Aus Stadt und Cand. Gießen, 29. September 1915.
Auf dem Felde der Ehre gefallen. (Aus Hessen und den Nachbargebieten.) Ersatzreservist Cyr. Dechert, Res.-Ins.-Mgt. 222, aus Elben rod.— Kriegsfreiwilliger Karl Ludwia Schneider, Res.⸗Inj. Rat. 221, aus Ossenbach M.— Landsturmrekrut Friedrich
wichtsteile Futtermittel, auf eine M Rind 5, auf ein Schwein 2 Gewichtsteile und auf eine Ziege ¼ Gewichtsteil kommen. In diesem Verhältnis werden die An teile der zur Verfügung stehenden Futtermittel dem Viehstande entsprechend auf die einzelnen Gemeinden des Landes ausgerechnet. Am einfachsten gestaltete 10 bisher die Verteilung des Melasse⸗ futters, weil die Bestellungen der örtlichen Verteilungsstellen
voll berücksichti werden konnten. Die Verteilung der Kleie
worden. Alles soll nachgeholt werden, sobald der und die Herren, die an diesen Aufgaben gearbeikkt h N zurückgekommen sind. Die Ortsgruppe Köln beabsichtigt, einen be⸗ sonderen Sieghöhenweg Ranzulegen, der neben dem Sieghöhen⸗ weg des Westerwaldklubs gedacht ist. Der Ort der nächsten General- versammlung soll vom Ausschuß bestimmt werden. Ist bis zum nächsten Jahre der Friede da, dann wird die Generalversammlung in Verbindung mit dem Volkssest in Herborn abgehalten. Zum
9, auf ein sonstiges
riede eingeletyrt haben, wieder
Weißenborn, Jnf.-Rat. aus Storndorf.— Landsturmrekrul] ist so geregelt, daß in Zwischenräumen von mehreren Wochen der] Schluß trat Herr Stolpfuß⸗ Bonn für, Umänderung, des Adolf Nenn 282, aus Storndorf.— Ersatzreseroist nach dem Viehstande berechnete Anteil den örtlichen Verteilungs⸗ Westerwald klubs“ in einen Westerwald bund“ ein. Der Ausschuß
Georg Buchenau, Rel.-Ins.-Agt. 254, aus Storndorf.— Musk. Otto Lichtenthäler aus Hohensolms.— Ers.-Res. Wilh. Friedr. Bill aus Naunheim.— Heinr. Gleiß aus Friedberg.— Land- sturmrekrut Friedr. Max Theod. Müller, Landw.-Ins.-Rat. 61, aus Friedberg.— Ersatzres. Emil Schreiner, Res.-Inf.-Rat. 254, aus Dillenburg.— Trompeter⸗Sergt. Otto Tornow, Garde- Drag.-Ngt. 23, aus Darmstadt.— Landwehrm. Waldemar Ben da, Res.-Inf.-Rgt. 83, ans Darmstadt.— Telegr.-Issistent Franz Lin de. mann aus Darmstadt.— Lt. d. Res. Ewald Rabeneck aus Büdingen.— Landwehrm. Friedr. Reichard II. aus Hainchen. Gefreiter Richard Pfadler, 1. Garde-Rgt., aus Darmstadt.— Gesr. Karl Wilbelnn Klose aus Biedenlopf.— Musketier Otto Unkel, Inf.-Rgt. 251, aus Biedenkopf.
* Berufung. Landgerichtsrat Bruel hier hat eine Berufung nach Russisch⸗Polen erhalten, wo er die Stelle eines Bezirksrichters übernimmt. * Lehrerveteranen in Hessen Zu den ältesten Lehrern in Hessen zählen die Lehrer i R. Erbes in Mainz mit 96 Jahren, Lehrer Palzer in Gabsheim mit 91 Jahren und Lehrer Walther in Rendel mit 90 Jahren. Außerdem befinden sich in Hessen noch 19 pensionierte Lehrer, die das Alter von 80 Jahren bereits überschritten haben. ** Amtliche Personal nachrichten. Am 24. Sep⸗ tember d J. wurde der Schreibgehilfe beim Großh. Finanzamt Gießen, Wilhelm Hönig zu Gießen, zum Bureguvorsteher des Finanzamts Osthosen und der Schreibgehilse bei Großh. Fr⸗ nanzamt Darmstadt II, Johannes Strauß zu Darmstadt, zum Bureauvorsteher des Finanzamts Dieburg ernannt. * Unseredeutschen Brüder in Rußland. Das Los der in Rußland zurückbehaltenen Deutschen und unserer kriegsgefangenen Soldaten gestaltet sich nach 3 Berichten immer trostloser. Sie gehen jetzt schon dem weiten Winter entgegen, und ihre Bekleidung, die teilweise chon verbraucht war, wird dürftiger und schützt nicht vor strenger Kälte. Der russische Staat tut nichts. Deshalb muß bei uns eine lebhafte Hilfstätigkeit einsetzen, um Leben und Gesundheit unserer Brüder möglichst zu schützen. Für viele Tausende von Zivil⸗ und N ist zu sorgen, denen teils durch Zusendung warmer Kleidung, teils durch Geldzuwendungen geholfen werden muß. Die dazu nötigen Mittel sollen durch einen„ eee Opfertag im ganzen Reich aufgebracht werden. Im Großherzogtum ist ein solcher im Laufe des Monats Oktober geplant. Jeder möge sich an diesem—— ein Opfer auferlegen und nach seinen Kräften zur För dieser Liebestätigkeit bei⸗ tragen. Wer nicht viel leisten kann, soll mindestens auf ein Vergnügen oder einen Genuß verzichten und den ersparten Betrag für diesen guten Zweck spenden. Näheres wird noch bekanntgegeben werden. * Kreiskomitee für Rotes Kreuz und Kriegs⸗ ilfe. Nach Mitteilung des Kreiskomitees sind in der Zcit vom 1. August bis 10. September 1915 aus folgenden Gemeinden usw. die beistehenden Beträge an den Kreiskassenrechner Kauß ab⸗
liefert und von diesem an den Landesverein vom Roten
reuz in Darmstadt überwiesen worden: 1. Kirchen: An⸗ nerod 12 Mk., Dorf⸗Güll 60 Mk., Holzheim 200 Mk. 2. Ge⸗ meinden: Holzheim 40 Mk., Utphe 100 Mk. Der Gesamtbetra der vorstehend aufgeführten Gaben beläuft sich auf 412 Mk. Unter Einrechnung der bisher bereits abgelieferten Gelder ist hiernach bis jetzt aus den Landgemeinden des Kreises Gießen der Betrag von 46 001,54 Mk. an den Landesverein ab⸗ geführt worden. Weiter sind seit dem 11. August 1915 liefert worden: an das Bankhaus S. Bleichröder in Berlin W. zur Weitergabe an die zuständige Stelle für erblindete Krieger, aus der Gemeinde Steinheim 150 Mk., aus der Gemeinde Utphe 20 Mk., insgesamt 170 Mk., an die Mitteldeutsche Creditbank, Filiale Gießen, auf das Konto des Kreiskomitees aus der Ge⸗ meinde Allendorf a. da. 200 Mk.
* Bäderkuren für heeresentlassene kranke Krieger. Immer größer wird die Zahl der Kriegsteilnehmer, die, mit inneren Leiden aus dem Felde heimgekehrt, der Gefahr des Siechtums entgegensehen. Für die als dienstunbrauchbar ausgeschiedenen Kriegsteilnehmer verfügt die Heeresverwaltung nur über⸗eine begrenzte Zahl von freien Badekuren, auf die aber kein Anspruch besteht. Hier tritt das deutsche Zentralkomitee vom Roten Kreuz ein. Es hat eine Abteilung„Bäder⸗ und Anstalts⸗ fürsorge“ in engster Fühlung mit den Kurdirektionen und anderen Bäderinteressenten geschaffen, um* Kriegsteilnehmern, denen von a er Seite nicht geholfen werden kann, die Kurmöglichkeiten unseres Vaterlandes tunlichst kostenlos als freien Kurgästen in weitestem Maße zu erschließen und sie durch rechtzeitig und richtig ein⸗ rr Heilbehandlung arbeitsfähig und arbeits⸗
roh zu machen. Dank der Unterstützung der Behörden, der oßen 1 und Berufsverbände und weitester onstiger Volkskreise, deren Opfersinn sich auch auf diesem Gebiet täglich erneut zeigt, ist die Abteilung Bäderfürsorge
schon jetzt in der Lage, unseren tapferen Kriegern eine be⸗
stellen zur Abgabe an die Viehhalter zugeführt wird. Die übri⸗ gen Futtermittel werden der Landesverteilungsstelle in größeren D von der Reichsfuttermittelstelle über⸗ lr So oft dies geschieht, werden die örtlichen Verteilungs- stellen aufgefordert, den Bedarf der Viehhalter festzustellen und anzumelden. Darauf berechnet die Landesverteilungsstelle, welche Mengen auf die einzelnen Gemeinden entfallen. Wenn es sich hierbei um eine größere Anzahl verschiedener Futtermittel han- delt, von denen jedes einzelne nur in geringer Menge vorhanden ist, so stellen sich einer gleichmäßigen Verteilung auf die rund 1000 Gemeinden des Landes mancherlei Schwierigkeiten in den Weg. Die örtlichen Verteilungsstellen sind an den allgemeinen Verteilungsmaßstab nicht gebunden. Sie haben vielmehr das Recht, den in ihrer Gemeinde herrschenden besonderen Verhält⸗ nissen Rechnung zu tragen. Abmelkwirtschaften und Besitzer von Zucht⸗ und Muttertieren sollen besonders berücksichtigt wer⸗ den; ebenso ist es natürlich zulässig, den Geflügelhaltern Futter zu verabfolgen. i Stadttheater. Wie schon bekanntgegeben, wird die diesjährige Spielzeit Freitag, den 15. Oktober, eröffnet. Als Eröffnungsvorstellung hat die Direktion Ludwig Uhlands Schauspiel„Herzog Ernst von Schwaben“ gewählt, das mit seiner prächtigen Sprache und der Verherr⸗ lichung der deutschen Treue bis in den Tod wohl verdient, gerade in unseren Tagen wieder einmal aufgeführt zu werden.— Trotz der zurzeit vorliegenden Schwierigkeiten ist es Direktor Steingzetter gelungen, vollwertigen Ersatz für ausscheidende Mitglieder zu gewinnen. Gastspiele und Engagements im Sommer in Nauheim rechtfertigen, wie man uns schreibt, was Zusammenstellung des Personals betrifft, recht hohe Erwartungen. Es wird in den nächsten Tagen noch näheres bekanntgegeben werden. * Die Obstversteigerungen der Stadt Gie⸗ ßen brachten einen Gesamterlös von 4186 Mk.(gegen 1114 Mark in 1914). Im einzelnen verteilt sich das Ergebnis wie folgt: Kirschen 500 Mk.(506 Mk.), Frühobst 275 Mk. 65 Mk.), Straßen 872 Mk.(163 Mk.), Obstbaumstück an der icher Straße 2539 Mk.(380 Mk.). Die Menge des geernte⸗ ten Obstes war allerdings in diesem Jahre gegenüber dem Vorjahr außergewöhnlich groß.
* Die städtischen Freibäder an der Lahn sind im laufenden Monat— sie wurden am 22. geschlossen— besucht worden von 315 Männern(gegen 773 im gleichen Zeitraum des Vorjahres) und von 232 Frauen(gegen 1250). Im ganzen wurden in der letzten fünfmonatigen Badezeit Bäder genommen: Im Männerbad 16 914(gegen 15 833 in 1914); im Frauenbad 8315(gegen 9564).
** Barackenkasernen für unsere Landstür⸗ mer. An der Kaiser⸗-Allee auf der großen freien Fläche vor der Germania wird 115 das Barackenlager für ein Bataillon unserer Landstürmer errichtet. Es handelt sich um sechs Mannschaftsgebäude, eine Wirtschaftsbaracke und eine Wachtbaracke. Die Anlagen sollen bis zum 15. Oktober bezugsfähig dastehen.
* Die Auszahlung der Familienunterstützung für die Zeit vom 1.—15. Oktober an die Angehörigen der zum Heeresdienst Eingezogenen findet statt: Reichs- und Kreis- unterstützungen: an diejenigen, deren Namen beginnen mit A—K Freitag, den 1. Oktober, L- 2 Samstag, den 2. Oktober. Städtische Unterstützung(Mietszuschuß): an diejenigen, deren Namen beginnen mit AK Montag, den 4. Oktober, Lz Dienstag, den 5. Oktober. An Vermieter, die Mietbeträge abholen: Mittwoch, den 6. Oktober. Die Auszahlungen finden statt von 8-1 Uhr vormittags im Stadthaus Zimmer Nr. 16.
Silberne Hochzeit feiern am Donnerstag Wilhelm Ude 3 geb. Mummel. ostbild
* in vertrautes Her i zeigt sich jetzt wieder in den Ortschaften. Ueberall dampfen die 5 5 Wirtschaftskessel, die Keltern sind in Tätigkeit, Bütten und Zuber sind blank geputzt, um den süßen Birnmost aufzu⸗ nehmen. In jedem Haushalt sucht man einen großen Honigvorrat einzukochen; dazu befürchtet man, die großen Kupferkessel würden eingezogen, und einen Ersatz für sie hat man nicht immer bei der Hand.
Kreis Schotten.
— Schotten, 28. Sept. Weltkrieg hat nach Mittei⸗ lungen des hiesigen evangelischen Dekanats im Jahre 1914 das gesamte kirchliche Leben im Kreise in außerordentlich gün⸗ stiger Weise beeinflußt. Das zeigt sich nicht nur in dem ge⸗ steigerten Kirchenbesuch und der regen Anteilnahme an den sonsti⸗ der kipchichen Handlungen, sondern auch an der Oyferwilligkeit
r Bevölkerung für kirchliche und soziale Zwecke jeglicher Art. Von den 19 000 Evangelischen der 18 Pfarreien und Gemein⸗ den des Dekanats nahmen im 1— an 3 Zählungs⸗ tagen an den Gottesdiensten 6 125 Erwachsene und 2 548 Kinder teil, was dem erfreulichen Satz von 48,2 bezw. 40,1 Prozent der Seelenzahl entspricht. Was die Einnahmen aus kirchlichen Kol⸗ lekten, Opfern und Beiträgen angeht, so wurden insgesamt 16417 Mark aufgebracht, das macht auf den Kopf der Bevölkerung 86,2 4 Die Zahl der Taufen von ehelichen Kindern belief sich im Dekanat auf 417, die der von unehelichen auf 17. Konfir⸗
News“ Tunnels für die Untergrundbahn ereignete sich am Sonntag abend ein neuer Unglücksfall. Broadway bei der Straße 38 ein. und etwa zwölf verletzt. 1 Theater leerten; Hunderte von Menschen entkamen mit knapper Not. die Bürgersteige senkten sich. Panik. Straße, als die Senkung eintrat; sie wurde durch die Schnellig⸗ keit der Fahrt gerettet.
wurde auch mit der Prüfung dieses Vorschlages betraut.
vermischtes.
Ein neues Untergrundbahn⸗Unglück in New Pork. London, 28. Sept.(W. T. B. Nichtamtlich.) Die„Dally meldet aus New Mork: Bei dem Bau eines neuen
Der Tunnel stürzte unter dem Zwei Menschen wurden getötet Das Unglück geschah, als sich eben die
Die ganze Straße brach in der Mitte ein und Zum Glück entstand keine große Eine Straßenbahn auf dem Broadway fuhr über die
Gerste 75 bis 78 Mk., markt. a kuchen 62 bis 64 Mk., Rapskuchen 50-52 Mk.
7,60 Mk. ab Station.
Märkte. se. Fraukfurt a. M. Viehhofmarktbericht vom 29. Sept.
Auftrieb: Rinder 317(Ochsen 12, Bullen 2, Kühe und Färsen 308), Kälber 920, Schafe 262, Schweine 541, Ziegen 18.— Tendenz: Rinder gut, Kälber langfam, Schafe ruhig, Schweine gedrückt.
29. Sept. Frucht markt. Rumänische ais 70—73 Mt.— Futtermittel- Futtermittel sehr knapp bei lebhaster Nachfrage. Kolos⸗ Alles zu 100 Kg. te. Frantfurt a. M., 9. Sept. Kartoffelmarkt. Wetterauer Speisekartosseln 7,00—7,10 Mk., Industrie(nassauische) 7,40 bis Alles für 100 Kilo. Auf dem heutigen Heu-
fe. Frankfurt a. M.
le. Frankfurt a. M., 28. Sept.
und Strohmarkt war nichts angefahren. 5
Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 27. September 1915.
Schlachtviehpreise
in Frankfurt a. M. ale. in Gießen
Ochsen
Kaͤlber Schweine„
50 Kg. Schlachtgewicht, Kg. 116—120 Pfg. 112—138 pit.
„ Kg. Schlachtgw. 122.142&.„5„ 114-115 Pig. ö 170-190, 1 2 18000
Getreidepreise 1 Mann he im Brotpreise in Gießen:
Weizen 100 Kg. 27.00 Mk. Weißbrot 2 Kg.— Pg.„ Roggen 100 Kg. 23.00 Mk. Schwarzbrot 2 Kg. 68 Pig.
0 Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde.
Gottesdienst in der Synagoge(Süd⸗Anlage). Donnerstag, den 30. Sept. und Freitag, den 1. Oktober: Laubhütteufest⸗Ende.
1. Tag. Vorabend 6.00 uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4.00 Uhr. 2. Tag. Vorabend 6.45 Uhr. Jugendgottesdienst, Predigt. Morgens 8.30 Uhr. Abends 5.45 Uhr. NB. Während der Wintermonate beginnt der Morgen⸗ gottesdienst am Sabbath um 9 Uhr.
Letzte Nachrichten.
Englischer Pessimismus. In einem Leitartikel s. die
wo 0 durchbrachen, aber vor der zweiten zurückgeschlagen wurden Aehn⸗ lich ist es bei mehreren Offensivstößen im Westen beiden Parteien ergangen. Der Artikel schließt, auch wir hätten mehr 2 sind aber doch nicht enttäuscht, wenn unser Fortschritt u licherweise wieder zum Stillstand gekommen ist. König Konstantin und Venizelos.
Kopenhagen, 29. Sept. Der„Daily Telegraph“ erfährt aus Athen, daß die Mitteilungen von einer vollen Uebereinstimmung in den Fragen der auswärtigen Politik zwischen König Konstan⸗ tin und Venizelos unzutreffend sind.
Arbeiterunruhen in Rußland. 8 Wien, 29. Sept. Die„Reichspost“ läßt sich aus Stockdolm terinoslaw
trächtliche Anzahl 5 oder andere Vergünstigungen] miert wurden 411 Kinder Alus Nieder⸗Seemen, Betzenrod, Böen, berichten, daß es in Hastroma, Kiew, Charkow, Aude zu ur Verfügung Michelbach, Stornfels und Volkartshain wurden 1914 keine Kin⸗] neuen blutigen Zusammenstößen zwischen den Arbeitern und der
15 stellen. Kuranträge sind unter kurzer arlegung der Vermögensverhältnisse, der Zugehörigteit zur Arbelter⸗ oder Angestelltenversicherung und Beifügung der Militärpapiere, sowie eines ärztlichen Gutachtens, aus dem die Krankheit, die dringende Kurnotwendigkeit und die in Betracht kommenden Bäder hervorgehen, an die Ab⸗ teilung Bäder⸗ und Anstaltsfürsorge des Zentral⸗ komitees der deutschen Vereine vom Roten Kreuz, Berlin W. 66, Herrenhaus, zu richten. Für Angehörige der großen Berufsverbände(Kaufleute, Techniker usw.) und ähnlicher Organisationen empfiehlt es sich, die Anträge bei den be⸗ treffenden Vorständen zur 18 chtung und Weiterleitung an die N Abteilung Bäderfürsorge einzureichen.
» Grundsätze für die Verteilung der beschlag⸗ nahmten Futtermittel im Großherzotum Hessen. Im Interesse der Aufrechterhaltung der Volkswirtschaft liegt es vor allem, die a leistungsfähig zu 1 In zweiter Linie muß Erzeugung einer hinreichenden Menge von Nahrungsfett, namentlich für die weniger bemittelten Bevöl—
kerungsklassen, gesichert werden. Da die pflanzlichen Fette größten⸗
teils für die Heeresverwaltung in Anspruch genommen werden, bleibt für den Nahrungsbedarf der Bevölkerung fast ausschließlich das tierische Fett verfügbar. Dieser Bedarf wird also in der Hauptsache durch Schweinemast gedeckt werden müssen. Die Rinder mußten deshalb bei der Zuteilung der Futtermittel etwas zurück- stehen, weil es erfahrungsgemäß möglich ist, sie mil Rauhfutter und Knollenfrüchten auch den Winter über durchzuhalten. Mit einem Rückgang der Milcherzeugung und der Mastviehhaltung wird man sich notgedrungen abfinden müssen, zumal es mögli
der konfirmiert. Die Zahl der verstorbenen Evangelischen betrug 261, hiervon wurden 252 kirchlich beerdigt. Kreis Wetzlar. w. Wetzlar, 28. Sept. Die hiesige Unteroffizier ⸗ schule ist mit 340 Zöglingen belegt worden, deren Gesamtzahl nach und nach auf 500 gebracht werden soll, dazu kommen noch
50 Unterofftziere. Hessen⸗Nassau.
1 Marburg, 28. Sept. Der Bahnwärter a. D. August Eibach, ein Kriegsveteran von 187971, kam gestern in seinem Keller dadurch zu Tode, daß einige Bretter eines Kartosselgerüstes auf ihn fielen.
— Frankfurt a. M, 28. Sept. Im Frankfurter Wirtschasts⸗ gebiet soll den heimkehrenden Kriegern Gelegenheit zur Seßhastmachung in Eigenheimen oder besonderen Krieger⸗ heimstätten geboten werden. Zur Erreichung dieses Zieles hat sich ein Ausschuß gebildet, der den Namen„Rhein-Mainischer Aus- schuß für Kriegerheimstätten“ führt und in dem Rhein-Maingebiet besonders wirken will. 4
u. Limburg, 26. Sept. Heute mittag tagte im„Preußischen Hof“ die diesjährige Generalversammlung des Westerwald⸗ klubs, zu der etwa 70 Vertreter und Einlezmitglieder erschienen waren. Ten Vorsitz führte an Stelle des in die Zivilverwaltung
Schriftführer des Westerwaldklubs, Dekan Heyn Marienberg. Bürgermeister Haerten-Limburg hieß die Generalversammlung
bericht erstattete Herr Wirbelauer⸗ Marienberg. Nach Dar⸗ legung der Einnahmen und Ausgaben ergibt sich ein Kassenbestand
von Russisch⸗Polen berufenen Vorsitzenden Landrats Büchting der
mit herzlichen Worten in Limburg willkommen. den Kassen⸗
Polizei gekommen sei.
Kühne Flucht zweier deutscher Offiziere aus französischer Gefangenschaft. i
Genf, 29. Sept. Eine kühne Flucht unternahmen, wie der
„Temps“ meldet, zwei deutsche Offiziere, die in dem
Fort Villefranche de Conflent im Departement Prades in den Ost⸗
pyrenäen gefangen saßen. Die wachthabenden Posten bemerkten
die Flucht nicht. Die beiden Offiziere dürften bereits die spanische Grenze erreicht haben.
Sauberkeit— des Hauses Ehrenkleid! um ihrem Haushalt ein Festgewand anzulegen, oflegt sich manche Hausfrau weidlich zu plagen und abzuarbeiten. Türen und Wände, Tische, Stühle, Wandverkleidungen und Ofenkacheln sollen blitzen und blin⸗ ken. Die Tisch- und Eßgeräte: Teller, Kannen, Töpfe, Schüsseln. Löffel, Gabeln und Messer sollen sein säuberlich und appetitlich wie neu an der Wand hängen, oder in den ebenfalls peinlich sauberen Kästen und Körbchen liegen. Dies zu erreichen, kostet Mühe und Arbeit und gar manche Hausfrau seufzt alle zwei, drei Tage unter ihrer Last. Kluge Hausfrauen aber kennen ein Mittel, das ihnen die Hälfte der Arbeit abnimmt: Henkel's Bleichsoda. Henkel's Bleichsoda, die in jedem Kolonialwaren⸗ und Drogen⸗ eschäfte zu billigem Preise zu haben ist, reinigt alle diese Gegen ⸗ tände vorzüglich, hilft beim Putzen, Scheuern und Spülen. Henkel's Bleichsoda ist seit 38 Jahren im Gebrauch, hat sich auf das beste bewährt und sollte in keiner Haushaltung schlen.
Bettenfrage für Gesunde und Kranke? N besten gelöst, wenn die unter D. R.-G.⸗M. Nr. 420.68
am und
itteilung
A,
sein wird,* den Milchbedarf der Kinder und Personen von 3977, Mi. Der Jahres bericht ist sehr kurz. Es be⸗] D. R.⸗G. M. Nr. 120 685 der Möbel, und Berten⸗ jugendlicher Altersklassen mit der verminderten Milcherzeugnis] stehen zurzeit 25 Ortsgruppen mit etwa 2100 Mitgliedern, ferner[fabrik Th. Brück, Gießen, Ecke Schloßgasse—-Kanz⸗ 5 zu decken. Der Milchbedarf der Erwachsenen muß eingeschränkt] sind 580 Einzelmitglieder vorhanden. 187 Landgemeinden unds[leiberg, patentamtlich geschützten Sprungsedor Ma⸗ 1 werden. Diesen Grundsätzen entsprechend hat die Landes ⸗25 Städte dem Kluh angeschlossen. Der Bericht schloß mit dem[tratzen„Unerreicht, bequem“, und dreiteilige Auflage- Ma- 1 Ausblick, daß beim Wiedereintritt geregelter Verhältnisse auch imftraßen„Stabil“, die seit Jahren eingeführt und aufs
verteilungsstelle beschlossen, bei der Zuteilung dex Futter⸗
mittel die Gerbe und die Milchkühe in erster Linie zu
den sonstigen Rindviehbestand und die Schweine eichnung der Hauptwandern äßig sollen auf ein Pferd 10 Ge⸗ Engers. Im vergangenen
D
Westerwaldllub das alte Leben seinen Fortgang nehme. Die Aus- n behandelte Direktor Mimar⸗ ist so gut wie nichts geschaffen
vorzuͤglichste bewährt, gekauft werden. Alle Klagen über knarrende eiserne Matratzen, ungesundes, hartes und kaltes Lager hören 7082.
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