Ausgabe 
(25.9.1915) 226. Erstes Blatt
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in der Geschichte, daß während eines Krieges eine Narion sich selbst erbiete, 825 Steuern zu 8 Das set ein gutes Zeichen, denn Bereitwilliakeit sei ein guter Beweis für die Wider⸗ standsfähigkeit. Wer am längsten aushalte, werde siegen. Holländisches Ausfuhrverbot.

Haag, 24. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Die Ausfuhr

von Milch und allen Milchprodukten ist verboten worden.

1 5 Die Spannung auf dem Balkan.

Budapest, 24. Sept.(WB. Nichtamtlich) Nach hie⸗ sigen Berichten aus 2 drückten 5 gesandten Radoslawow gegenüber ihr Bedauern aus, 1 1 wurde, ehe 8 pun sarischen Regierung gegenitber etzten Anerbieten 8 9 drndgegeben worden sei. Die

In der Gegend nordwestlich von Koki am Styr ver⸗ Nacht vom 22. September brachten wir am selben Flügel

tvieb unfere Reiterei den Feind aus einigen Ortschaften. ine Mine zur losi d eine Gegenmine des Feindes Die in Litauen kämpfenden österreichisch⸗ungarischen einB 8

a 1 2 zum Zusammensturz. Am 21. September vernichteten wir in der Verfolgung des Gegners weiteren Raum bei Sebb-ü l- Bahr in der Umgebung von Kerebidgere Italienischer Kriegssch auplatz. eine feindliche Patrouille, bestehend aus einem Offtzier An der Tiroler Bestfront vertrieben unsere Lan- und neun Mann. Unsere Artillerie brachte eine seindliche desschützen die feindlichen Alpini von der Albiolo⸗Spitze Batterie zum Schweigen, die ihr gegenstberstand, und zwang 33 1 1 5 9 von Vil⸗ ein feindliches Torpedoboot, das sich Hissarlik⸗Burun gereuth murde ein Angriff einiger italienischer Kompagnien z 1 ien verjagt auf den Durer(nordwestlich des Coston) abgewiesen. Etwa 7 e re 1 0 ene ee, 1000 Italiener, die sich auf den Osthängen des Monte Piano ihr Feuer ein feindliches Torpe on 9 negen unsere Stellungen in Bewegung setzten wurden durch näherte und beschossen auch erfolgreich feindliche Truppen unser Artilleriefeuer zum Rückzug gezwungen. bei Mortoliman, sowie die feindliche Artillerie bei Hissarlik. Im Kärntner G renz gebiete scheiterte ein feind. Am 21. September warf ein feindlicher Flieger, ohne ein 1 auf die Cellen⸗Spite östlich des Ergebnis zu erzielen, drei Bontben auf ein Lazarett an den un An der küstenlandischen Front tam es gestern Dardanellen, dessen Lage und Abzeichen seit langer Zeit nur zu Geschützkämpfen. bekannt waren. Auf den übrigen Fronten keine Verände⸗ Die Gesamtlage ist unverändert. rungen. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Konstantinopel, 24. Sept.(WB. Nichtamtlich.) Im Südosten verlief der gestrige Tag ohne wesentliche[ Das Hauptquartier meldet von der Dar danellen⸗ Begebenheiten. front: In der Gegend von Anafort rief unsere Ar⸗ Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs f tillerie durch ihr Feuer in den feindlichen Schützengräben v. Höfer, Feldmarschalleutnant. vor unserem linken Flügel und am Kap einen Brand von an een eienr, in Oesterreich. zwei Stunden Dauer hervor. Bei Ari Bur nu brachte der Bien 3. Ser dus dem Kriegspressequartier Feind in der Nacht zum 21 September eine Mine vor wird gemeldet: Zwecks Vertiefung der militärischen g 5 1 5 eee 1* der Erkenntnis daß die unserem linken Flügel zur Entzündung, die unbedeuten⸗ 8* 4 91 und der 1 2 7 den Schaden anrichtete. Dieser wurde bald ausgebessert. in der igkeit des Volkes und seiner steten Bereitschaft zur 4 d. 35ff 2 Verte 1 S enaschen Bobeng 1 und unter dem leben⸗ Bei Seba! Bahr eröffnete ber 2* e digen Eindruck der Kriegsereignisse sind in der letzten Zeit in tember morgens ein heftiges, von Bombenwürfen begleitetes Feuer gegen unseren linken Flügel. Unsere Artillerie ant⸗ wortete und brachte die feindliche Artillerie zum Schweigen. Am gleichen Tage vertrieb unsere Flotte drei russische Torpedobootszerstörer vom TypBystriy von den

Oesterreich Jugend⸗Organisationen unter eifriger För⸗ derung aller staatlicher Behörden geschaffen worden.

Kohlenhäfen des Schwarzen Meeres. Sonst nichts von Be⸗ deutung.

gischen Schritt gegenüber Serbien entschlossen seien, jedoch erwarteten sie, daß die bulgarische Regierung ihre Ent⸗ schlüsse aufschiebe, bis dieser Schritt i ein Ergebnis

als eine Maßregel aufgefaßt werden, welche eine Spitze gegen die Ententemächte habe. Sie sei hervorgerufen wor⸗ den, weil dem bulgarischen Gesandten in Ni ch

biet längs der serbisch⸗bulgarischen Grenze zur

zone erklärt worden sei. Die bulgarische Regierung babe ihre Entscheidung* das Anerbieten der Entente ögert, weil die Gesandten selbst ersucht hätten, die hinauszuschieben. Mittlerweile habe das Vorgehen der ser⸗

bischen Regierung Bulgarien gezwungen, die umerläßlichen Vorkehrungen zu 3 r

1 54 Kriegsbegeisterung in Sosia.

Berlin, 25. Sept. UeberKriegsbegeisterung

in Sofia wird demBerliner Lokalanzeiger gemeldet: Eingrenzenloser Jubel herrschte, als die Mazedonier in unabsehbaren Scharen ihren feierlichen Einzug hielten. Der Höhepunkt der Begeisterung sei eingetreten, als eine Gruppe von mazedonischen Deserteuren aus der serbischen Armee in Uniform und mit Gewehren auf dem Marslande

a

Ein deutsch⸗österreichischer Städtetag.

Wien, 24. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der Deutsch⸗ Oesterreichische Städtetag, an dem Vertreter von 58 Städten, zahlreiche Abgeordnete des deutschen National- verbandes und Vertreter der Ministerien teilgenommen haben, nahm eine Entschließung an, die sich für die wirt⸗ schaftliche Annäherung der Monarchie an das Deutsche Reich ausspricht.

Kaiser Franz Josef und Feldmarschall v. Mackensen.

Berlin, 25. Sept. Nach einer Mitteilung desBerliner Lokalanzeigers hat Kaiser Franz Josef dem Generalfeldinarschall 22 Mackensen das Großkreuz des Stefansordens

iehen.

Die Stimmung in England.

London, 24. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Sidney Lo w schreibt in derDaily Mail: Das Publikum wird durch die Art, wie die Wahrheit über den Krieg verhehlt oder verdunkelt wird, so verwirrt, daß es den Krieg entschieden uninteressant und langweilig findet. Die Deutschen dagegen betrachten den Krieg mit einer gewissen Freude und persönliche Trauer verschwindet in der Freude, mit der begeisternde Einzelheiten im wunderbaren russischen Feldzug von den Landsleuten der verehrten Heerführer Hinden⸗ burg und Mackensen verfolgt werden. Die Deutschen sind in der⸗ selben Stimmung wie unsere Voreltern in den großen Tagen Wellingtons und Nelsons, als die mit Lorbeeren geschmückten Eilposten die Siege von Waterloo und Trafalgar über das Land verbreiteten. Aber für die Mehrheit der Engländer ist der Krieg nur eine ermüdende, langsame und un⸗ endlich kostspielige Verwirrung, in der unsere Brüder in der Dun⸗ kelheit kämpfen und ihr Leben verlieren, ohne daß wir wissen, wie oder wo. Unser einziger Wunsch ist, die ganze elende Geschichte beendet zu sehen. Der Ueberdruß daran überwiegt sogar den Groll gegen den Feind und unsere Besorgnis für uns selbst. Die große Masse des Volkes scheint das Interesse an den Ereignissen des Krieges nahezu verloren zu haben. Es ist nicht verwunderlich. Der Zeitungsleser kann sich nicht aufregen, wenn er zum hundertsten Male liest, daß ein heftiges Artilleriefeuer ber 1 5 e in 1 Ade N ist. ann is Siege, denen sofortige russische Rückzüge Feunt fiene Jager Grgend don Smore pigen, und Ersolge in Galkipvli. denen eufebliche Verlustlisten Set ginpelich, Wire ar der Gawie öserch digen, richt verstehen. In Aneriig oll mehr Interesse an den

I Feldealgen berrschen als hier. Der Verfasser sagt, der Krieg müsse

dem Publikum interessanter gemacht werden und schlägt vor, daß

der Kinematograph systematisch benutzt werde, um den wirk⸗

lichen Krieg dem Publikum vorzuführen; er fordert schließlich die Daily Mail für dieses Unternehmen auf.

5 2 2 rr 5 E der Ein neuer Ausstand im Kohlenrevier verssärkten Erhitterung des Feindes spiegeln. gend nord⸗ von Südwales. Teen London, 24. Sept.(WB Nichtamtlich) Ein neuer

aufzuhalten, de 8 Wein f N Aus stand ist im Kohlenrevier von Südwales ausge⸗

3 brochen. Tausende streiken, um die nicht Organisierten zu Dorfes zwingen, der Gewerkschaft beizutreten.

Aus dem englischen Unterhaus.

London, 24.

aufmarschierte.

Mobilmachung Griechenlands? London, 24. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Das Reutersche Bureau meldet aus Athen von heute, daß der König den Einberufungsbefehl für 20 jährige Kriegsdienst⸗ pflichtige unterzeichnet habe; die Veröffentlichung solle am Abend erfolgen. Ministerpräsident Venizelos habe um 4 Uhr nachmittags eine Unterredung mit dem König gehabt und ihm erklärt, daß die einzig mögliche Antwort Griechenlands an Bul⸗ garien die Mobilmachung sei. Gerüchtweise verlautet, daß der

König der Mobilmachung als Verteidigungsmaßregel zugestimmt habe..

Rumänien. Rom, 24.(WTB.

Gesandte in Sofia hatte eine lange und wichti i redung mit dem bulgarischen Mini äsid a dos- lawow. Dieser ersuchte den n, die rumänische Regierung der friedlichen Gesi r du ver⸗ sichern. Trotzdem beurteile man in das Berhalten Bulgariens als zweideutig. ö Eine bulgarische militärärztliche Wisston in Oesterreich⸗ ungarn.

Berlin, 25. Sept. LautPolitische Korrefponden z(Wien) soll eine bulgarische militärärztliche Mission nach Oesterreich⸗Ungarn kommen, um mit Bewilligung des Kriegs⸗ ministertums verschiedene Sanitätsein richtungen zu be⸗ sichtigen. N 1656 5

Die franzöfische Presse und die

Haltung Bulgariens.

Paris, 24. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Die Erörterungen der Zeitungen über Bulgarien sind allgemein iemlich 5 5 die Dehhenflichteit

f

ung gariens werden nicht veröffentlicht. Jvurnal des Debats erklärt, die Unterhandlungen des Bierverbandes mit i

een europäischen Krieg zwischen Berlin, Wien und 9 Sofi beßanden babe. Diesem kbtommen sei keine Folge 9.

Lebensmittelmangel in Petersburg.

Kopenhagen 24. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Nach dem Rietsch verschärfte sich der Lebensmittel mangel in Pr.

wisse, daß diese Linie für die Zentralmächte und ihre Verbündeten

5 Mangel an Zufuhr an der Hungersnot schuld sei. Im Mai kamen 2132 Wagen Weizenmehl, im August nur 153 Wagen, Roggenmehl im Mai 1455 im August 173 Wagen an. Der Verbrauch in Peters⸗ burg ist täglich 150 Wagen Mehl, die Zufuhr erreichte aber mur 13 Wagen. Massen von Flüchtlingen seien eingetroffen, die auch

Ein Ultimatum Bulgariens an Serbien? Mailand, 24. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Der Sonderberichterstatter desCorriere della Sera drahtet seinem Blatte aus Bukarest vom 22. September frilh 2 Uhr Die ie⸗ 30 Min.: In später Nachtstunde verbreitete sich das Ge⸗ die Stellung unbequemer] rücht, daß Bulgarien an Serbien ein Ultimatum 5 i nie Vertrauen] gerichtet habe. 1 aug cob, di. e. Sinh eien Aicher de 8 Seuerung erforderlich, 5 Stadtverwaltung nicht befitze. Der Seekrieg.

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Die Kampfe an den Dardanellen. 9 2 1 Die Auseinandersetzungen mit Amerika.

DLonstantinopel, 2. Sept(WIS. Nichtemtlich) 2 122 ersten Mil⸗ 9 9 Das Hauptquartier teilt mit: An der Dardanellen⸗. John das Dampfe

hat die deutsche Regierung den

ten mitgeteilt, daß die

erhalten habe, keine amerikani⸗ ingter Konterbande

front bei An afor tu griffen unsere Aufklätrungspatrmittl-] Herichre len die feindlichen Gräben mit Bomben an, fügten dem Feind Verluste zu und erbeuteten Gewehre und Munttiont. Kören, auch Wir stellten sest, daß wir durch die Beschiesurng des feind; m 0 Schiffen lichen Lagers von Bu hut oe mäkli am 22. September] Pine Frau dürf i un and gestattet ernsten Schaden anrichteten. Bei Ari Burnn zerstörte] beft tieren. 5 7 M

unsere Artillerie am rechten Flügel die Gräben des Feindes, i sei Teile ihrer Werke, seine beiden Beobachtungsposten und

da, wo das

5 2 umfangreiche Ste 5 g g lieder Parlaments hätten mit Freuden da 8 versenkte zwei mit Grubenholz beladene Segelschiffe. In der HLand die neuen Lasten willig Pe Es 1 888

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Gesandten erklärten, daß ihre Regierungen zu einem ener⸗ habe. Radoslawow erwiderte, die Mobilisierung könne nicht

in einer Note erklärt wurde, daß das Pute. riegs⸗

nale d'Italia meldet aus Bukarest: Der e

4 8 b infolge der Sttzrung der Haupteisenbahnstrecke. N tersburg infolge rung aupteisen wieder⸗ ver 9 sei, alles zu um i g um außerordentlich. Die Bäckereien haben ihre Tätigkeit bereits auf seine Seite zu bringen. Keinesfalls aber dürse der Bier⸗ wieder eingeschrünkt. Es sind noch für eine Woche Lebensmittel verband zulassen, daß Bulgarien die Gebiete Mazedoniens, vorhanden Die maßgebenden Kreise hätten schon vor einigen rei die es fordere, schon 1. setze. Denn dadurch würde die Linie

Vochen die 5 2 5 5 daß man 25 Hauptgrund der 1. e in 14 KN. 1 wirklichen Hungers ände.Rietsch führt eine Statisti zum Schiedsrichter rient önne, wohl über die Eisenbahnwagen zum Beweise dafür an, daß der 8

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