240 Der Gießener erscheint täglich, außer Sonntags.— Beilagen: viermal wöchentlich Sießener Familienblätter; eee 25
latt für den Kreis Gießen (Dienstag und Freitag); zweimal monatl. Land⸗ wirtschaftliche Wee Jerusprech- Anschlüsse: e Verlag, Geschäftsstelleö l Adresse für Drahtnach⸗ richten: Anzeiger Gießen. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Abend vorher.
Seierl Anzeiger fü Oderhesen
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R.
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dienstag, 12. Oktober 1015
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(TB.) Großes Hauptauartier, I. Okt. Amtlich.)
Westlicher Kriegsschauplatz.
In der Gegend Souchez⸗Neuville und in der Champagne nordöstlich von Le Mesnil wurden feindliche Handgranatenangriffe abgewiesen. 5 N Unsere Kampfflieger erledigten gestern 4 feindliche Flugzeuge. Ein englisches Flugzeug stürzte östlich von Poperinghe ab. Nordwestlich von Lille zwang Leutnant Immelmann einen englischen Kampfdoppeldecker in 4000 Meter Höhe nieder. Dieser Offizier hat damit innerhalb kurzer Zeit 4 feindliche neger zum Absturz gebracht. Ferner wurde in der Champagne bei Somme⸗Py und auf den Maashöhen westlich von Hattonchatel je ein französischer Kampfdoppeldecker im Luftkampf abgeschossen. Wir büßten ein Beobachtungsflugzeug südlich des Priesterwaldes ein.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg.
Vor Dünaburg und nordöstlich von Widsy sind russische Angriffe abgeschlagen. Ein feindliches Flugzeug wurde westlich von Smorgon heruntergeschossen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.
Oestlich von Baranowiczi wurde ein schwacher feind⸗
licher Vorstoß leicht zurückgewiesen. a Heeresgruppe des Generals v. Linsingen.
In den Kavalleriekämpfen in der Gegend von Kuchocka⸗ wola ist der Gegner hinter die Abschnitte der Bezimin⸗ naja und Wiesiolucha geworfen. Bei Jeziercy sind die Gefechte noch nicht abgeschlossen.
Nördlich von Bielskaja⸗Wola ist der Feind vertrieben.
Die Armee des Generals Grafen Bothmer wies er⸗ neut starke feindliche Angriffe ab. Deutsche Truppen nahmen die Höhe südlich Hladki(am Sereth, 15 Kilometer nord⸗ wtstlich von Taruopol) und schlugen aus dem Dorfe Hladki augesetzte russische Vorstöße zurück.
Balkan⸗Kriegsschauplatz.
An der Drina entwickeln fich weitere Kämpfe. Auf der Front zwischen Schabatz und Gradiste ist der Don au⸗ übergang vollendet. Sidlich von Belgrad sind die f ber zwischen Zarkowo und Mirijewo erobert. Weiter östlich ist der Angriff im Gange.
Die Anathema⸗ Stellung im Donaubogen vor Ram wurde erstürmt. Weiter unterhalb von Orsova finden stellenweise Artilleriekämpfe statt. Die deutschen Truppen machten bisher 15 Offiziere, 1542 Mann zu Ge⸗ fangenen und erbeuteten 17 Geschütze, darunter zwei schwere, sowie 5 Maschinengewehre.
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Der neuen Kraftentfaltung deutscher und österreichisch⸗ angarischer Truppen unter Mackensen, dessen Feldherrnfigur wir in seiner neuen, die Geschicke Europas entscheidenden Aufgabe riesengroß emporwachsen sehen, haben unsere Feinde nichts ähnliches an die Seite zu stellen. Düstere Schatten der Ohnmacht und innerer Zerwürfnisse lasten auf den Län⸗ dern der Entente. Obgleich die Zensur sicher manches unter⸗ drückt und verwischt— in Frankreich sind laut neuesten Nachrichten wieder mehrere Blätter gemaßregelt worden— erkennt man doch, daß die allgemeine Stimmung in London und Paris nie so düster war als jetzt. Von der französisch⸗ englischen Offensive gegen Deutschland ist kaum noch die Rede, und unser neuester Tagesbericht beweist uns, daß die Stürme sich wieder gelegt haben, nachdem die deutschen Bäume sich nicht haben entwurzeln lassen. Die Heere des Zaren spielen die Rolle, die Hindenburg nach all den furcht⸗ baren Schlägen der letzten Zeit ihnen zugewiesen hat: sie beschränken sich im wesentlichen auf eine kraftlose Defensive, die unseren Führern im Osten Gelegenheit gibt, die Stellun⸗ gen der verbündeten Truppen zu verbessern und auszubauen.
Das neue Abenteuer der Entente in Saloniki steht unter den ungünstigsten Vorzeichen. Als die Griechen in grauer Vorzeit zur Abfahrt gen Troja im Hafen von Aulis gün⸗ stige Winde abwarteten, gedachte ihr Führer Agamem non durch die Opferung der Iphigenie der Götter Gunst zu er⸗ schmeicheln. General Hamilton, der englische Führer, hat in Saloniki wohl einige Vorbereitungen getroffen, aber er schaut sich vergebens nach einem Seher um, der ihm für seinen wagemutigen Zug das Herz stählen könnte. Die Opferdüfte, die in Saloniki seit mehreren Tagen zum Himmel hinauf steigen, haben die englischen und französischen Priester noch zu keinem Entschluß gebracht. Düstere Propheten lassen sich vernehmen. Man spricht davon, daß nicht weniger als 300 000 Mann nötig seien, um Serbien zu Hilfe zu kommen, und während man in England zaudernd den Gedanken er⸗ wägt, ob Verstärkungen aus der Dardanellenfront zu ent⸗ nehmen seien oder nicht, während noch kein Beschluß darüber gefaßt zu sein scheint, ob auch Italien griechisches Land durchschreiten soll, treiben die temperamentvollen Franzosen zum Aufbruch. Es heißt heute, Delcassé sei es nicht ge⸗ wesen, der zur Landung in Saloniki gedrängt habe, sondern er habe im Gegenteil davon abgeraten. 0 it ist es, daß Unstimmigkeiten in den Kabinetten herrschen. In
Zürich wird ein Pariser Bericht veröffentlicht, wonach Del⸗ casses Rücktritt in Aussicht steht. 8 0
„Vergangenen Mittwochmorgen hätten sich, mit Rücksicht auf die Verschlimmerung der Lage auf dem Balkan, die französischen Minister der nationalen Verteidigung versammelt. Kurz darauf habe im Elysee eine Vollsitzung des ganzen Ministerrats statt⸗ gefunden. Es zeigten sich zwei Ansichten, während Briand und Augagneur für eine Durchführung der Truppenlandung spra⸗ chen, waren Delcasss und Millerand gegenteiliger Ansicht. Del⸗ casses wies auf die Haltung Englands hin, die ihm gänz⸗ lich unsicher schien. Tatsächlich hätten die Engländer ange⸗ sichts der Haltung Griechenlands mit der Landung gezögert. Sie hätten sich gewiß auch zur Landung nicht entschließen können, wenn nicht die Franzosen vorangegangen wären. Briand wies demgegen⸗ über darauf hin, daß die Uebereinkunft zur Landung zwischen Eng⸗ land, Frankreich und Griechenland(wobei wohl mit„Griechen⸗ land“ nur Venizelos gemeint ist) gemeinsam abgeschlossen worden sei, und daß mit der erfolgten Landung der Widerstand Exg⸗ lands überwunden scheine. Der Ministerrat ging darauf zur Be⸗ ratung der Einzelheiten der Landung über, wobei festgestellt wurde, daß England zu wenig Kräfte zur Verfügung gestellt habe. In der Frage über die Verwendung der Streitkräfte hätte allgemeine Uebereinstimmung geherrscht: Serbien solle soweit ge⸗ stärkt werden, daß der Erfolg sicher wäre. Joffre und French
dagegen hätten eine zögernde Haltung eingenommen.“
All diese Dinge haben sich vor mehreren Tagen zu⸗ getragen. Der heutige Stand der Dinge ist durchaus in Dunkel gehüllt. Der beste Prophet und entschlossenste Gestalter der Zukunft scheint uns noch immer der Feld⸗ marschall von Mackensen zu sein. Sein Einmarsch nach Serbien ist rüstig brenn ritten Von Schabatz im Westen an der Save bis Gradischte an der Donau beim Eintvyttt in die Engen haben, so entnehmen wir einem Ueberblick der„Köln. Ztg.“, die verbündeten Truppen den Ueber⸗ Hasche über die Flüsse vollzogen und dringen vor. Die ser⸗ bischen Stellungen auf den Höhen südlich von Belgrad sind bei Zarkowo unweit der Save schon genommen und werden weiter östlich angegriffen. Die Armee Gall⸗ witz hat in dem von Donau gebildeten Bogen östlich von Poscharewatz und südlich des Uebergangs⸗ punktes bei Ram eine feindliche Stellung erstürmt. An der Donau finden bis Orschowa an der ungarisch⸗rumänischen Grenze Artilleriekämpfe statt. Die Zahlen der Gefangenen und der Beute sind beträchtlich, wenn man bedenkt, daß es sich um reine Frontalkämpfe handelt, bei denen keine Um⸗ gehung eingeleitet werden konnte und der Gegner imstande war, sich zurückzuziehen. Sie betrugen, abgesehen von schwe⸗ ren, blutigen Verlusten der Serben, über 2100 Mann, elf schwere Geschütze und 41 Feldgeschütze bezw. Rohre sowie fünf Maschinengewehre und außerdem viel Kriegsmaterial.
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Der österreichisch⸗ungarische Tagesbericht.
Wien, 11. Oktober.(WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlantbart 11. Oktober 1915.
Russischer Kriegsschauplatz.
Die russische Augriffstätigkeit hat gestern an unserer ganzen Nordostfront wesentlich nachgelassen. Der Feind unternahm nunmehr gegen unsere Linie an der Strypa einige Vorstöße, die für ihn wie an den Vortagen mit einem vollen Mißerfolg endeten. Im Raume zwischen Zeleznica und dem unteren Styr wurde der Feind gegen Nordosten zurückgeworfen.
Italienischer Kriegsschauplatz.
An der Südwestfront fanden gestern gleichfalls keine größeren Kämpfe statt. Ein Angriff der Italiener gegen den Mrzli Vrh wurde schon durch unser Artilleriefeuer abge⸗
wiesen. Südöstlicher Kriegsschauplatz.
In der Matschwa und bei Obrenowatsch keine be⸗ sonderen Ereignisse. Die über Belgrad vorgehenden öster⸗ reichisch⸗ungarischen und deutschen Streitkräfte warfen die Serben aus ihren südöstlich und südwestlich der Stadt ange⸗ legten Verschanzungen, wobei unsere Truppen den Grünen Berg und den Velky Bracar erstürmten.
Im Raume von Semendria und Pozarewatsch gewannen die Divisionen unserer Verbündeten abermals be⸗ trächtlich an Raum. a
Bei der Einnahme von Belgrad fielen den K. und K. Truppen 9 Schiffsgeschütze, 26 Feldgeschützrohre, ein Scheinwerfer, zallriche Gewehre, viel Munition und anderes Kriegsmaterial in die Hand. Zehn serbische Offiziere und über 600 Mann wurden als Gefangene eingebracht. Die blutigen Verluste des Gegners waren sehr groß. Die Donauflottille hob eine Anzahl von Fluß⸗ und russischen Seeminen.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Höfer, Feldmarschalleutnant.
2 5 Das Dardanellen⸗ unternehmen fragwürdig geworden?
Mailand, 11. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Der Londoner Korrespondent des„Secolo“ meldet über das mögliche Aufgeben des Dardanellen⸗Unternehmens: Um den Anstrengungen Deutsch⸗ lands und Oesterreich⸗Ungarns gegen Serbien ein Gegengewicht zu geben, würden jetzt, nachdem auf Griechenland nicht mehr zu rechnen sei, wenigstens 300000 Mann in Mazedonien nötig sein. Bei einem
öti zinem gemeinsamen Vorgehen des Vierverbandes ser dies üür n sccher c
keine Unmöglichkeit, nur könne es bei
der Einmarsch in Serbien.
der klassischen Unentschlossenheit und dem Mangel an Vorbereitung, unter dem der Vierverband zu leiden scheine, Monate dauern, bis eine derartige hohe Truppenzahl aus den verschiedenen Haupt⸗ städten nach der bulgarischen Grenze geworfen sei, so daß die Entente Gefahr laufe, zu spät zu kommen, und die Hinopferung Serbiens bereits unwiderruflich vollzogen sein würde. Um Ser⸗ bien rasch oder wenigstens verhältnismäßig rasch mit bedeutenden Kräften zu Hilfe kommen zu können, gäbe es nur einen Ausweg, nämlich den, von den Dardanellen alle verfügbaren Truppen wegzunehmen und sich dort defensiv zu ver⸗ halten. Nur so könnten Frankreich und England sofort mit be⸗ deutenden und gut ausgerüsteten Kräften nach Mazedonien ge⸗ langen. Das Aufgeben des Dardanellen⸗Unternehmens könne er⸗ hebliche Vorteile bringen und zur Vermeidung schwerer und schmerzlicher Ueberraschungen beitragen. Der Berichterstatter fügt hinzu, er glaube sich in der Annahme micht zu irren, daß diese Mög⸗ lichkeit in den englischen und französischen Kriegsberatungen be reits besprochen worden sei. Die Schlußkämpfe in Belgrad.
Berlin, 12. Okt. Ueber den Schlußkampf um Bel⸗ grad melden die Blätter noch Einzelheiten. Im„Berliner Lo⸗ kalanzeiger“ heißt es: In schwerem Angriff drangen südlich und westlich österreichisch⸗ungarische, östlich deutsche Truppen vor. Der nördliche Stadtteil war bald in unserem Besitz; der südliche Stadt⸗ teil hielt sich noch 36 Stunden. Im östlichen Stadtteil gerieten die dortigen serbischen Besatzungstruppen infolge des Vordringens der Verbündeten von zwei Seiten in ein verheerendes Kreuz⸗ feuer.— Im„Berliner Tageblatt“ berichtet Leonhard Adelti: Bis in die letzten Tage hatte man in der Stadt unter Leitung eng⸗ lischer Ingenieure fieberhaft an der Wiederherstellung und Mo⸗ dernisierung der bei der ersten Erstürmung zerstörten Befesti⸗ gungen gearbeitet. Namentlich an der Savemündung wurde längs der Bahnstrecke eine Kette bombensicherer und geschützbewehrter Unterstände ausgeführt. Es wurden zur besseren Ausführung der Arbeiten Häuser niedergelegt. Der bei dem früheren Bombarde⸗ ment zerstörte Bahnhof ist provisorisch wieder hergerichtet, wor⸗ den. Als das Bombardement der Verbündeten die militärischen Zwecken dienenden Einrichtungen mit Granaten überschüttete, ver⸗ legten die Behörden, die höheren Schulen und Banken ihren Sitz nach Nisch. Da aber auch Nisch nicht mehr genügend Sicher⸗ heit bot, siedelten die Banken gleichzeitig mit den Ententekonsuln nach Pristina über. Auch Kronprinz Alexander ver⸗ ließ rechtzeitig mit seinem Stabe die Stadt Belgrad. Der Brücken⸗
schlag über die Save ging unter dem Schutze der schweren Ge⸗
schütze und der Donaumonitore vor sich. Deutsche Truppen über⸗ querten den Strom zuerst und drangen nach heftigen Kämpfen in den Westteil der Stadt. K. und K. Kolonnen griffen von der Zigeunerinsel aus die Höhenzüge östlich des Topeideska⸗ Baches an, die 100 Meter ansteigen und stark befestigt waren. Sie warfen den Gegner aus den Schanzen, erstürmten Kalimegdan und verfolgten den von Haus zu Haus weichenden Feind in er⸗ bitterten Straßenkämpfen. Aus der Stadt vertrieben, stellten sich die Serben neuerdings auf den befestigten Höhen südlich Belgrad, zu denen sich die Verbündeten den Zugang blutig erkämpfer mußten.. Der serbische Bericht.
n„ Nichtamtlich) Die Blätter ver⸗ öffentlichen folgenden serbischen Kriegsbericht vom 10. Oktober: Die Kämpfe dauern längs der ganzen Donau an. Nach heftigem Kampfe fiel Belgrad in die Hände der Deut⸗ schen. Das Ziel, das der Feind verfolgt, ist der Vormarsch
durch das Morava⸗Tal. Augenscheinlich versucht er, Kos⸗
polatz von Dubrowitza abzuschneiden. Hierauf vereinigt er auch seine H strengungen. Bei dem Dorfe Drenowatz erlitt der Feind bei seinen fruchtlosen Angriffen ungeheure Verluste. Am Unterlauf der Drina ist er auf die Insel zurückgeworfen, die er vor Beginn der Operationen besetzt hielt. Ein englisches Geschwader an der bulgarischen Küste?
Berlin, 12. Okk. Laut„Berliner Tageblatt“ berichten einer Athener Meldung zufolge Kapitäne vom am Samstag abend eingetroffenen Segelschiffen, daß ein starkes englisches Ge⸗ schwader seit zwei Tagen Dedeagatsch und die bulgarischen Küsten blockiere. N
Die Truppenlandungen in Saloniki.
London, 11. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Das Reuter⸗ sche Bureau meldet aus Athen: Das Hauptquartier der Alliierten ist in drei Hotels in Saloniki unter⸗ gebracht worden. Truppen aller Waffengattungen sind ge⸗ landet und lagern außerhalb der Stadt. Der italienische, französische und deutsche Militärattaches sind nach Saloniki abgereist. Nach der Aufregung der letzten Tage ist die Stim⸗ mung wieder ruhiger, nur im Volk herrscht noch Unruhe.
Aus Rumänien.
London, 11. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Die„Mor⸗ ningpost“ meldet aus Bukarest: Am 9. Oktober ist in einer Versammlung von Mitgliedern der Kammer ein⸗ stimmig eine Entschließung angenommen worden, in der die Regierung aufgefordert wird, die deutsche Propa⸗ ganda zu unterdrücken und die Armee zu mobilisieren.
London, 11. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Nach einer Meldung des„Daily 1 aus Bukarest ist die rumänische Regierung von Bulgarien ersucht worden, die Durchreise von 6000 Bulgaren aus Deutsch⸗ land und Oesterreich⸗Ungarn zu erleichtern. Die Vertreter der Alliierten 88 die rumänische Regierung aufgefordert, festzustellen, ob es nicht deutsche Offiziere seien.
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