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— 51 mit, jede einzelne, dan das Wort von deutscher l reinheit und Treue seinen guten alten Klang behalte, daß neben deutschem Mannesmute und Feldentum edle 1 hell leuchte in dieser großen heiligen Zeit. eigt weiter eure Treue auch in kleinen Dingen des all⸗ täglichen Lebens, in Sparsamkeit und notwendiger Ein⸗ chränkung und Einfachheit! Je treuer jede deutsche Frau t ihre Pflicht tut in Häuslichkeit und e in mancherlei Arbeit, die sie als Vertreterin des Mannes jetzt leisten muß, um so mehr hilft sie mit, einzelne traurige Ausnahmen eben als Ausnahmen zu brandmarken, daß der Ehrenschild der deutschen Frau unbefleckt bleibe. Aber heili⸗ er Ernst wird damit gesordert von jeder unter uns; deutsche 3 müssen sich selbst für zu gut halten, um in dieser roßen Zeit an nichtigen Tand ihr Herz zu hängen, an irmenden Vergnügungen Freude zu finden. Man sagt wohl, Krieg ist Männersache; ja, aber ebenso auch heilige An⸗ gelegenheit der Frau; je treuer auch wir unsere ufgaben ersassen, um so mehr tragen wir bei zum Siege unseres Volkes. 4 5
Dank des Großherzogs an die hessische Landwehr. Der Großherzog hat der 49. Landwehr⸗ Brigade mit folgenden Worten 5 und Dank 25 die tapfere Haltung der Truppen während der schweren ranzösischen Angriffe vom 24. bis 26. Sept. ausgesprochen: „Wieder vernahm unser Hessenland von Helden-⸗ mut und Todesverachtung der hessischen Landwehr, welche dem feindlichen Ansturm erfolgreich standgehalten hat. Ich weiß, daß in der Heimat alle Herzen stolz und dankbar der hessischen Helden ge⸗ denken und mit mir Gottes weiteren Beistand inbrünstig erflehn. G71 Ernst Ludwig.“ z. von Blumenthal, Brigade⸗Kommandeur der 49. Landw. Brig., sprach den Dank der Brigade mit folgenden Worten aus:
„Ew. Kgl. Hoheit alleruntertänigsten Dank für die der hessischen Landwehr⸗Brigade ausgesprochene aller⸗ höchste Anerkennung.
gez. von Blumenthal, Generalleutnant und Komm. der 49. Landw. Brig.“
» Opfertage für die deutschen Gefangenen in Rußland. Samstag, den 9. und Sonntag, den 10. Ok⸗ tober, sind die Gießener Opfertage zugunsten der kriegsgefangenen Deutschen in Rußland. Versäume niemand, nach Kräften dazu beizutragen, die Not unserer Volks- genossen zu lindern. Auf den im Anzeigenteil veröffent- lichten Aufruf sei hier besonders hingewiesen. Die mit Sammelbüchsen und Ausweisen des Roten Kreuzes ver⸗ sehenen Sammler und Sammlerinnen sollen auf den Straßen und in den Häusern an den genannten Tagen um Gaben für diesen Zweck bitten. Freiwillige Helfer und Helferinnen zum Einsammeln mögen sich bald bei der Ge⸗ schäftsstelle des Roten Kreuzes(Alte Klinik, Liebigstraße) melden.(Siehe die Anzeige.) 5
* Kriegsspende. Geh. Kommerzienrat Heichel⸗ heim hat auch in diesem Jahre wieder in hochherziger Weise dem Oberbürgermeister den Betrag von 2000 Mk. ur Verwendung für Bedürftige überwiesen. Diesmal fell die Summe für bedürftige Familienangehörige im Felde stehender Mannschaften benutzt werden.
* Wieder ein vom Publikum verschuldeter Feldpostbrand. Am 6. September ist ein vom 7 5— des 41. Reservekorps zur Bearbeitung der Feldvossfgn dungen benutztes Gebäude durch Feuer zerstört worden, wobei die zur Abholung durch die Truppen bereitliegende Post, in der Haupt⸗ sache Feldpostpäckchen, ein Raub der Flammen wurde. Aus den— explosionsartigen Geräuschen während des Brandes muß geschlossen werden, daß sich unter den Päckchen trotz der wiederholten Warnungen unzulässige Sendungen mit feuergefährlichen Gegenständen Streichhölzchen, Benzin usw.) be⸗ funden haben, die durch Selbstentzündung in Brand geraten sind.
Es wäre dringend zu wünschen, daß das Publikum sich endlich die Warnungen der Poswerwaltung zur Nachachtung dienen lasse.
Oelgewinnung aus Traubenkernen. Mit der von der Regierung angeregten Oelgewinnung aus Trauben- kernen beschästigte sich dieser Tage der Weinbauverein der Provinz Rbeinhessen. Nach den Mitteilungen von Sachverständigen enthalten die Traubenkerne 9 bis 10 Prozent Oel, von denen etwa 7 bis 8 Prozent seines Oel, das raifiniert in seiner Güte dem Provenceöl gleichlommt, gewonnen werden. Man rechnet auf 1000 Liter Wein etwa 50 Kilogramm Kerne, so daß also in den deutschen Weinbaugebieten bei durchschnittlich 2,3 Millionen Hekto- liter Wein etwa 11,5 Millionen Kilogramm Traubenkerne gewonnen werden können. Die Tonne Kerne hat in Friedenszeiten einen Handels wert von 200 Mark. Die Trestec werden in ein⸗ fachen Trockenanlagen getrocknet, beror man die Kerne heraus nimmt. Die getrockneten Trester können als Viebsutter verwendet werden. Der Weinbauverein beschloß, die Winzer und Brenner sogleich auf die Bedeutung der Traubenkerne für die Oelgewinnung und auf den Wert der Tresser auimerksam zu machen.
“ Zigarettensteuer. Das Hauptsteueramt macht auf
die einschneidende Bestimmung in 8 15 des Zigaretten;
steuergesetzes besonders aufmerksam, wonach derjenige, der sich gewerbsmäßig mit dem Verkauf von Zigaretten, Zigaretten- tabak, Zigarettenhülsen und Blättchen besassen will, dies vorher der Steuerbehörde anzuzeigen hat. Die Anmeldung hat im Bezirk eines Steueramts bei diesem, im übrigen aber unmittelbar bei dem zuständigen Hauptsteueramt zu ersolgen.— Die Beachtung dürste umsomehr erforderlich sein, als Zuwiderhandlungen gegen die betressenden gesetzlichen Vorschriiten mit besonders hohen Strafen, bis zu 300 Mk. geahndet werden.
l Kreis Alsfeld.
a. Ehringshausen, 6. Okt. Am 5. Oktober fand hier die diesjährige Synode des Dekanats Grünberg statt. Sie wurde eröffnet mit einem Gottesdienst in hiesiger Kirche, in dem Pfarrer I ee und dem außer den Synodalen viele Einwohner des Dorfes beiwohnten. In der darauf Flgenden Ta⸗ gung erstattete Pfarrer Georgi rod in Vertretung des urn einen Trauerfall verhinderten Dekan Röschen den Rechenschaftsbericht des Dekanatsausschusses. Tieser zeigte, daß das kirchliche Leben des Dekanats während der Kriegszeit einen 5 zu verzeichnen hat. Auf die Mitwirkung der Kirche bei fe, Konfirmation, Trauung und digung wurde in keiner Gemeinde 807 der Kirchen⸗ und Abendmahlsbesuch zeigt eine nennenswerte Steigerung gegen die Vorjahre. Auch sanden in allen Gemeinden Kriegsbetstunden statt. Obgleich die Kriegshilfe im gangenen Jahre reiche Mittel beanspruchte, blieben doch die kollelten nur wenig hinter—— früheren Höhe zurück. In der Pfarrerschaft sind nur geringe Veräuberungen im vergangenen e zu bemerken, Der weit über seine Gemeinden hinaus belannte sarrer Otto Hafmann in Winnerod ist im vergangenen Früh- 2* durch den Tod seiner vielseitigen und segensreichen Wirksam⸗ it entrissen worden. Die Stellen in Grünberg II und Fhrings⸗ sen wurden mit den Pfarrern Grauling und Steiner et. Der Vetwalter der letzteren Stelle, Bornscheuer, wurde
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nach Rheindtürkheim berufen. Bei der Beratung wurde auch hier die“
Notwendigkeit ausges„einen allgemeinen Buß⸗ und Bettag in n land zu haben. Auf der nächsten Synode soll ein
a ellt werden, den hessischen Buß⸗ und Bettag mit dem keußischeu zusammenzulegen. Ueber die Auscha 5 s soll erst die nächste Synode beschli⸗
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Schluß der ung bildete der Vortrag des Pfarrers Jung- Ober ren Kfer:„Was kann von uns ges„ um aa reli⸗ giös-sittlichem Gebiet die segensreichen Wirkungen des Krieges zu vertiefen und sestzuhalten.“ Darauf legte der Korreferent Syno⸗ dale Schmidt⸗Weickartshain in begeisterten Worten dar, was nach seiner Ansicht im kirchlichen und religiösen Leben als dauernd wertvoll für die evangelischen Gemeinden sestgehalten werden müsse. Nachdem die Synode mit Gebet und Gesang geschlossen war, per⸗ einigte ein gemeinsames Mittagessen die Synodalen in der Gast⸗ wirtschaft von Weiffenbach. 9
Kreis Büdingen. ett Büdingen, 4. Okt. In San Franzisco(N.⸗A.) star b im 78. Lebenglahre der hier geborene 11 in weiteren Kreisen be⸗ kannte Fritz Stamm. 8
Kreis Schotten.
O Bobenhausen, 6. Okt. Karl Scharmann, Sohn des Samenhändlers Scharmann aus Bobenhausen II, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.
Beten rod, 4. Okt. Zwei in gleichem Lebensalter ste⸗
Krieger hat unsere kleine Gemeinde durch den Tod verloren. Es sind dies der Musbetier Zinnel im Res.⸗Inf.⸗Regt. 222 und Theodor Lotz im Res.⸗Inf.⸗Rogt. 223.
Kreis Friedberg. * Griedel, 4. Okt. Den Tod fürs Vaterland starb der Jäger Streb, Kriegsfreiwilliger im Res.⸗Jäger⸗Batl. 24. ir Ober⸗ Roßbach, 4. Okt. Das Eiserne Kreuz er⸗ hielt der Dragoner Giar im Garde⸗Dragoner⸗Regt. 23.
Hessen⸗Nassau.
1 Marburg, 5. Okt. Mit der am Sonntag, den 24. Oktober, in der Aula der Universität stattfindenden Ein⸗ 15 hrung des neugewählten Rektors der Universität für
as Amtsjahr 1915/16, Prof. Dr. Elster, wird auch zu⸗ gleich eine Gedenkfeier der 500 jährigen Herrschertätig⸗ keit des Hauses Hohenzollern verbunden.— Zum Vor⸗ sitzenden des am 22. November beginnenden Schwurgerichts wurde Landgerichtsrat Tilemann gewählt.— Auch in Feber Gegend bringt die Kartoffelernte in diesem Jahre einen Extrag, wie selten zuvor. Auf den Kartoffel⸗ äckern reiht sich Sack an Sack. Die Kartoffeln sind durch⸗ schnittlich dick. Die Konsumenten vereinigung hat unter Bezugnahme auf die so reiche Kartoffelernte beantragt, daß die Stadt, wenn sie Kartoffeln ankauft, sich so einrichtet, daß sie nicht mehr als 2,50 Mk. für den Zentner bei der Abgabe an die Bürger zu nehmen braucht. 5
— Bad Homburg v. d. H., 5. Okt. Der 26 jährige Blasius Trüb aus Frankfurt versuchte am Sonntag abend in der Geschäftsstube der Braunschen Holzschneiderei den Geldschrank aufzuknacken, wurde aber gestört und floh. Nach zwei Stunden kam er zur„Fortsetzung“ seines Werkes wieder. Diesmal fiel er mehreren Männern, die sich auf die Lauer gelegt hatten, in die Hände. Er wurde der Polizei übergeben.
= Wiesbaden, 5. Okt. Der erst kürzlich zum Direktor des hiesigen Kgl. Gymnasiums ernannte Prosessor Dr. Freericks ist in Detmold, wo er als Hauptmann seiner Militärpflicht ge⸗ nügte, plötzlich gestorben.
Fulda, 5. Okt. Vor 50 Jahren wurde die Eisen⸗ bahnlinie von Fulda nach Bebra in Betrieb genommen. Der damalige Kurfürst von Hessen hatte sich erst nach hartnäckigem Widerstande entschlossen, die Linie von Bebra bis Hanau als Staatsbahn auszubauen.
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Der Lampertheimer Mordprozeß. rb. Darmstadt, 5. Okt.
Das Schwurgericht der Provinz Starkenburg setzte heute früh die Verhandlungen in der Lampertheimer Mordsache fort. Ober⸗ staatsanwalt Dr. Schwarz vertrat in einer fast zweistündigen Rede die Anklage. Nur in dem Vorfall mit dem Agenten IJ ließ er die frühere Anklage auf Mord⸗ resp. Todschlagsversuch fallen und plaidierte auf räuberische Erpressung. Des Angeklagten Paliga reumütiges Geständnis erkannte er an, lehnte es aber ab, dem Angeklagten zu glauben, daß er den Mord an der Witwe ohne Ueberlegung begangen habe. Nach dessen eigenen Angaben sei ja die Mordtat eingehend besprochen und beschlossen worden. Die von den Rechtsbeiständen, Justizrat Dr. Bender und Rechtsanwalt Brücher geführte Verteidigung der beiden An⸗ geklagten machte zunächst geltend, daß mit dem Fortfall des Mord⸗ vers an J. auch für Drabik eine Mittäterschaft nicht mehr in Frage komme. Weiter bestritt der Vertreter Paligas, daß diefer den tödlichen Stich in das Herz der Witwe Frödert mit
Ueberlegung ausgeführt habe. Es liege hier ein Schulfall des Artilal 214 des lr. Ges., B. vor, das Moment der Ueberlegung
sei hier nicht gegeben, er habe die Tat erst nach dem volnischen uruf des Drabik„Ersteche sie usw.“ ausgeführt. Die Formu⸗ erung der Schuldfragen für die beiden Angeklagten, für Paliga 12, für Drabik 10, nahm längere Zeit in Anspruch. Die Verhandlung wurde gegen 1 Uhr abgebrochen und die Fortsetzung auf 3 Uhr anberaumt.
Die Nachmittagsverhandlung begann mit der Rechtsbelehrung der Geschworenen, worauf sich diese zur Beratung zurückzogen. Nach mehrstündiger Beratung bejahten die Geschworenen die Schuldfragen auf Diebstahl, räuberische Erxpressung und im Gegen⸗ satz zum Antrag des Oberstaatsamwalts auch die Frage auf Tot⸗ schlag im Falle des Agenten Jankau. Bezüglich der Ermordung der Witwe Frödert erkannten die Geschworenen auf nicht mit Ueberlegung begangene Tötung. Der Oberstaatsanwalt beantragte darauf für beide Angeklagte ja 15 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und Stellung un⸗ ter Polizeiaufsicht auf 5 Jahre. Das Gericht verkündete abends 8 Uhr das Urteil dahin, daß Drabik und Poliga zu 15 Jah⸗ ren Gesamtzuchthausstrafe, Verlust der bürger⸗ lichen Ehrenrechte auf 10 Jahre und Zulässigkeit der Polizeiaussicht verurteilt werden. Beide Angeklagte erklärten, daß sie die Strafe annehmen.
vermischtes.
» Hamburg, 5. Okt.(W. T. B. Nichtamtlich.) Graf Königs-
marck, der bekannte Herrenreiter, ist auf einem Probeflug Han- nover—Burnsbüttel abgestürzt und gestorben.
Essen(Ruhr), 5. Olt.(Wen Nichtamtlich.) In der heutigen]
Betratssizung des Rhein. Westf. Kohlensyndikats wurde beschlossen, die gegenwärtigen Richtpreise auch während der letzten beiden Monate des Jahres besteben zu lassen. Die Berufung der Gewerkschaft Graf Bismarck gegen die Festsetzung der Verrechnungspreise für Hochofenkoks wurde vertagt. Die im Anschluß an die Beiratssitzung abgehaltene Versammlung der Zechenbesitzer setzte die Beteiligungsanteile für Oktober in 9 ohlen und Briketts auf 80 Prozent fest, alles wie bisher. Sodann teilte der Vorstand einige am 1. Oktober in Kraft getretene Veränderungen der Koksbeteiligungszifsern mit. Schließlich 11 die konstituierende Versammlung der Zechenbesitzer es neuen Syndikates statt, in der die im neuen Syndikats⸗ 47 91 3 ständigen Ausschülsse gebildet wurden. Ge⸗ heimrat Dr. Kirdorf übernahnt den Vorsib der Versammlung.
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1* Märkte.
le. raulfurt a. M. Schweinemarktberkeht vom 6. Okt. Außgetrleben waren 421 Schwelne. Vollflelschige Schweine von 80 bis 100 Lebendgewicht 140.00— 150.50 Mk., Schlachtgewicht 17 00 185.00 Mk., vollfleischige Schweine unter S0 cg Lebendgewicht
130.00 110 Mk., Schlachtgewicht 170.00— 400, Mk. vollfleischige
9 ff..
Schweine von 100—120 kg Lebendgeipicht 140,00— 14.0 Atte, Schlachtgewicht 175.00— 184 Mk. vollfleischige Schweine von 120 bis 150 kg Lebendgewicht 140.— 14.00 Mt., Schlachtgewich! 175.00—1 4.00 Mk. Geschäft ziemlich rege. 1
le. Frankfurt a. M., 6. Okt. Frucht markt. Bei kleinem Geschaft, geringem Angebot und lebhaster Nachfrage notierte man Gerste 7576 Mk.— Futtermittel genügten nicht der starken Nach⸗ frage. Kokoskuchen 63-65 Mk., Leinkuchen 67—68 Mk., Raps⸗ kuchen 5153 Mt. Alles für 100 kg.
le. Frankfurt a. M., 6. Okt. Kartoffelmarkt. Welterauer Kartoffeln 6.75—7.00 Mk., Nassauische Industrie „00— 7,50 Mk. Alles per 100*g ab Station.
le. Frankfurt a. M., 5. Olt. Auf dem heutigen Heu- und Strohmarkt war nichts angefahren.
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Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Giessener Jleisch⸗ und Brotpreise am 4. Oktober 1915.
Schlachtviehpreise m Drankfurt a. M.
Jleischpreise in Gie zen
Ochsen 3 e„ Kg. 116—120 Pfg. 2— 138 Pek.
Kälber% Kg. Schlachtgw. 115.137 W.. ½„ 114113 Pig.
Schweine„ 170185, 2 1800 2
Getreidepreise m M ann he im
Weizen 100 Kg. 27.00 Mk. Roggen 100 Kg. 23.00 Mt. —
Brotpreise in Gießen:
Weißbrot 2 ig.— 61. Schwarzbrot 2 Kg. 68 Bg.
Acirchliche Nachrichten
Evangelischer Gottesdlenst. Lollar: Mittwoch, den 6. Oktober, abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde.
Amtlicher Wetterbericht. Oeffentlicher Wetterdienst, Gießen. Wetteraussichten in Hessen am Donnerstag, den 7. Oktober 1915 Unbeständig, meist trocken, keine Temperaturänderung. 2— 3——
Letzte nachrichten. Zur Lage im Westen.
Haag, 6. Okt. Meldungen aus Paris stellen die wachsende
Unzufriedenheit der französischen Bevölkerung
mit dem Ergebnis der großen Westoffensive fest. Die Blätter
müssen Mut predigen. Die Regierung veröffentlicht Niten, welche eine baldige kräftige Wiederaufnahme der Offensive ankündigen.
Die Haltung Rumäniens.
Bukarest, 6. Okt. In einer halbamtlichen Auslassung läßt die rumänische Regierung ihren Standpunkt dahin⸗ gehend festlegen, daß auch die auf dem Balkan eingetretene Wendung die rumänische Regierung von der bisher befolgten Politik der Aufrechterhaltung freundschaft⸗ licher Neutralität nicht abbringen werde. Es wird ausdrücklich betont, daß die rumänische Regierung weder den Ausbruch eines Krieges zwischen Bulgarien und Ser⸗ bien noch mit Bulgarien und Griechenland nicht als Grund u einem bewaffneten Eingreifen ansehen könne. Weiter wird ekanntgegeben, daß die rumänische Regierung die Not⸗ wendigkeit zwinge, angesichts der bedrohlichen Wendung
der Lage weitere Schutzmaßregeln zu ergreifen.
Die Londoner Regierung und die Balkanlage. Haag, 6. Okt. Londoner Regierungskreise beurteilen die Balkanlage pessimistisch, obwohl man erwartet, daß Griechenland sich mit einem Protest gegen die Landung der Ententetruppen begnügen werde, der Landung aber einen bewaffneten Widerstand nicht entgegensetzen werde. Was London besonders befürchtet, ist nicht die völlige Niederwerfung Serbiens, sondern der Marsch
der Deutschen durch Serbien, Bulgarien, Kleinasien
nach Aegypten, um sich des Suez⸗Kanals zu bemächtigen. Diese Befürchtung wird in London allgemein ausgesprochen. Die wei⸗ teren Vorbereitungen zu den Truppenlandungen in Saloniki werden fortgesetzt. Die Verbindung Schweden— Deutschland unterbrochen.
Stockholm, 6. Okt. Infolge der Beschießung des deut⸗ schen Dampfers„Sionia“ durch ein feindliches Unterseeboot bei Arcona, nördlich von der Insel Rügen, wurde der schwedische Fährenverkehr zwischen Trelleborg und Saßmitz eingestellt. Somit hat die direkte Verbindung zwischen Schweden und Deutsch⸗ land, da auch zufälligerweise der Verkehr über Giedser— Warne⸗ münde eingestellt worden war, völlig aufgehört.
Forderungen der französischen Bergarbeiter. Genf, 6. Okt. Ein außerordentlicher Kongreß, der von französischen Bergarbeitern in Commentry abgehal⸗ ten wurde, forderte den Achtstundentag, sowie eine Lohnerhöhung von 1,25 Francs pro Tag. Es wurde beschlossen. dieses Gesuch sofort dem Mimisterpräsidenten Viviani zu unter⸗ breiten.
Ein neuer Ausstand der Grubenarbeiter in Südwales. Amsterdam, 6. Okt. In Aberdare in Südwales hat ein neuer Ausstand der Grubenarbeiter stattgefunden. 2000 Mann legten die Arbeit nieder und weigerten sich,—— organisterten Arbeitern zusammenzuarbeiten, worauf der Teil der Leute den Gewerkschaften beitrat.
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Amtlicher Teiln.
Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche im Kreise Schotten. 3 Eschenrod ist die Maul- und Klauenseuche ausge⸗ n. Gießen, den 4. Oktober 1915. dee e Kreisamt Gießen. J. V.: Hemmerde. 5
Bekanntmachung. Betr.: Maul- und Klauenseuche im Kreise Wetzlar. In der Gemeinde Kröffelbach ist die Maul- und Klauen⸗ seuche ausgebrochen. g Ge ße*.. Oktober 5 roßherzogliches Kreisamt Gießen. J. Hemmerde.
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