Winterobst beim Kreise deckt. Um in diesem Herbst nament- lich die weniger bemittelten Bewohner Gießens mit und preiswertem Winterobst zu versorgen, schwebten
schen der Kreisstraßenverwaltung und der Stadt Ver⸗ andlungen, wonach die Stadt vom Kreise ca. 1000 Zentner Winteräpfel zu mäßigem Preise hätte erwerben und an — 4 Bemittelte hätte weiter verkaufen können. Nach⸗ städtische Ausschuß für Lebensmittelversorgung
deren Berechtigung man nicht verkennen
darf und die insbefondere in den bei dem Weiterverkauf ierigkeiten zu suchen sind, das ihm e 2 nicht glaubte weiter verfolgen zu sollen,
sich die Kreisverwaltung entschlossen, der städti⸗ schen Bevölkerung— naturgemäß in beschränkterem Um⸗ — noch eine Gelegenheit zum Erwerb guten
und billigen Obstes zu geben. Sie wird zu diesem Zweck ihrerseits ein weiteres Quantum von 400—500 Zent⸗ ner Aepfeln selbst ernten und in Gießen zum Verkauf bringen. Geeignete Lagerräume hat das Großh. Hoch⸗ bauamt Gießen in dem Amtsgerichtsneubau dahier in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt, wo auch der Verkauf an Private stattfinden wird. Daß bei dieser Ge⸗ Händler abgegeben wird, dürfte in
aus Gründen, sich ergebenden
legenheit kein Obst an Anbetr des Zweckes,
bunden ist, selbstverständlich erscheinen.
Vorausbestellu
von 8—12 Uhr auf Zimmer Nr. 20 im„ ee
entgegengenommen. Die
öffentlich mitgeteilt werden. Die Preise werden je nach den Sorten für die 2. Quali⸗ für die 1. Qualität 10—15 Pfg. für
tät etwa 6—8 Pfg. und das Pfund betragen. Es
keinesfalls mehr wie 3 Zentner abgegeben werden. Die ge⸗ ringste Menge, die abgegeben wird, beträgt 20 Pfund. Nicht stattfindenden Versteigerungen an den Kreisstraßen, sondern auch hier am Platze selbst wird hiernach Gelegenheit geboten sein, gutes Obst zu mäßigen
nur bei den demnächst
Preisen zu erwerben.
* Ein heimatgeschichtlicher Streifzug durch Watzenborn und Umgebung. Ueber den Namen des Dorfes Watzenborn ist schon viel ge⸗ schrieben worden. Nach einer Lesart soll ein Graf Watzo der Gründer gewesen sein. In humoristischer Weise wird die Ent⸗ stehung des Namens in einem Sagenbuch folgendermaßen. geschilberk: Das Dorf war fertig, hatte aber noch keinen Namen. Da versammelte der Schultheiß die Bürger und
forderte sie auf, einen
Keiner konnte einen Vorschlag machen, alles verhielt sich still, bis auf einmal der Gemeindesauhirt herzulief und aus vollem Halse schrie:„Der Watz is in Born gefalle!“„Der Watz im Born“ und„Watz alle Bürger und der Schultheiß schriebs nieder— das Dorf
hatte seinen Namen.
An das Schwein aber erinnern uns noch drei Ge⸗ markungsnamen. Vor Steinberg liegt der„Säumagen“. Auf„Mocks“ Wiese feiert man alljährlich die Kirmes und die„rut Mock“= die„rote Mucke“ heißt ein Feld in der
emarkung des au
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Sgegan Dörschens im. l⸗ dicht 1. Pohl Pfahlgmaben—. 3
durch die Gefangennahme des 3 Jahre 1792 bekannt ge en. Ney
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verdienste wurde u. a. Exzellenz Staatsminister Dr. von Ewald, Finanzminister Braun, dem Minister des Innern Freiherrn v. Hombergk zu Vach, dem Groß⸗ herzoglichen Gesandten in Berlin, Wirkl. Geh. Rat von Biegeleben, dem Vorstand des Kabinettsministeriums, Wirkl. Geh. Rat Römheld, dem Ersten Vorsitzenden des Hessischen Landesverbandes des Roten Kreuzes, General z. D. Korwan, dem Stellv. Kommand. General des 18. Armee⸗ korps, General der Infanterie Freiherrn v. Gall, dem Chef des Stabes des Stellvertretenden Generallommandos des 18. Armeekorps, Generalleutnant de Graaff, dem Kommandierenden der Stellvertretenden 49. Infanterie⸗ Brigade, Generalleutnant z. D. Nöll, dem Kommandan⸗ ten von Darmstadt, General z. D. v. Lyncker verliehen.
—
* Kriegsanleihe und Schule. Von einem nachahmenswerten Beispiel berichtet uns die Leitung des hiesigen Pädagogiums. Sie hat beschlossen, den Schü⸗ lern eine Beteiligung an der Zeichnung der Kriegsanleihe zu ermöglichen. Jeder kann so viel zeichnen, wie die Eltern für gut und angemessen halten. Für die Gesamtsumme dieser Einzelzeichnungen erwirbt dann das Pädagogium Kriegsanleihe. Verläßt ein Schüler die Anstalt, so erhält er den Nennwert seiner Zeichnung in bar aus⸗ gezahlt. Während der Dauer des Besuches der Schule erhält jeder zu den betreffenden Zeiten den auf seinen Kopf ent⸗ fallenden Betrag an Zinsen.
* Unrichtige Angaben der ausgedroschenen Ge⸗ treidemengen sind, wie man begründeten Verdacht hat, auch in unserem Kreise vielfach gemacht worden. Es wird daher, wie das Kreisamt in der vorliegenden Ausgabe des „Gieß. Anz.“ bekannt macht, in der nächsten Woche in allen Gemeinden des Kreises eine genaue Nachprüfung der gemachten Angaben durch die Gendarmerie stattfinden. Wer vorher noch das Bedürfnis fühlt, die gemachten Angaben
u berichtigen, muß dies schleunigst tun. Sobald der Gen⸗ arm erscheint, ist es zu spät; dann tritt gegebenenfalls die Strafverfolgung in Kraft.
*** D.⸗-U.⸗Musterung. Die vorliegende Nummer ent⸗ hält eine Bekanntmachung der Ersatz⸗Kommission des Kreises Gießen betr. die Termine der Musterung der dauernd Untauglichen. ö
** Anlagemusik. Morgen vormittag 11½ Uhr findet in der Süd⸗Anlage Konzert statt, ausgeführt von der Kapelle des Landsturm⸗Infanterie⸗Ersatz⸗Bataillons Gießen. Die Spiel⸗ Folge verzeichnet: Parademarsch von J. Möllendorf, Festspiel Ouvertüre von L. Gärtner, Paraphrase über das Lied„Ein Vöglein sang im Lindenbaum“ von Eberle, Romannesca Fantasie von F. Zikoff, Mit Sang und Klang, Potpourri von Schreiner, Unsere Feldgrauen! Marsch von C. Krauße, Großh. Musikdirektor a. D.
* Die Kaiserliche Postagentur in Holz⸗ heim(Kr. Gießen) wird vom 19. September ab vor⸗ übergehend außer Wirksamkeit treten, eine Post⸗ und Telegraphenhilfstelle bleibt im Orte bestehen. Die Be⸗ stellung erfolgt von Langgöns aus.
** Ein Zeichen vaterländischer Gesinnung hat die Schuljugend von Elbenrod an den Tag gelegt, indem sie den Verwundeten in der Braugasse zwei Eimer gepflückte Heidel⸗ beeren, je 10 Pfund, als Liebesgabe übersandte.
Landkreis Gießen.
A Heuchelheim, 17. Sept. Auch hier war die Kauflust bei der Gemeindeobstversteigerung sehr rege. Ein Apfelbaum wurde mit 82 Mk. bezahlt. Der Gesamterlös der Obst- bäume ergab sogar für die Gemeindekasse die Einnahme von nahezu 4000 Mk.
B. Lang⸗Göns, 17. Sept. Den Heldentod starb der Offizier⸗Stellvertreter Otto Heidt beim Infanterie-Regt. 222.— Kriegs freiwilliger Nern, 3. Komp. Juf.-⸗Regt. 222, liegt ver⸗
„die jedes Jahr ihren Bedarf an Spielplan des Großh. Kyrhaustheaters Bad⸗Rauheim.
Sonntag, den 19. September:„Die spanische Fliege.“ Montag, den 20. September:„Mein alter Herr.“ Mittwoch, den 22. Sep⸗ tember:„Moral.“ Freitag, den 24. September:„Die Anna⸗-Lise.“ Sonntag, den 26. September:„Herrschastlicher Diener gesucht.“ Montag, den 27. September:„Wohltäter der Menschheit.“— Schluß der Spielzeit 1915: Montag, den 27. September.
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. l
Sonntag, den 19. September, abends 7 Uhr:„Der arme Hein⸗ rich.“ Montag, den 20. September, geschlossen. Dienstag, den 21. September, abends 7 Uhr:„Die lustigen Weiber von Windsor.“ Mittwoch, den 22. September, abends 7 Uhr:„Carmen.“ Donners⸗ tag, den 23. September, abends 7 Uhr:„Der arme Heinrich.“ Freitag, den 24. September, abends 7½ Uhr:„Der Bettelstudent.“ Samstag, den 25. September, abends 7 Uhr:„Der Postillon von Lonjumeau.“ Hierauf: Charaktertänze. Sonntag, den 26. Sep⸗ tember, abends 7 Uhr:„Tannhäuser.“ Montag, den 27. Sep⸗ tember, abends 7¼ Uhr:„Don Juan.“ Dienstag, den 28. Sept., abends 7 Uhr:„Der Postillon von Lonjumeau.“ Hierauf: Charakter- tänze.“ Mittwoch, den 29. September, abends 774 Uhr:„Der liebe Augustin.“ Donnerstag, den 30. September, abends 7 hr:
„Jigaros Hochzeit.“ Schauspielhaus.
Sonntag, 19. September, abends 7 Uhr:„Die Jungfrau von Orleans.“ Montag, den 20. September, abends ½8 Uhr:„Doppel- selbstmord.“ Dienstag, den 21. September, abends ½8 Uhr: „Datterich.“ Mittwoch, den 22. September, abends ½8 Uhr: „Nordische Heerfahrt.“(Die Helden auf Helgoland.) Donnerstag, den 23. September, abends 7 Uhr: Erste Vorstellung zur Feier der Enthüllung des Theodor Körner-Denkmals in Frankfurt a. M.: Einleitende Worte von Emil Claar. Hierauf:„Aus der Zeit der Freiheitskriege.“ Dann: Zum ersten Male:„Josef Heyderich oder Deutsche Treue.“ Drama in einem Akt von Körner. Zum Schluß: „Der Nachtwächter.“ Posse in einem Akt von Körner. Freitag, den 24. September, abends 7 Uhr: Zweite Vorstellung zur Feier der Enthüllung des Theodor Körner-Denkmals in Frankfurt a. M.: Einleitende Worte von Emil Claar. Hierauf:„Aus der Zeit der Freiheitskriege“. Dann:„Josef Heyderich oder Deutsche Treue“. Zum Schluß:„Der Nachtwächter“. Samstag, den 25. September, abends ½8 Uhr: Goethe-Abend:„Stella.“ Ein Trauerspiel in fünf Akten von Goethe. Hierauf: Zum ersten Male:„Der Bürger⸗ general.“ Ein Lustspiel in einem Aufzug von Goethe. Sonntag, den 26. September, abends ½8 Uhr:„Die Schöne vom Strande“. Montag, den 27. September, abends 7 Uhr:„Die Jungfrau von Orleans.“ Dienstag, den 28. September, abends„18 Uhr:„Doppel- selbstmord.“ Mittwoch, den 29. September, abends ½8 Uhr: Goethe- Abend:„Stella.“ Hierauf:„Der Bürgergeneral.“
Märkte.
fe. Frankfurt a. M., 17. Sept. Auf dem heutigen Heu⸗ und Strohmarkt war nichts angefahren.
FC. Wiesbaden. Viehhof- Marktbericht vom 17. Sept. Am heutigen Viehmarkt standen zum Verkauf; 103 Rinder(darunter 12 Ochsen, 6 Bullen und 85 Kühe), 84 Kälber, 65 Schafe und 43 Schweine. Der Auftrieb wurde bei lebhastem Handel und bei gleichen Preise wie am 13. d. Mts. schnell abgesetzt.
der mit diesem Obstverkauf ver⸗ ngen werden schon jetzt morgens
Verkaufstage selbst werden noch
sollen an den einzelnen Haushalt
senden Namen vorzuschlagen.
im Born“ riefen einstimmig
Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in Hessen am Sonntag, den 19. Sept. 1915: Wolkig, meist trocken, kühler.
Letzte Nachrichten.
Die Vertagung der Duma und das russische Volk.
Kopenhagen, 18. Sept. Aus Petersburg wird tele⸗ graphiert: Die gestrige Vertagung der Reichsduma hat im ganzen Lande eine große Erregung hervorgerufen. Die Verbände, Städte und Semstwos ersuchten sofort tele⸗
2 5 f 1 5 J J wi im L.— Kriegsfreiwilliger Karl Hetzler, früher 5 i i schrieb dort in eine Fensters mit einem Edelstein seines wundet im Lazarelt. a f graphisch um die Erlaubnis zur Abhaltung eines es, 1 N beim Inf.⸗Regt. 222, jetzt 224er, ist vermißt. 1 85 Siegelringes Namen und Datum. Noch vor 10 Jahren rl berg, 17. Sept. Der hiesige Arzt, Dr. Becker, in dem die politische Lage erörtert werben soll. Wie ver⸗
wirtin eines Knäbleins
Ruine„ 0 ö Friedhof Gießen aus deutlich 1 von der man einen 2 Rundblick genießt. Bei
klarem Wetter sieht man
vor sich liegen. Diese Mühle war eine Bannmühle, gehörte einem„Verband“ einer Genossenschaft von Bauern, und auf ihr— so erzählte noch oft der vor mehreren Jahren ver⸗ storbene 90jährige Rechner Leidig in Grüningen, der die Stadt⸗ und Festungsmauern noch mit eigenen Augen
sehen hat— konnten in
len werden. Auf der anderen Seite von Grüningen,
nach Holzheim zu, lagen
zerstörten Dörfer Bergheim und Benkheim und hinter Hol
beim,„da, wo der eg dung 05 ührt“, so heißt es in der alten Chronik, lag das Dorf
. lheim. Heute sind
in Oberhessen, das eine in der Wetterau gelegen, das andere
bei Gießen. Das letztere ist neben Ruttershausen das einzi
ben.
Dorf auf der rechten fiel bekanntlich alles übri
Preußen.
U i 4 2* * Oberhessischer Gemeindetag. Es sei noch⸗ mals darauf hingewiesen, daß die für Oberhessen bestimmte Gemeindekonferenz am nächsten Montag, 20. Sept., i Johanneskirche stattfindet. Das Programm ist im Inseratenteil dieser Nummer mitgeteilt. Auf vielfachen wird der auf 2¼ Uhr angesetzte Anfang um eine Viertelstunde r so daß auch die von aus⸗ wärts um 3 Uhr eintreffen öffnungsansprache der ganzen Konferenz, insbesondere beiwohnen können. Manchen Mißver⸗ ständnissen entgegen sei ausdrücklich bemerkt, daß alle evangelischen Gemeindeglieder, Männer und Frauen, herz⸗
im Saal der
3 reichliche
ubm Vorträgen,
lich willkommen sind.
* Das Allgemeine Ehrenzeichen für Kriegsverdienste. Der Großherzog will Ver⸗ dienste im Kriege, die nicht mit der oder mit dem militäri
Es ist am vorge
offizteren und Mannschaften am Kriegsbande zu 1— Um besonders 3 die Tätigkeit würdigen zu können, der sich viele im Dienste der Krie 5 ro g ein Ehrenzeichen für Kriegs fürsorge.
er
schöue Schrift lesen. Da, auf einem hellen schönen Mittag die Scheibe plößlich weg, wie dem Pappe seine Dose, sie war und blieb verschwunden. Mar⸗
genas, erbot er sich zur Uebernahme der Patenstelle, ein Anerbieten, das aber dankbar abgelehnt wurde. Das Kind erhielt den Namen Johann Georg und war im Dorf als Flurschütz unter dem Namen„Juste Hanjer“ bekannt. Dem r dieses fiel Vorstehendes lebhaft bei, als er im Ausstellungsjahr 1900 zu Paris im Jardin du Luxembourg vor dem Denkmal des Marschalls Ney stand. 8 Festung Grüningen stand eine Windmühle — die ti i rüni Trieb und
de c der ahn lee 1 gene eee edend, an daß 5
schen Sanitätsverdienstkreuz aus⸗ gezeichnet sind, durch das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:„Für Kriegsverdienste!“ ehren.
lautet, beabsichtigt die Regierung, einige weniger wichtige Punkte der von der Duma verlangten Reformen du zuführen. Eine Aeußerung des bulgarischen Ministerpräsidenten. Zürich, 18. Sept.„Giornale d'Italia“ vsröffentlicht eine Aeußerung Radoslawow's, in der es heißt: Die Garantien, die wir verlangen, sind reell und korrekt. Wenn wir unsere Rechts⸗ ansprüche nicht anders geltend machen können, werden wir es mit den Waffen tun. Der Vierverband wünscht unser Eingreifen in den Krieg, die Zentralmächte wünschen unsere Neutralität. Wir können unsere Neutralität noch recht lange wahren. Unser höchstes Ziel ist die Vereinigung aller Bulgaren und dazu ist
ibt seine Praxis hier auf und siedelt Ende dieses Monats nach Jüterbog(Provinz Brandenburg) über. Er war länger als ein Jahrzehnt in unserer Stadt als Arzt tätig.
Kreis Büdingen. 5 ar Vonhausen, 17. Sept. Die Hessische Tapferkeits⸗ medaille erhielt der Unteroffizier Kirchner im Infanterie- Regiment 87. Ii Mittelgründau, 17. Sept. Der hiesige Bürgermeister Knecht erhielt das Eiserne Kreuz; vor einem Vierteljahr wurde ihm die Hessische Tapferkeitsmedaille zuerkannt,
Kreis Alsfeld.
E Mücke, 17. Sept. Gestern ereignete sich hier ein be⸗ dauernswerter Unfall. Frau Schumann, deren Ehemann schon seit August 1914 als vermißt gemeldet ist, und deren ein⸗ ziger Sohn aus erster Ehe auf einem Marsche in Ungarn an einem Hitzschlage verschieden ist, war mit Aepfelabmachen be⸗ schäftigt. Sie wurde dabei von einem Schwindelanfall befallen und stürzte von der Leiter herab. Dabei zerbrach sie das Schlüsselbein und erlitt Quetschungen an der Brust, so daß sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte.
Kreis Friedberg.
+ Bad-Nauheim, 17. Sept. Bis zum 16. September 1915 sind 19673 Kurgäste angekommen. Bäder wurden bis zum 9 ge⸗ 16. September 1915 254 982 abgegeben. 24 Stunden 20 Säcke Frucht ver⸗ Ab Reichelsheim, 17. Sept. Am 5. d. Mts. war es ein Jahr, daß die ersten Verwundeten das Genesungs⸗ lazarett im hiesigen Pfarrhause bezogen. Bis jetzt wurden gegen 130 erkrankte oder verwundete Soldaten verpflegt.
ib Rodheim v. d. H., 17. Sept. Die Hessische Tapfer⸗ keitsmedaille erhielt der Gefreite Ewald im Dragoner— Regiment 23.
5 ichen in Quartier lag. Als die Haus⸗
den Krieg einzutreten. Die Türkei ist stärker als man in Europa glaubt. Einem Balkanbunde sind wir günstig gestimmt, immerhin muß uns vorher Mazedonien gegeben werden.
Die Anleihe der Entente in Amerika.
Rotterdam, 18. Sept. Reuter meldet aus New Pork: In finanziellen Kreisen geht das Gerücht, daß die Anleihe der Alliierten nur ½ Milliarde Dollars betragen werde. Die Banken erklärten gestern beinahe einstimmig, daß eine Milliarde Dollar nicht nötig sei, und daß der Ausschuß sich eventuell mit der Hälfte begnügen müsse. Die Bedingungen und näheren Einzel⸗ heiten sollen dann rasch geregelt werden.
Der Winter auf dem italienischen Kriegsschauplatz. b
Wien, 18. Sept. Aus Innsbruck wird gemeldet: Süd⸗ tiroler Blättern zufolge ist in den Tiroler Bergen starker Schneefall niedergegangen, was den Italienern augenschein⸗ lich die Kampfeslust verleide. Die italienischen Truppen scheinen bereits ihre Winterstellungen zu beziehen. 5
Warte“— die man von
de Teile der Stadt Friedberg
die ebenfalls im 30jährigen Krieg dem hintern Tal von Butzbach
noch zwei Orte dieses Namens essen⸗Nassau.
m. Neustadt, 17. Sept. Bei dem Verkauf des städtischen ge[Obstes wurden 1889,60 Mk. erzielt; rechnet man den Erlös aus Frühobst mit 455,10 Mk. hinzu, so beträgt die Gesamteinnahme an Obst 2335,70 Mk. gegen 622,30 Mk. im Vorjahre. Die kom- munalständische Verwaltung erzielte einen Obsterlös an der nieder- rheinischen Landstraße von 710,50 Mk. Hiernach stellt sich der Obstertrag aus unserer Gemarkung auf 3046,20 Mk.
Aus dem Ebsdorfer Grunde, 17. Sept. In Mölln wurde gestern die älteste Einwohnerin des Ebsdorfer Grun⸗ des und vielleicht des ganzen Kreises, die Witwe Anna Barbara Lemmer, zu Grabe getragen. Die Verblichene, die 97 Jahre alt wurde, ist besonders dadurch weit über die Grenzen ihrer hessischen Heimat bekannt geworden, daß sie sich mit ihrem seit etwa 20 Jahren schon im Grabe ruhenden Gatten, als sie ihre goldene Hochzeit begingen, in ihrer Hessentracht auf einem Bilde verewigen ließen. Dieses wohlgelungene Bild hat nachher auf Ansichtskarten usw. eine weite Verbreitung gefunden.
m. Treysa, 17. Sept. Ein Fettviehmarkt, bei dem der Zwischenhandel ausgeschlossen war, wurde gestern hier abgehalten. Es waren ungefähr 50 Kühe und Rinder auf⸗ 171 Die Preise waren 1. Qualität 52 Mk., 2. 50 Mk.,
R Dillenburg, 17. Sept Die e der Schnellzugsteilstrecke Weidenau— Dillen⸗ burg erfolgt am 1. November. Schnellzüge halten in Weidenau, Siegen und Dillenburg; auf Strecke Dillen⸗ burg— Burbach Betzdorf verkehren alsdann keine Schnell⸗ 17 mehr; die Schnellzugsfahrt Gießen— Köln führt über
illenburg— Siegen Betzdorf.
2***
Für Rheumatiker u. Neuralgieleidende. In einem Tage von 2 eie, Schmerzen efreit.
Herr Josef Wilhelm, München, schreibt:„Seit 2 Monaten litt ich derart an Ischias, daß ich nicht gehen und nicht stehen und das Bett nicht verlassen konnte. Ich hätte aufschreien mögen vor Schmerzen. Kein Mensch glaubt, was ich gelitten habe. Nichts balf mir. Da brachte mir meine Frau aus der Avotheke Togal mit. Die Wirkung war geradezu wunderbar. Nachdem ich nur wenige Tabletten genommen hatte, war ich vollkommen wieder bergestellt. Ich gebe daher jedem Leidenden den Rat, sich sofort. aus der nächsten Apotheke das überaus billige und unfehlbar wirkende Togal zu besorgen. Niemand wird diese Ausgabe be⸗ dauern.“ Aehnlich berichten viele andere, welche Togal gegen Rheumatismus, Hexenschuß, Schmerzen in den Gliedern und Ge lenken sowie bei Influenza und Kopfschmerzen gebrauchten. Es gibt nicht besseres. Alle Apotheken führen Togal⸗Tabletten. Best.: Aeld. acet. salic. Chinin Mg. Li. 706188
5— 8
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Die diesjährige Herbstdüngung. Erwiesenermaßen kann eine gute Düngung mit Kali und Phosphorsäure den fehlenden e 8 8 e— ausgleichen, indem sie die
flanzen stickstoffhungrig macht und so befähigt, schwerlösli BVriefkasten der Redaktion. 5 Stickstoff aufzunehmen, den sie sonst 1 85 3 7 2 05 5 72 0. 49 875 1* 2— n— in—14* ihre billin find I nen ehen it zum Dienst mit der Wa alidüngung zu empfehlen, zumal die Kalisalze ind mit der Inschrift für Kriegs⸗Inicht ausschicen. a elle und sich daher fehr gut rentieren.. 40
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Bande, von Offizieren, Unter⸗
gsfürsorge gewidmet haben, stiftet
Mazedonien notwendig. Bulgarien ist bereit, um diesen Preis in


