1065 ersten Abendstunden w

thode; erst Massen nachb; 1 er unsere Drahthindernisse errei g euer zusammen. Während die Ver⸗ diese Weise erlitt, wieder in das waren die unseren ganz Deckung hatte verlassen

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kamen kleine Gruppen, rängten.

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hinter

Schon bevor die

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gering, da kein rauchen.

n den ante Angriff

W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter.

Rücktritt des spanischen Kabinetts.

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treten un

mission dem

Aus

adrid: Dem,

in einem

den Ministerpräsidenten Dato ermä

König zu unterbreiten.

aus Gießen,

Eiserne

in einer

Sitzun abteilung der schränkter Haftun 5 Millionen Mar käufen in Speisek egründet. Zur amten deutschen Ka heranziehen, die Personen und Verb rücksichtigen, sonde

insbesondere

Erf

G. m. b.

gegebenen natürlichen Eile,

gung vor sich gehen muß,

zeichnung. Dem im Füs.⸗Regt. von Kreuz verliehen. ** Amtliche Per 105 für Mitglieder

Paul Rich

onaln freiwilliger Fer ter und Heinrich End Reichskartoffelste

H. wird

17. Og,Nichtamtlich) Die e e ee 4 i 15 en, ende chtigt, die De⸗ Sch

Aus Stadt und Land.

ence Havas abinett zurückzu⸗

Gießen, 18. Oktober 1915.

Feuerweh

an Erich Friedber ersdorf(Nr. 80), wurde

achrichten. Das Ehrenzei⸗

er bas

ren wurde verliehen an

ers zu Gießen.

[le. Am 12. Oktober wurde im Reichsamt des Innern die Geschäfts⸗ eichskartoffelstelle als Gesellschaft g mit einem Stammkapital von k mit dem Zweck, den Abschluß von Ver⸗ artoffeln im freien Verkehr zu vermitteln, üllung ihrer Aufgabe will sie den ge⸗ rtoffelhandel und die Kartoffelerzeuger also nicht etwa nur die ände, die sich mit Kapital beteiligen, be⸗ rn jedes preis auch aus Kreisen der nehmen. Bei der durch die vor

werte

mit be⸗ zunächst

Angebot,

Kartoffelerzeuger, an⸗ geschrittene Jahreszeit

mit welcher die Kartoffelversor⸗

ist es wünschenswert, daß Stellen,

welche Werden ann im Rahmen der gesetzlichen Grund⸗

preise abgeben wol 1 nigung an die Reichskartoffelstel G. m. b. H., Berlin,

Kartoffelversorgung), Die Reichskartoffelstel sinnung der Kartoffel, sie zur Mitwirk mit Kartoffeln bereit sein, durch reichlich eingehende

freien Verkehr ermögliche Zwangslage versetzt wird, von de cht Gebrauch zu machen. lle in Erwägung a ihre

en Karto

eignungsre kartoffelste

und biete

auf denjenigen

die der Enteignung gesetzlich

Reichskartoff

elstelle mit der digung dahingehend getroff Kartoffelbedarf der T der Reichskartoffelstelle und zwar

Grundpreisen decken.

* Erweiterun für Angehörige Bestimmungen über die Nen bei Reisen zum Bef

eilnahme an der Beerdi

teilnehmer werden für da bahnen mit sofortiger G daß die Vergünstigung dern, Schwieger⸗ Ehefrau des Krie zuteil werden soll, und zwar dann, Tarif benannten nächsten Angehb entweder nicht mehr leben oder oder ähnlichen Rücksichten nicht polizeilicherseits auf dem Auswei bescheinigt wird. Ferner wird d die Fahrpreisermäßigung für K Adoptivkinder und Adoptile

auf

.

ü Sarg

Geflügelz

Zuweisung von K eflügel. Die Land ie Reichsfuttermitte uchtstämme, in zweiter Lini Eiererzeugung, eine bestimmte Men

war in erster Linie Aus

Are idesch rot, Landwirtscha⸗ mit der Feststellur um den dringendst,

Betriebe,

mengen erzeugen, können in Frage kommen. Außer gestellt werden kann, nur eng von Geflügel, welche weder eine

en, sich mit tun

n werden,

eh artoffeln ffelerzeugern d Teil ihrer Ka

ruppen

und Pflegeeltern, gsteilnehmers in

lichster Beschleu⸗ le, Geschäftsabteilung, Abgeordnetenhaus(Telegrammadresse: die solche Angebote erwartet, wenden. le erwartet von der vaterländischen Ge⸗ erzeuger und der Kartoffelhändler, daß ung bei der Versorgung der Bevölkerung ihr die Tätigung von Abschlüssen Angebote zu den Grundpreisen im damit sie nicht in die m ihr zustehenden Ent⸗ Es ist von der Reichs⸗ ogen worden, den freiwillig zu den Grundpreisen an⸗ iese abzuschließenden Mengen rtoffelernte anzurechnen,

unterliegen. Uebrigens hat die Heeresverwaltung eine Verstän⸗

en, daß die Jutendanturen den glichst durch Vermittelung höchstens zu den gesetzlichen

g der Fahrpreisermäßig ung von Kriegsteilnehmern. Die Gewährun uch krank

Fer

d dieses daß sich

für

wirtschafts kammer schreibt uns:

Istelle kan

tskammer für das G

Landwirtschaftskammer besitzen noch

verein angehören, 22. Oktober 1915, u der Größe ihrer Ge der Geflügelzuchtver den. Später eingehe teilung des Körnerf * Stadttheater. Die stellung bringt inComtesse G würdigsten älteren Lu Sie gibt wiederum d 6 in größeren Rollen zu zeigen: Ilz err Hellmuth als

Guckerl,

wollen sich spätest uter Angabe ihres flügelzuchtbestände eine wollen sich nde Anmeldung utters keine Be

Eugens alsLeopold Mittersteig.

* Das silberne Ge heute Gastwirt Max Jas ko

ren in Gießen die Wirtschaft

nahm. Der Jubilar hat sich im Gastwirts

Zu den

Stadt und im Rhein⸗Main⸗Verband

angesehene Stellung 9 Jahren als Vo Der Bund deut lt durch äu ubiläums u 8 Diplom; auch der Ortsver

erworben, leitet rsitzender den Gießen scher Gastwirte hat sein ere Ehrungen anerkann

erreichte ihm der Bund

roßher beauftragt, welche en Bedürfni die in ihrer Wirtschaft für die dem

Mitglieder

n zur Erhaltung der

e zur Förderung der ö ge e und putz gerst e, vielleicht etwas zur Verfiigung 115 5

estellt werden. Die

Zuteilung ist die Menge,

zogtum Hessen ist Mengen nötig sind, ssen Rechnun

selbst ausreich

zu tragen. hende Futter⸗ vorerst nicht

welche bereit⸗ segrenzt. Diejenigen Bes 1 75 Geflügelzuchtstation der einem Geflügelzucht⸗ ens bis zum Freitag,

genauen Namens und melden. Mitglieder

der

an ihren Verein wen⸗ en können bei der rücksichtigung finden. erste Dienstag⸗Abonnementsvor⸗ ucker!] eines der stspiele von Schönthan und rei der neuen

liebens⸗

Koppel⸗Ellfeld. Gelegenheit, fich Rubens als eneral Suwatscheff

Comtesse und Herr

schäftsjubiläum begeht weky, der heute vor 25

Jah⸗

zwölf Aposteln über⸗ gewerbe unserer Gastwirte eine er doch schon seit er Gastwirteverein. e Verdienste wieder- t. Aus Aulaß seines

ein künstlerisch aus⸗

der Buchhalter

ein überreichte eine der Jubilar G

ist er Vor⸗

s jubiläum

betracht der ernsten Zeit

hrengabe. Sein kommunales Interesse hat bei mancherlei. betätigt; u. a. standsmitglied des Bürgervereins. 5 g d 1 1. f chard Bu ein 25 jährige es ch a 1 5 55 Firma Joh. Balth. Noll. In An 5 3 25 5 1 5

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g von Fahrpreisermäßi⸗ S er, verwundeter oder zur sch gung verstorbeenr deutscher Kriegs⸗ 5 Gebiet der deutschen Staatseisen⸗ ültigkeit in der Weise e rwei auch den Großeltern und Enkelkin⸗ sowie Geschwistern der beschränktem Umfange wenn sie die im bisherigen rigen vertreten, weil diese aus Alters-, Gesundheits⸗ reisefähig sind, u se festgestellt und besonders arauf hingewiesen, inder und Eltern jetzt auch tern erstreckt. örnerfutter

wurden die sterblichen Ueberreste des an 3

Zu⸗ S

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wurde von Luer Feier abgesehen. Herr Kommerzienrat Noll prach dem Jubilar den Dank für seine der Ferma freu geleisteten Dienste aus und überreschte schen eine galdene Uhr. Auch die

bruce en brachten durch Geschenke ihre Glückwünsche zum Aus⸗ ru

* Daz 2» iährige Geschäftsjubilänm feiert heute (Montag! Bäckermeister A ugust Deibel hier, Neuenweg 50. Turnen und Finberufung. Wie aus dem An⸗ seigenteil ersichtlich, hat der Männer⸗Turn⸗Ve rern in bare Dienstags⸗Turnstunde eine Männerriege für zum esdienst usgehobeng eingerichtet. Allen Freunden der Turn⸗ sache ist hierbei Gel diesen Abenden eine

zueignen. 5

Der Wildfleisch⸗Verkguf, Stadt organistert ist und für städtische Rechnung erfolgt, wird in den nächsten 810 Tagen eröffnet und soll in zwei Läden durch den Hoflieferanten Metzgermeister Fr. reiner 9 werden. Für die Aach zug von

nheeit geboten, sich vollständig kosteutrat an auchbare Vorbildung zum Heeresdienst an⸗

welcher von der

Wild steht die Kühlhalle am städtischen Schlachthof zur Ver⸗ igung: Direktor Modde wird die tierärztliche Kontrolle es zum Verkauf kommenden Wildes ausüben. Wie wir

erfahren, soll das Wild zu folgenden Preifen verkauft wer⸗

den: Rehwild: Fochfleisch 4050 Pfg., Vorderblatt, Bu

80 Pfg. Eratenstücke, Keule und Ziemer 1.20 Mk. daz Pfund, asen Stück 3.70 Mk. Es sind der Stadt vorerst 800 Stück

2 5 oder Rotwild und 8001000 Stück Hasen zu⸗

gesagt.

Kinds mord. Am Samstag wurde im Abort des

Damenzimmers 3. und 4. Klasse des hiesigen Bahnhofes

eine männliche Hindesleiche gefunden, die in

braunem ier verpackt war, auf dem geschrieben

.Es wird gebeten, in der Klinik abzu eben. Außer⸗ em war die Leiche in zwei untere Teile von auenhemden,

wovon der eine aus grobem Bauernleinen und der andere

aus feinem Shirtingstoff bestand, sowie in ein weißes und ein gelbgeripptes Packpapier eingeschlagen. Nach ärztlichem

Befund Fat das Kind gelebt und ist wahrscheinlich durch

Einflößung größerer Mengen Spiritus getötet wor⸗

den. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminal⸗

polizei dahier entgegen. g

Flüchtige 1 Aus dem Gießener Gefange⸗

nenlager sind in einer der letzten Nächte entwichen: Jean Bo l tin, Student aus Paris, 19jährig, 1,67 Meter groß, schlank,

adales Gesicht, blonde 92 barklos, pielleicht etwas Flaum,

Sprache französisch und deutsch. Der Flüchtling war bekleidet mit grau⸗blauer Joppe mit Gürtel, zwei Taschen auf der Brust, und grauen Knöpfen, mit grau⸗blauer Hose und gleichfarbenen Wickel⸗ gamaschen und Käppi nehst blauem Mantel. Louis Perig⸗ non, Sergeant, war Lehrer, 22 Jahre alt, 1,68 Meter groß, schlauk, rundes Gesicht, schwarze Haare, kleines schwarzes Schnurr⸗

bärtchen und Kinnbärtchen, Sprache französisch und gebrochen

deutsch, leicht widerstoßend. Der Flüchtling trägt dunkelblaue Uni⸗ form mit Zinkknöpfen und gelber Biese sowie dunkelblaues Käppi.

Beide sind französische Soldaten Es wird gebeten, dieselben im Betretungsfall, festzunehmen und dem telegraphisch Nachricht zu geben.

Landkreis Gießen.

** Lich, 18. Okt. Dem Gefreiten Hermann Höhnel von hier von der 4. Kompagnie des Leibgarde⸗Inf.⸗Regt. Nr. 115 wurde das Eiserne Kreuz verliehen. g d

n. Ulf a, 16. Okt. Wieder hat der Krieg in. unserer Gemeinde zwei Opfer gefordert. Auf Rußlands Schlachtfeldern fiel der Landwehrmann Metzgermeister Heinrich Bach, Vater von drei Kindern, während im Westen in seinem Unterstand der Musketier Heinrich Zimmer tödlich ver u uglückte.

O Grünberg, 17. Okt. Bei den Kämpfen auf dem west⸗ lichen Kriegsschauplatze fiel Oberjäger Ernst Dreyling, Sohn des hiesigen Friseurs Reinhold Dreyling. Mit der hessischen, Tapferkeitsmedaille wurden ausgezeichnet: Oberleutnant Angelberger, Rektor der hiesigen Realschule, der als Bat⸗ terieführer im Westen steht, sowie Reservist Wilhelm Neeb, schreibgehilfe beim hiesigen Finanzamt. Letzterer befindet sich on seit Kriegsausbruch ununterbrochen im Felde.

Kreis Büdingen. Büdingen, 17. Okt Fürs Vaterland starben der

Unteroffizier Linkert und Laudsturmmann Kaltenschnee. *. 17, Okt. Den Heldentod starb der Jäger aumann im Kurhessischen Jägerbataillon 11. * Usenborn, 17. Okt. Zum Leutnant befördert wurde der Fahnenjunker Luzius im Pionierbataillon 16. Borsdorf, 15. Okt. Die beiden Brüder Wilhelm und Otto Kirchner wurden in den schweren Kämpfen an der West⸗

Lagerkommando Gießen 5 N

1

front verwundet. 8 Kreis Lauterbach.. ri. Blitzen rod, 17. Okt. In feierlicher Weise wurde hier der an einem schweren Darmleiden im Garnisonlazarett zu

Schrimm in Posen verstorbene Landsturmmann Hrch. Stürz beerdigt. Feldgraue aus dem Vereinslazarett? Lauterbach trugen den Sarg zu Grabe, den die Vereine und Verwundete voranschritten. Nach der von Pfarrer Schorlemmer von Frischborn vorgenommenen kirchlichen Feier wurden Krän, nieder⸗ gelegt von Fabrikdirektor Bortfel d im Namen der Gemeinde, von Lehrer Mink für den Männergesangverein, und von den erwundeten aus Lauterbach. ri. Allmenrod, 17. Okt. Schreiner Hainer und Landwirt Oe Gefangenschaft geraten. i. Frischborn, 17. Okt. Missionsprediger Wiemer von der Brüdergemeinde bielt hier und in unserer Filiale Allmenrod außerordentlich gut besuchte Mi ssionsversammlun gen ab.

Kreis Schotten. n Götzen, 17. Okt. In der heimatlichen Erde beig esetzt Verwundung ge⸗ anterie⸗Regiment 144.

Zwei Einwohner unseres Dörfchens, streich, sind in französische

storbenen Musketiers Fr

Kreis Friedberg.

O. Bad Nauheim, 15. Okt. Mit einem Ko nzert der Kapelle des hiesigen Landsturm⸗ Bataillons, in der sich auch beachtenswerte solistische Kräfte befinden, schloß die diesjährige ommerkurzeit. In Anbetracht der kriegerischen Zeiten kann der Verlauf der Sommerkurzeit, mit über 21 600 Kurgästen und nahezu 300 000 abgegebenen Bädern als sehr gut bezeichnet werden. In den genannten Zahlen sind die hier befindlichen ver⸗ wundeten oder zur Erholung weilenden Kriegsteilnehmer und die an diese e ne Bäder nicht eingeschlossen. Die Zahl der noch anwesenden Kurgäste ist erfreulich hoch. Die

interkurzeit beginnt unter sehr günstigen Aussichten.

Aus der Wetterau, 15. Okt. Das Einernten der Zuckerrüben hat begonnen. Die Rllben sind gut entwickelt und versprechen einen guten Ertrag. Die 1 sind mit dem Aussäen des Wintergetreides beschäftigt. Al gemein beklagt man sich darüber, daß keine Nachfrage 4 1 Brechobst vorhanden ist. Selbst die besten Apfelsorten müssen zu 5 Mark pro Zentner abgesetzt werden.

Starkenburg und Rheinhessen.

rb. Darmstadt, 16. Okt. Im Westen ist auf dem Felde der Ehre im Kampfe für das Vaterland der Major im Großh. Hess. Artilleriekorps, Edlex von de r Planitz gefallen und heute nackmittag mit militärischen Ehren in Darmstadt beigefetzt worden. Der Verewigte war mit einer Tochter des Reichstagsabgeordneten rzellenz Frhrn. v. Heyl in Worms vermählt und der Sohn des um die Artillerie hoch verdienten Generalobersten Edlen von der Planitz, der sich im Kriege 1870/1 durch hervorragende Leistungen als Batteriechef in verschiedenen Schlachten in hohem Maße aus⸗ be atte.* Edler von der Planitz war ein begeisterter Anhänger Waffe seines Vaters, und er unterbrach seinen

itzges im In

r alten

a rette getrocknet.

erfolgreichen tdienst nur durch ein Kommando als Adjutant des Feldmarschalls Grafen Walbersee und später, als Hauptmann 1 Garde⸗Feld⸗Artillerie⸗Regiment, als persönlicher Abjutant bei Sr. Kaiserl. und Königl. Hoheit dem Kronprinzen. Nachdem er 6 Monate in dieser Stellung im Felde gestanden hatte, meldete er sich mit Genehmigung des Kronprinzen zu einer Waffe zurck und hat in den heftigen Kämpfen in Westen den Heldentod fürs

Vaterland gefunden. 5 Kreis Wetzlar. F. O. Wetzlar, 17. Okt. Das zwei 5 alte Söhnchen des

Feldwebels Strißte von der hie igen Unterofsizierschule stürzte in elne gefüllte Wassertonne und ertrank.

Hessen⸗Nassau.

I Marburg, 17. Okt. In der vom Nationalen Frauenbienst eingerichteten O bst⸗ und Gemüse⸗ berwertungsstelle, haus gefunden, wurden insgesamt 400 Zentner aus dem Marburger und dem Kirchhainer Kreis gespendetes Obst im Werte von 3500 Mk. verarbeitet. Hergestellt wurden 310 Ztr. Marmelade, 9 Ztr. Apfelmus, 800 Flaschen Heidelbeerkom⸗ pott, 3600 Flaschen Säfte. Gebucht wurden 225 Zentner Zucker. Ebenso wurde auch reichlich Gemüse für die Laza⸗ Bei der Verarbeitung waren außer den Damen auch genesende Soldaten beteiligt.

J Amöneburg, 17. Okt. Auch in hiesiger Stadt wurde die Maul⸗ und Klauen seuche sestgestellt. Der für den 19. d. M. in Dreihausen anstehende Schweine⸗

markt wurde verboten.

Wm. Treysa, 17. Okt. Heute früh kurz nach 8 Uhr er⸗ eignete sich auf hiesiger Station ein Ei senbahnunglück. Der pon Frankfurt a. M. kommende Güterzug 8783 stieß bei Einfahrt in die hiesige Station mit einer Rangiermaschine zusammen. Der Anprall war so heftig, daß eine Maschine und mehrere Güter⸗ magen demoliert wurden. Zugführer Keiner erlitt so schwere Verletzungen, daß er schon auf dem Transport nach Marburg starb; ein Schaffner erlitt schwere, aber nicht lebensgefährliche Verwundungen. von Kassel nach Franlfurt a. M. abgehenden Schnell- und Eilzüge wurden über Bebra geleitet. g

Fulda aus Schlotzau kaufte kürzlich auf offener Straße einem jungen Mädchen den ganzen Buttervorrat ab, um ihn wieder zu veräußern. Da, der Verlauf vor 10 Uhr früh stattsand, verstieß er gegen die Anordnungen des zu⸗ ständigen Generallommandos, die einen Warenankauf durch Zwischenhändler vor Marktschluß verbieten. Die Straf⸗ lammer verurteilte die Händlerin Maul zu einer Woche Gefängnis. Der Staatsanwalt hatte 14 Tage beantragt und begründete die hohe Strafe damit, daß man das ge⸗ meingesährliche Treiben der Händler und Händlerinnen, die durch Aufkauf aller erreichbaren Vorräte die Preise nur in die Höhe treiben wollten, besonders scharf beobachten müsse. Das junge Mädchen wurde freigesprochen.

Büchertisch.

Hochland. Juhalt des Oktoberhestes: Zum zweiten Kriegsfsahrgang: Rück⸗ und Vorblicke vom Herausgeber. Staat und Gesellschast in Deutschlaud. Von Univ.-Prof. Dr. Martin Spahn.Judith. Roman von Peter Dörfler. Von deutscher Frömmigkeit. lichen Lebens in Deutschland von Univ.-Prof. Dr. Eugelbert Krebs.

Die Sehnsucht nach dem Organischen im Lichte unserer Litur⸗ gie. Von Dr. Hermann Platz. Die deutschen Katholiken und die

Standesbewegung. Von Th. Brauer. An einem Kriegergrab. Gedicht von Christoph Flaskamp. Wenn von Frieden gesprochen werden wird. Von Austriacus. Kleine Bausteine: Im wieder⸗ eroberten Lemberg. Von Kritik: Der Genius des Krieges. Von Dr. M. Ettlinger. L. N. Tolstois Brieswechsel mit der Gräfin A. A. Tolstoi. Von Charlotte Lady Blennerhassett. Hochland⸗Echo: Christus und der Krieger. Rundschau: Kriegsbetrachtung. Das Pontifikat Benedikts XV. Innerpolitische Neuorientierung? Um Deutschlands Welt⸗ sendung. Das Seelenleben der höheren Tiere. Die Literatur am Scheideweg. Friedrich Lienhard. Emanuel Geibel. Unsere Kunstbeilagen. 8

D Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen.

2 1 2 55 2* 2 2 2 1 25 2 dt. S8 8 S 8 5 * S 2 9 SSS 5 8 8 2 5 S 5 8 5 88 1 5 8 28 8 988 1 1 8.2 6.9 85 o 13.% 80 8 4 10 18. 9 6,0 62 898 10 1 1 Temperatur am 16. bis 17. Okt. 1915 9,8 0. iedrigste% 3,9 Niederschlag: 0,0 mm.

Amtlicher Wetterbericht. 8 Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen.

Wetteraussichten in Hessen am Dienstag, den 19. Oktober 1915: Wolkig, nebelig, meist trocken, kühl.

Letzte Nachrichten.

Der bulgarische Angriff. 8

Wien, 18. Okt. Der bulgarische Angriff zwischen Zajecar und Negotin ist von größter Bedeutung, da dadurch endgültig die Strecke von Donauost gegen Nisch gesperrt wird, auf der bisher die Serben ihr Kriegsmaterial von Rußland bezogen haben. Die Verlegung der serbischen Regierung nach Mitrowitza zeigt bereits, mit welcher Rückzugslinie die Serben rechnen. In Mazedonien auf serbischem Gebiete entwickeln sich be⸗ deutende Bandenkämpfe. In Sofia herrscht helle Begeisterung. Die Stadt ist mit Fahnen in allen Bundesfarben geflaggt. Alle An⸗ griffe in Nordserbien von Ram bis zur Drina sind in stetigem Fortschreiten. g

Zwistigkeiten zwischen It nien und seinen Verbündeten. Wien, 18. Okt. DasFremdenblatt läßt sich berichten, daß aus Meldungen serbischer Blätter hervorgeht, daß es zwi⸗ schen Italien und seinen Verbündeten zu heftigen Zwistigkeiten gekommen ist, weil Italien nicht geneigt ist, für Serbien Opfer

zu bringen.. Afhganistan und der Weltkrieg.

Konstantinopel, 18. Okt. Nach den hier eingetrof⸗ fenen persischen Berichten vom 13. September darf nunmehr mit dem Eingreifen Afghanistans in den Kampf ge⸗ rechnet werden. Nach einer Meldung hätte sich eine große algba⸗ nische Streitmacht in Marsch gesetzt, wovon 1600 Mann bereits in Jedson angelangt sein sollen. Der ruffische Konsul in Teheran ist auf die Kunde davon nach Kaer abgereist, unt dort Erkundungen über die Absichten der Afghanen einzuziehen. Bei Ispahan fand ein Zusammenstoß zwischen Persern und Engländern statt.

Der Joffresche Tagesbefehl.

Genf, 18. Okt. Heute gesteht das französische Ministerium zu, daß der von der deutschen Obersten Heeresleitung veröffent⸗ lichte Tagesbefehl tatsächlich von Joffre ft

5 te l stammte. Eine Verstüm⸗ melung desselben sei in einem Times erschienen.

*

die ihre Unterkunft im Nassauer⸗

und quer über dem Geleise lagen. Ter Sämtliche

17. Olt. Die Händlerin Barbara Maul

Eine Selbstbesinnung über die Aussichten des kirch⸗

auf dem Donauwege

Pariser Blatte und in der Londoner

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Johann Georg, Herzog zu Sachsen.

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