Ausgabe 
(12.10.1915) 240. Erstes Blatt
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Straße, brach aber kurz darauf tot zusammen; der Stich

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Holzkasten, in dem elektrische Heizkörper eingebaut nnd und Tragbahren zu Zeiten, wo keine Entlausung oder Desinfektion stattfindet, eingestellt und 9 t werden. Die Entlausung findet bei Temperaturen bis 1000 C., die Desinfektion hauptsächlich Unschädlichmachung von Cho⸗ lerg-, Typhus⸗, Tuberkel⸗ usw. verseuchter Kleidung und Wäsche bei solchen über 1000 C. statt. Ein Entlausungs⸗ kasten von 5 Kubikmeter Rauminhalt eine für ein Auto oder Pferdefuhrwerk zweckmäßige Größe vermag inner⸗ halb 24 Stunden ungefähr 500 Anzüge, bezogen auf Rock, Hemd, Hose, zu entlausen. Die zum Erwärmen der Heiz⸗ körper nötige Elektrizität läßt sich, falls sie einem Strom⸗ netz nicht entnommen werden kann, bei Verwendung eines Autos auf dem Wagen selbst erzeugen, indem man durch dessen Motor einen in den Kasten einzubauenden Dynamo antreibt. Zwecks Erzeugung des bei Entlausungen notwen⸗ digen Badewassers kann dem Ganzen eine elektrisch oder auf andere Weise zu heizende Vorrichtung beigegeben wer⸗ den, durch ie durchfließendes Wasser auf Badetemperatur erwärmt wird, das darnach einer Douche entströmt. Auch für Eisenbahnzüge schlägt Dr. Thomae die Entlausung und Desinfektion mit elektrischer Innenheizung vor; hierbei läßt sich die Achsendrehung durch Uebertragung auf einen Dynamo zum Erzeugen der Elektrizität benutzen und die Entlausung, bezw. Desinfektion während der Fahrt vor⸗ nehmen. Ferner regt Dr. Thomae an, größere Eisen⸗ bahnstationen mit Entlausungs⸗ und Desinfektionskästen auszustatten.

Erweiterung der Metallbeschlagnahme (Nickel). Die bestehende Verordnung über Vesfandsmel⸗ dung und Beschlagnahme von Metallen vom 1. Mai 1915, die sich nur an Gewerbe⸗ und Handeltreibende 78 an Privatpersonen) wendet, und die auf den bei allen Post⸗ anstalten 1. und 2. Klasse erhältlichenMeldescheinen für Metalle abgedruckt ist, wurde zum erstenmal am 14. August 1915 durch eine Nachtragsverfügung in Bezug auf Alu⸗ minium in Fertigfabrikaten ergänzt und erweitert. Jetzt hat sich die Notwendigkeit ergeben, durch eine neue Nach⸗ trags verordnung, die mit dem 5. November 1915 in Wirkung tritt, die Wag von Nickel, das in der

Hauptverfügung unter den Klassen 12 und 13 aufgeführt ist(vergl. Meldescheine) weiter einzuschränken. Es ist von jetzt ab verboten, Nickel nach den Bestimmungen des§ 6b Ziffer 14 der Hauptverfügung zu Kriegsliefe⸗ rungen im eigenen oder fremden Betriebe, zu notwendigen Ausbesserungen in einem mit Kriegslieferungen beschäftig⸗ ten Betriebe oder zur Aufrechterhaltung eines landwirt⸗ schaftlichen Betriebes zu verwerten. Vielmehr ist für jede

Verwendung aus beschlagnahmten Nickelvorräten eine be⸗ sondere Freigabe erforderlich, die auf dem vorge⸗ schriebenen Vordruck bei der Sektion M. der Kriegs⸗Rohstoff⸗ Abteilung des Königlich Preußischen Kriegsministeriums, Berlin SW. 48, Verlängerte Hedemannstraße 9/10, beantragt werden muß. Daneben bleibt zalässig die Veräußerung von Nickel an die Kriogsmetall⸗Aktiengesellschaft und ferner die Ablieferung der von der Verordnung überBeschlag⸗ nahme, Meldepflicht und Ablieferung von fertigen, ge⸗ brauchten und ungebrauchten Gegenständen aus Er Messing und Reinnickel betroffenen Gegenständen(Haus⸗ haltungsgegenstände) an die kommunalen Sammelstellen. Alle näheren Einzelheiten sind aus dem Wortlaut der

»Nachtragsverordnung zu ersehen, die durch Anschlag und 32 in der Presse zur allgemeinen Kenntnis gebracht Wi

** Stadttheater. Man schreibt uns: Die Proben haben bereits den Beweis erbracht, daß die Eröffnungsvorstellung am Freitag in Ludwig UhlandsHerzog Ernst von Schwaben eine interessante Aufführung bringen wird. Da die Uhlandsche Dichtung außerordentlich selten N wird, werden der hiesi⸗ gen Erstaufführung wahrscheinlich verschiedene Intendanten und Direktoren benachbarter Stadttheater beiwohnen.

5* Totschlag. Eine Bluttat mit tödlichem Ausgang ereignete sich gestern abend 9 uhr in einer Wirtschaft auf dem Asterweg. Die beiden Musketiere Becker und Appel waren auf dem Hausflur in eine Auseinander⸗ setzung geraten, weil ersterer zu As Frau, während diefer im Felde stand, in Beziehungen getreten war. Im Ver⸗ lauf des Streites zog A das Messer und brachte Becker. eine Stichwunde am Halse bei. Becker lief noch auf die

hatte die Halsschlagader getroffen. Dann wandte sich der Täter gegen seine Ehefrau und verletzte sie durch einen Stich an der rechten Schulter. Er wurde alsbald von einer Pa⸗ trouille festgenommen und ins Garnisongefängnis ab⸗ geliefert.

die Stadtknabenschule Pere N und zur Unterbringung von Militär bereitgestellt. Die Schreibstuben und die Kammern des einen Landsturm⸗ Bataillons sind schon in der Schule unter⸗

ist jetzt voll⸗

gebracht Eine Mannschaftsküche ist vollständig neu im Gebäude der Alioeschule eingerichtet worden und soll

in den allernächsten Tagen bereits in Benutzung genommen werden. An der Kaiser⸗Allee sind zahlreiche Gefangene herangezogen worden, um das neue Barackenlager für das andere Landsturm⸗Bataillon fertigzustellen. Die Küchenbaracke wurde bereits in Betrieb genommen, so daß die Speisung der Mannschaft, welche die Wache und Bereit⸗ schaft für das 1 0 stellt, nicht mehr aus der Küche der Liebigshöhe erfolgt. Trotz dieser Einrichtung dürfte die Bürgerschaft immer noch ab und zu Einquartie⸗ rung erhalten, doch werden die militärischen Gäste in den Bürgerhäusern nur vorübergehend auf kurze Zeit sich auf⸗ halten. Es wird sich hauptsächlich um Mannschaften, welche die Gefangenentransporte begleiten, handeln.

Flüchtige Gefangene. In der Nacht zum 7. Ok⸗ tober sind von dem Arbeitskommando Hitzkirchen drei nur französisch sprechende Gefangene entwichen. Sie sind sämt⸗ lich von kräftigem Körperbau und tragen französische Uniform⸗ stücke Es sind: 1. Etienne Gautho, 1/69 groß, längliche Kopfform, braune Augen, rötlicher Schnurr- und Backen⸗ oder Kinnbart, spitze Nase, schwarz⸗braune Haare. Der Mann ist 26 Jahre alt, es fehlen ihm 10 Zähne; als besonderes Kenn⸗ zeichen wird angegeben: am rechten Oberschenkel links eine Narbe. 2. Maurice Baccarne, 1,72 groß, runder Kopf, braune Augen, spitze 1 schwarze Haare, links unten. fehlt dem Mann ein Zahn, auch hat er am rechten Oberschenkel eine Narbe. Lucien Benard, 1,73 groß, runder Kopf, braune Augen, kleiner blonder Schnurrbart, gewöhnliche Nase, braune Haare, unten fehlt ein Zahn, oben vier Zähne, der Flüchtling hat beide Arme tätowiert. Man bittet, gegebenenfalls die Flüchtigen anzu⸗ halten und telegraphisch dem Lagerkommando Gießen Nachricht

zukommen zu lassen. 5 5 Landkreis Gießen.

u. Heuchelheim, 11. Okt. Die am Sonntag, den 10. d. Mts., zum Besten unserer in russischer Gesangenschaft lebenden Reichs- angehörigen veranstaltete Haussammlung ergab hier die

schöne Summe von 370 Mk. Außerdem wurde eine Kiste mit Kleidungsstücken zu dem gleichen Zwecke zusammengebracht. Wehrmann Ferd. Römer, von seiner Kompagnie als ver- mißt geineldet, teilte seinen Angehörigen mit, daß er am 25. Sept.

gefangen und nach Castres(Südfrankreich) gebracht worden

sei. Auf Rußlands Fluren fiel am 24. September der Land- wehrmann Helbing.

b Beuern, 11. Okt, Feldwebel Ludwig Stein vom Landwehr⸗Inf.⸗Regt. Nr. 116, Inhaber der Hessischen Tapferkeits⸗ medaille, hat nun auch das Ciserne Kreuz 2. Klase er⸗

halten. Kreis Schotten.

Schotten, 11. Okt. Aus der Uebersicht über die in den Gemeinden des Kreises Schotten zu erhebenden Ge⸗ meindeumlagen für das Rechnungsjahr 1915 ersieht man, daß die drei Städte Schotten, Gedern und Laubach an der Spitze marschieren. Der Umlagenbedarf ist der Reihe nach folgender: Schotten 49000 Mk., im Vorjahr 47000 Mk., Gedern 32400 Mk., wie im Rechnungsjahr 1914, Laubach 32 000 Mk., im Jahre zuvor nur 30000 Mk. An versteuer⸗ barem Vermögen stehen ebenfalls die genannten Gemeinden an erster Stelle. Schotten hat ein versteuerbares Vermögen von über 12 Mill. Mk., Gedern ein solches von rund 8 Mill. Mk. und Laubach von rund 9 Mill. Mk. Auf 100 Mark Steuerwert des Vermögens werden in Schotten 19,97 Pfg., in Laubach 16,94 Pfg. und in Gedern 22,03 Pfg. ausgeschlagen. Die staatlichen nkommensteuern verteilen sich in den einzelnen Städten wie folgt: Schotten 22 375 Mk., Laubach 21105 Mk., Gedern 13 137 Mt.

Gedern, 11. Okt. Ueberall sieht man noch im Felde herangereifte Gerste und spätreifen Hafer auf den Aeckern stehen. Es ist auch schon vieles abgemacht und es bedarf nur einiger Tage mit trockener Witterung und Sonnenschein, damit die späte Ernte ganz geschehen kann. Als auf die lange Dürre Regen eintrat, entkeimten neue Saaten aus der Erde, welche die früheren Halmen überwuchsen und unterdrückten, und es konnte somit die junge Frucht nicht zur eigentlichen Erntezeit eingefahren werden, so daß wir jetzt erst vor der Zeit der Einheimsung stehen.

§Herchenhain, 11. Okt. Das neunte Opfer dieses Krieges forderte der große feindliche Angriff im Westen aus unserer kleinen Gemeinde. Wehrmann Heinrich Schäfer starb am 25. September in der Champagne den Heldentod.

d Herchenhain, 11. Okt. Die Ober försterer Gre⸗ benhain, die schon seit Frühjahr eine größere Anzahl kriegs⸗ gefangener Russen in ihren Waldungen beschäftigt sie sind in einem Gefangenenlager in Hochwaldhausen bei Ilbeshausen untergebracht hat nun auch hier für weitere zehn Mann ein 1 5 errichtet.

8 Volkartshain, 11. Okt. Von schwerem Leid betroffen wurde die Familie des Bürgermeisters Wineker, hier. Vor etwa zwei Monaten fiel der älteste Sohn auf dem östlichen Kriegs⸗ chauplatze; kurz darauf starb seine Frau, und nun wird auch seit

r großen Offensive im Westen ein Schwiegersohn vermißt. Kreis Friedberg. ö

8. Friedberg, 12. Okt. Das hiesige Kreisamt hat, wie kürzlich schon mitgeteilt wurde, durchgreifende Maßnahmen zur Regelung des Lebensmittel- marktes getroffen, die in erster Linie auf die Bundes⸗ ratsverordnung vom 22. Juli 1915 aufgebaut sind. Eine Bezirkskontrolltommission setzt in Verbindung mit den Marktpolizeibehörden für den ganzen Wirtschaftsbe⸗ zirk Friedberg die nach der Marktlage angemessenen Preise fest. Werden dieselben überschritten, so ist im Sinne der Bundesratsverordnung übermäßiger Gewinn gegeben und es tritt Strafbarkeit ein. Das Kreisamt erinnert auch nachdrücklich daran, daß sich jeder strafbar macht, der als Käufer höhere Preise als die festgesetzten anbietet oder zahlt. Die festgesetzten Preise bewegen sich im Durchschnitt un⸗ ter den beispielsweise auf dem Gießener Wochenmarkt ge⸗ zahlten. Ihre Einhaltung wird von Polizei und Gendar⸗ merie scharf überwacht.

Hessen⸗Nassau.

Hanau a. M., 11. Okt. Nachdem die vorige Winterspielzeit der unter der Leitung des Direktors Adalbert Steffter stehenden vereinigten Stadttheater zu Hanau a. M., Offenbach a. M. und Bad Homburg v. d. H. bis zum 15. Juni d. J. ausgedehnt werden konnte, hat Direktor Steffter trotz des Krieges den vollen Betrieb auch für die diesjährige Winterspielzeit wieder eröffnet. Die Eröffnungs⸗Vorstellung in Hanau a. M. fand am Sonntag, den 26. September statt, in Offenbach am Montag, den 27. Sep⸗ tember. In Bad⸗Homburg v. d. H. beginnt die Spielzeit am Donnerstag, den 21. Oktober.

S Fankfurt a. M., 11. Okt. An Stelle des verstorbenen Landtagsabgeordneten Dr. Flesch stellte die Fortschrittliche Volks- partei für die demnächst stattfindende Ersatzwahl den Rechtsanwalt Dr. Ludwig Heilbrunn(Frankfurt) als Kandidaten auf. Da die Nationalliberalen und Sozialdemokraten keine Gegenkandidaten ausstellen, ist Dr. Heilbrunns Wahl gesichert.

Rüdesheim, 11. Okt. Der etwa 10 Jahre alte Theodor Drieß erschoß beim Spielen mit einer Vogelflinte seinen dreijährigen Bruder durch einen Schuß ins Herz.

Gießener Strafkammer. 75 85

th. Gießen, 11. Okt. Die Strafkammer verhandelte am

Freitag gegen 5 a rei gewerbsmäßige Ladendiebe, 5 die ihr Handwerk an den verschiedensten Orten Deutschlands be⸗ trieben haben und gegenwärtig auf einer Rundreise über die Ge⸗ richte der n Städte sind. Ende November 1913 waren sie nach Gießen gekommen und hatten im Geschäfte von Schwan in der Mäusburg ein silbernes Zigarrenetui und beim Juwelier Brück Nachf. eine goldene Uhr mitgehen heißen. Dann wanderten sie, da ihnen der Boden zu heiß wurde, nach Lollar und fuhren von dort mit der Bahn nach Nauheim. Auch dort verübten sie Ladendiebstähle. Die Strafkammer erkannte auf Gesamtstrafen von 8 Jahren 3 Monaten bis herunter zu 4 Jahren 3 Monaten. Zuchthaus. Berufung

in einer Beleidigungssache hatte der Wagnermeister W. aus Frank⸗ furt eingelegt. Da er zum Termin nicht erschienen war, wurde die Berufung verworfen. U Den Stempel K⸗ Brot hatte ein Bauernheimer Bäckermeister auf Roggen⸗Broten nicht angebracht, die zu 10 Proz. aus Kartoffel⸗ und zu 20 Proz. aus Gerstenmehl bestanden. Tas Friedberger Schöffengericht hatte deshalb gegen ihn auf 5 Mk. Geldstrafe erkannt. r der Straf⸗ kammer, wo er Berufung verfolgte, machte der Meister mit Erfolg geltend, daß die Stempelpflicht nur dann bestehe, wenn 30 Proz. Kartoffeln im Brote verbacken würden. Gerstenmehl sei aber Brotmehl genau wie Roggenmehl. Die Strafkammer war der Ansicht, daß die Bundesratsverordnung zum mindesten in dieser Hinsicht einen Zweifel bestehen lasse, daß der Meister aber auf alle Fälle in gutem Glauben gehandelt habe. Er wurde freie gesprochen. 5 Ein ungetreuer Provisionsreisender.

Der wegen Betrugs vorbestrafte Kaufmann M. aus Kassel hat bei einer Gießener Firma widerrechtlich Gelder für sein Haus einkassiert und für sich verbraucht. Er erhielt wegen Betrugs und Urkundenfälschung drei Monate Gefängnis.

Vermischtes. Stuttgart, 11. Okt.(WTB Nichtamtlich.) Zwische Göppingen und Uhingen bei der Einfahrt nach Uhingen sind gestern früh im Nebel zwei Güterzüge zusammen⸗

gestoßen. Ein Zugführer wurde getötet, ein Pferdewärter leicht

verletzt. Der Materialschaden ist erheblich. bis abends 6 Uhr gesperrt.

Briefkasten der Redaktion. [Auonyme Aufragen bleiben un berücksichtigt.)

g. L., 6. 3 6 bedeutet zeitweilig unbrauchbar wegen Knochensehler. 1

Beide Gleise waren

3%

Märkte.

Gießen, 9. Okt. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pfd. 1,30 1,90, Hühnereier das Stück 1820 Pfg., Käse das Stück 79 Pfg., Käsematte 1 Stück 30 Pfg.; Tauben das Paar 1,400,00 Mk., Hühner das Stück 2,002,50 Mt., Hahnen das Stück 1,50 2,0 Mk., Ochsen⸗ fleisch das Pfund Mk. 1,16 1,20, Kuhfleisch 10000 Pfg. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,16 1,20 Mk., Schweine fleisch das Pfund 1,800,00 Mk., Kalbfleisch das Vid. 1,14 1,18 Mt., Hammelfleisch das Pfund 96110 Pfg.; Kartoffeln 1 Ztr. 3,50 bis 4,00 Mark, Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel der Zentner 6 bis 8 Mk., bessere 0000 Pfg. Spinat 2025 Pig. das Pfund; Wirsing 1015 Pfg. das Stück, Gelberüben 1012 Pfennig das Pfund, Rotkraut 1525 Pfennig das Stück, Kohlrabi 68 Psennig das Stück, Weißkraut 1525 Pfennig das Stück, Birnen 7 bis 15 Pfa., bessere 00-00 Pfennig das Pfund, rote Rüben 78 Pfg., römisch Kohl 68 Pfennig. Zwiebeln der Zentner 1718 Mk. Rüsse 100 Stück 4050 Pfg. Blumenkohl 2050 Pig. Zwetschen der Zentner 1518 Mk., Endivien 1012 Pig. Marktzeit von 8 bis 2 uhr. Fleischpreise auf dem Markte von auswärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1 Mk., Rindfleisch-Bratenstück das Pfund 1 Mk., Schweinefleisch das Pfund 0,00 Mk., Nierenfett das Pfund 1 Mk.

se. Frankfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 11. Okt. Auftrieb: Rinder 2739(Ochsen 316, Bullen 51, Kühe und Färsen 2372), Kälber 425, Schafe 146, Schweine 812.

Marltverlauf: Rinder lebhaft, geringe Ware Ueberstand

Kälber und Schweine gedrückt; Schafe ruhig; bei Schweinen

Schweine.

Vollfleischige Schweine von 80 bis

100 kg Lebend gewicht... 144.00-148.00 180.00 185.00 Vollfleischige Schweine unter 80 kg

Lebenge wicht. 131.00 140.00 165 175.00 Vollfleischige Schweine von 100 bis

120 kg Lebendgewicht... 44.00-48.00 180.00 185.00 Vollfleischige Schweine von 120 bis

150 kg Lebendgewicht.... 144.00. 148.00 180.00 185.00

fe. Frankfurt a. M., 11. Oktt. Frucht⸗ und Futtermittel⸗ markt. Bei schwachem Besuch und ruhigem Verkehr fanden in Getreide mangels Ware keine Umsätze statt. Futtermittel sast ohne nennenswertes Angebot. Kokoskuchen 64 bis 65 Mk., Rapskuchen 50 52 Mk. Alles lose ab Station und nominell.

fe. Frankfurt a. M., 11. Okt. Kartoffelmarkt. Kartoffeln 6,50 7,00 Mk. für 100 Kg.

Vetetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 18. Oktobr 1915 Trüb und regnerisch, etwas wärmer.

Letzte Nachrichten.

0 Italienische Truppen nach dem Orient?

Hassia erfährt, eine große Zahl italfenischer Truppen sei in den letzten Tagen nach Bari und Brindisi gebracht worden, wo sie auf 12 große Transportdampfer geschafft wurden. Die Truppen tragen Tropenhelme, woraus man schließt, daß sie für einen Feldzug an einem Punkte des Orients, wahrschein⸗ lich an der kleinasiatischen Küste, bestimmt sind. Griechisch⸗bulgarische Freundschaft. g

Bu dapest, 12. Okt. Aus Sofia wird gemeldet: Der griechische Gesandte erschien hei dem Ministerpräsidenten Radoslawow und teilte ihm im Namen seiner Regierung mit, die neue griechische Regierung stehe auf der Grundlage des Aus⸗ harrens in der bewaffneten Neutralität und lege Gewicht darauf, daß zwischen Griechenland und Bulgarien das den Interessen der beiden Länder entsprechende, sich freundlich gestaltende Verhält⸗ nis auch weiterhin aufrecht erhalten bleibe.

Unstimmigkeiten im Vierperband. 5

Wien, 12. Okt. Nach zuverlässigen Meldungen mehren sich die Mißhelligkeiten im Vier verband zwischen den leitenden Staats⸗ männern. Zwischen Sir Edward Grey und Delcasss sollen besonders starke Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Balkan⸗ fragen bestehen, da Frankreich keine große Lust mehr zeige, neue Truppen auf Gallipoli zu opfern. Auf der russischen Botschaft in Paris beschwerte man sich offen über die mangelnde finanzielle Unterstützung Rußlands durch England.

Der neue russische Innernminister.

Kopenhagen, 12. Okt. Zu der Ernennung des Kammer⸗ herrn Chwostow zum russischen Minister des In⸗ nern als Nachfolger Schtscherbatows erfährt der Petersburger Korrespondent derBerlingske Tidende, der erzreaktionäre neue Minister habe die tröstlichsten Zusagen für die Zeit nach dem Kriege gegeben. Chwostow, der bis zum Jahre 1912 Gouverneur von Nischni Nowgorod war und später der äußersten Rechten der Duma angehörte, habe sich jetzt zu fortschrittlichen Grund⸗ sätzen bekannt und er wolle natürlich immer nach dem Kriege die liberalsten Reformen einführen. Vor allem sei es sein Programm, den deutschen Einfluß auf das russische Wirtschafts⸗ leben gänzlich auszuschalten. Chwostow wird sich zunächst ein⸗ mal mit der ungeheueren Teuerung der Lebensmittel, die von Tag zu Tag zunimmt, zu befassen haben.

Der Seekrieg.

i. Köln, 12. Okt. DieKöln. Ztg. meldet von der hollän⸗ dischen Grenze: Batavia Niews Blatt verzeichnet Angaben, wo⸗ nach in Colombo mehrere englische Handelsdampfer geübte Mannschaften und Geschütze an Bord genommen ha⸗ ben, um sich deutscher U⸗Boote erwehren zu können. Von der holländischen Grenze meldet dieselbe Zeitung: Der englische DampferTharpwood wurde versenkt. Die Bemannung ist gerettet.

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i. Köln, 12. Okt. DieKöln. Ztg. meldet aus Athen:

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