Sonntagsgedanken.
Die Ernte vom deutschen Boden für dieses Jahr wird nun bald vollständig eingebracht sein. Und man kann Bauersleute mit Stolz und Genugtuung davon reden hören: Es hat mehr gegeben, als man gedacht hat. Dabei denken sie daran, wie frevelhafte Pläne England gegen unser Volk mitsamt hilflosen Frauen, Greisen und Kindern ausgeheckt hatte, und wie diese Pläne durch deutschen Fleiß, zumal auch der Frauen, zunichte gemacht worden sind. Dieses Sieges, zu dem noch die ungeahnten Erfolge unserer Geldtruppen hinzukommen, freut sich jeder Deutsche. 5
Aber wir wissen, daß die Tüchtigkeit dennoch nicht solche Erfolge unbedingt verbürgt, denn gar manchmal bringt alle Mühe doch nur eine Mißernte zustande. Wir sind abhängig vom Wetter, von der Natur. Und trotzdem, was uns auf diese Weise gegeben wurde, erscheint uns als unsere Ernte, unser Besitz, wodurch wir nicht bloß dem Aeußern nach, sondern auch dem inneren Werte nach ausgezeichnet sind vor den Widersachern. Wie kommen wir dazu?
Etwas Großes ist der Wille eines Volkes zum Sieg. Wo kein Wille dazu vorhanden ist, ist der Sieg gewiß un⸗ möglich. Aber was wird, wenn ein Wille gegen den andern steht? Unser Wille kann uns nicht die Vollmacht zum Sieg geben. Und dennoch, wirhaben Vollmacht, wir haben Auftrag zu siegen. Es ist eine geheimnisvolle Macht und Kraft, in deren Willen wir uns ganz ergeben haben. Wo nicht eine solche innere Notwendigkeit, solcher unwidersteh⸗ licher innerer Zwang zu einer Sache da ist, da geschieht nichts Großes. Wo wir aber müssen, von einer inneren Ge⸗ walt bezwungen, alles Nebensächliche, Vergängliche und Gleichgültige zu vergessen, da wird die Welt umgewälzt, und da ist plötzlich auf wunderbare Weise neues, blühendes Leben. So ist es seltsam, daß auch die Natur mit ihren Kräften dazu hilft, daß unsere Feinde uns nichts anhaben können. Oder auch ist es zufällig? Uns ist es nicht seltsam und nicht zu⸗ fällig. Wir sollen, müssen jasiegen. Wir selbst tun nur dies, daß wir uns beugen unter dieses geheimnisvolle Gebot.
Muß sich da nicht auch die Natur darunter beugen?«ck.
* Zu Hindenburgs Geburtstag hat das Stadthaus heute Flaggenschmuck angelegt. Von
12—1 Uhr findet in der Süd⸗Anlage, ebenfalls zu Ehren des großen Heerführers, Konzert der Kapelle des Ersatz⸗ Bataillons Inf.⸗Regts. Nr. 116 statt.
Auszeichnung. Vizefeldwebel und Offiziersaspirant Max Koppe vom Thür. Ins.-Reg. Nr. 153, Sohn des Geschästs⸗ führers Karl Koppe in Gießen, zurzeit verwundet in einem Kre⸗ elder Lazarett liegend, erhielt die Herzogl. Altenburgische Tapfer⸗
feitsmedaille.
* Amtliche Personal nachrichten. Der e herzog hat zum 1. Oktober ds. 8 den Oberlehrern Josef Franz an der Oberrealschule zu rms, Ludwig Horst an der Realschule zu Butzbach, Heinrich Keller an der höheren Mädchenschule zu Offenbach, Dr. Eugen Köser an dem Real⸗ gymnasium zu Darmstadt, Rektor Hermann Rodenhausen an der höheren 5 Schlitz, Philipp Rupp an der höheren Mä schule und dem Lehrerinnenseminar zu Mainz, Dr. Lud⸗ wig Spilger an dem Ernst⸗Ludwigs⸗Seminar zu Bensheim, Franz Stein an der Realschule zu Butzbach, Karl Unverzagt an der Ernst⸗Ludwigs⸗Schule(Realschule) zu Bad⸗Nauheim, Otto Wassem an dem Realgymnasium zu rmstadt den Charakter als Professor erteilt.— Der Großherzog hat am 29. Sep⸗
tember ds. Is. dem Kreisbauinspektor des Kreises Alsfeld, Lud⸗ wig Fischer zu Lauterbach, zum 1. Oktober ds. Is den Charak⸗ ter als Baurat verliehen.— Durch Entschließung Großh. Mini⸗ steriums des Innern wurden die nachstehend genannten Lehramts⸗ referendare zu Lehramtsassessoren ernannt: Wilhelm Diepen⸗ bach zu Mainz, Abraham Ehrmann zu Nidda, Karl Gentil zu Reichelsheim, Dr. Heinrich Joest zu Mainz, Heinrich Keßler zu Gießen, Dr. Gustav Paul zu Darmstadt, Dr. Robert Schäfer zu Gießen, Friedrich Volz zu Offenbach.
Kupfer, Messing und Nickel. Die Frist für die Entgegennahme der freiwillig abzuliefernden Gegen⸗ stände aus fer, Messing, Nickel usw. ist bekanntlich vor einigen Tagen bis zum 16. Oktober verlängert worden. Es empfielt sich, von der freiwilligen Ablieferungsmög⸗ lichkeit noch möglichst regen Gebrauch zu machen. Wenn auch die Enteignung der nicht abgelieferten Gegenstände erst zu einem späteren Termin(nach dem 16. 3 erfol⸗
gen wird, sei e allen Haushaltungen die Durch⸗ sicht der letzten Bekanntmachungen des Oberbürgermeisters über diesen Gegenstand(Gießener Anzeiger Nr. 228) emp⸗ fohlen. In jedem Haushalt ist etwas vorhanden, was unter die Bestimmungen fällt. Ein Verheimlichen der Gegen⸗ stände ist strafbar und außerdem auch kaum zu verbergen, da es auch nach Friedensschluß immer noch lange dauern kann, ehe neue Metallgebrauchsgegenstände auf den Markt
kommen. 5 i
Landkreis Gießen.
* Garbenteichl 2. Okt. Dem Gesreiten Ludwig Ruhl von hier, z. Zt. wohnhaft in Duisburg ⸗Meiderich, vom Pionier-Bat. 10, 6. Bayr. Landwehr⸗Division, wurde das Eiserne Kreuz ver⸗
liehen. 5 Kreis Schotten. O Schlitz, 1. Okt. Gestern wurde unter großer Be⸗ teiligung der hiesige Ratsdiener Christian Otterbein
zu Grabe getragen. Der gesamte Stadtvorstand gab ihm das letzte Geleit und ließ durch Bürgermeister Zinßer einen prächtigen Kranz niederlegen. Otterbein war seit dem
Jahre 1877 in Diensten der städtischen Verwaltung und konnte noch kurz vor seinem Ende den 77. Geburtstag seiern. Sein Andenken wird hier in Ehren bleiben.
fe. Ober⸗Lais, 1. Okt. Das Großh. Kreisamt ent⸗ eignete sämtliche Petroleumvorräte in der Gemeinde und läßt nunmehr das Petroleum durch die Bürgermeisterei ver- tellen. Die gleiche Maßregel wurde im benachbarten Steinberg getroffen. Diese Anordnung wurde getroffen, weil mehrere Petroleumhändler den Verkauf der Ware verweigerten oder gar die Abgabe abhängig von anderen Einkäusen machten.
Kreis Friedberg. 0— Friedberg, 1.0 Der i für den Lebensmittelmarkt des Kreises Friedberg setzte den
Höchstpreis für beste Süßrahmbutter auf 2,1 Mk. das Pfund sest. Der Durchschnittsverkaufspreis in den Molkereien beträgt 2 Mk. Frische deutsche Landeier dürfen nicht teurer als 17 Pfennig das Stück verkauft werden. Wegen der überreichen Obsternte wird eine Preisfestsetzung vorläufig nicht vorgenommen.
Starkenburg und Rheinhessen.
X. Hainstadt, 1. Okt. Auf der Braunkohlenzeche der Ge⸗ werkschast„Gustav“ bei Dettingen wurde der 18 Jahre alte Ar- beiter Albert Müller aus Groß⸗Welzheim von einem beladenen Kieszuge überfahren und getötet. 5
Kreis Wetzlar.
— Wetzlar, 1. Okt. Der Bergmann Schmidt aus Wald⸗ girmes wurde in der Grube„Morgenstern“ verschüttet und getötet.— Auf der Grube„Vereinigte Henriette“ stürzte der Bergarbeiten Utsch aus Mudersbach aus dem Förderkorb in die Tiefe. Er wurde als Leiche geborgen.
w. Wetzlar, 1. Okt. Auf der Strecke Weglar⸗Lollar ver⸗ kehrt von heute ab alltäglich zweimal ein Akkumulator-⸗ wagen.
5 Atzbach, 1. Okt. Aus Anlaß der Seuchengefahr 1 seit Sonntag hier eine große Wanderschafherde fest⸗ gehalten.
5 J Vetzberg, 1. Okt. Auf unserer Bergeshöhe ist die Kartoffelernte ganz vorzüglich ausgefallen und größtenteils geborgen. Gute Speisekartoffeln wurden im Doppelzentner zu 6,50 bis 7,00 Mk. verkauft.
Hessen⸗Nassau.
Il Marburg, 1. Okt. In der heutigen Strafkammer⸗ sitzung gab ein bekannter Bienenzüchter aus dem nahen Dörfchen Marbach, gegen den wegen Beleidigung einiger dortiger Einwohner verhandelt werden sollte, bei Beginn der Verhandlung die Erklärung ab, daß er den ge⸗ samten Gerichtshof und überhaupt sämtliche Marburger Richter wegen Befangenheit ablehnen müsse. Er wünsche, daß seine Sache vor einem anderen Ge⸗ richt in einer anderen Stadt zur Verhandlung käme. Das Gericht beschloß nach kurzer Beratung, das Oberlandesgericht zu Kassel entscheiden zu lassen.— Die neue Südpost, ein an der Ecke Kasernenberg-Universitätsstraße errichtetes stattliches Gebäude, konnte heute ihrem Zweck übergeben werden.— Wie aus Leipzig gemeldet wird, starb dort im Alter von 71 Jahren der Geh. Kirchenrat und Konsistorial⸗ rat Professor D. Dr. Karl Friedrich Georg Hein ric i. Der Verblichene gehörte von 1873 bis 1892 dem Lehrkörper der hiesigen Universität an. Er war auch Mitglied des Kasseler Konsistoriums. N 5
Frankfurt a. M., 1. Okt. Bankier Jacob H. Schiff aus New Pork, ein geborener Frankfurter, überwies der hiesigen Kriegsfürsorge 25000 Mark.
X. Hanau, 1. Okt. Eine sinnige Ehrung unseres großen Heerführers im Osten durch Pflanzung einer Dindenburg⸗ eiche auf dem Gipfel des Hahnenkamms haben die drei Wander- vereine Freigerichter Bund, Verein der Spessartfreunde und Spessarttouristenverein vorgenommen. Der Geburtstag Hinden⸗ burgs soll Anlaß bieten zur Einweihung der Eiche und Abhaltung emes kleinen Festaktes ernsten Charakters. Der Standort der Eiche ist mit einer gärtnerischen Anlage versehen, auf einem großen Stein vor der Anlage ist eine Gußplatte mit der Inschrist„Zu Ehren des großen Heerführers gewidmet von den Hahnenkamm- Vereinen“ angebracht.
ra. Usingen, 30. Sept. In Oberreifenberg glitt ein zwei⸗ jähriges Kind einen Abhang hinab und fiel unten in einen Wassertümpel, in dem es, da der Unfall nicht beobachtet wurde, ertrank.
———e—
Vvermischtes.
* Berlin, 1. Okt.(Priv.⸗Tel.) Der„Berliner Lokalanzei⸗ ger“ meldet aus Danzig: Aus der Provinzial⸗Heil⸗ und Pflege⸗ anstalt Fonradstein bei Preußisch⸗Stargard sind zwei gemein⸗
efährliche Geisteskranke entwichen. Als der Oberpfleger
Schön mit drei anderen 1 bei der Verfolgung die beiden in einem Gebüsch bemerkte und sie festnehmen wollte, tötete ein Geisteskranker den Pfleger Kapahnke durch einen Stich in die Herz⸗ gegend. Die beiden Geisteskranken sind entflohen.
Bern, 1. Okt.(WTB. Nichtamtlich.) Heute wurde die drei⸗ zehn Kilometer lange Linie Münster— Langnau mit dem
Kilometer langen Tunnel durch den Jura der Berner Alpenba lschaft dem Betrieb übergeben. Sie bedeutet eine wesentliche Verbesserung der Zufahrtslinien des Loetschberges und der Verbindung Basel Westschweiz, sowie eine Abkürzung der Fahrzeit, die bei Personenzügen eine, bei Schnellzügen eine halbe Stunde beträgt. Die Kosten belaufen sich auf rund 25 Millionen
Solothurn, 1. Okt.(WTB. Nichtamtlich) Die Ex plo⸗ sion in der Kammfabrik in Mümlisvil hat 25 Tote gefordert. Etwa zehn weitere Personen sind lebensgefährlich ver⸗ letzt, etwa 40 leichter. Vermutlich wurden einzelne Arbeiter durch die Explosion sofort getötet, die übrigen konnten wegen des Feuers und Rauches keinen Ausweg finden und verbrannten. Die Fabrik ist mit großen Vorräten an Celluloid und Horn bis auf das Mauerwerk niedergebrannt. Sie beschäftigte 350 Arbeiter.
Spielplan der vereinigten Frantfurter Stadttheater. pernhaus.
Sonntag, den 3. Oktober, abends 7 Uhr:„Aida.“ Montag, den 4. Oktober, geschlossen. Dienstag, den 5. Oktober, abends 7 Uhr:„Der Barbier von Bagdad.“ Hierauf:„Versiegelt.“ Mitt⸗ woch, den 6. Oktober, abends 6 Uhr:„Die Meistersinger von Nürn⸗ berg“. Donnerstag, den 7. Oktober, abends 7 Uhr:„Orpheus und Eurydite.“ Freitag, den 8. Oktober, abends 7¼ Uhr:„Mignon.“ Samstag, den 5. Okt., abends 7½ Uhr: Der Ring des Nibelungen. Vorabend:„Das Rheingold.“ Sonntag, den 10. Oktober, abends 7 Uhr:„Der Troubadour.“ Montag, den 11. Oktober, abends 6 Uhr: Der Ring des Nibelungen. 1. Tag:„Die Walküre.“ Dienstag, den 12. Oktober, abends 7 Uhr:„Polenblut.“ Mittwoch, den 13. Oktober, abends 7 Uhr:„Der Postillon von Lonjumeau.“ Hierauf: Charaktertänze. Donnerstag, den 14. Oktober, abends Uhr: Der Ring des Nibelungen. 2. Tag:„Siegfried.“
Schauspielhaus.
Sonntag, den 3. Okober, nachmittags/ Uhr: Theodor Körner⸗ Vorstellung: Einleitende Worte von Emil Claar. Hierauf:„Aus der Zeit der Freiheitskriege.“ Dann:„Josef Heyderich oder Deutsche Treue.“ Zum Schluß:„Der Nachtwächter.“ Abends 8 Uhr:„Der Dummkopf.“ Montag, den 4. Oktober, abends ½88 Uhr: Goethe ⸗ Abend:„Stella.“ Hierauf:„Der Bürgergeneral.“ Dienstag, den 5. Oktober, abends /8 Uhr:„Der Dummkopf.“ Mittwoch, den 6. Oktober, abends 7 Uhr:„Die Jungsrau von Orleans.“ Donners⸗ tag, den 7. Oktober, abends ½8 Uhr:„Nordische Heerfahrt.“ Frei ⸗ tag, den 8. Oktober, geschlossen. Samstag, den 9. Oktober, abends ½%8 Uhr: Gastspiel von Exls Tiroler Bühne:„Der heilige Rat.“ Bauernkomödie in 3 Akten von Ludwig Ganghoser. Sonntag, den 10. Oktober, nachmittags ¼ 4 Uhr: Gastspiel von Exls Tiroler Bühne: „Die Trutzige.“ Bauernkomödie mit Gesang in 5 Bildern von L. Anzengruber. Abends 7 Uhr: Zweiter Oesterreichischer Autoren⸗ abend: Zum ersten Male:„Der Tor und der Tod.“ Dram. Ge⸗ dicht in 1 Akt von Hugo von Hofmannsthal. Hierauf zum ersten Male:„Der Puppenspieler.“ Studie in 1 Aufzug von Arthur Schnitzler. Dann zum ersten Male:„Der Kuß auf der Redoute.“ Planderei in 1 Akt von Raoul Auernheimer. Ferner zum ersten Male:„Schöne Seelen.“ Komödie in 1 Akt von Felix Salten. Zum Schluß zum ersten Male:„Troubadour.“ Lustspiel in 1 Akt von Hans Müller. Montag, den 11. Oktober, abends 8 Uhr:„Der Dummkopf.“ Dienstag, den 12. Oktober, abends 7 Uhr:„Die Jungfrau von Orleans.“ Mittwoch, den 13. Oktober, abends ½8 Uhr: Zweiter Oesterreichischer Autorenabend:„Der Tor und der Tod.“ Hierauf:„Der Puppenspieler.“ Dann:„Der Kuß auf der Redoute.“ Ferner:„Schöne Seelen.“ Zum Schluß:„Troubadour.“
—* 2 2„ 5 Amtlicher Wetterbericht. g ODeffentlicher Wetterdienst, Gießen.
Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 2. Oktober 1915:
Ziemlich heiter, trocken, nachts kalt, stellenweise Nachtsrost.
Letzte Rachrichten.
Das Scheitern der feindlichen Offensive im Weften. Großes Hauptquartier, 1. Okt. Wenngleich die
Schlacht in der Champagne nicht mehr mit derselben Hestigleit 2
wie in den ersten Tagen wütet, so geht das Ringen doch in er⸗ bitterten Gefechten ohne Unterbrechung fort. Am östlichen 75 75 tobte am foittag ein schweres Artillerieduell. In der Gegend südlich Cernay, noch stärker weiter östlich, wo sich das hügelige Wald⸗ gelände der Argonnen hinzieht, war alles in gelbe und weißliche Rauchwolken gehüllt, die als dichte Wand über der Land⸗ schaft standen. Ohne Unterlaß folgten sich Mündungsblitze, Abschußdonner und Einschlagskrachen, das sich mit dumpfem Grol⸗ len über Hügel und Ebene wälzte. Die Luft war von Fliegern belebt. Am Nachmittag sand weiter westlich bei Auberville eim schwerer franzöfischer Infanterievorstoß statt, der ebenso glatt
— e wie 11 folgen ö a 5 pa ühmten feindlichen Vorstöße 5 — 5 merklich 5— im Gegenstoß säuberten
min. unsere Truppen auf dem linken Flügel mehrere noch vom de besetzte, durch das Einschla schwerer Geschosse entstandene Trichter. Die Nacht verlief 2 doch versuchte bet hellem Mofdenschein ein französisches Luftschiff die Vouziers, die schon in der Winterschlacht das Ziel des Feindes war, zu bombardieren, ohne jedoch Schaden anzurichten. Eine Bombe fiel in den Garten des Lazarettes. Nachdem das Luftschiff von uns unter Feuer genommen war, verschwand es. Die Ver⸗ luste des Gegners müssen ungeheuer sein, Hau⸗ fen von Leichen liegen vor unseren Stellungen. Ganze Truppenteile sind tatsächlich aufgerieben wor⸗ den. Der Oberst, der mit 800 Mann gefangen genommen worden war, sagte aus, er habe vorher schon 2000 Tote gehabt, so daß sein Regiment nicht mehr besteht. Dieser Abschnitt in den Kämpfen, die unsere Truppen vom 25. bis 27. September auszuhalten hatten, wird in der Kriegsgeschichte einzig dastehen. Gleiches ist einer Ar⸗ mee nie zugemutet worden. Die Franzosen hatten eine so große Macht gesammelt— über 30 Divisionen— übrigens waren auch Turkos dabei— aber selbst wenn sie jetzt einen neuen Sturm wagen werden, können wir dem Ausgang bei der übermenschlichen Tapferkeit unserer Truppen ruhig entgegenfehen.
Ohne Kali kein Korn. Daß das Kali an der Bildung der Stärke und somit bei der Körnerbildung einen hervorragenden Anteil hat, ist schon lange wissenschaftlich festgestellt. Das Kali wirkt daher auch in erster Linie auf den Körnerertrag, weniger auf die Länge und Masse des Strohes. In der landwirtschaftlichen Praxis wird diese Kaliwirkung meistens nicht genügend geschätzt. In früheren Jahren gab es gute Körnererträge nur auf Bö die von Natur nicht arm an Kali sind; heute gibt es solche nun da, wo neben den übrigen Düngemitteln auch reichlich Kalisalze an⸗ gewendet werden. 2/10 D
Rheinisches NMaschfnenpzu, ESKfrstee haft, echnikum Bingen g gg
Sor HO ep Ee. 2..
Z ·˙ Ehauffsurkurse. 5
eee, Ein größerer Posten
„„ aseenlangnn
Sue e aetden en f 3 Göbel&A!
f ee eee Er Nat gHluen Gasthaus Kobe! 4 Liebigstraße 9
en Süßen Apfelwein
eigener Kelterei.
Hochmoderne
Damen-, Kinderhüte
zu äusserst billigen Preisen Hutformen u sne v 3.25, 4.75 wer Schick garn. Hüte 7.50, 9.25
Thüringer 22 KAS O::
3 Sorten. Postkiste frenko 4. 20 M. unter Nachnahme.(7434
Walter Fischer, Käserei, Buttstädt I. Th.
7812
Maulwurfofallen
empfiehlt(5218
Edgar Borrmann
Eisenwaren⸗, Haus- und Küchengeräte⸗Handlung.
N
75 in allen Prei Modellhüte. 3
0 5 Pulver! 211— Backpulver, Brausepulver höher LJokaopulver, Eipulver, N Eierkuchenvulver, Eis⸗ aufgeschlossener Reis, sehr be-] unlver. Himbeersaftpulver tommlich und nabrbast.. 5 6 ig bulver, Puddingpulver, Juüker⸗Schokolade⸗Reis] Sallsvivnlver, Banffin
Lade. del ub gcsehet, brakerökenseg haf.
pulver, Vanillesancepulv. usw. empf. Adter-Drogerie, Seltersweg 89, Oito Schaaf.
für Ma senleidende u. Kinder, kräftigend und leicht verdau⸗ lich, bei Emil Fisckbaek. 2088
Süsser
SSO
Korbwaren
Apfelmost
täglich srisch Apfelweinkelterei Wilhelm Mayer
„Krokodil“, Kaiser-Allee 27 Telephon 348
7814
brauchen Sie nicht zur Ver
Korb⸗ und Stuhl⸗Fechterei, 98 Löwengasse 6, Laden. losses
fügung zu haben, um eine wirklich leistungsfähige photo
grapbische Camera zu kaufen. Sie finden in der
Medizinal⸗Drogerie zum Ureuzplatz Spezial⸗Photo⸗Haus
große Auswahl in jeder Preislage. Roll⸗ und Packfilms halte in allen Größen vorrätig.
Sektion
in aner Qualität empfiehlt öckle
Reparaturen schnell u. billig. 781 la Nahe Bürgermeisterei
Irdung Lederhandschuhe
verloren. Gegen Belohnung abzugeben. arnisonkom⸗ mando Liebigsböbe. 17805
Sonntag, 3. Oktober: Wenlar— Dianaburg— Greifenstein. 0 Ab dis nach Wetzlar.
GOOG
353
J
3 1 2 „5
Naupenzangen und
1
3
r
5
A
3


