Ausgabe 
(28.9.1915) 228. Erstes Blatt
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161
 
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nn. 228 eme bin 68. Jahrgang

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Land,

e General-Anzeiger;

für die Tagesnummer bis vormittags 9 Uhr.

richtssaal: Otto Bre für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen.

der Feind im w

wenn in dem bekannten LiedeMädchen

(TB.) Großes Hauptgnartier, 27. Sept.(Amtlich.)] nach der gewaltigen arrillrist

Westlicher Kriegsschauplatz. 21 en

weine nicht die schelmische Variation sich erlaubt haben: Denn dieser Feldzug, das ist kein Schnellzug. Langsam

An der Küste herrschte Ruhe, nur einzelne Schüsse wurden lich von Likle hatte foot von weitab liegenden Schiffen wirkungslos auf die Ungegend angriff ze deden ter Hane von Middelkerke abgegeben. noch entschloß, nter de

Im Mpernabschnitt hat der Feind seine Angriffe nicht Eng wiederholt.

Süd westlich von Lille ist die große feindliche Offensive durch Gegenangriff zum Stillstand ge⸗ bracht. Heftige feindliche Einzelangriffe brachen nördlich wie südlich von Loos unter stärkster Einbuße für die Engländer zusaumen. Auch in Gegend bei Souch ez und beiderseits f Arras wurden alle Angriffe bluti abgeschlagen. Die Gefangenenzahl erhöhte sich 1 25 Offiziere, über 2600 Mann, die Beute an Maschinengewehren auf 14.

Die französische Offensive zwischen Reims und Argonnen machte keinerlei weitere Fortschriite. Sämtliche Angriffe des Feindes, die besonders an der Straße SommepySuippes, sowie Beaussjour⸗Jerme Massiges und ösdlich der Aisne heftig waren, scheiterten unter schwersten Verlusten für ihn. Die Gefangenenzahl erhöhte sich hier auf über 40 Ossiziere, 3900 Mann.

Drei feindliche Flugzeuge, darunter ein französisches Großkampfflugzeug, wurden 1 im Luftkampf nordöstlich Mpern, südwestlich Lille u in der Champagne, zwei weitere feindliche Flugzeuge durch Artillerie und Gewehrfener sübwestlich Lille und in der Champagne zum Absturz gebracht.

Feindliche Flieger bewarfen mit Bomben die Stadt Peronne, wo zwei Frauen, zwei Kinder getötet und 10 weitere Einwohner schwer verwundet wurden.

Oestlicher Kriegsschaublatz.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg.

25 Offiziere und Verwundeten,

terten die 1 Maf

aber sicher werden wir trotz aller Hindernisse unseren Friedenszielen näher kommen.

Der österreichisch⸗ungarische Tages bericht. (WTB. Nichtamtlich.) Autlich eptember 1915:

Russischer Kriegsschauplatz. 5 stgalizien und an der Ilwa ist nun sgebiet die russische er Feind räumte gestern Dubno und im Styr⸗ weicht in östlicher Richtung zurück. ch von Luck ist wieder in unserer Front südlich von Dubno gab es stellen⸗

gsschauplatz.

Versuche des Feindes, an Piano heranzukommen, ochfläche von Do⸗ eri⸗Abteilung an

Wien, 27. Sept.

wird verlautbart: 27. S

Aehulich wie in O auch im wolhynisch Gegenoffensive gebrochen. seine Stellungen nordwestlich von Abschnitt bei Luck und Der Brückenkopf ö stli An unserer weise Geschützfeuer

en Festu

Maschinengewehre, ge⸗ e 17. Division an einem Tage jetzt haben die Engländer kein gehabt, an deren Stelle sie ge⸗ Angriffe bei Souchez, das handen ist, selbst gerkumt hatten, 9 Gegner hat auf diesem Abschnitt m an Gefangenen und außerdem abgesehen von den Toten und sein muß. Noch höher steiger⸗ hampagne, wo dem Vordringen g unserer ersten Linie an der

jangennahm und die französisch 6000 Mann liegen ließ. Au besseres Glück als die Franzose treten sind. Sämtliche feindlichen wir, soweit es überhaupt noch 9 und bei Arras schlugen fehl. D über 2600 Ma 14 e e verloren eren Zahl seh ch ten sich diese Zahlen in der C ö der Franzosen nach der Ero e

und Geplänkel. Italienischer Krie Die Lage ist unverändert. unsere Stellung auf dem Monte wurden abgewiesen. berdo brach ein Angriff einer Bersa unseren Hindernissen zusammen.

stlicher Kriegsschauplatz.

Chefs des Generalstabs marschalleutnant.

Am Nordrande der

Süd nach Cernay⸗en⸗Dormois be⸗ Keine beson zutreffen, jedenfalls ist es den Franzo⸗ i Norden gegen unsere zweite amtliche Bericht von Sonntag gehalten wird. Vielmehr schei⸗ den schwerst

deren Ereignisse. Der Stellvertreter des v. Höfer, Feld

Die Lage im Westen.

sen aber nicht gelungen, Stellung zu gelangen, die, wie schon meldete, von unsern Tru pen

unter Verluft

Im Rigaischen Meerbusen wurden russische Kriegs⸗(eendlichen Offen

schiffe, darunter ein Linienschiff, durch deutsche Flieger an⸗ gegriffen. Auf dem Linienschiff und einem Torpedoboots⸗ zerstörer wurden Treffer beobachtet. Die russische Flotte dampfte W in nördlicher Richtung ab.

Auf der Südwestfront von Dünaburg wurde dem Feinde gestern eine weitere Stellung Aen. Es sind 9 Offiziere und über 1300 Mann zu Gefangenen gemacht und 2 Maschinengewehre erbeutet.

Westlich von Wilejkla wird unser Angriff 1 Südlich von Smorgon wurden starke feindliche Gegen⸗ angriffe abgewiesen. Zwischen Krewo Wischnew machten 8 Truppen Fortschritte. 5 5

Der rechte Flügel und die Heeresgruppe des General⸗ feldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern haben das West⸗ ufer des Njemen bis Schtscheressy, des Serwetsch und der Schtscharg vom Feinde gesäubert. Oestlich von Barano⸗ witschi hält der Feind noch kleine Brückenköpfe. Der Kampf auf der ganzen Front ist im Gange.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen.

Die Lage ist unverändert. * 8 7 2 5

In diesen Augenblicken ungeheurer Spannung, wo Stimmungsberichte und vorschnelle Urteile die Oeffentlich⸗ keit durchfliegen, ziemt es uns nicht, an unverbürgte und vage Prophezeiungen uns hinzugeben. Die Kämpfe im Westen, die auf große Fristen berechnet sind, stehen noch in den Anfängen, und es muß abgewartet werden, wie die Dinge sich gestalten Wir wußten es, daß der Feind. Leitun im Westen noch einmal alle seine Kräfte zum Sturm ein⸗ setzen würde, und daher kann von Angst und Ueberraschun, bei uns keine Rede sein. Wir schauen heute vertrauens vo nach dem einzigen, was uns Wahrheit und Zuversicht zu

geben geeignet ist: auf die amtlichen Berichte unserer Heeresleitung. Der Feind ist 5 Stehen gebracht, das ist a

lt Das Vertrauen der höchsten Stellen in unsere eigenen Kräfte ist außerordentlich weitgehend. Das zeigen die groß an⸗ gelegten, vielseitigen Unternehmungen im Osten, wo sogar auf einer weiteren Front, gegen Serbien gerichtet, deutsche

2 50 1 9 1 77 der Erfolge sind von unseren obersten Stellen sicher⸗ lich sorgsam abgewogen worden, und man erkennt aus den uachstehend angeführt Aeußerungen der französischen Presse, wie ungemütlich es unseren Feinden worden ist. Nun dürfen wir vor der Entscheidung al unsere volle Ruhe nicht verlieren; in einer der nachstehen⸗ den Meldungen steht es verbürgt, daß der Oberkomman⸗ dierende im Westen es ausgesprochen hat, ein Durchbruch durch die deuts n Linien sei unmöglich und unsere Sol⸗ daten kämpften mit musterhafter Tapferkeit und Zähig⸗ keit. Wir stellen nachstehend einige Erörterungen der Presse susammen, die der Entwicklung der Dinge im einzelnen zum Teil aber, wie die Aeußerungen im er zBund, mit den Vorbehalten versehen werben können, die wir oben geäußert haben. DieKöln. Ztg. faßt die 22 eee Fe 1 45

13 1 sen* eindliche Offen⸗ de an Hesden ecndten, Ee u en e Gllen

gestellt zu haben.

weist, gelangt, hinein. Es ist ersi

großen Es wird sich nämli tralmächte nicht zu

Ilminations dem Falle von Bre das aus dem Umst wendig wurde und

1

3 2 eng

Der BernerBund äußert folgendes Urteil:

mpf noch nicht zu überblicken. Wie immer un⸗ Verhältnissen, ist der Angreifer in die zer⸗ ben des Verteidigers eingedrungen, mußte opfer bringen, ohne das Endergebnis sicher⸗ Angriff mit einer Wucht t. Jeder Durchbruch kann

deten und aus der vordersten Front Abgelösten erzählen von der

Bisher ist der Ka ter solchen taktischen schossenen ersten Grä!

die Tapferkeit des Geg⸗ aber ungeheure Blut

betonen jedoch zuversichtlich:Durch kom⸗ Doch erfolgte der und Genauigkeit, die Erfolge versprich gelingen, wenn genügend vorgeschossen und geopfert wird. Vor⸗ rtois zwischen der ersten und zwei⸗ r wahrscheinlich teilweise neu for⸗ ugriffstruppen schwer gelitten haben äben eingeschossene Artillerie unter vorn gezogen werden und stärkste Verteidi⸗ ende Stützpunkte auf⸗ ch in die Entscheidung e Krieg in die stärksten

läufig steckt der Angriff im A ten Verteidigungslinie, wo e miert werden muß, da die A und die auf die ersten Gr Einrichtung neuer Beobachtu muß Erst wenn der Angriff vor die dritte gungslinie der Deutschen, die zahlreiche daue chst der Durchbruchsversu chtlich, daß der europäisch Spannungen hineingewachsen ist.

weist darauf hin, daß der fran⸗ bringe ꝓpsychologischen Moment, im

i. Köln, 28. Sept. Die

ngsstellen nach Der militärische Mitarbeiter der

Verlauf einzelner eine

Augenblick der höchsten all 1 e Verwi Zum neuen A

im Westen sch

immer wird er auf neue Stel⸗ stoßen. Wenn wir Zeit fanden, isation der besetzten feindlichen wir noch gründlichere Arbeit gsstellungen im Westen. Einen Sinn können wir aus den bis⸗ erausschälen. Es sind gewal⸗ Herbst uns auferlegt;

e Verbündeten nicht zu

Der französische Bericht. (Zens. Frkft.) Die amtlichen Berichte

8 erwaltungsorgan Länder zu befassen, f i der Befestigung unser

taktische

o widmeten ung er Verteidigun tischen wie einen strategis herigen Anstürmen

e bis jetzt nicht h tige

Aufgaben, die der

. vor ihrer Lösung schrecken wir und unser

5 und Verlauf wird indes auch ein Kriterium der eutsch⸗österreichischen Offensive in Rußland enthalten. ch ergeben müssen, ob diese Offensive der Zen⸗ viele Kräfte erfordert und ob sie dieselben nden hat. Nach unserer Auffassung war der punkt der Offensive im Osten mit st⸗Litowsk und Grodno erreicht; and, daß daraufhin eine Neugrup 0 nicht mehr ohne Flankenbedrohung gefochten war anfangs September erreicht. daß die Oesterreicher nun das solut sicherstellen l gen ist, und sagten den sie so gewinnen, kommt auch

Paris,

26. Sept. von Sonntag lauten:

nicht zu lange gebu

wir schließen pierung not⸗

werden konnte. Dieser Termin Wir schrieben damals ausdrückli wolhynische Festungsdreieck aufbre müßten, was ihnen bis heute noch nicht gelun von den Russen,jeder Tag,

ihren Verbündeten zugute.

Nun, unsere Heeresleitun schwerere Aufgaben, ich ren Erfolg verheiß dungen am Schreibt e ungen gut beratener und unterrichteter Sach

dauern die hartnäckigen Kämpfe Truppen drangen auf einer Tiefe von 1 bis 4 im Laufe der Nack fetzt gezählten G den Reste nichts z aktion unserer Ar von Launois

Abends 11 Uhr: haben neue Fortschri Souchez mit Gewalt besetzt auf Givenchy vorg der Ortschaft Thél Kampfes etwa 1000 Gefangene haben unsere Truppen fortgese

me din einer inie ein. W te alle errungenen Stellungen behauptet. Di

chen und ab

ie 1 eberraschungs⸗ tillerie auf die deutschen Werke in der Gegend und in Ban⸗de⸗Sapt. Unsere Angriffe im Norden von tacht. Wir haben die ganze setzt und sind nach Osten in der Richt erückt. Weiter südlich haben wir den No Wir haben im

Arras

tte gen Ortschaft

die Einschätz⸗ kenner richtig hat wahrlich zagehalses, und Berner

us erreicht.

Verlau

ö k von Gräben, Verbindungsgre ie vom Feind seit Monaten hergerichte überschritten

iegführung für schossen daß ssene Schützengräben harren 8 4

mung zu eigen, urücktehr

uns so glänzend entwickelt waren, im Westen auf ein paar nicht ankommen kann.

und machen uns

in der unsere Krieger aus den

N e vorgerückt und haben die deutschen sich auf die Gräben zweiter Linie zurück

nter den anderen. Der Kampf dauert Epine de Vedegran erreicht und die Oültte an der Straße

Truppen zuziehen, 3 bis an 15 ganzen ge(halbwegs

Sauunim⸗

37 7

gezwungen, Kilometer

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Fronten