der Zeutner erngetauft warben, die dcleinhanbelspreise bis
9 Mk erwarten lassen. Dieser Vorgang weist darauf hin, daß die Preistreiberei bereits im vollen Gange ist.
. Es ist deshalb die höchste Zeit, diesen Preistreibereien durch Festsetzung von Höchstpreisen zu begegnen. Sollte eine künst⸗ liche Zurückhaltung der Ware von Mart eintreten, so gibt die Bundesratsverordnung die Handhabe, durch Enteignung diese Be⸗ strebungen zu durchkreuzen. Bez der günstigen Ernte könnte 1 der Höchspreis in mäßigen Grenzen bewegen Er müßte vor allem die Aussicht auf weitere Steigerungen und übermäßige ee wie es bei den früheren Preissestsetzungen geschehen ist, ausschalten. Wir bitten auch dringend, bei solchen Freissetsehungen nicht als Norm die Höhe der Futtermittel preise in Ansatz zu bringen, sondern die der Produktionslosten. Wenn dem Landwirt unter csichtigung der erhöhten Produktionskosten und eines mäßigen Betriebsgewin⸗ nes der Preis gesichert wird, so werden verständige Leute damit zufrieden sein. Es eht aber nicht an, daß die durch wüste Speku⸗ lation im Ausland hochgetriebenen Preise für Gerste und Mais, oder auch unsere sehr hohen Höchstpreise im Inland, als Grund⸗ lage genommen werden können für den erwert der Kartoffel. würde nur bedeuten, daß der Spetulation des Auslandes die
Bereicherung im Inlande folgen müßte. l Nach Ern ungen der Verba tungen der Berliner N Rieselgüter hat die Kartofsel einen Produktionswert von 1,25 Ml. pro Zentner. Da die Rieselgüter keine sehr günstigen Produktions⸗ bedingungen haben, so dürfte diese Schätzung nicht zu niedrig aus⸗ gefallen sein. Würde man zu diesen Produktionskosten den sehr reichlichen Aufschlag von 100 Prozent gewähren, so könne man zu einem Höchstpreis für den Produzenten von 2,50 Mk. dem ein öchstpreis für den Großhandel von 3,20 und von 3,80 Mk. für den einhandel entsprechen würde. Bei Verkauf von zehn. Pfurd könnte dem Kleinhändler statt 60 Pfg. ein Aufschlag von 80 Pfg. oder ein Verkaufspreis von 40 Pfg. zugestanden werden. reise, die Ew. Exzellenz im Reichstag andeuten, müßten sich unter diesen Preisen bewegen, da die von uns genannten Preise den weitestgehen⸗ den Ansprüchen von Produktion und Handel gerecht werden Es wäre dann die Möglichkeit gegeben, je nach den Produktionsgebieten in mäßigen Schwankungen, die in der Bundesratsverordnung begrenzt werden müßten, die Preise unter oder über die Richtpreise zu stellen. Wir würden aber auch keine Bedenken haben gegen eine abgestufte einheitliche Preisfestsetzung für große wee eg erscheint uns nur, daß zu gleicher Zeit Groshandels⸗ Kleinhandels⸗ preise festgesezt werden. Die Beibehaltung der Reichsstelle für Kartoffelversorgung halten wir für notwendig, sie muß in Ver⸗ bindung mit den Gemeinden die Versorgung sicherstellen. Dabei wird es sich empfehlen, eine sichere Angabe über die Kartoffel⸗ bestände durchzusetzen, damit eine Einteilung der Verwendung erfolgen kann. Dringend notwendig ist, daß den Gemeinden das Recht der Enteignung gewährt wird, damit Bestände, die ohne Grund oder zu Spekulationszwecken zurückgehalten wer⸗ den, den Verbrauchern zugeführt werden können. Die Bezirke mit 0 einer Ueberschußproduktion müssen zur Lieferung gezwungen wer⸗ den; das würde möglich sein, wenn die Gemeinden oder der Kreis das Recht der Enteignung ausüben können. Der ehrliche Handel kann nur ein Interesse daran haben, daß die in Kriegszeiten fort⸗ f gesetzt schwankende Marktlage durch eine sichere Norm der Preis⸗ bildung geregelt wird. Das liegt im Interesse des Konsumenten, 5 und der Handel ist vor Ueberraschungen gesichert, die unter um: ständen für denjenigen große Verluste bringen können, der seine Einkäufe zu hohen Preisen vorgenommen hat. 3 Soweit wir unterrichtet sind, bemerkt dazu die„Frkft. Ztg.“, werden in diesen Tagen Verhandlungen mit den Oberbürgermeistern der größeren Städte geführt, die darauf 5 abzielen, die Lean en der städtischen Bevölkerung sicherzustellen. An eine Fele ung von Höchstpreisen für Speise⸗ und Futterkartoffeln wird zurzeit nicht cht. Man würde zu diesem Mittel erst greifen, wenn durch eine b
2. 2 r
Italienische Lieferungsstandale.
Berlin, 22. Sept.(Priv.⸗Tel.) Das„Berliner Tageblatt“ meldet aus Lugano: Die Lieferungsskandale wollen kein Ende nehmen. In Ferrara wurde gestern Getreide ausgeladen, das aus dem Heeresmagazin kam. Die Säcke waren zur Hälfte mit Getreide, zur anderen Hälfte mit Erde gefüllt.
Der Seekrieg. 8 Zum Untergang der„Hesperian“.
Berlin, 22. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Auskunft im Admiralstabe der Marine steht im Gegensatz zu der durch das Reutersche Bureau verbreiteten Aeußerung der eng⸗ lischen Admiralität nunmehr fest, daß für den Angriff auf die zHesperian“ ein deutsches Unterseeboot nicht in Frage kommt.
Bomben wurden auf die Stadt abgeworfen. Vier Leute wur⸗ den getötet, eine Anzahl Militär⸗ und Zivilpersonen ver⸗ letzt. Der Sachschaden ist ganz unbedeutend. Die Flieger wurden von den Abwehrkommandos beschossen und ent⸗ 2 5 sich gegen 8 Uhr 30 Min. in südlicher Richtung. Auf die Benutzung deutscher Abzeichen und den zufälligen Um⸗ stand, daß kurz zuvor, 7 Uhr 45 Min., den zuständigen militärischen Stellen der Anflug eines deutschen Fliegers gemeldet war, ist es zurückzuführen, daß die Bevölkerung erst verhältnismäßig spät gewarnt werden konnte. Um 9 Uhr 30 Min. vormittags erschien der erwähnte deutsche Flieger
über Stuttgart und wurde kurz beschossen, bis er als deut⸗ scher Flieger sicher erkennbar war. Er landete unverletzt in der Nähe der Stadt.
Höchstpreise für Kartoffeln in Oesterreich.
„Wien, 22. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Durch Mini⸗ sterialverordnung werden ab 1. Oktober Höchstpreise für Kartoffeln diesjähriger Ernte festgesetzt. Sie stellen sich im Oktober und November für Spelsetarloffeln auf acht Kronen, für Industrie⸗ und Futterkartoffeln auf sieben Kronen und erhöhen sich bis auf 11 und 10 Kronen im Mai
1916. Der Großhandel ist berechtigt, 40 Heller für den Meterzentner dem Preise zuzuschlagen. Ueberdies ergeben . 7 im Hinblick auf die Frachtkosten weitere Zuschläge für die Länder, die die Kartoffeln von auswärts beziehen müssen. In der Verordnung werden auch die Kleinhan⸗
*
Kopenhagen, 22. Sept.(WTB. Nichtamtlich) Meldung des Ritzauschen Bureaus. Die Besatzung des dänischen Dampfers „Thorwaldsen“ wurde gestern nacht 2 Uhr von dem schwe⸗ dischen Dampfer„Mimosa“ in Helsingör gelandet. Der Dampfer „Thorwaldsen“ ist am Montag abend 47 Meilen westlich Hanst⸗ holm in der Nordsee von einem deutschen Dampfer torpediert —— Die Besatzung war von der„Mimosa“ aufgenommen worden..
Amsterdam, 22. Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Nach Mel⸗ dungen der Blätter ist der Dampfer„Königin Emma“ bei Longsand, nördlich Margate(nicht wie zuerst gemeldet bei Land⸗ send) auf eine Mine gestoßen. Zur Zeit des Unfalles befanden sich 100 Fahrgäste an Bord, außerdem die Besatzung von 180
wilde Spekulation anormale Preise geschaffen werden
sollten. 3 i 5 Die Anrechnung als Kriegsjahre.
Berlin, 21. Sept Folgender Erlaß des Kaisers, der aus dem Großen Hauptquartier vom 7. September datiert ist, ordnet die Anrechnung der Jahre 1914 und 1915 als Kriegsjahre an: 595 1 3
Als Teilnehmer an dem gegenwärti Kriege 1 755
delspreise geregelt, deren Höchstgrenze mit 40 Prozent Mann. Man glaubt, daß eine vom Sturm losgerissene Mine] 1. die Angehörigen des deutschen Heeres, der Marine, der Schutz⸗
5 e is i die b üst ebe 5 di Di d Polizeitruppen in den Schutzgebieten, die während des Krieges
. 7 ben r kestgesebt il gestoßen 0. ee e 5 eher Schlache einem Gefecht, einem Seelnazwor, oder an
5 5—— 3ödä—— einer Belagerung teilgenommen haben gleichgültig, ob diese Teil⸗ 1 Die neuen Steuern in England. nahme bei den deutschen oder den Streitkräften eines mit dem
Aus dem Reiche. g
Der Kaiser und der König von Bayern in Nürnberg.
Nürnberg, 22. Sept.(WTB. Amtlich) Der König von Bayern ist heute mittag 11 Uhr 30 Min. mit Sonder⸗ zug in Nürnberg eingetroffen. Pünktlich um 12 Uhr fuhr der Hofzug des Deutschen Kaisers in den Bahnhof ein. Die Begrüßung der Monarchen war äußerst herzlich, Nach Vorstellung des 3 Gefolges fuhren die Fürstlichkeiten in den be⸗ reitgestellten Kraftwagen zur Burg. Der Jubel der Bevölkerung war außerordentlich groß. Alle Glocken läuteten. Die Stadt war trotz der überraschenden Ankunft der Fürstlichkeiten im Fest⸗ gewande. Es herrschte herrlichster Sonnenschein.— Nach der An⸗ kunft auf der Burg fand die 1 des baye⸗ re durch den König an den Kaiser statt. Nach dem festlichen Akte war Frühstückstafel auf der Burg, daran anschließend Cercle. Sodann verweilten der Kaiser und der König eine Zeitlang im gemeinsamen Gespräche in 1— Gemachern Nach dreistündigem Zusammensein verließen, die Fürstlichkeiten Nürnberg, auf dem Weg zum Bahnhof mit der gleichen Begeisterung von der Bevölkerung begrüßt wie bei der An⸗ kunft. Um 3 Uhr rollte der Hofzug des Kaisers aus dem Bahn⸗ hof. Eine Viertelstunde später reiste der König mit Gefolge im
Sonderzug ab. Zur Kartoffelversorgung.
Berlin, 20. Sept. Der Kriegs ausschuß für Hon⸗ sumenteninteressen hat an den Staatssekretär des Innern Dr. Delbrück eine Eingabe über die Kartoffelver⸗ sorgung der Bevölkerung gerichtet, in der es heißt:
Allgemein wird angenommen, daß wir eine vorzügliche Kar⸗ 8 1— 297 55 nd und daß 1 L dufio 155 000 Pfund Sterling geschätzt Die Aenderungen ois iarttlage für den Konsumenten gun 7 ngen: ref 29e er gilem dee Abschaffung der Halbdennppost, gunsten Ernten e wagte, dee bk euer Enzellenz itte ich meinen ganz ergebenen Dank
wer 4975000 Pfund Sterling einbringen. Die Jahres⸗ die durch den Mangel an Futtermitteln eingetreten sind, zu be⸗] für die freundlichen Wünsche en nehmen zu wollen Ich ausgaben die im Mai auf 1388 Millionen Pfund geschäßt] trachten. In diesem Erntejahr dolrd ber Mangel an Futtermitteln] flebe zu Gott, daß er mir die Gnade gebe, meines Antes so wurden, werden jetzt 1500 Millionen betragen. Am Jahres- boch stäͤrter in Erscheinung keien als in dem voraufgegangenen zu malten, daß Staat und Kirche, Seine Masestct der Kaiser ende wird sich die Schuldenlast auf 2200 Millionen Pfund] Es besteht auch in landwirtschaftllichen Kreisen überenstinnmenz] und Seine Heiligkeit der Papst ihre Erwartungen erfüllt sehen.“ belaufen, aber dank des großen Reichtums Englands wird die Auffassung, daß die Kartoffel als Ersatzmittel für das Fehlen Berlin, 23. Sept. Ueber die Lage des deut chen die Schuld den Reichtum des Landes nicht erschöpfen. In⸗ wichtiger Futtermittel in ganz außerordentlich hohem Maße in Arbeitsmarktes im August 1915 berichtet das„Reichs⸗ 22 wird eine neue Anleihe notwendig sein. Die Schul⸗ 0
Anspruch 3 wird. Wenn auch im vorigen Jahre die be⸗ Großbritanniens verdreifachten, die lastung der Be⸗
— 275 g F 1— 3 5 so 1 4 5 75 g g 3 rt, auf diese Erfahrun u bauen und o or⸗ eee sich. Wenn der Krieg fortdauert, sorge die Scerung für bie wenschlich Nahrung außer acht zu wird mit diesen Zah en noch nicht das letzte Wort gesprochen] lassen. Das ist gegenwärtig um so bedeutsamer, als alle Nahrungs⸗ seim. Eine große Unterstützung für England ist die ständige] mittel fortgesetzt im Preise stiegen sind und die Kartoffel die Bereitwilligkeit des Voltes, alle Lasten zu tragen. Nach einer Nebslferun bei ihrer Bedarfsdeckung . schlde Auseinandersetzung, in welcher die Regierungsvor⸗ 5 ge allgemein gebilligt wurden, nahm das Unterhaus
Deutschen Reiche verbündeten oder befreundeten Staates erfolgt ist, 2591 Angehörigen des schen Heeres, der Marine, der Schutz⸗ und Polizeitruppen, die, ohne vor den Feind gekommen zu sein(Ziffer 1), sich während des Krieges aus dienstlichem Anlaß lte tens zwei Monate im Kri aufgehalten haben.
Als. sind anzusehen: a) das Gebiet der Staaten, mit denen das Deutsche Reich und die mit ihm verbündeten oder befreundeten Staaten sich im Kriege be nden, einschließlich der Kolonien dieser Staaten und Luxemburg, d) sämtliche deutsche Schutzgebiete, c) die Gebietsteile des Deutschen Reiches und der 2 7 35 3 oder dee 1 0. 3 riegerische Operationen stattgefunden den, gesamte 4 und e) das Kalten gebiet, soweit fie vom Feinde ge⸗ ahr Ind. 0
Eine Anrechnung von Kriegsjahren auf Grund der Ziffer 2 unter c, d, e findet nur für diejenigen Personen statt, die sich in den bezeichneten Gebietsteilen, im Falle c während der Dauer kriegerischer Operationen, im Falle d, e während ihrer Gefähr⸗ dung durch den Feind aufgehalten haben. i Fällen entscheiden darüber, ob die räumlichen 805 Voraus⸗ setzungen zu e vorliegen, die obersten Verwaltungsbehörden des Heeres, ob sie zu d und e vorliegen, die oberste Marineverwal⸗ tungsbehörde. Diese bestimmt auch, bis zu welchen Grenzen, Einbuchtungen und Häfen als Meeresgebiet anzusehen sind.
Denjenigen Kriegsteilnehmern, die sowohl im Kalenderjahr 1914 wie im Kalenderjahr 1915 die vors henden Bedingungen erfüllt haben, sind zwei Kriegsjahre anzukechnen. f
diesjährigen K Die 1 9—— der Kriegsgewinne wird zusammen
erhöht. Die Steuer auf sogenannte Patentmedizinen wird 7 verdoppelt. Um die Ausgaben für eingeführte Luxusartikel 7 r werden bei Automobilen, Films, Uhren, Taschenuhren, Musikinstrumenten, Spiegelglas und Hüten Zölle von 33,5 vom Hundert des Wertes erhoben. Das Er⸗ trägnis hiervon wird auf 1 950 000 Pfund, das gesamte Er⸗ is aus allen N Besteuerungen für ein volles Jahr
Berlin, 22. Sept(W. Nichtamtlich) Auf das Glück. l des Reichskanzlers an den Erzbischof 2 al or in Posen it folgende legte Antwort ein⸗
rigkeiten als befriedigend zu bezeichnen war.
Aus Stadt und Cand. ö„ 8 Gießen, 23. September 1915.
„Eisernes Kreuz erster Klasse. Im Bereich des 18. Armeekorps sind folgende Beleihungen mit dem ch Eisernen Kreuz 1. Klasse aufe, Oberstlt. u. Regtskomm. kent. 5641875 W 8 v. 782 8. enberg u. Pro itz, Hauptm. Keim, Hauptm. Frhr. Gans i Herr 5 9 3 Funn 3 ling, Hauptm. d. Res. Bingel, berlt. F ch, Ober⸗ leutnant Müller, Ltn. Wagner(Paul), Offizierstellb. Backhaus, Offizierstellv.(Vizefeldwebel) Schneider Jeldw. Belling, Unteroff. d. L. Becker, Han un v. Wiens kowski. i
bleibt. Wir nehmen an, daß, sobald die Spätkartoffel auf dem 0 Markt erscheint, eine lebhafte Nachfrage eintreten wird, da sofort das Budget einstimmig an.
5 Rotterdam, 22, Sept.(WTB. Nichtamtlich.) Der fi „Rotterdamsche Courant“ meldet aus London: Das Bud⸗ f get mit den neuen großen Steuern wird allgemein gut⸗
485 rl ee die 1 5 der Einkommen⸗
euer um rozent nicht übertrieben, wundert sich ergest 5 4 1 55 N neuerdings 25—.— r n kreCCiLdĩdng orden sind. Die tatsächliche Erhöhung der Staatseinnahmen daß sofor licht under e des laufenden Rechnungsjahres aus nen Lasten wird diese Befürchtungen nicht unberechtigt sind, ergibt die Mitteilung
ö 8 1755 5 des Deutschen Landwirtschaftsrats i Provinz Han⸗ weniger als 33 Millionen betragen. Wenn man die von! noder von den Baden een e ige don 5 g lf


