Ausgabe 
(22.9.1915) 223. Erstes Blatt
Seite
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1 N. 7 8 g srauen vereine bol befor Aue zur

ih Ei 013 Anholt. en Lebens(3. B. durch wür⸗

gung 15 3 1. en 1 b U igere Ausgestaltung der Kirchen wechslung im Gottesdienst, anderen Verhältnissen. Im Jahre 1912, als die Milchhändler Abendgotte dienste, andauernde Hetstunden, c außerhalb des den günstigeren Bedingungen der Zeit nicht folgen und den gottesdienstlichen 1 5 49 5 Kriegsfürsorge, Lebensmit⸗ Milchpreis nicht herabsehem wollten, taten sich die Eisenacher det nde an Arme, Beschaffung von Arbeit, Lazarettarbelten 175 0. i r Frauenvereine, Einrichtung eines Gemeindeblattes, Gemeinde⸗ rauen zusammen, gründeten einen Hausfrauenverein, hriese, Blätter⸗ und Liebesgabenversand an die Gemeindeglieder chrieben das Wort* ilchstreik auf ihre Fahnen unde im Felde, Verteilung von Schriften, größere r Mo⸗ warteten und warteten, siegesfroh anfangs, aber zweifelnd bilmachung der vorhandenen Hilfskräfte im Dienste der Gemeinde, am Schlusse, acht lange Wochen einträchtig und fest auf den] Betreibung sozialer Versöhnung u. a. m.). Für die Landge⸗ 3 W N r Mehrere 175 1 5 1 17 daß hier 175 N roßprod ten boten die Mi zum billigeren Preis an schon vor dem Kriege lebendiger gewesen sei als in Stadt⸗ Sea bel seteen Wege ern ßere aue ad den dee ewe u n 1 b 122 4 8 tengemeinsch ewor⸗ Schild,Hausfrauenverein durch die aufhorchende, Thü⸗ den, deren Vertrauensmann der Pfarrer ist. Es könnte diese Er⸗ ringerstadt. Das war der erste große Sieg, die Lebens⸗ scheinung allerdings durch folgende Einrichtungen noch vert bedingung, auf der sich alles weitere fast von selber auf⸗ und vor allem auch in einem dauernden Bestand erhalten werden: baute. Man hatte treu zusammengestanden, und die Produ⸗ Durch Umwandlung der Kirchenvorstände und Gemeindevertre⸗ ten von Eisenach und Umgebung hatten einen tiefen] tungen in Arheitsgemeinschaften im lebendigen Dienst an den Go⸗ espekt vor der unheimlichen Energie der Eisenacher Frauen meinden, durch häufigere, über religiös⸗sittliche Lebensfragen sich bekommen. In der Einigkeit und nur in dieser, hatten der orientierende Gemeindeversammlungen, durch volkstümlichere Got⸗ Erfolg und die nachmalige Stärke gelegen. Die Frauen 1 durch gemeinsam gesprochene Gebete in denselben, durch waren der Vorsitzenden, der ihr Feld herdengenie den Titel] Wechselgebete, durch vermehrte Betonung des Abendmahles als Der alte Fritz eingetragen hatte, durch Dick und Dünn gefolgt, nicht zu 1525 chaden. Das sollte sich bald im 2 großen Kampfe, dem Fleischkrieg, zeigen. Den

wirklicher Kommunion, durch Trauungen und Taufen innerhalb der Gemeindegottesdienste usw. Gewann man schon aus allen die⸗ sen Ausführungen den Eindruck einer ganz großartigen gemeinde⸗ r i 0 mäßigen Kriegstätigkeit unserer oberhessischen Kirchengemeinden, isenacher Frauen war das Fleisch zu teuer. Kurzerhand sso würde dieser Eindruck noch wesentlich erweitert durch die an⸗ machten sie in der Presse bekannt, wer das Fleisch binnen sschließende Aussprache, an der teilnahmen: D. Schian⸗ acht Tagen um 15 Pfg. pro Pfund billiger liefern wolle, Gießen. Pfarrer FTritsch⸗Ruppertsburg, Geheimrat Peter⸗ . ich bei auenvereins melden sen⸗ Darmstadt, Direktor Schoell⸗ Friedberg, Dekan Both⸗ möge sich beim Vorstande des Hausfr n Niederwöllstadt, D 1 1 und sei willkommen. Die Me hatten zwar in einer ea 7 17 ien Pfarrei langen Erklärung ihrerstes letztes Wort gesprochen; al eee ee ne als aber die Steine hart auf hart mahlten, und auch der leischstreik drohte, krochen fünf auf einmal zu Kreuze, ie dvegen ihres Entgegenkommens mit einmal den doppelten und dreifachen Zuspruch hatten; die übrigen schlossen sich an und unterboten noch die erste 2 Das war

Hier fanden noch einmal eine besondere Betonung die Wichtigkeit der Stärkung des sozialen Gefühles durch die Kirchengemeinde, der würdigeren Kirchenausstattung, der Frauenvereine, des Kir⸗ chenvorstandes als einer Arbeitsgemeinschaft u. a. Sehr ausführlich fragte man auch nach der Ursache eines stärkeren Kirchenbesuches 5 Weft 1 3 e Ne Wieberabnahme

4 5 zn d t. 3 un r Möglichkeit, ihn auch fürderhin auf der jetzigen Höhe zu er⸗

* zweite große Sieg. Zu 1 N halten. Schließlich wurde die Aussprache zur Erörterung des Pro⸗

isenacher Hausfrau ihren Braten im Topfe. Prei blems: Kirche und Arbeiterschaft. Aus der Zahl der

rungen für Wochenmarkt, Namensanschlag der Markt⸗ in der Debatte gegebenen einzelnen Anregungen sei noch das Ur

verkäuferinnen, Kartoffel⸗ und Fleischwarenverkauf alles lauberabendmahl erwähnt, das, allsonntäglich angeboten, das kennt man dank dem Zusammenarbeiten von Stadt⸗

verwaltung und Hausfrauenverein schon seit dem Bestehen

des letzteren, also seit drei Jahren. 8

ese äußeren Erfolge seien aber nicht alles gewesen, so

hrte die Rednerin weiter aus. Aus der gemeinsamen Ar⸗

beit habe sich ein wertvolles Zusammengehörig⸗

eee entwickelt, eine erwischung der

evangelisch⸗kirchlichen Gemeindeleben in der ganzen Provinz zu einem dauernden Segen werden möge.

Kreis Alsfeld.

O Storndorf, 21. Sept. Wehrmann Heinrich. Stehr von hier ist nach Mitteilung seines Feldwebels vermutlich in russische Gefangenschast geraten. Bei Beginn des Krieges kämpfte Stehr zuerst in Frankreich, wurde dann aber insolge eines e verwundet 3 1 Von der Verwundung ge 1 11 2 5 1[heilt, kam er zur Südarmee im Osten, wo er sich durch tapseres Verein kräftig und zielbewußt in die Erörterung der Tages⸗ Verhalten* Eiserne Kreuz 2. Klasse erwarb und zum Sestölten

befördert wurde.

auf manchen Orten schon zur stehenden und beliebten Kriegssitte geworden ist. D. Schian schloß die reiche, vielbelehrende Ta⸗ gung mit dem auch von uns geteilten Wunsche, daß sie unserem

Standesunterschiede, ein gegenseitiges Verständ⸗

nis für die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Unter⸗

schiede und Standeseigenheiten, das man jetzt um keinen

75 0. 5 8 g g. reis Lauterbach. tets reichlich Zeit gef nden für Vorträge belehrenden, sozia⸗ Lauterbach 9 Sept.. tagte hier die Synode len und ideellen Inhalts. Auch beim Ausbruch des Krieges] des Dekanats Lauterbach. Sie wurde eröffnet durch einen Gottes⸗ habe sich die Eisenacher Hausfrau auf der Höhe der Zeit dienst, in dem Pfarrer Veller aus Maar die Predigt hielt zeigt. 350 arme Kinder äßen zu Mittag in Familien von über 1. Petri Kap. V. 24 und 25. Es folgten sodann die ge⸗ Welnzangehsrigen, in einer Kinderspeisung des Vereins schäftlichen Verhandlungen. Dekan Müller erstattete den stigt, z:. des eee ee 7 5 Es 7 n ie ist daraus zu erwähnen, daß zwei Pfarrer des Dekanats mit ee Sebi e der Waffe dem Vaterland dienen, während zwei andere zur

7 4

l 17K 5 eine Militärseelsorge einberufen waren. In sämtlichen Gemeinden fan⸗ Ob 1 einen billigen Zuckerverkauf, alles mit[ den am 1. bezw. 2. August für die ins Feld ziehenden Krieger

kirchliche Abschiedsfeienn statt, meistens in Verbindung mit dem Heiligen Abendmahl. Desgleichen wurden in sämtlichen Ge meinden Kriegsbetstunden eingerichtet, die auch heute noch sehr gut besucht werden. Getauft wurden: 599 Kinder 67 mehr als im Vorjahr), Ehen wurden kirchlich eingesegnet 142(47 weniger als im Jahre zuvor; eine Begleiterscheinung des Krieges). Kir und Abendmaßlsbesuch haben durchweg eine außerordentliche gerung erfahren, wie auch die Gaben für die Werle christlicher Liebe und Barmherzigkeit. Es wurden hierfür aufgebracht in 1914 insgesamt 37038 Mk., fast 6000 Mk. mehr als im Vorjahr. Außerdem wurden weit über 20000 Mf. besondere Kriegs⸗ gaben durch die Pfarrämter aufgebracht. Es folgte sodann ein Vortrag von Pfarrer Wahl über:Was erhofften wir vom Krieg und inwieweit haben sich diese Erwartungen nach den bisher gemachten Erfahrungen erfüllt? Den Ergänzungsvortrag hielt Stadtpfarrer Schlösser. 8 Schluß berichtete über den Stand der Inneren Mission im Dekanat Pfarrer Schorlemmer.

»Kreis Friedberg.

. Butzbach, 21. Sept. Gestern sand die Versteige⸗ rung der Obsternte der Obstanlage auf dem Schrenzer statt; es hatte sich eine große Anzahl Steigliebhaber eingesunden. Das Obst war vorzüglich. Mancher Reinettenbaum kam auf 32 bis 34 Mark. Die Gemeinde hat einen Erlös von über 1000 Mt. erzielt. Gestern wurde ein junger Mann, der sich auf Wander- schaft befand, von Wachtmeister Liebau verhaftet. Nach den angestellten Ermittelungen hatte er einen Diebstahl ausgeführt. Er wurde dem Amtsgericht überliefert.

Starkenburg und Rheinhessen.

ch. Bingen, 21. Sept. Ein schweres Unglück hat sich 157 morgen im benachbarten Kempten ereignet. Auf dem Bernet⸗ chen Anwesen explodierte der Kessel einer im Gang befind⸗ lichen Dreschmaschine kurz vor Beginn des Schulunterrichts. Die Schule befindet sich neben dem Anwesen, wo die Dreschmaschine aufgestellt war. Eine Anzahl Kinder hatte sich bereits eingefun⸗ den. Während zwei an der Dreschmaschine beschäftigte Leute, darunter der Besitzer Berent selbst, Verletzungen davontrugen, wurden etwa 1012 Kinder teils verbrüht, schwerverbrannt oder sonst erheblich verletzt. Alle wurden nach dem Hospital in Bingen geschafft. g

Hessen⸗Nassau. 8

= Bad Homburg v. d. H., 21. Sept. Die Stadtver⸗ ordnetenversammlug bewilligte heute einstimmig 100000 Mark zur Zeichnung auf die dritte Kriegsanleihe. Nach einem vorläufigen Ueberblick über die Stadtkassenrechnung von 1914 schließt diese mit einem Fehlbetrag von 133322 Mk. ab, ein Abschluß, den Oberbürgermeister Lübke unter Würdigung der Zeitverhältnisse als verhältnismäßig günstig betrachtete.

fe. Wiesbaden, 21. Sept. Heute früh 7 Uhr trafen

g f 4 87 N e N 32 verwundete Türken unter Führung von zwei Offizier⸗ 5 n e Nr 1. ieh durch Stellvertretern hier ein. Sie sanden im Genesungshenn sür An⸗ den N edges 1 sie Gliedern helfen wolle, 19 ren, Ie e 1 7 4* 2 2 1 4 S.. 5un arine usnahme. Die ottomani en, rieger kamen irekt e wie sie sich teils trotz des Krie es, teils durch denselben in Ant erst in den nächsten Tagen hier ein. An der rumänischen Grenze seren Städten breit machen wolle innerlich auf der anderen wurde ihnen die Durchreise in Uniform verweigert und sämt⸗ Seite aber durch wirtschaftlich⸗soziale Fürsorge auch änßerlich liche Leute mußten sich erst Zivilkleider, beschaffen, um die Reise u überwinden Ihre Bemühung gehe hauptsächlich darauf, neben hach bier sortzusetzen. Für Freitag ist eine Besichtigung des redigt Seelsor e usw. durch Organisierung einer besonderen, hiesigen Kaufmanns-Erholungsheims vorgesehen und für nächste gedberen Genzerderg pile Benen. die scrwere Berluste eretken Wee

5 in 87 75 55 25 885. in 99555 mNärktf, 5 5

erte nicht zu unterschätzende persönliche Anteilnahme zu gewäh⸗ 5 2 xen, ferner ihrem vom Krieg finanziell härter betroffenen Glie⸗ le. Frankfurt a. M. e ri 3 Sept. dern zu einer vermehrten Erwerbsfähigkeit zu verhelfen, beson⸗] Auftrieb: Rinder 460(Ochsen 33, Bullen 3, Kühe und Färsen ders die aufs Verdienen angewiesenen Frauen durch Erweiterung 2 4 75 der en e 1

den verschämten Armen nachzugehen, außerdem den vergessenen un rt ö f armen Gemeindegli im 7 0 i 1 ruchtmarkt ist eine Aenderung in der Lage nicht eingetreten. 0 mere Arbeit zu kun, die der Tad done Maid vellerte Mats 6596 Ml., Gerste 8 1 Ak. Futlernitel 0

l.

i 0 lei andere Arbeit zu tun, die der T ingt g

51 0 ve 1 dürfe. 4 ausführliche e sehr knapp und sest. Kokoskuchen 6263 Mk., Leinkuchen 6869

dieser Ausführungen brachte Dekan Guß mann, indem er die] Mk. Alles für 100 kg. 11 1 5101 t

Arbeit der Industriegemeinden, wie sie sich im Delanat[ le. Frankfurt a. M., Sept. Karto selmarkt.

finden, schilderte. Auch hier ist das Ziel Erhaltung und Kartoffeln ab Welterau 6.256.75 Mk., Industriekartoffeln ab des religiös⸗sittlichen Lebens und zwar durch Betäti⸗

rung an Hütten und Paläste pochen. Es gilt, mit dem Vor⸗ en haushalten, mit dem uns Zufallenden sparen. Es heißt sorgen für das zum Teil vaterlose neue Geschlecht. Die Hausfrau muß lernen, für die All⸗ gemeinheit zu denken und zu handeln. Das alles erfordert eine bedeutsame Erweiterung ihres wirt⸗ . und staatsbürgerlichen Gesichtskreises. Nie hat as Vaterland seine Frauen notwendiger ge⸗ braucht als jetzt. Zeigen wir uns unserer großen Auf⸗ 20* tem Zusammenschluß würdig und ge⸗ achsen! 8 a Der Saal hallte nach diesen Worten wieder von freudi⸗ ger Zustimmung. Frau Oberstleutnant Naumann hob alsdann den jungen Gießener Hausfrauenverein aus der Taufe. Sie konnte bereits mit einem fertigen Programm und namentlich mit greifbaren Vorschlägen für die Organi⸗ sation und die Zusammensetzung des Vorstandes vor die Ver⸗ sammlung treten, so daß die Gründung im Handumdrehen geschehen war. Der Vorstand, der natürlich einstweilen einen provisorischen Charakter hat, Leh sich aus Frauen aller Schichten zusammen. Es wurden Listen für die Einzeichnung als Mitglied in Umlauf gesetzt, in die sich trotz der Kürze der Zeit Frauen eintrugen, die Vorsitzende des neuen Ver⸗ eins Frau Rechtsanwalt Leun hielt eine kurze Ansprache, eine kleine Diskussion folgte, und damit war die Versamm⸗ lung, die ihren Zweck in der besten, weil einfachsten Art er⸗ reicht hatte, beendet. Gießen hat seinen Haus⸗ frauenverein. Hoffen wir, daß von seiner Tätigkeit die Oeffentlichkeit viel reuliches zu hören bekommt. Viele dankbare Ziele gilt es auch bei uns zu erreichen. *

** Oberhessischer Gemeindetag. 75 unserem schon gestern veröffentlichten kurzen Bericht über den Sberhessischen Ge⸗ meindetag vom vergangenen Montag sei noch einiges nachgetragen. Zum* Die Stadtgemeinde im Kriege führte Pfarrer D.

425), Kälber 921, Schafe 124, Schweine 529, Ziegen 3. Geschäst

langsaun.. 1e, Frankfurt a. M., 22. Sept. Fruchtmarkt. Auf dem

nassauischen Stationen 6,25 7,00 Mk. Alles per 100 8g.

% 9

TC

*

le, Srautfurt a..,. Cel. zul bein culigen e und Strohmarkt war nichts angefahren. *

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch⸗ und Brotpreise am 20. September 1915.

Schlachtviehpreise m Orankfurt a. M.

Fleischpreise in Gießen

Ochjen 50 Kg. Schlachtgewicht% g. 116120 Pfg.

110-140 Mt.

Kälber Kg. Schlachtgw. 115.137 Pi. 114118 Pfg.

Schweine /,

480120.

3 N

Getreidepreise 1 m ann he

im Vretwrelt im Gießen:

Weizen 100 Ng. 27.00 Mk. Roggen 100 Kg. 23.00 Mik.

Uirehliche Nachrichten.

Weißbrot 2 Kg. Pfg., Schwarzbrot 2 ög. 68 Pig.

Israelitische Religionsgemeinde.

Gottesdienst in der 8 Douuerstag, den 23., und Fr

ynagoge(Süd⸗Aulage). citag, den 24. September 1915:

Laubhütteufest.

1. Tag: Vorabend: 6 Uhr

Morgens: 8.30 Uhr. Predigt.

Nachmittags: 4 U 2. Tag: Vorabend: 7 Uhr Abends: 6 Uhr.

Wetteraussichten in Hessen a Heiter, trocken, kalt, Nachtirost.

Letzte

hr. Morgens: 8.30 Uhr.

m Donnerstag, den 23. Sept. 1015:

achrichten.

Zum Beginn des Angriffs auf Serbien. i. Köln, 22. Sept. DieKöln. Ztg. meldet aus Zürich: Die hiesigen Blätter erblicken in dem Artillerie⸗

duell an der Morawa den sive gegen Serbien,

Beginn der großen Offen⸗ deren Zweck der Durchbruch

nach Bulgarien ist. Der militärische Mitarbeiter derZüri⸗ cher Post rechnet mit einem zweiten Flußübergang über

die Donau gegenüber der Mo

rawamündung, wobei der Vor⸗

stoß aufwärts direkt ins Innere des Landes gehen soll. Die Entfernung SemendriaNisch betrage nur 150 Klm. gegenüber 260 Klm. zwischen NischMitrowitza. Um die Verbindung mit Konstantinopel zu erreichen, bedürfe es

nicht einmal eines Vorstoße

s in Serbien. Schon die Be⸗

setzung des südlichen Donauufers ermögliche alle

Transporte durch Bulgarien. Weltkrieges habe begon schlagen Bulgariens

Ein neuer Abschnitt des nen. Nun sei auch das Los⸗ zu erwarten. 8

Die Stimmung in der Türkei.

Konstantinopel, 22.

Sept. Der Beginn des serbischen N

Feldzuges löst hier große Bewegung aus. Mit gespannter Auf⸗ merksamkeit richten sich nunmehr die Blicke der hiesi en öffent⸗ lichen Meinung auf Bulgarien. Auf türkischer Seite besteht

das ehrlichste Bestreben, dem n

neugewonnenen Freund das weit⸗

gehendste Entgegenkommen zu beweisen. Die hiesigen maßgebenden

Kreise nehmen an, daß sich Ru bei allen weiteren Schritten B

mänien und Griechenland

ulgariens als Neutrale betrachten

werden, so lange nicht ihre eigenen Interessen bedroht werden.

Gegen die Wehrpflicht in England. 0 Kristiania, 22. Sept. Aus London wird gemeldet: Die

Arbeiterpartei veranstalt versammlungen in Großbritann

Ludwig Gaughofe im Schützengraben schwer verw

gast des Kaisers bei den Armee

ete am Sonntag große Protest⸗ ien. 45000 Versammlungen wur⸗

den im ganzen abgehalten, in denen gegen die Wehrpflicht Stellun⸗ genommen wurde. Der Gewerlsverband der Arbeiterpartei verö fentlicht eine Kundgebung, in der für den Fall der Einführung der Wehrpflicht der Generalstreik angedroht wird.

ughofer schwer verwundet. 75 Wie dieT. R. erfährt, ist der Dichter Ludwig Ganghosen

undet worden. Er soll das line

Auge verloren haben. Ganghofer weilte seit Kriegsbeginn al

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