7 5* 7* 1 lle und Garne vorwiegend aus Wolle, Meldeschein 2 für Baumwolle und Garne vorwiegend aus Baumwolle, Reldeschein 3 für Bastfaser und Garne vorwiegend aus Bast⸗ ern, Meldeschein 4 für Seidenabfälle und Bourettegarne. se Meldescheine find bei den örtlich. amtlichen Vertretungen des Handels(Ddandelskammern usw.) ent⸗ weder mittels Postkarte(nicht mit Brief) anzufordern oder im Bureau der betreffenden Handelskammer abzuholen. * Neue Bestimmungen über Stoffabfälle. Eine 5 zu der Bekanntmachung be⸗ Naum estandserhebung und Beschlagnahme von alten Baumwoll⸗Lumpen und neuen baumwollenen Stoffabfällen vom 1. Juni 1915 wird mit Gültig⸗ keit vom 29. September 1915 von den Militärbesehlshabern erlassen. Hiernach ist die Meldepflicht dahingehend er⸗ weitert, daß die Bestandsmeldungen, die nach den Melde⸗ bestimmungen zum letzten Male am 1. August 1915 unter Einhaltung einer Einreichungsfrist bis zum 15. August zu erfolgen hatten, nunmehr allmonatlich stattfinden; die Meldun müssen nach dem Stande der Vorräte am 1. eines jeden Monats unter Einhaltung einer Einreichungs⸗ st bis zum 10. des betreffenden Monats erfolgen. Die für e Meldung zu benutzenden amtlichen Meldescheine werden auf schriftliches Ersuchen von der„Aktiengesellschaft zur Verwertung von Stoffabfällen Berlin W. 35, Lützow⸗ straße 33/30“ postfrei versandt. Der Wortlaut der Bekannt⸗ machung ist im heutigen Kreisblatt veröffentlicht und am Bürgermeistereigebäude angeschlagen. 5* Futtermittelverteilung. Die Viehhal⸗ ter werden soeben durch die örtlichen Verteilun Sstellen e ihren Bedarf an Melasse⸗ und Zuckerfutter und nassen Schnitzeln für die Zeit bis zum 1. Dezember d. Is. längstens bis zum 7. Oktober anzumelden.(Siehe die amtliche Bekanntmachung.) * Religiöse Kriegsvorträge. Wie im ver⸗ 1 ersten Kriegswinter, will der„Oberhessische Verein r innere Mission“ auch im jetzt beginnenden eine—
von Vorträgen über solche religiöse Fragen veranstal⸗ ten, die mit dem Kriege in innerem Zusammenhange stehen. Auf Wunsch des geschäftsführenden Ausschusses hat Prof. D. Schian eine Reihe von drei derartigen Vorträgen übernommen, die das gemeinsame Thema:„Das deutsche Christentum im Kriege“ behandeln sollen. Der erste wird die religiöse Bewegung im ersten Kriegsjahr Vert Gegenstand haben, der zweite die Frage na rhältnis von Nation und Christentum, der letzte die viel⸗ besprochene Losung„Deutsches Christentum“ erörtern. Die Vorträge werden in der Stadtkirche an Montag⸗Abenden im Oktober und November stattfinden, pünktlich 8 Uhr be⸗ ginnen und um 9 Uhr ihr Ende erreichen. Der Eintritt
wird für jedermann frei sein. * Unterstützungen von Kriegsteilneh⸗ mern. Der Mittelrheinische abrikanten⸗
Verein in Mainz hat bei seinen Mitgliedern eine Um⸗ frage darüber r hoch sich die von ihnen in dem ersten Kriegsjahr(1. August 1914 bis 31. Juli 1915) an Angehörige ihrer Angestellten und Arbeiter gezahlten Kriegsunterstützungen belaufen. Das Ergebnis davon ist, daß bei 102 Firmen, die bisher geantwortet haben, diese Unterstützungen sich auf insgesamt 13 270890 Mk. belaufen. Diese Unterstützungen bilden damit eine wertvolle Er⸗ gänzung der Leistungen von Staat und Gemeinden und sind um so höher einzuschätzen, als es sich nicht um Pflicht⸗ leistungen, auch nicht um Rückzahlungen von Ersparnissen der Angestellten und Arbeiter, sondern um rein frei- willige Zuwendungen der Firmen handelt.
* Wechsel im Gießener Lagerkommando. Generalmajor z. D. von 1 der bisherige Kommandant des hiesigen Kri Verwendung als lizeimeister in Straßburg i. E. dem General⸗Kommando des 15. A.⸗K. zur Verfügung gestellt worden. An seine Stelle wurde Oberst z. D. Parrisius vom Bezirkskommando VI Berlin ernannt.
* Beutegeschütze für Gießen. Nach einer dem Oberbürgermeister vom General-Kommando des 18. Armee⸗ korps zugegangenen Mitteilung werden demnächst der Stadt — 85 zwei Beutegeschütze zur Aufstellung über⸗
en.
85 wei große Gefangenentransporte kamen gestern abend gegen 9 und heute vormittag gegen 8 Uhr in Gießen an. Es handelt sich um den größten Teil der bei der neuen Offensive im Westen in deutsche 7 eratenen Franzosen. Gestern kamen 1400 und heute
1 Mann am Hauptbahnhof an, um durch Alice⸗, Ludwig- und Grünberger Straße ins Lager zu wandern. Die Leute trugen fast ausnahmslos die neue französische Felduniform aus schieferblauem Tuch und den wenig kleid⸗ — flachen lhelm von gleicher Farbe, sowie mei⸗ tens Wickelgamaschen. Sehr gepflegt nahmen sich die An⸗ kömmlinge trotz der neuen Uniformen begreiflicherweise nicht aus. Alle Altersstufen waren unter ihnen vertreten. 17 sich die Gefan 0 migen deuts Begleitmannschaften, die übrigens nicht
gebracht.
** Rolf Gunold, der zwei Jahre lang Mitglied unseres Stadttheaters gewesen ist, ist von Direktor Barnowsky für das Lessing⸗Theater in Berlin verpflichtet worden.
Der Sieben⸗ Uhr⸗Ladenschluß wurde gestern abend in einer zahlreich besuchten Versammlung von Gieße⸗ ner Firmeninhabern fast einstimmig beschlossen. Nur Samstags sol die Ges 185 bis 8 Uhr, Sonntags bis
2 Uhr geöffnet sein Eine Liste zur Zustimmungserklärung wird den in der Versammlung nicht vertreten gewesenen Firmen zugehen, Eine Kommission von fünf Herren wurde mit d 2 7 1 der 5 betraut. Man gibt sich der Hoffnung hin, daß auch die Geschäfte der Kolo⸗ nial⸗ und Le 1 e Ka an der Neuerung be⸗ teiligen werden, damit dieselbe bald in Kraft treten* Fahrradmarder sind in den letzten Tagen in der Stadt am Werke. Am Freitag abend gegen 11 Uhr wurde neuerdings aus dem ur des Hauses Klinikstraße 21 ein Fahrrad, Marke„Cito“, mit der Polizeinummer Schwarzes G 4130, das 3 Rahmenbau und ver⸗ nicelte Felgen hatte, entwendet. Sachdienliche Mittei- lungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. 3* Feldpostbrand. Die Räumlichkeiten, in denen die Feldpostanstalt der 3 Langwehrdiviston unterge⸗ gebracht war, sind, wie die Postverwaltung mitteilt, kürzlich von einer Feuers brunst heimgesucht worden. Während es gelungen ist, die Gld⸗ und Wertsachen sowie die zur Absendung eingelieferte bed, zu bergen, sind 51 Beutel mit angekommener Post leider ver
rannt.
r Die Sonnenblumenernte an den Vahn⸗
böschungen hat begonnen. Vor einem Bahnhof in der Nähe
rde ein Blumenteller von 38 Ztm. Durchmesser geerntet.
elbe trug 2763 Kerne im Gesicht von 230 Gramm.— istereien sind, worauf nochmals hingewiesen sei,
gsgefangenenlagers, ist zur M.
gegenzunehmen und dafür 40 Pfennig für das Kilegramm zu bezahlen. Die Bahnmeisteppien führen den gesammelten Samen an die von dem Kriegsausschuß für pflanzliche Oele und Fette bestimmten Oelpressen ab.
» Winterfahrplan. Quentin⸗Mahlgu's grauer Taschenfahrplan für den Winter 1915/16 ist soeben im Verlage von Mahlau& Waldschmidt, Frankfurt a. M., Gr. Gallus⸗ 2 3, in der bekannten reichhaltigen und gediegenen Aus⸗ stattung mit 2100 Stationen erschienen.
Landkreis Gießen.
or. Lich, 26. Sept. Am Sonntag veranstaltete das der de Vereinslazarett vom Roten Kreuz mit den Verwundeten, Schwestern und Helferinnen einen Au 82 flug auf den Schiffenberg. Der Zug führte die stattliche Zahl der Teilnehmer zunächst bis zur Station. Von da ging es zu Fuß hinauf zur Höhe des iffenbergs, der zurzeit dem Besucher im Schmucke des herbstlich gefärbten Waldes ein reizvolles Bild darbietet. Der große Saal in der Wirt⸗ schaft vereinigte die Teilnehmer zu einigen frohen und gemütlichen Stunden, die bei baterländischen Gesängen, Ansprachen und Vorträgen rasch dahin schwanden. Der schöne Ausflug wird für alle Teilnehmer stets eine an⸗— genehme Erinnerung bilden.
m. Allendorf a. d. Lda., 26. Sept. Wehrmann Johannes Paulus siel in Frankreich durch einen Granatsplitter. Der Gesallene gehörte über ein Jahr dem Reserve-Regiment Nr. 116 an und war Ritter des Eisernen Kreuzes.
5 Kreis Büdingen.
— Büdingen, 27. Sept. Durch Beschluß des Kreis⸗ tages sind von den Gemeinden und Gemarkungen des Krei⸗ ses Büdingen für 1915 an KHreisumlagen 190 000 Mark aufzubringen. Den höchsten Betrag von den 123 Steuerpflichtigen hat die Stadt Büdingen mit 22 785,50 Mk., den geringsten Betrag das kameralfiskalische Gelände von Wallernhausen mit 43 Pfennigen aufzubringen. Das Ge⸗ samtvermögen der Kreisgemeinden und Kreisgemartungen ist mit 2110 485 Mk., die hiervon zu entrichtende Einkom⸗ mensteuer auf 288 596,20 Mk. festgesetzt.
ho. Nidda, 27. Sept. Aus Nid da werden bis jetzt ver⸗ mißt drei Krieger, aus Kohden zwei. Alle Nack for chungen haben bis jetzt keinen Erfolg gehabt.— Michelnau hat bis jetzt weder Gefallene noch Vermißte zu beklagen.
d. Nidda, 27. Sept. Heute fand im Sitzungssaale des Sparkassegebäudes die Mitgliederversammlung der Be⸗
irkssparkasse Nidda statt. Der Vorsitzende der Bezirks⸗ nel Nidda, Oberamtsrichter Röm held, begrüßte die Er⸗ schienenen und schilderte kurz die gegenwärtige ernste Zeit, die jeden Deutschen voll Vertrauen und Zuversicht für die Zukunft erfülle, aber auch zu innigem Dank gegen Gott mahne, weil er in dieser eisernen Not auch ein eisernes Geschlecht unserem Vater⸗ land erweckt habe, dessen Leistungen bei Heer und Volk über alles Lob erhaben sejen. Hierauf wurde der Rechen schasts⸗ bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr erstattet. Nach dem⸗ selben haben trotz dem Kriege die Spareinlagen gegen das Vorjahr um 51 600 Mk. zugenommen, die Zahl der Ein⸗ leger ist um 280 gestiegen, und der Reingewinn beträgt 15 952,86 Mark. Somit gehört die hiesige Bezirkssparkasse zu denjenigen sechs in Hessen, die auch in 1914 einen bedeutenden geschäftlichen Fortschritt zu verzeichnen haben. An den drei Kriegsanleihen haben sich die Kasse und ihre Einleger bei der 1. mit 184000 Mk., bei der 2. mit 577000 Mk. und bei der 3. mit 1 105 500 Mk. beteiligt. Die Rechnung für 1914 und der Voranschlag für 1916 wurden genehmigt. Von dem Reingewinn erhielten 33 Dienst⸗ boten des Bezirks, die 5 Jahre und länger bei ihrer Herrschaft treu gedient haben, 718 Mk. an Prämien. Unter ihnen waren 2 Dienstboten, die bereits viermal, 4, die schon dreimal und 2, die zweimal Prämien erhalten hatten, ein schönes Zeugnis für Herr⸗ schaften und Dienstboten. Weiter wurden für die Industrie⸗ schulen, für landwirtschaftliche und gewerbliche Vereine, sowie für Krankenpflege und wohltätige Einrichtungen des Bezirks und des Großherzogtums zusammen 7000 Mk. bewilligt und der Rest des Reingewinns dem Reservefonds überwiesen, der Ende 1914 sckon 255 297,90 Mk. betrug. Mit dem Wunsche, daß die nächste itgliederversammlung nicht wieder im Zeichen des Krieges, sondern im holden Frieden tagen möge, schloß der Vorsitzende die Versammlung, deren Teilnehmer noch einige Stunden bei einem gemeinschaftlichen Essen im Gambrinus vereinigt blieben.
a Dauernheim, 27. Sept. Unsere Gemeinde hat den weiteren Verlust von zwei Kriegern zu beklagen, nämlich des Land- sturmmannes Faber, der bei einer Munitionskolonne durch Fliegerbomben in Rußland den Tod sand, sowie des Musketiers Richard Kraft, welcher ebenfalls in Rußland sein Leben dem Vaterlande opferte.
A Echzell, 27. Sept. Die Hessische Tapserkeits ⸗ medaille erhielt der Wehrmann Sargk im Landwehr-In⸗ fanterie-Regiment 1186. Altenstadt, 27. Sept. der Musketier Pegstadt.
i Heeg heim, 27. Sept. Das erste Eiserne Kreuz in unserer kleinen Gemeinde erhielt der Grenadier Altvatter im Reserve-Infanterie-Regiment 261.
ho. Fauerbach b. Nidda, 27. Sept. Gestern feierte der Zweigverein Nidda der Gustav⸗Adolf⸗Stiftung sein Jahresfest in einfacher Weise in unserem Gottes- hause. An Stelle des erkrankten Festpredigers Pfarrer Weidner ⸗Ober⸗Lais hielt Pfarrer Naumann⸗ Schwickartshausen die Predigt, in der er die neuen Ar⸗ beitsgebiete des Vereins— Galizien und Elsaß-Lothrin⸗
en— schilderte und die daheimgebliebenen, vom Kriegs- — Verschonten zu eifriger Arbeit im Interesse des Vereins mahnte. Nachdem der Vorsitzende, Pfarrer Wer⸗ ner⸗Nidda, kurze Begrüßungsworte gesprochen hatte, gab der Schriftführer, Pfarrer Naumann, den Rechenschafts— bericht, der sowohl für den hessischen Hauptverein wie den 0 Nidda eine erhebliche Mehreinnahme trotz kriegslast ergab. Die Kollekte im Betrage von 42 Mk. erhielt
Galizien. Kreis Alsfeld.
: Storndorf, 27. Sept. Am gestrigen Sonntag fand in unserer Kirche eine Gedächtnis feier statt für vier Gefallene aus der Gemeinde und zwar für die Ersatzreser⸗ visten Karl Hildebrandt und Georg Buchenau und die beiden Landsturmrekruten Adolf Schmidt und Fritz Weißenborn. Die Gedächtnisrede, der die Worte„Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben“ zugrunde gelegt waren, hielt Pfarrer Raben au von Ober⸗Breidenbach. Der hiesige Kriegerverein nahm an der Feier teil.
Starkenburg und Rheinhessen.
O Mainz, 26. Sept. Von einem deutsch⸗russischen Bündnis in Mainz erzählt man sich folgendes Geschichtchen: In Mombach waren bei einem Dreschmaschinenbesitzer mehrere Russen beschäftigt, die von einem Landsturmmann bewacht wurden. Zwischen Izterepr und dem Dreschmaschinenbesitzer gab es dieser Tage eine Auseinandersetzung, bei der der Dreschmaschi⸗ nenmann gegen den Landsturmmann. tätlich wurde. Dabei hatte er aber die Rechnung ohne die Russen gemacht, denn ohne auf gefordert zu sein, nahmen, sie Partei für den Landstürmer und verbläuten den Dreschmaschinenmann 5 Noten.
Mainz, 27. Sept. In der Rheinstraße wurde am Sonntag mittag ein Pionier von einem Straßenbahn- wagen erfaßt und erheblich verletzt. Der Wagen⸗ führer nahm sich den Vorfall derart zu Herzen, daß er sich später in seiner Wohnung erhängte.
Gerichtssaal. * Dortmund, 28. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) In der
Das Eiserne Kreuz erhielt
er Seite Sonnenblumenkerne ent⸗! Strassache gegen den früheren Bankdirektor Ohm von der Nieder—
3 Bank ist jetzt die vertagte Entscheidung
der Straf⸗ ammer erfolgt, an welche das Reichsgericht die Sache zwecks Bildung der Gesamtstrafe zurückverwiesen hatte. Die Gesamt⸗ strafe ist festgesetzt worden auf 3 Jahre 4 Monate, wopon vier Monate als durch die Untersuchungshaft verbüßt erachtet werden. Der Antrag Ohms, ihn aus der Haft zu entlassen, wurde abgelehnt.
Vvermischtes.
„Eine Schreckenstat von Indianern in Mexi⸗ ko. Aus New Pork meldet das Reutersche Bureau! Ein Tele⸗ gramm aus San Diego in Kalifornien besagt, daß die Pakui⸗ Indianer am Freitag bei Torres in Mexiko einen Zug zar Entgleisung brachten. Sie sperrten 80 Frauen und Kinder in einen mit Heu beladenen Güterwagen und steckten diesen in Brand. Nur 20 Passagiere wurden gerettet, während
die übrigen verbrannt sind.
Märkte.
Gießen, 28. Sept. Marktbericht. Auf den heutigen Wochenmarkte kostete: Butter das Pd. 1,75— 1,80, Hühnereier das Stück 17—18 Pfg., Käse das Stück 7—9 Pfg., Käsematte 1 Stück 3—0 Pfg.: Tauben das Paar 0,00 0,00 Mk., Hühner das Stück 0,00 0,00 Mk., Hahnen das Stück 0,00 0,0 Mk., Ochsen⸗
fleisch das Pfund Mk. 1,16— 1,20, Kuhfleisch 100—00 Vfg. das Pfund, Rindfleisch das Pfund 1,16— 1,20 Mk., Schweine fleisch
Kalbfleisch das Pid. 1,14— 1,18 Mt., Hammelfleisch das Pfund 96—110 Pig. Kartoffeln 1 3tr. 4,00 bis 0,00 Mark, Milch das Liter 24 Pfg.; Aepfel das id. 7—10 Pfg., bessere 00—00 Pfg. Gurken große 15—25, kl. 4—5 Pfg. Bohnen 20—00 Pig. das Pfd.; Spinat 20 bis 25 Ag das Pfund; Wirsing 10-15 Pig. das Stück, Gelberüben 10—12 Pfennig das Pfund, Rotkraut 15—25 Pfennig das Stück, Kohlrabi 6—8 Pfennig das Stück, Weißkraut 15—25 Pfennig das Stück, Birnen 7 bis 15 Pig., bessere 00—00 Pfennig das Pfund, rote Rüben 7—8 Plg., römisch Kohl 6—8 Pfennig. Zwiebeln der Zentner 16—17 Mt. Preißelbeeren 50—55 Pfg., Brombeeren 05 Liter 18—20 Pfennig. Nüsse 100 Stück 40— 50 Pig. Blumenkohl 20—50 Pfg. Zwetschen der Zentner 15—18 Mk., Endivien 10—12 Pfg.— Marktzeit von 8 bis 2 Uhr.— Fleischpreise auf dem Markte von aus wärtigen Händlern: Rindfleisch das Pfund 1 Pik. Nindfleisch-Bratenstück das Pfund 1 Mk., Schweinefleisch das Pfund 1,70 Mk.
Kirchliche Nachrichten. Jsraelitische Religionsgesellschaft. Gottesdienst. Mittwoch, den 29. September 1915: Morgens 6.00. Donnerstag, den 30. Sept. und Freitag, den J. Oktober: Hüttenfest⸗ Ende. 1. Tag. Vorabend 5.50. Morgens 8.00. Nachmittags 4.00. 2. Tag. Vorabend 6.50. Jugendfeier. Morgens 8.00. Sabbathfeier am 2. Oktober 1915: Vorabend 5.30. Morgens: 8.30. Nachmittags 3.30. Sabbathausgang 6.45. Wochengottesdienst: Morgens 6.30, abends 5.30.
das Pfund 1.800,00 Mk,
Wetteraussichten in Hessen am Mittwoch, den 29. Sept. 1915: Unbeständig, zeitweise Regenfälle, kühl.
Letzte Nachrichten.
Die Mauer im Westen.
Großes Hauptquartier, 28. Sept. Die Schlacht in der Champagne tobt mit unverminderter Heftigkeit werter. Nachdem die Nacht von Samstag zum Sonntag, in der starker Regen niederging, ruhiger verlaufen war, griffen die Franzosen gestern vormittag neuerdings den westlichen in den Argonnen ge⸗ legenen Flügel des Zentrums der deutschen Champagnearmee an. Auch gegen die Mitte wurde der Angriff mittags noch einmal mit außerordentlicher Gewalt aufgenommen. Irgendeinen Erfolg über das von der deutschen Heeresleitung schon mitgeteilte Zurückdrän⸗ gen einer deutschen Division hat der Feind jedoch nicht errungen. Die Unseren haben schwere Kämpfe zu bestehen und es ist bei den Franzosen eine große Uebermacht festgestellt worden. Der Heerführer der Champagne⸗Armee sagte: Es war ein unerhörter Angriff; die Franzosen stießen mit kolossaler Wucht vor. Zumal gestern nachmittag herrschte eine furchtbare Artillerie⸗ tätigkeit. Wir hätten dennoch die Linien gehalten, wenn dem Feinde nicht an einer Stelle das Eindringen geglückt wäre. Es muß im Kriegsglück auch einmal einen Rückschlag geben, wir werden das schon wieder ausgleichen. Wie der Heerführer ist aber jeder Sol⸗ dat und jeder Verwundete überzeugt, daß jedes weitere Vor ⸗ dringen des Feindes ausgeschlossen ist. Lächerliche Uebertreibungen sind die Angaben der a über Breite der Front, sowie ihr Vorrücken und über die Zahlen der Gefangenen. Dagegen ist die Zahl der von uns gemachten Gefangenen ständig im Zunehmen begriffen; sie ist bereits auf weit über 4000 gestiegen und fortwährend werden neue eingebracht.
Die Abberufung Dumbas.
Amsterdam, 28. Sept. Die österreichisch⸗ungarische Re⸗ gierung hat dem Ersuchen des Washingtoner Staats- departements auf Abberufung Dumbas stattge⸗
geben. Holländisches Schweinefleisch. 2 i. Köln, 28. Sept. Nach einer Mitteilung der„Köln. Ztg.“ wird die holländische Grenze für die— geschlachteten Schweinefleisches wieder geöffnet. Für den Donnerstagsviehmarkt sind schon größere Sen⸗ dungen zu erwarten.
Eine Kriegsgewinnstener in Amsterdam, 28. Sept. In Holland beabsichtigt man
die keilweise recht beträchtlichen Kriegsgewinne zu einer besonderen B esteuerung heranzuziehen. Ein staat⸗ licher Au'sschuß zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes ist
Holland.
in Vorbereitung.
Betr.: Den Verkehr mit Kraftfuttermitteln; hier: Bedarfsan⸗ meldung. 5.. An die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Einem Ersuchen der Landesverteilungsstelle für Futtermittel in Darmstadt entsprechend beauftragen wir Sie, die nachstehende Bekanntmachung in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen.
Gießen, den 27. September 1915. Großherzogliches!Kreisamt Gießen. F. V.: Hechler. Abschrift. Bekanntmachung.
Sämtliche Viehhalter werden aufgefordert, ihren Bedarf an Häcksel⸗ und Torfmelasse, Zuckerfutter und nassen Schnitzeln für die Zeit bis zum 1. Dezember ds. Is, längstens bis zum 7. Okto⸗ ber ds. Is. bei der örtlichen Verteilungsstelle aufzugeben. Die —— Schnitzel werden nur in ganzen Eisenbahwagenladungen geliefert.


